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15. Februar 2017
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Mineralfutter für mäkelige Pferde

Haben Sie auch so einen mäkeligen Fresser im Stall stehen? Ihr Pferd ist auch Experte im Aussortieren von Futterbestandteilen oder Zusatzfutter, das ihm nicht schmeckt? Dann gehören Sie bestimmt auch zu den Pferdebesitzern, die beim Mineralfutter verzweifeln. Da hab ich einen Tipp für Sie…

Flüssiges Mineralfutter für mäkelige Pferde

Die meisten handelsüblichen Mineralfutter gibt es als Pellets. Daneben ist noch Pulver zur Versorgung der Pferde mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen relativ häufig erhältlich. Wenig beachtet ist aber flüssiges Mineralfutter für Pferde. Dabei profitieren gerade Pferde, die sehr sensibel bei der Fütterung reagieren, von der flüssigen Variante des Zusatzfutters.

Flüssiges Mineralfutter hat keinerlei Einschränkungen, was die Verwertung oder den Gehalt der Nährstoffe angeht. Es ist genauso hochwertig wie jedes andere vergleichbare Pferdemineral und hat dazu noch viele Vorteile bei der Verabreichung, wie z. B.:

  • Bessere Vermischung mit dem Grundfutter.
  • Verabreichung per Maulspritze möglich.
  • Verwendung von Aufsatzpumpen erleichtern die Dosierung.

Vor allem die beiden ersten Punkte werden dann aktuell, wenn Ihr Pferd alles, was ihm nicht 100 % schmeckt oder was es nicht kennt, erst einmal aussortiert und links liegen lässt. Vermischen Sie den Mineralfutter-Sirup einfach gründlich mit dem Kraftfutter und so bleibt Ihrem Pferd nur noch die Wahl, alles liegen zu lassen – was die wenigstens dauerhaft tun – oder eben das ungeliebte Mineralfutter mitzufressen.

Dazu kommt, dass Pferde Zusatzfutter oft nur deshalb aussortieren, weil der Geschmack anfangs ungewohnt ist. Pferde als Fluchttiere sind da sehr auf der Hut. Ist der Futtergeschmack vertraut(er), dann werden Futterzusätze meistens völlig problemlos mitgefuttert.

Ist Ihr Pferd wirklich langfristig ein „Dauerverweigerer“, würde lieber verhungern, als Kraftfutter vermischt mit flüssigem Mineralfutter zu fressen, dann bleibt im Zweifel nur noch die täglich Gabe per Maulspritze. Aber auch das ist mit flüssigem Futter viel einfacher als erst Pellets oder Pulver in Wasser auflösen zu müssen.

Und zu guter Letzt: Wenn Ihr Pferd aus welchen Gründen auch immer kein oder nur wenig Kraftfutter bekommen soll, dann ist flüssiges Mineralfutter die beste Wahl. Einfach pur aus dem Trog schlecken lassen wenn das Pferd es mag oder eben wie erwähnt täglich per Maulspritze verabreichen. Daher ist das flüssige Futter auch sehr gut für Rehapferde geeignet, die nur eingeschränkt Bewegung bekommen und nicht zu energiereich gefüttert werden dürfen.

Pferd & Futter empfiehlt das flüssige Mineralfutter für Pferde von FORAN Equine Products. Chevinal Plus ist erhältlich als 1 l Flasche oder im 5 l Kanister. Und was sagen die Pferde der Kunden? Lecker! Die meisten schlecken Chevinal Plus Mineralfutter tatsächlich pur aus dem Trog.

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20. Januar 2017
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Zusatzfutter für Pferde – richtige Lagerung ist wichtig

Neben der richtigen Lagerung des Grundfutters (Kraftfutter wie Müsli oder Hafer, Heu, Stroh oder Heulage) ist auch die richtige Lagerung von Zusatzfutter wichtig. Nur bei optimaler Lagerung wird ein Zusatzfutter eurem Pferd den meisten Nutzen bringen können und nicht vorzeitig verderben oder die Konsistenz ungünstig verändern, z. B. extrem zähflüssig oder unangenehm im Geruch werden.

Zusatzfutter für Pferde – Schutz vor extremen Temperaturen

Vor allem in den „extremen“ Jahreszeiten wie winterlichem Frost oder hochsommerlicher Hitze sollte das Zusatzfutter eurer Pferde möglichst so aufbewahrt werden, dass es keinen extremen Temperaturschwankungen, aber auch nicht

  • extremer Hitze
  • direkter Sonneneinstrahlung
  • Frost

ausgesetzt ist. Im Zweifel das Pferdezusatzfutter mit nach Hause nehmen und dann, zumindest für alle die täglich bei ihrem Pferd sind, die gewünschte kleine Menge mit zum Stall nehmen und mit einer kleinen Extra-Handvoll Kraftfutter dem Pferd direkt verfüttern. Alternativ ist vielleicht auch der Stallbetreiber so nett, das Zusatzfutter in einem „temperaturneutralen“ Raum aufzubewahren.

Was kann passieren bei zu viel Frost, Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung auf das Futter? Selbst wenn das Futter nicht wirklich verdirbt wird sich ziemlich sicher die Konsistenz ändern. Das Zusatzfutter kann zählflüssiger werden, sich in einzelne Bestandteile (Fette, Wasser, etc.) trennen oder auch anfangen, schlecht zu riechen, so dass euer Pferd es nicht mehr als Futter akzeptiert. Zudem besteht natürlich wirklich die Gefahr, dass es verdirbt und euer Pferd davon in der Folge Kolik bekommen könnten.

Und zu guter Letzt: Gerade Zusatzfutter, das einen hohen Anteil an Mineralien, Vitaminen und Spurenelemente enthält ist extrem anfällig für starke Temperaturschwankungen, Frost oder übermäßige Hitze und Sonneneinstrahlung. Die Nährstoffe verlieren schlicht ihre Wirkung, auch wenn man es dem Futter eigentlich gar nicht ansieht.

Zusatzfutter für Pferde – Was sonst noch für die Lagerung wichtig ist

Leider herrscht in vielen Ställen die Unsitte, vor allem bei Pferdezusatzfutter in Eimern, die Eimer einfach auch mal offen stehen zu lassen. Ist doch praktisch für den Futtermeister bei der nächsten Fütterung … man muss nicht immer mühsam am Deckel rumfummeln, sondern kann direkt mit dem Messbecher die nötige Menge entnehmen. Soweit – so gut…allerdings können so natürlich auch Futterschädlinge wie Milben & Co. leichter in das Futter gelangen und es verdirbt. Auch die Mäuse und Ratten werden sich freuen, so sie denn in eurem Stall zu Hause sind.

Auch nicht ganz zu vergessen ist bei offenen Behälterdeckel bei pelletiertem oder Pulver-Zusatzfutter, dass das Futter Feuchtigkeit speichern kann und dann klumpig wird oder durch die vermehrte Feuchtigkeit schnell schimmelt. Auch der sich auf dem Futter ablagernde Staub und Dreck aus der Umgebungsluft ist nicht zu unterschätzen. Deshalb immer besser kurz den Deckel wieder aufdrücken, damit euer Pferd möglichst lange sein Zusatzfutter bekommen kann.

Übrigens: Hochwertige Pferdezusatzfutter erhalten Sie in großer Auswahl im Pferd & Futter Onlineshop, versandkostenfrei in Deutschland – schauen Sie doch mal rein!

 

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11. Januar 2017
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Koppen, Weben, Boxen laufen und gegen Wände schlagen – Unarten bei Pferden

Unarten bei Pferden, beispielsweise Koppen, Weben, gegen die Wand schlagen oder Holz nagen, werden offziell als Stereotypen – also Bewegungs- oder Verhaltensmuster, die sich immer wiederholen – bezeichnet. Wussten Sie, dass vermutlich 10 – 20 % aller in der Obhut des Menschen gehaltenen Pferde diese auffälligen Verhaltensmuster zeigen? Ganz schön erschreckend wie ich finde. Aber warum sind so viele Pferde davon betroffen? Was löst diese Unarten aus? Warum koppt ein Pferd und das in der Box daneben nicht? Warum weben Pferde und andere nicht? Und warum sind manche Pferde fast schon Biber wenn es um Holz nagen geht?

Wenn man Statistiken glaubt sind häufiger Hengste als Wallache und Stuten betroffen. Kann das vielleicht schon eine erste Richtung für die Probleme weisen? Allein deshalb weil Hengsthaltung oft noch weniger artgerecht gestaltet werden kann als die Haltung von Stuten und Wallachen? Während manch einer nun vielleicht sagen möchte „Was mein Pferd in seiner Freizeit tut, das interessiert mich nicht.“ sollten Sie als Pferdebesitzer doch genauer hinschauen, wenn Ihr Pferd eine Neigung zu solchen Unarten zeigt. Denn je nach Verhaltensmuster kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen wie beispielsweise Gelenkverschleiß bei Boxenlaufen oder Weben, Verletzungen beim gegen die Wand schlagen oder erhöhte Anfälligkeit für Koliken bei Koppern. Aber selbst wenn es keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit sich bringt so sind die meisten dieser Unarten beim Verkauf des Pferdes als Gewährsmangel anzugeben und mindern den Preis meistens erheblich. Gibt man das Problem nicht zu Protokoll, dann kann der Käufer später die Rücknahme des Pferdes und die Erstattung des Kaufpreises fordern.

Mögliche Ursachen von Uarten bei Pferden

Auch wenn die Ursachen bis heute nicht bis ins Detail geklärt sind, so steht doch fest: Die Haltungsbedingungen und die Umgebung der Pferde spielen eine maßgebliche Rolle dafür, ob Unarten auftreten oder nicht. Pferde sind von Natur aus Tiere, die sich den ganzen Tag in gemäßigter Bewegung grasend fortbewegen möchten und sollten. Aber wer kann das seinem Pferd hierzulande schon bieten? Viele Pferde werden in Ballungsräumen gehalten. Da ist weitläufiges Weideland oft Mangelware.

Neben den Haltungsbedingungen können auch eine nicht optimal verlaufene Trennung des Fohlens von der Mutterstute, Überforderung im Training, falsche Fütterung oder auch zu wenig Sozialkontakte mit anderen Pferden zu den genannten Unarten führen. Oft scheint eine Art innere Anspannung die Zwangshandlung auszulösen, als ob das Pferd „Druck abbauen“ möchte. Denn Pferde sind sensible Tiere. Da kann schon ein stressiger Umzug in einen anderen Stall oder aufgrund von Turnierteilnahmen ständiges Reisen zu Stress und Überlastung führen.

Was kann ich für mein Pferd tun, damit es sich keine Unarten angewöhnt

Als erstes gilt es, eine möglichst artgerechte Haltungsform für sein Pferd zu finden. Und die sollte bei der Stallauswahl auch deutlich über der eigenen Bequemlichkeit stehen. Natürlich ist es schön, ein beheizte Reiterstübchen im Winter zu haben, einen Getränkeautomaten am Stall oder mehrere Reithallen. Aber letztlich hat Ihr Pferd mehr von täglichem mehrstündigem Weidegang in Pferdegesellschaft, einer Außenbox – wenn möglich mit großzügigem Paddock und halbhoher Abgrenzung zu den Nachbarboxen – oder auch einem Aktivstall oder Offenstall. Immer vorausgesetzt, die Pferdegemeinschaft versteht sich gut und die Vierbeiner müssen nicht durch ständige Wechsel innerhalb einer Gruppe täglich die Rangordnung klären.

Die Fütterung sollte so viel wie möglich Raufutter enthalten (als minimum wird 1 kg Heu/100 kg Pferdegewicht angesehen), um dem Kaubedürfnis der Pferde Rechnung zu tragen. Häufige kleinere Kraftfuttergaben sind ideal – nicht nur der Beschäftigung wegen und fürs Kaubedürfnis, sondern auch um Magenüberladung vorzubeugen.

Vermeiden Sie zu lange Fresspausen. Maximal 4 Stunden werden als Grenzwert angesehen, in denen ein Pferd nichts zu Fressen haben sollte. Danach wird es kritisch für den Magen, da die Magensäure der Pferde sehr aggressiv ist und durch zu lange Fresspausen Magengeschwüre oder sogar Koliken provoziert werden. Nicht zuletzt bedeutet eine zu lange Fresspause zusätzlich Stress fürs Pferd und kann so auch wieder zu Unarten aus Frust oder Langeweile führen.

Hilfe, mein Pferd koppt, webt oder hat andere Unarten

Ist es erst einmal soweit, das Pferd zeigt die genannten unerwünschten Verhaltensweisen, dann wird es meist ein langer Weg zurück. Unarten zu korrigieren. Die besten Chancen haben Pferde aus weniger idealen Haltungsformen und –bedingungen sobald man ihnen eine artgerechtere Haltung bieten kann. Doch selbst dann kann es lange dauern oder die Unarten verschwinden nie mehr ganz.

Die Unarten durch beispielsweise Kopperriemen, Metallbeschläge oder Antiknabbermittel auf den Stellen, an denen das Pferd zum Koppen aufsetzt, Gummimatten an Boxenwänden, etc. können natürlich die gesundheitlichen Folgeprobleme mindern, nicht aber die Ursache bzw. den Auslöser beseitigen. Und gerade Kopperriemen können zu neuem Stress für das Pferd führen, so dass es sich ein anderes Ventil, sprich eine andere Unart sucht. Alles nichts, was Sie als Pferdebesitzer erreichen möchten.

Deshalb: Am besten ist wie so oft die Vorsorge statt der Nachsorge. Das Pferd aus guten Haltungsbedingungen übernehmen und weiterhin möglichst argerecht halten, die Fütterung optimieren wo nötig (Raufutter in guter Qualität, Weidegras in der Saison, Kraftfutter in angemessener Menge und Zusatzfutter für Pferde mit erhöhtem Bedarf darüber hinaus) und für ausreichend Bewegung, nicht nur unter dem Sattel, Außenreize und Bewegungsanreize im Freilauf sowie Sozialkontakte sorgen. Denn ein zufriedenes und ausgeglichenes Pferd ist auch unter dem Reiter und im Wettkampf leistungsbereiter als ein gestresstes, schnell von Außenreizen überfordertes und bewegungstechnisch unausgelastetes Pferd.

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25. Oktober 2016
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So machen Sie Ihr Pferd fit für den Winter

Nicht nur bei Ihrem Auto müssen Sie Vorkehrungen treffen, damit der Winter Sie nicht eiskalt überrascht. Auch Ihr Pferd braucht spezielle Fürsorge in der Zeit der Umstellung von Sommer auf Herbst bzw. Winter. Mit dem richtigen „Care-Programm“ können Sie ganz einfach dafür sorgen, dass Ihr Pferd auch in der kalten Jahreszeit fit und leistungsbereit bleibt.

Zugegebenermaßen ist das Mangement bei Pferden, die ganzjährig hauptsächlich im Stall gehalten werden, nicht so viel anders in den Wintermonaten wie es in den wärmeren Jahreszeiten ist. Auch für Sportpferde mit gleich bleibendem Trainings- und Wettkampfpensum und ohnehin wenig Gelegenheit, die Weidezeit zu genießen, ändert sich gar nicht so viel. Hauptsächlich wichtig ist es deshalb für Freizeitpferde … sportlich ambitioniert geritten oder Freizeitkumpel, Jährling oder Gnadenbrotpferd. Sie brauchen ein kleines bisschen Extra-Unterstützung in den kalten Monaten. Was sich Pferde im Winter wünschen und was sie brauchen lesen Sie hier…

Umstellung der Pferdefütterung im Herbst und Winter

Sobald auf der Weide das Gras immer weniger wird und auch immer weniger nahrhaft ist sollten Sie Ihrem Pferd stufenweise mehr Heu oder auch zusätzlich Stroh als Rohfaser anbieten. So bleibt die Verdauung aktiv und der Kaloriengehalt der Fütterung stimmt. Bei Pferden, die im Sommer nur Gras bekommen haben muss diese Umstellung auf die Zufütterung bzw. später alleinige Heufütterung sehr langsam vorgenommen werden. Die Darmbakterien müssen sich Schritt für Schritt an die neue Nahrung gewöhnen was schon mal 4-5 Tage dauern kann.

Sie haben ein Pferd mit hohem Energiebedarf? Dann füttern Sie ihm täglich eine Portion Leinöl zu seinem Futter dazu. So bekommt es Energie und Kalorien, die es beim täglichen Training oder beim Turnier braucht, um die nötige Leistung bringen zu können. Auch ältere Pferde profitieren von einer täglichen Ölgabe da auch sie meist einen höheren Energiebedarf im Winter zeigen.

Und auch das Mineralfutter sollte angepasst werden. Wechseln Sie mit Beginn der immer kürzer werdenden Tage und dem immer kürzeren Weideaufenthalt zu einem ausgewogenen Mineralfutter wie Chevinal Plus, das ihr Pferd mit allen nötigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt, die es jetzt nicht mehr so einfach über die natürliche Grasaufnahme und den Aufenthalt in der Sonne bekommen kann.

Halt mich warm

Pferde, die ganzjährig relativ robust gehalten werden, lassen sich automatisch mit Beginn der kürzeren Tage ein immer dicker werdendes Fell zum Schutz gegen Kälte und Nässe wachsen. Übrigens ist es tatsächlich so, dass die Fellproduktion von der Tageslänge und nicht von der Temperatur gesteuert wird. Da das Pferdefell von Natur aus mit einer Art natürlichem wasserabweisenden Schutz (ähnlich wie wetterfestes Öl) ausgestattet ist, sind sie damit schon einmal gut gerüstet. Und zum Leidwesen ihrer Besitzer wälzen sie sich dann auch noch je nach Wetterlage gerne ausgiebig im Schlamm, um noch eine zusätzliche wärmende Schicht auf dem Körper zu tragen.

Was heißt das für Sie als Pferdebesitzer? Wenn Sie Ihr Sportpferd auch im Winter anspruchsvoll trainieren oder mit ihm an Turnieren teilnehmen, dann werden sie um eine (Teil-)Schur sicher nicht herumkommen. Das heißt aber auch, dass Sie ihr Pferd danach mit einer wärmenden Decke ausstatten müssen. Sein natürlicher Wärme- und Nässeschutz ist mit der Schur leider verloren gegangen.

Ungeschorene Pferde mit ausreichend dickem Fell können – je nach individuellem Kälteempfinden, Alter (ältere Pferde mögen es meist gerne wärmer) oder gesundheitlichem Zustand (kranke bzw. in der Rehaphase befindliche oder auch abgemagerte Pferde können der Nässe und Kälte oft nicht ausreichend Eigenschutz entgegensetzen) – auch ohne Decke laufen. Individuelles Kälteempfinden? Ja, das gibts tatsächlich. Meist sind es dabei die sogenannte Südpferde, die schneller frieren als die Nordpferde, und zwar ganz unabhängig von der Haltungsform. Wer sein Pferd im Winter ohne Decke laufen lassen möchte, der sollte aber auch nicht zu viel Pflegemanagement betreiben. Nur dann behält das Fell seine natürlich Isolations- und Wasserschutzfunktion. Und: Egal wie robust die Pferde sind, über eine Möglichkeit sich unterzustellen wenn es mal wieder Katzen und Hunde regnet und dazu stürmischer Wind weht, darüber freuen sie sich alle.

Wasser? Gerne handwarm!

Auch wenn der Wasserbedarf in den Sommermonaten natürlich höher ist, frisches Trinkwasser muss den Pferden immer zur Verfügung stellen. Auf der Weide helfen Holzststücke im Wasserbottich das Wasser auch bei Frost einigermaßen frei von Eis zu halten. Den Rest – falls es doch mal friert – erledigen die Pferde meist von selbst mittels eines herzhaften Tritts in den Bottich. Für den Stall haben sich isolierte Rohre sehr bewährt. Alternativ können Sie die Rohre mit einem Heizdraht umwickeln und so die Tränkenheizung auch später noch nachrüsten. Beheizte Tränken sorgen nicht nur für stressfreie frostfreie Wasserversorgung, sie bieten den Pferden auch immer leicht angewärmtes Wasser, das diese oft viel lieber trinken als das ganz kalte.

Nach sportlicher schweißtreibender Anstrengung kann auch eine Gabe Elektrolyte für Pferde eine sinnvolle Futterergänzung sein. Die Elektrolyte sorgen für den Ausgleich der durch das Schwitzen verlorenen Mineralsalze und verstärken auf natürlichem Weg zusätzlichen den Durst.

Auslauf im Winter

Nicht überall können Pferde auch im Winter eine Weide nützen. Mindestens sollte ihnen aber stundenweiser Auslauf auf einem Sandplatz oder einem Paddock mit Holzhackschnitzel oder ähnlichem zur Verfügung stehen. Achten Sie darauf, dass ihr Pferd einen Auslauf bekommt, der auch bei viel Nässe möglichst wenig matschig wird. Zu viel Matsch und Nässe schadet der empfindlichen Pferdehaut und tägliches Abwaschen der Beine macht das Ganze dann leider auch meist nicht besser. Vor allem für Pferde mit viel Behang im Fesselbereich ist ein trockener und sauberer Auslauf zum Schutz vor Mauke oder Hautpilz sehr wichtig.

Wie schon zuvor beschrieben sollte der Auslauf nach Möglichkeit einen Unterstand bieten. So können die Pferde bei extremem Wetter Schutz suchen. Alternativ sollte eine Person am Stall vor Ort sein, die notfalls die Pferde in den Schutz des Stalls zurück holt falls es zu lange oder zu heftig regnet und stürmt. Auch wenn Pferde Wetterbedingungen anders wahrnehmen als wir Menschen, zu viel Nass und zu viel Wind mögen auch sie nicht gerne.

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23. Juni 2016
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Warum Pferdebeine auch im Sommer ein gutes Pflegeprogramm benötigen

Nässe und Matsch sind die Feinde der Pferdebeine im Herbst und Winter. Aber auch in der schönsten Zeit des Jahres, im Frühling und Sommer, ist die richtige Pflege der Pferdebeine wichtig. Übrigens nicht nur für die Pferde der Sportreiter, die im Sommer viele Freilandturniere auf dem Programm haben, sondern für alle Pferde. Springturniere, Dressurturniere, Vielseitigskeitssport oder sogar Rennsport, Geländeritte mit teilweise unebenen Bodenverhältnissen, Sandplatz mal mehr oder weniger eben gezogen, Weidezeit auf ausgetrockneten und harten Böden, alles das beansprucht die empfindlichen Sehnen, Bänder und Gelenke und kann zu Problemen an den Pferdebeinen führen.

Was können Symptome von Beinproblemen bei Pferden sein?

  • Lahmheit oder deutlich verminderte Bewegungsfreude
  • berührungsempfindliche Beine, vor allem im vorderen Röhrbeinbereich
  • angelaufene, geschwollene Gelenke

Pferdebeine auch im Sommer richtig gepflegt – So erhalten Sie die Bewegungsfreude Ihres Pferdes!

Wie meistens im Leben ist auch bei der Pflege der sportlich beanspruchten Pferdebeine Vorsorge besser als Nachsorge. Nach anstrengendem Training oder Wettkampf oder bei empfindlichen Pferden hat sich die regelmäßige Anwendung von Kühlgel oder kühlender Tonerdepaste bewährt. Einfach nach der Beanspruchung auftragen und ggf. kurzfristig die Beine einbandagieren während die Produkte den Pferdebeinen Gutes tun. Danach abwaschen und fertig ist das Pflegeprogramm.

Wer keine Produkte wie Kaoglin oder Kühlgel zur Hand hat, der kann auch einfach mit kaltem Wasser dem Pferd Erleichterung an den beanspruchten Bändern, Sehnen und Gelenken verschaffen. Allerdings muss man dazu wissen, dass nur kurzfristiges abkühlen mittels Wasser nicht den wirklichen „Cooling Effekt“ erzielt, den man erreichen möchte. Dafür sollte das Wasser ca. 10 – 20 Minuten mit weichem Strahl über das Pferdbein laufen. Und gemessen an der aufzuwendenden Zeit und dem erhöhten Wasserverbrauch ist es dann für die meisten von uns sicherlich angenehmer, auf entsprechende Pflegeprodukte für Pferde auszuweichen oder zumindest über die Anschaffung von Kühlgamaschen nachzudenken.

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29. Mai 2016
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Elektrolyte – Warum sie gerade bei Stress und Hitze so wichtig für unsere Pferde sind

Wenn Pferde viel schwitzen muss das nicht immer ein Alarmzeichen für Reiter oder Besitzer sein. Denn Schwitzen ist zunächst einmal eine sehr gute Möglichkeit für Ihr Pferd, seine Körpertemperatur zu regulieren, sich „abzukühlen“. Problematisch dabei ist nur, dass durch das Schwitzen auch wertvolle Mineralsalze verloren gehen. Zudem kann vermehrtes Schwitzen ohne Ausgleich der verlorenen Flüssigkeitsmenge zu Kreislaufproblemen oder sogar Kolik führen (Stichwort Dehydrierung).

Wussten Sie, dass schon bei der geringsten Muskelanspannung im Körper Wärme produziert wird? Egal, ob Ihr Pferd also entspannt auf der Weide läuft und grast oder ob es gerade in einem Wettbewerb geritten oder gefahren wird, der Körper produziert – angepasst an die Anstrengung eben mehr oder weniger  viel – Wärme. Ein Teil dieser Wärme wird zur Erhaltung der normalen Körpertemperatur benötigt – deshalb rennen Pferde, die frieren, auch gerne mal einige Runden auf dem Auslauf. Was aber passiert mit der überschüssigen durch Bewegung produzierten Wärme?

Da jegliche Muskelanspannung Wärme produziert kann man sich vorstellen, was bei Stress und Aufregung im Pferd passiert. Die Pferde spannen mehr als üblich jeden Muskel an, wollen fluchtbereit sein. Deshalb hängen psychischer Stress und übermäßiges Schwitzen auch zusammen.

Und auch an sehr heißen Tagen haben manche Pferde Probleme, die überschüssige Körperwärme, verstärkt durch das „Aufheizen“ des Körpers durch Sonne und sommerliche Hitze, wieder loszuwerden. Diese Pferde holt man dann verschwitzt und müde von der Weide und kann sie mit Elektrolyten sinnvoll unterstützen.

Um zu viel produzierte Wärme wieder loszuwerden hat Ihr Pferd verschiedene Möglichkeiten:

  • Schwitzen (85 % der überschüssigen Wärme wird hierdurch verloren)
  • Erhöhung der Atemfrequenz (das ist allerdings eher bei Hunden zu beobachten, als bei Pferden)

Und hier kommen die Elektrolyte ins Spiel. Denn gut funktionierende Muskeln benötigen die ausgeklügelte Balance von Wasser /Körperflüssigkeit und Mineralsalzen. Ein Ungleichgewicht und eine Unterversorgung mit Elektrolyten kann dazu führen, dass die Muskulatur schneller ermüded, krampft oder auch die Regeneration nach sportlicher Anstrengung länger dauert. Alles nichts, was man bei ambitioniert gerittenen Freizeitpferden oder gar Sportpferden sehen möchte.

Übrigens hat jedes Elektrolyt, wie es z. B. in ReFuel oder auch Equilyte G von FORAN enthalten ist, seine eigene Aufgabe im Körper:

Natrium unterstützt Ihr Pferd dabei, die Körperflüssigkeit auf dem individuellen Niveau zu halten und den Blutdruck zu erhalten.

Chlorid ist für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zuständig.

Kalium unterstützt eine optimale Muskelfunktion, aber auch Herz und Nieren. Kaliummangel kann dazu führen, dass die Muskeln schnell ermüden.

Calcium ist für die Kontraktion der Skelett- und Herzmuskulatur zuständig. Darüber hinaus ist Calcium wichtig für stabile belastbare Knochen und Zähne sowie die gesunde Herz- und Nervenfunktion.

Obwohl Magnesium in Reiterkreisen meist für seine positive Wirkung auf das Nervenkostüm bekannt ist, ist Magnesium vor allem auch wichtig für eine optimale Muskelfunktion und Knochenbildung.

Mit diesem Wissen ist es leicht nachzuvollziehen, dass Ihr Pferd nach einer schweißtreibenden Anstrengung (z. B. Training, Wettkampf, Fohlengeburt, etc.) oder an sommerlich heißen Tagen Elektrolyte als Zusatzfutter benötigen kann. Diese unterstützen Ihr Pferd dabei, fit und vital zu bleiben, während der Anstrengung nicht so schnell zu ermüden und sich danach schnell zu erholen.

Welche Elektrolyte für mein Pferd?

Elektrolytmischungen, die neben Natrium, Chlorid, Kalium, Calcium und Magnesium auch Glucose oder Sucrose enthalten sind ideal. Denn sowohl Glucose als auch Sucrose unterstützen die Wirkung der Elektrolyte und sind eine schnell verfügbare Energiequelle. Bei der Fütterung von Elektrolyten muss Ihrem Pferd in den folgenden Stunden immer frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Elektrolyte haben die gewollte Eigenschaften, bei Ihrem Pferd den Durst anzuregen, so dass das Pferd über das Trinken selbst wieder den Flüssigkeitshaushalt in Ordnung bringt.

Pferd & Futter empfiehlt Equilyte G als Elektrolytpulver und ReFuel Gel als Elektrolytpaste für unterwegs, beide Produkte vom bewährten irischen Traditionshersteller FORAN Equine Products.

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25. April 2016
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Fohlen an Bord? Jetzt an die Calciumversorgung denken!

Ist Ihre Stute auch schon Mutter geworden dieses Jahr? Bei vielen Privatställen oder auch Züchtern springen die kleinen Fohlen schon lebenslustig durch den Stall oder auf der Weide herum. Damit die kleinen Racker so fit und munter bleiben und gesund aufwachsen können, sollten Sie die Mutterstute jetzt durch eine spezielle Fütterung unterstützen. Denn Fohlen sind im ersten Monat völlig abhängig von der Muttermilch und selbst bis zum Alter von ca. 5 Monaten ist die Muttermilch die Hauptquelle für ihre gesunde Ernährung. Und hier wird auch bereits einer der Grundsteine gelegt für ein langes und gesundes Leben unabhängig davon, ob Ihr Pferd später ein Leben als Sportpferd oder ambitioniert gerittenes Freizeitpferd führen wird.

Laktierende Stute? Warum ein Plus an Calcium jetzt wichtig sein kann!

Calcium ist in aller Munde wenn es um die Entwicklung starker Knochen und Gelenke bei Pferden geht. Calcium wird zudem eine wichtige Rolle im Muskelaufbau zugeschrieben. Calcium ist dabei immer im Zusammenhang mit einer passenden Phosphorversorgung zu sehen und beide sollten in einem Verhältnis von Calcium zu Phoshor von 2:1 stehen, um die Gesundheit der Pferde zu unterstützen.

Jede Mutterstute ist natürlich anders aber viele benötigen zur „Produktion“ einer reichhaltigen Muttermilch etwas Unterstützung über die Fütterung. Gerade bei früh im Jahr geborenen Fohlen ist dies wichtig, wenn die Weiden noch nicht saftig genug sind die Stute mit allen nötigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu versorgen. Und selbst mit Gras und Heu in bester Qualität sind manche Mutterstuten nicht in der Lage, optimale Muttermilch für ihr Fohlen zu produzieren. Und vor allem wenn die Stute eigentlich gut gefüttert ist und Sie die Ration an sich nicht erhöhen wollen und müssen, ist die separate Fütterung von zusätzlichen Vitaminen, Mineralien oder auch Aminosäuren wichtig.

Übrigens: Wenn Sie nur Hafer als Kraftfutter füttern kann es besonders wichtig sein, den Calciumgehalt in der Gesamtration zu überprüfen (Hafer ist relativ arm an Calcium), um für das Fohlen die beste Ernährung über die Muttermilch zu garantieren.

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15. April 2016
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Vitamin B als Zusatzfutter für Pferde

Braucht mein Pferd wirklich Vitamin B? Definitiv ja! B-Vitamine sorgen unter anderem dafür, dass Haut und Fell widerstandsfähig und gesund bleiben, die Hufe stabil sind und unterstützen das Pferd dabei, die nötige Energie aus seinem Futter zu nutzen. Vor allem Sportpferde oder auch Reha-Pferde benötigen dabei oft mehr Vitamin B benötigen, als das tägliche Kraftfutter und Raufutter Ihnen geben kann. Sie profitieren von Pferdezusatzfutter, das ihnen ein Plus an Vitamin B bietet.

Vitamin B ist ein „komplexes“ Vitamin

Vitamin B ist nicht ein “einzelnes Vitamin”, es ist vielmehr eine sehr komplexe Verbindung. Deshalb wird B-Vitamin auch oft als Vitamin B Komplex bezeichnet. Dieser besteht aus insgesamt 12 B-Vitaminen, wovon 8 als essentielle B-Vitamine gelten, also nicht selbst vom Organismus hergestellt werden können.

Die 12 Vitamine aus dem Vitamin B-Komplex sind:

  • Vitamin B1 (Thiamin; kann sich positiv auf das Nervensystem auswirken und unterstützt bei der Energiegewinnung aus Glucose)
  • Vitamin B2 (Riboflavin; unterstützt bei der Energiegewinnung)
  • Vitamin B3 (Niacin; unterstützt bei der Energiegewinnung)
  • Vitamin B5 (Pantothensäure/Calcium Pantothenat; unterstützt die Verstoffwechselung von Fett und Protein)
  • Vitamin B6 (Pyridoxine; Unterstützt die Verstoffwechselung von Eiweiß und Neurotransmittern/biochemischen Botenstoffen)
  • Vitamin B7 (Biotin; dient als „Zellklebstoff“)
  • Vitamin B9 (Folsäure; unterstützt die Zellteilung und das Zellwachstum sowie die Produktion der roten Blutkörperchen)
  • Vitamin B12 (Cobalamin; unterstützt Energiegewinnung und Blutbildung und kann sich positiv auf das Nervensystem auswirken)

Zusatzfutter für Pferde mit Schwerpunkt auf der Versorgung mit Vitamin B enthalten übrigens in der Regel auch nur einige oder alle 8 essentiellen B-Vitamine und nicht die, die der Körper ohnehin selbst produzieren kann.

Natürliche Quellen an Vitamin B im Pferdefutter

Sie füttern Ihrem Pferd ein Zusatzfutter mit Vitamin B? Dann brauchen Sie keine Angst haben, dass es zu einer Überversorgung kommt in Verbindung mit der täglichen Grundfütterung Ihres Pferdes. Denn überschüssiges Vitamin B wird nachweislich nicht im Körper gespeichert, sondern mit dem Urin wieder ausgeschieden. Aber das bedeutet auch: Wenn Ihr Pferd von einem Plus an Vitamin B in seiner Fütterung wirklich profitieren soll, dann müssen Sie es ihm täglich füttern.

Natürliches Vitamin B findet Ihr Pferd in seinem Grundfutter wie Gras, qualitativ hochwertigem Heu oder auch Getreide. Und auch wenn praktisch kein wirklicher Mangel an Vitamin B bei Pferden bekannt ist, so gibt es doch oft eine Lücke zwischen der Grundversorgung an B-Vitaminen und der Versorgung, die für eine maximale Leistungsfähigkeit optimal ist.

 Vitamin B Zufütterung für Pferde

Da B-Vitamine vor allem auch mit der Freisetzung der nötigen Energie aus dem Futter in Verbindung stehen ist anzunehmen, dass sie auch einen großen Einflus auf die Fitness und Leistungsfähigkeit von Pferden haben. Zudem konnten von vielen Pferdebesitzern bei Zufütterung von B-Vitaminen positive Auswirkungen auf den Appetit (wichtig bei Sportpferden, die viel reisen und dabei oft appetitlos werden, aber auch für Pferde in Rekonvaleszenz) und das Nervensystem beobachtet werden.

Neben der optimalen Vitamin B Versorgung für Sportpferde oder Pferde in Reha können auch Pferde, die eine futterreduzierte Diät bekommen müssen oder deren Futterqualität nicht optimal ist genauso wie ältere Pferde mit reduzierter Verdauungstätigkeit von einer Futterergänzung mit Vitamin B profitieren.

Ob Ihr Pferd von einer Zufütterung mit B-Vitaminen profitiert merken Sie schnell. Vitamin B ist sehr gut verdaulicht und steht dem Pferd damit schnell zur Verfügung. Gerade auch zeitnah zu stressigen Situationen oder hoher sportlicher Anforderung kann Vitamin B einen spürbaren Unterschied machen.

Pferd & Futter empfielt für die optimale Versorgung mit Vitamin B für Ihr Pferd Zusatzfutter wie

FORAN Muscle Max für Pferde, die Unterstützung beim Muskelaufbau benötigen (enthält Vitamin E, Selen, Lysin und Vitamin B1, B2, B6 und B12)

und/oder (bei Bedarf können bei Zusatzfuttermittel parallel gefüttert werden)

FORAN Shy Feeder B für Pferde, die einen kleinen “Appetitanreger” benötigen, die gestresst wirken oder Unterstützung im Fellwechsel oder bei Neigung zu Sommerekzem benötigen (enthält Vitamin B1, B6 und B12)

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3. März 2016
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Wenn Pferde auf Reisen gehen – Pferdetransport einfach gemacht

Pferdetransporte – Gute Planung ist die halbe Miete

Nicht nur Sportpferde müssen häufig von A nach B transportiert werden, auch Freizeitpferde gehen oft auf Reisen, z. B bei Stallwechseln oder Urlaubsreisen der Besitzer, die ihre Pferde dann mitnehmen in den Reiturlaub. Oftmals sind dabei die Besitzer aufgeregter als die Pferde selbst. Aber mit genügend guter Vorbereitung kann man für Gelassenheit sorgen, die sich dann auch im Pferd wiederfinden lässt.

Transportdienstleister oder selbst fahren?

Diese Frage stellen sich viele Pferdebesitzer, die zwar selbst über ein geeignetes Zugfahrzeug und einen Pferdeanhänger verfügen, die aber eine große Strecke überwinden müssen und bisher eher Kurzstrecken gefahren sind mit Ihrem Pferd.

Sofern man im Anhängerfahren geübt ist spricht nichts dagegen, auch einen längeren Transport selbst durchzuführen. Vorher sollten auf jeden Fall die Reifen und die Transportsicherheit des Anhängers (TÜV?), natürlich auch des Zugfahrzeugs, gecheckt werden. Nichts ist schlimmer als unterwegs eine Panne zu haben mit einem Pferd auf dem Anhänger. Spätestens vor Abfahrt sollten auch die Bremsleuchten, Blinker und das Rücklicht auf Funktionsfähigkeit getestet werden. Gut ist es auch, wenn der Anhänger ein Innenlicht hat und über eine Kamera verfügt, so dass man vom Auto aus das Pferd im Blick hat.

Möchte man dem Pferd die Reise im luxuriösen LKW gönnen sollte man sich mehrere Angebote von Transporteuren einholen. Dabei sollte auf das richtige Preis-Leistungsverhältnis unbedingt geachtet werden, denn günstig ist manchmal auch einfach nur billig. Eine Möglichkeit, einen seriösen und guten Fahrdienst fürs Pferd zu finden ist auch, andere Pferdebesitzer, den Tierarzt oder größere Pferdekliniken anzusprechen. Oft haben diese gute Kontakte und können Empfehlungen aussprechen. Auch in Pferdeforen bekommt man oft Geheimtipps für gute Pferdetransporteure.

Bei einem guten Dienstleister sollten zum Beispiel Pausen alle ca. 2 Stunden mit Kontrolle des Pferdes, Anbieten von Wasser und vielleicht noch ein paar Karotten zum Standard gehören. Auch Heunetze sollten immer gut gefüllt für die Pferde auf dem Transporter zur Verfügung stehen. Sehr gut ist es, wenn der Fahrer über eine Kamera das Geschehen auf der Ladefläche beobachten kann, so dass er im Ernstfall sofort handeln kann. Zudem sollte es ein Pferdemensch sein, der ruhig und gelassen mit den Pferden umgeht und in schwierigen Situationen geduldig bleibt. Und das fängt meist schon beim Verladen der Pferde über die ungewohnte Laderampe mit seitlicher Begrenzung an.

Abzuraten ist von sogenannten Sammeltransporten. Diese sind zwar günstiger, da auf einer bestimmten Strecke ständig Pferde zugeladen oder abgeladen werden und man somit nur Teilkosten bezahlt. Aber für die meisten Pferde sind sie sehr stressig, ständig neue Pferde, ständig neue Höfe (auf diesen Transporten wird meist auch über Nacht das Pferd in einen Stall verbracht, wenn die Weiterfahrt erst am nächsten Tag stattfindet) und auch neue Krankheitsbelastungen. Denn jedes Pferd bringt seine ganz eigenen Viren und Bakterien mit, die bei gestressten Pferden schnell „Nährboden“ finden können. Zudem dauern Sammeltransporte in der Regel mehrere Tage und eine Direktfahrt ist zwar eventuell teurer, dafür aber angenehmer für das Pferd und eher innerhalb eines Tages erledigt.

Wie bereitet man das Pferd auf den Transporttag und die Reise vor?

Zunächst sollte sichergestellt sein, dass sich der Vierbeiner stressfrei verladen lässt. Zumindest bei der Fahrt mit dem eigenen Hänger also vorher ausreichend das Verladen üben, eventuell auch kürzere Strecken bereits zurücklegen, sofern es sich um ein Jungpferd mit wenig Hängererfahrung handelt.

Abzuraten ist von jeglicher Sedation der Pferde für den Transport. Erstens wird dadurch das Pferd in seinen Reaktionen blockiert und kann sich eventuell nicht sauber ausbalancieren auf der Fahrt im schwankenden Gefährt. Zweitens schwitzen viele Pferde unter Sedation sehr stark und müssten eigentlich dann auch viel trinken. Beides nicht optimal für eine Fahrt im Anhänger oder auf dem LKW.

Einige Pferde haben, wie vorher schon bemerkt, Probleme mit den ungewohnten LKW-Laderampen. Ein guter Transporteur kennt das aber und hat gute und sichere Tricks, das Pferd trotzdem in Ruhe davon zu überzeugen, dass es auf den LKW gehen kann.

Die Pferdebeine sollten mittels Transportgamaschen zum Schutz vor Verletzungen ausgerüstet werden. Alternativ kann man auch auf Gamaschen (z. b. SMB-Boots oder ähnliches) zurückgreifen und sie in Kombination mit Hufglocken einsetzen.

Die meisten Transportunternehmen raten den Pferdebesitzern vom Eindecken der Pferde auf dem Transporter oder LKW ab. Zu schnell können die Tiere darunter schwitzen und warm genug ist es normalerweise auch auf den Fahrzeugen. Allenfalls im Sommer könnte man über eine Fliegendecke nachdenken. Bei geschorenen Pferden ist eine dünne Decke im Winter sicherlich auch anzuraten.

Auf jeden Fall sollte aber eine Abschwitzdecke an Bord sein oder dem Fahrer entsprechend mitgegeben werden. So kann das Pferd nach der Ankunft am Zielort, wenn es doch geschwitzt hat, eingepackt werden.

Und ganz wichtig, wenn das Pferd mit einem Transporteur unterwegs ist: Unbedingt die Handynummer des Fahrers notieren und die eigene bei ihm hinterlassen. Und im Anschluss natürlich auch selbst dafür sorgen, dass man auch wirklich erreichbar ist und bleibt, so dass der Fahrer im Notfall einen Ansprechpartner hat. Zudem sollte unbedingt spätestens bei Ankunft ein Anruf erfolgen, damit der Pferdebesitzer beruhigt ist, dass alles gut gelaufen ist.

Die Versorgung des reisenden Pferdes

Wenn es sich um einen der Pferdespezialisten handelt, die nur ihr gewohntes Wasser trinken, dann sollte auf dem Transport genug davon mitgenommen werden, notfalls in großen PET-Wasserflaschen bedarfsweise abgefüllt oder in Kanistern.

Kraftfutter nehmen die wenigstens Pferde auf solchen Transporten zu sich, zumindest wenn sie es nicht ohnehin gewöhnt sind auf große Fahrt zu gehen (Sportpferde, Turnierpferde). Am besten bietet man dann bei den regelmäßigen Pausen (ca. alle 2 Stunden) Möhren oder anderes Saftfutter an. So kommt gleichzeitig noch etwas mehr Flüssigkeit ins Pferd und die Leckereien werden meist gerne angenommen.

Heu sollte in ausreichender Menge eingeplant werden, so dass das Heunetz ggf. aufgefüllt werden kann unterwegs. Auch hier ist es für die meisten Pferde prima, wenn die gewohnte Qualität mitgenommen wird.

Zudem sollten Erste-Hilfe-Materialien, die für Pferde geeignet sind, mitgeführt werden. Empfehlenswert sind neben Wundauflagen, Desinfektionsspray und Verbandswatte auch selbstklebende Haftbandagen. Denn selbst wenn man sehr gut aufpasst und angepasst fährt können kleine Blessuren auf der Reise passieren.

Nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen muss derjenige, der das Pferd transportiert, den Pferdepass mit dabei haben.

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11. Februar 2016
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Werden Zusatzfutter und Pflegeprodukte für Pferde bald verschreibungspflichtig?

Zusatzfutter und Pflegeprodukte für Pferde nur noch beim Tierarzt kaufen? Pferdezusatzfutter und Pflegemittel für Pferde werden zu Medikamenten, eventuell sogar verschreibungspflichtig?

Was sich derzeit noch seltsam anhört könnte (leider) bald bittere Wahrheit werden. Nämlich dann, wenn der Vorschlag zu einer neuen Verordnung über die Zulassungsbedingungen für Tierarzneimittel in Kraft tritt.

Moment mal werden Sie jetzt sagen…Tierarzneimittel? Ich dachte, wir reden hier über Zusatzfutter und Pflegemittel?! Ja, stimmt, tun wir. Aber die geplante neue Verordnung scheint sich nicht auf Medikamente beschränken zu wollen. Auch viele Substanzen, die heute als Pferdezusatzfutter oder Pflegeprodukt im Handel erhältlich sind, sollen dann als Medikament oder Arzneimittel eingestuft und zulassungspflichtig werden und damit nur noch beim Tierarzt erhältlich sein.

Wer es genau nachlesen möchte: http://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/1/2014/DE/1-2014-558-DE-F1-1.Pdf

Und was können wir alle tun, die wir auch in Zukunft unsere Futterzusätze und Pflegeprodukte für unsere Pferde im freien Handel erwerben möchten? Ganz einfach: Beteiligen Sie sich an der Petition, die an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichtet ist:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_10/_28/Petition_61871.html

Bisher hat diese Petition leider noch nicht einmal die Hälfte der benötigten 50.000 Stimmen erreicht und am 24.02.2016 ist die Frist zur Zeichnung abgelaufen. Also machen Sie mit und geben Sie Ihre Stimme dafür ab, dass auch in Zukunft Zusatzfuttermittel und Pflegemittel für Pferde freiverkäuflich erhältlich sind.

Und übrigens: Auch wenn Sie bei Ihrem Pferd alternative Naturheilmittel bevorzugen sind Sie betroffen. Hier sind wir dann beim Ursprung der Verordnung, die auch regeln soll, dass alternativmedizinische Produkte eine tiermedizinische Zulassung haben müssen. Und hier wird’s dann für viele der kleinen Hersteller schwierig, die sich eine solch teure Zulassung gar nicht leisten können und so könnten viele der gewohnten und bei Ihrem Pferd bewährten Produkte vielleicht bald vom Markt gehen.

Deshalb: Klicken Sie auf https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_10/_28/Petition_61871.html

Geben Sie Ihre Daten ein. Sie erhalten dann eine E-Mail mit einem Link. Diesen bestätigen Sie bitte durch anklicken denn erst dann wird Ihre wichtige Stimme auch gezählt.

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26. Januar 2016
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Weideunfälle bei Pferden – Wie verhält man sich richtig?

Weideunfälle bei Pferden sind das Schreckgespenst aller Pferdehalter, die ihre Pferde auf der Weide halten oder Gruppenauslaufhaltung bevorzugen. Denn so schön der Zusammenhalt in einer Pferdeherde sein kann, es passieren doch immer wieder leichte und leider auch schwere Unfälle wenn die Pferde ihre Meinungsverschiedenheiten mit Zähnen und Hufen austragen. Aber selbst bei Einzelhaltung auf einer nicht pferdegerechten Weide, die beispielsweise mit Stacheldraht eingezäunt ist oder andere verletzungsträchtige Situationen provoziert,  kann es zu Verletzungen kommen.

Um die Situation beurteilen zu können und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, sollten Sie als Pferdebesitzer im Falle des Falles einige Punkte auf Ihrer mentalen Checkliste abhaken können. Und auch Ihre Stallapotheke sollte richtig ausgerüstet sein.

Zunächst sollten Sie die sogenannten PAT-Werte eines Pferdes, besser noch Ihres eigenen Pferdes kennen:

  • P für Puls, der beim erwachsenen Pferd in Ruhe 32 – 40 Schläge/Minute aufweisen sollte. Gemessen wird mit zwei Fingern an den Unterkieferarterie (kurz vor den Ganaschen) oder an der Schweifrübe. Dabei müssen nur 15 Sekunden ( eine Uhr mit Sekundenzeiger ist hier praktisch) gezählt werden, das Ganze dann einfach mit 4 multipliziert ergibt den gewünschten Wert.
  • A für Atmung, die beim erwachsenen Pferd bei 12 – 20 Atemzügen/Minute liegen sollte. Hier empfiehlt es sich auf die Bewegung der Flanken zu schauen oder bei stärkerer Atmung auf die Nüstern und wiederum eine halbe Minute zu zählen. Das Ergebnis mit 2 multipliziert ergibt dann wiederum den Wert der Atemfrequenz fürs Pferd.
  • T für Temperatur/Körpertemperatur, die beim erwachsenen Pferd bei 37,5 bis zu 38,3 °C liegen sollte. Gemessen mit einem handelsüblichen batteriebetriebenen Fieberthermometer.

Wichtig zu wissen ist, das bei Jungpferden, Fohlen und Absetzern die Werte höher sein können.

Mein Praxistipp: Um in kritischen Situationen die Werte richtig interpretieren und sie auch sicher messen zu können empfehle ich, in einer ruhigen Minute beim gesunden Pferd diese Werte schon einmal oder mehrmals zu bestimmen. So haben Sie Anhaltspunkte dafür, was für das eigene Pferd „normal“ ist und was nicht. Denn wie beim Menschen auch gibt es natürlich Pferde, die von Natur aus höhere oder niedriger Normwerte aufweisen.

Stallapotheke? Was Sie für Verbände am Pferd benötigen…

Neben der Kenntnis über die PAT Werte ist es wichtig, am besten ebenfalls in Ruhe vor einer entsprechenden Situation geübt, dass Sie sicher und stabil Verbände am Pferd anlegen können. Hierzu sollten Sie über eine entsprechende Stallapotheke für Pferde, auf die Bedürfnisse der großen Tiere ausgerichtet, verfügen:

  • Stabile, fusselfreie Verbandswatte für Verbände am Pferd in ausreichender Größe und Menge
  • Wasserabweisende, selbsthaftende Bandagen zur Befestigung des Verbands am Pferdebein oder Huf
  • Kinderwindel (für Hufverbände optimal geeignet da sie einigermaßen stabil und wasserundurchlässig sind)
  • Wasserabweisendes stabiles Gewebe-Klebeband (optimal für Hufverbände an der Auftrittsfläche/Sohle)
  • Unsterile Wundauflagen, so dass man Salben oder Gels auf kleine Verletzungen und Wunden auftragen und diese abdecken kann
  • Sterile Wundauflagen für leicht infizierte oder empfindliche Hautverletzungen
  • Disifin (oder ähnliche Mittel) für Angussverbände
  • Salben für Abschürfungen und kleine Wunden
  • Mildes aber gleichzeitig gegen möglichst viele Keime und Erreger wirksames Desinfektionsspray für Pferde

Bitte regelmäßig die Verfallsdaten kontrollieren, damit im Notfall dann auch alles verfügbar und verwendbar ist.

Mein Praxistipp: Hängen Sie eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern (Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Tierärzte, Tierheilpraktiker, Hufschmiede und auch die Rufnummern der Besitzer der einzelnen Pferde in der Stallgasse oder Sattelkammer oder einem anderen geeigneten Ort für alle zugänglich auf. So entfällt in einer hektischen Notfallsituation das langatmige Suchen nach wichtigen Daten.

Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass mit der ersten Hilfe natürlich bei schweren Unfällen und Verletzungen kein Arzt oder Tierarzt ersetzt werden kann und soll. Diese Tipps sollen Ihnen nur helfen, mit Notfallsituationen besser umgehen zu lernen, den/die Verletzten bei ernsthaften Verletzungen zu stabilisieren bis Mediziner vor Ort sind und bei leichten Abschürfungen, Prellungen etc. sich oder den Pferden selbst helfen zu können.

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8. Januar 2016
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Richtige Pferdefütterung und der Einsatz von Pferdezusatzfutter

Heute möchte ich mich dem Thema „Richtige Pferdefütterung“ bzw. dem sinnvollen Einsatz von Pferdezusatzfutter widmen. Aus den Gesprächen mit Kundinnen und Kunden habe ich bemerkt, dass hier oft Unsicherheit besteht darüber, was dem Pferd gut tut, was es haben muss oder was es bekommen darf und sollte.

Was braucht ein Pferd, um gesund und fit zu bleiben?

Geht man einmal davon aus, dass ein Pferd keine Probleme oder Auffälligkeiten hat, so reicht es, wenn man als Grundversorgung Heu, Stroh, Hafer und Mineralfutter anbietet. Natürlich alles in einer sehr guten Qualität. Das heißt staubfrei, keine Schimmelsporen (z. B. durch Fehler bei der Ernte oder Lagerung) und, was das Heu betrifft, strukturreich, damit die Pferde auch ordentlich was zu kauen haben.

Daneben kann man, sofern ein Pferd keinen Hafer verträgt, auch Müslifutter für Pferde kaufen.  Diese gibt es in ganz verschiedenen Zusammensetzungen, mal mit oder ohne Melasse, mal mit oder ohne Mineral- und Vitaminvormischung. Selbst hier gibt es schon Kraftfuttersorten, die auf spezielle Auffälligkeiten der Pferde (Hautprobleme oder ähnliches) eingehen.

Was ist Pferdezusatzfutter?

All das, was ein Pferd nicht unbedingt für eine „Basisernährung“ der Pferde benötigt wird, sind Pferdezusatzfutter.

Grundsätzlich ist bereits das im vorherigen Absatz genannte Mineralfutter eine Art Zusatzfutter. Zu dieser Art der Futterergänzung würde ich bei reiner Heu/Hafer (Stroh) Fütterung auf jeden Fall bei allen Pferden raten.

Wann kann man Pferdezusatzfutter sinnvoll einsetzen?

Pferde, die z. B. im Sport oder in der Zucht eingesetzt werden, haben häufig einen höheren Bedarf an Mineralien, Spurenelementen und/oder Vitaminen. Sie benötigen ein entsprechend auf erhöhte Leistung zusammengesetztes Mineralfutter für Pferde oder der Besitzer kann einzelne Mineralien oder Vitamine separat zufüttern.

Neben Mineralfutter gibt es weitere Zusatzfutter für Pferde zu fast jeder „Unpässlichkeit“. So gibt es am Markt spezielle Pferdezusatzfutter mit Neigung zu Muskelverspannungen (Tying-Up, Kreuzverschlag) bzw. Pferdezusatzfutter für Muskulatur und EnergieZusatzfutter für Bewegungsfreude, für das allgemeine Wohlbefinden und sogar Zusatzfutter für nervöse Pferde.

Doch wann setzt man diese Futterzusätze nun ein? Sofern eine tierärztliche Diagnose vorliegt, kann man oftmals mittels Zusatzfuttermitteln die Pferde unterstützen.

Ergänzungsfutter für Sportpferde zur Leistungssteigerung, z. B. Muskelaufbau oder schnellere Regeneration, können Sie nach entsprechender Beratung ebenfalls nutzbringend einsetzen.

Worauf muss man beim Einsatz von Zusatzfutter für Pferde achten?

Stellen Sie sich vor, sie kochen ein neues Gericht und verwenden dabei Zutaten, deren Geschmack sie noch nicht genau einschätzen können oder nicht kennen. Natürlich würden Sie erst eine kleine Menge zu Ihrem Essen mischen, testen, für gut oder schlecht befinden und dann noch etwas vom neuen Gewürz dazu geben oder eben nicht. Alternativ muss man sich oftmals auch erst an einen neuen Geschmack im Essen gewöhnen. Was am Anfang nicht gut schmeckt wird irgendwann Normalität.

Und genauso geht es den Pferden! Daher mischen Sie bitte alle neuen Futterergänzungen immer erst zu einem kleinen Teil zu den gewohnten Futtermitteln hinzu. Erst nach einer Gewöhnungszeit, wenn das Pferd den neuen Geschmack angenommen hat, wird die Dosis erhöht. So lange, bis die notwendige Dosierung erreicht ist.

Und für ganz mäkelige Kandidaten kann man auch gerne einmal einige Tage Leckereien zur „Versüßung“ des ungewohnten Futters hinzumischen. Viele Pferde lieben Apfelsaft oder Apfelmus und auch Karottensaft kann oft wahre Wunder vollbringen. Sehr dominante Geschmacksrichtungen (z. B. bei Muschelextrakt) können gut mit Leinöl für Pferde im Geschmack „verfeinert“ werden.

Tipp: Sie möchten sich noch weiter in das Thema Pferdefütterung einlesen? Dann holen Sie sich doch die kostenlosen E-Books „pferdundfutter.de Ratgeber Richtige Pferdefütterung“ und „pferdundfutter.de Ratgeber Mineralfutter für Pferde„.

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29. Dezember 2015
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Neues Pferd in bestehende Herde eingliedern – stressfrei und unkompliziert

Für Ihr Pferd steht ein Stallwechsel an? Das muss nicht stressig werden und kann auch völlig unkompliziert und vor allem verletzungsfrei ablaufen  – wenn man es langsam und mit Bedacht angehen lässt mit der Eingliederung in die bestehende Pferdegruppe und bei der Vergesellschaftung mit den Boxennachbarn.

Der erste Tag im neuen Stall

Nachdem der richtige Stall fürs Pferd gefunden ist und der Transport problemlos geklappt hat gilt es nun, dem Pferd den Start mit dem Leben in der neuen Box und auf der Weide so leicht wie möglich zu machen. Am besten wählen Sie daher für den Umzugstag ein Wochenende. So haben Sie als Bezugsperson Ihres Vierbeiners ausreichend Zeit und Ruhe, sich um Ihr Pferd zu kümmern, mögliche Eingewöhnungsprobleme leichter zu erkennen und ggf. Absprachen mit dem Stallbetreiber oder Stallkollegen zu treffen bzw diese auch erst einmal kennen zu lernen.

Sofern es sich um Paddockboxen handelt ist es oft besser, wenn erst mal nur Ihr Pferd, als Neuankömmling, sein Paddock erkunden darf, ohne dass der oder die benachbarten Pferdekollegen ebenfalls aufs Boxenpaddock gehen. Zu leicht können sonst Rangeleien Verletzungen verursachen, wenn die Pferde sich noch nicht genügend kennengelernt haben und die Rangordnung noch nicht feststeht. Deshalb empfielt es sich, erst mal stundenweise dem einen und stundenweise dem anderen Pferd den Zugang zum Paddock zu ermöglichen.

Sofern die Boxen nicht bis oben vergittert, sondern nur halbhohe Trennwände haben, kann es – je nach Temperament der Pferde – auch Sinn machen, eine Stromlitze (Pferde akzeptieren das in der Regel auch als „Abschreckung“ wenn die Litze nicht unter Strom steht) oder ein zusätzliches Brett zur höheren Abtrennung anzubringen. Da manche Pferde bei Ranggefechten dazu neigen zu steigen ist sonst die Verletzungsgefahr durch halbhohe Zwischenwände zu groß die ersten Tage.

Wenn das eigene Pferd oder der am nächsten zum Futtertrog untergebrachte Boxennachbar sehr futterneidisch ist kann man ggf. einen Sichtschutz, nur auf Höhe des Trogs an der Seitenwand, anbringen. Interessanterweise unterbindet das bei den meisten Pferden Drohgebährden und Anfeindungen aufgrund des Futters im Trog. Diese Maßnahmen ist allerdings nur sinnvoll bei vergitterten Seitenwänden einzusetzen.

Die Eingliederung in den Herdenverband

Für alle Pferde ist es schön und für das Wohlbefinden wichtig, wenn sie täglich für mehrere Stunden oder ganztägig auf die Weide dürfen. Am liebsten mit einem oder mehreren Pferdefreunden, so dass genügend Sozialkontakte gepflegt werden können, und (vor allem bei Wallachen beliebt) Spielkameraden vorhanden sind.

Der Zusammenhalt in einer Herde wird vielfach unterschätzt. Wenn ein neues Pferd in eine bestehende Gruppe kommt sind sich plötzlich alle einig: Der oder die hat hier nichts zu suchen! Dabei sind vor allem Stuten oft rabiater im Versuch, den vermeintlichen Eindringling zu vertreiben, als Wallache. In gemischten Herden wird sich zunächst der Chef, Stute oder Wallach, den Neuen anschauen und ihn beschnuppern, mehr oder weniger freundlich. Und eines ist auch klar: vor allem die rangniedrigsten Pferde haben ein Interesse daran, dass das neue Pferd definitiv im Rang nicht über ihnen stehen wird. Und dafür sind sie bereit Zähne und Hufe einzusetzen und ihren ganzen Mut zusammenzunehmen.

Damit das Ganze nicht ausartet und zu schlimmen Verletzungen führt ist es sinnvoll, zunächst ein Stück auf der Herdenweide abzuteilen. Die Abtrennung muss sicher genug sein, dass sie von keiner der beiden Seiten überwunden wird, sie muss aber auch beiden Teilen die Kontaktaufnahme ermöglichen. So können sich die Pferde erst mal in Ruhe ohne Stress kennenlernen und wenn irgendwann der Zaun fehlt passiert meist gar nichts.

Alternativ kann man entweder das verträglichste Pferd oder aber den Chef nach den ersten Tagen mit dem Neuen zusammenstellen. Wenn die beiden sich arrangiert haben und dann zusammen in die Herde kommen ist die Eingliederung oft einfacher, als wenn der Neuankömmling allein hinzukommt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das neue Pferd hat bereits einen Freund, der ihm vielleicht gegen die anderen hilft oder hinter dem es sich verstecken kann wenn Unheil droht. Und wenn es bereits den Frieden mit dem Chef geschafft hat, dann lassen es die anderen Herdenmitglieder oftmals auch direkt in Ruhe.

Für welche der Möglichkeiten und Varianten Sie sich bei Ihrem Pferd entscheiden, müssen Sie davon abhängig machen, wie Ihr Pferd, aber auch wie die „fremden“ Pferde charakterlich geartet sind und bei welcher Methode man am wenigstens Verletzungspotenzial erwartet. Hier hilft die ehrliche Einschätzung des Charakters Ihres Vierbeiners und ein offenes Gespräch mit dem Stallbetreiber. Er oder sie hat Erfahrung mit vorherigen Eingliederungen und kennt die Pferde im Stall in der Regel auch was den jeweiligen Charakter angeht sehr gut.

Vermeidung von Verletzungen auf der Weide

Von selbst verstehen sollte sich, dass man (und das nicht nur während Eingliederungsphasen) keinen Stacheldraht zur Abtrennung und Eingrenzung von Weiden verwendet. Leider wird dies immer noch vielfach gemacht. Aber wer einmal eine durch Stacheldraht verursachte Verletzung am Pferdekörper gesehen hat, der wird verstehen, warum solche Zäune verboten gehören.

Stattdessen lieber eine stabile, breite und gut sichtbare Litze verwenden, je nach Pferdegröße auf zwei bis drei unterschiedlichen Höhen gezogen, so dass die Pferde weder unten durch noch oben drüber kommen können. Dazu am besten stabile Pflöcke und Isolatoren verwenden. Plastikpfosten sind im Grunde nur für Abtrennungen innerhalb der Weiden zu empfehlen.

Ebenfalls wichtig für eine unkomplizierte Herdenhaltung und Eingliederung neuer Pferde ist die Fläche, die den Vierbeinern zur Verfügung steht. Je größer diese ist und je weniger Winkelungen und Engstellen vorhanden sind, desto einfacher und weniger verletzungsgefährdend können die Pferde ihren jeweiligen Rang finden und/oder verteidigen.

Und: Während der Eingliederungsphase sollten Pferde nach Möglichkeit nicht an den Hinterhufen beschlagen sein. Zwar können auch durch Schläge mit Barhufen Verletzungen entstehen, diese sind aber in der Regel nicht so schlimm wie Verletzungen von beschlagenen Hufen.

Aber: Pferde sind im Normalfall friedliebende Tiere und nicht jedes Tier möchte unbedingt Chef werden. Kleinste Zeichen, wie z.B. angelegt Ohren, werden wahrgenommen und entsprechend wird reagiert – sofern eben auch der Platz und die Möglichkeit dazu gegeben ist und die Pferde in jungen Jahren ausreichend sozialisiert wurden, im Herdenverband großgeworden sind. Deshalb sollten Sie sich bei aller Vorsicht auch nicht zu viele Sorgen machen und zu schnell in die Klärung der Rangordnung bei den Pferden eingreifen. Meist regeln die Vierbeiner das unter sich schneller und unspektakulärer als man es erwartet hatte.

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22. Dezember 2015
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Was kostet ein Pferd?

Pferdebesitzer wissen: Die Anschaffung des Pferdes ist meistens noch die kleinste Ausgabe. Was aber kommt an Kosten auf den frischgebackenen Pferdebesitzer in der Folgezeit zu? Und hier liegt die viel bessere Antwort auf die Frage „Was kostet ein Pferd“ tatsächlich verborgen.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Tierhalterhaftpflicht

Direkt nach der Anschaffung empfiehlt sich dringend der Abschluss einer Versicherung zur Tierhalterhaftpflicht. Zu groß der mögliche Schaden, wenn das Pferd aus der Weide oder Box ausbricht. Flurschäden sind da meistens noch das geringste Übel, bei Personenschäden wird es kritisch ohne entsprechende Haftpflichtversicherung fürs Pferd. Preislich liegen die meisten Versicherungen im Einstiegstarif bei rund 50 EUR, je nach Nutzung des Pferdes und seiner Unterbringung kann es schnell einmal bis zum dreifachen Beitrag im Jahr gehen.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Krankenversicherung

Des Weiteren kann man über den Abschluss einer Krankenversicherung nachdenken. Dann übernimmt die Versicherung jährlich einen gewissen Anteil der Kosten für Tierarzt oder Tierklinik. Ob sich das wirklich lohnt weiß man meist leider erst hinterher. Wenn das Pferd eine robuste Natur hat, wenig verletzt oder krank ist, dann ist es meist besser, das Geld privat für Notfälle wegzulegen. Am besten dann ein Sparbuch nur für Notfallkosten für das Pferd anlegen.

Was kostet ein Pferd – Stichwort OP-Versicherung

Eine OP-Versicherung für Pferde lohnt sich nur dann, wenn das Pferd entweder nur noch sehr jung ist oder aber bisher noch wenig Erkrankungen und Verletzungen hatte. Die Versicherungen nehmen die Körperregionen aus der Versicherung aus, an denen schon einmal eine tierärztliche Behandlung durchgeführt wurde bzw. an denen gesundheitliche Probleme bekannt sind. Lohnen kann sich aber eine OP-Versicherung auf jeden Fall für eine Kolik. Denn da fallen schnell einmal einige tausend Euro an Behandlungskosten an, die dann zumindest zum größten Teil (nach Ablauf der entsprechenden Wartezeit) von der Versicherung übernommen werden. Eine OP-Versicherung startet meist mit einem Tarif um die 150 EUR jährlich, je nach gewählten Leistungen entsprechend mehr.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Lebensversicherung

Ob sich eine Lebensversicherung für ein Pferd rechnet hängt maßgeblich von seinem Wert ab. In diesem Fall ist dabei nicht der ideelle Wert gemeint, sondern der tatsächliche Wert am Markt. Bei sehr wertvollen Tieren kann sich der Abschluss einer solchen Versicherung tatsächlich lohnen, die dann einen Ersatz zahlt, wenn das Pferd eingeschläfert werden muss nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Tierarztkosten

Auch wenn das Pferd zu der robusten Sorte, was die Gesundheit angeht, zählt, so fallen doch regelmäßige Tierarzttermine bzw. -rechnungen an. So muss das Pferd beispielsweise 3-4-mal jährlich eine Wurmkur bekommen. Je nach Wirkungsspektrum fangen die Preise hier bei ca. 25 EUR pro Wurmkur an.

Des Weiteren muss das Pferd regelmäßig geimpft werden. Bei einem Jungpferd wird dies durch die anfallende Grundimmunisierung zunächst relativ teuer (ca. 250 EUR), bei erwachsenen Pferden fallen bei Impfungen wie Herpes, Influenza, Tetanus oder Tollwut jährlich auch ca. 50 – 100 EUR an.

Auch die jährliche Zahnkontrolle sollte zum tierärztlichen Pflichtprogramm gehören und schlägt mit ca. 80 EUR mindestens zu Buche.

Sollte das Pferd erkranken, so wird meist allein für die Anfahrt eine Pauschale ab 10 EUR fällig, je nach Erkrankung und Therapie können die Tierarztkosten dann einige 100 EUR bis über 1000 EUR erreichen. Noch schlimmer bei Notfällen, die womöglich in der Tierklinik enden. Spätestens dann zahlt sich der Abschluss der zuvor genannten OP- oder Krankenversicherung für Pferde aus.

Auch die Investition in einen Osteopathen oder Physiotherapeuten fürs eigene Pferd kann sinnvoll sein. Gerade Pferde mit hoher Leistungsanforderung (Sportpferde) oder Pferde, die aufgrund von Stellungsfehlern beispielsweise zu Verspannungen und Blockaden neigen, profitieren hiervon. Finanziell liegen die Behandlungen meist bei einem Anfangswert von 100 EUR, je nach Problematik entsprechend höher.

 Was kostet ein Pferd – Stichwort Unterbringungskosten

Steht das Pferd in einem Pensionsstall, so fallen monatlich meist mindestens 150 EUR für Box und Futtergeld an. Je nach Ausstattung des Stalls und auch je nach Lage (Ballungsgebiete sind meist teurer) können es mehrere 100 EUR monatlich allein für die Unterbringung werden.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Hufschmied

Abhängig davon, ob das Pferd mit oder ohne Eisen läuft, fallen für den Hufschmiedtermin ab ca. 25 EUR (Barhufpferd) bis über 100 EUR (beim beschlagenen Pferd) an. Auch Spezialbeschlag bei Gelenkserkrankungen oder Hufrollenentzündung ist meist sehr teuer. Die regelmäßigen Terminintervalle für den Hufschmied bei 4-8 Wochen liegen.

Was kostet ein Pferd – Stichwort Ausrüstung von Pferd und Reiter

Ausrüstung des Pferdes (Sattel, Trense, Satteldecken, Gamaschen, Putzzeug, Pferdedecken, etc.)  ist ein nicht unbedeutender finanzieller Posten. Hier eine Aussage zu machen, was an Kosten auf den Pferdebesitzer zukommt, ist fast unmöglich. Qualitätsunterschiede, persönliche Vorlieben an Marken oder Material und vieles mehr machen oft große Preisunterschiede aus.  Um aber eine Zahl zu nennen: Bei einer Grundausstattung ist man sicherlich mit mindestens 1000 EUR dabei, für die Instandhaltung der Sachen (inkl. regelmäßiger Sattelkontrollen und ggf. Korrekturen) bei mindestens jährlich 500 EUR.

Ausrüstung des Reiters/Pferdebesitzers (Stallschuhe, Reithosen oder zumindest stallarbeits- und reitsporttaugliche Kleidung). Auch hier fängt die untere Grenze bei mindestens 150 EUR jährlich an, auch hier nach oben keine Grenzen.

Was kostet ein Pferd – Stichwort (situationsabhängige) Zusatzkosten

Nicht umsonst kursiert in Reiterkreisen der Spruch: „Früher hatte ich Geld, heute habe ich ein Pferd!“. Es gibt fast nichts, was man nicht sich oder seinem Pferd Gutes tun kann. Angefangen von verschiedenen Zusatzfuttern und Pflegeprodukten für Pferde (bei Fitnessproblemen, als Zusatz für Sportpferde zum Ausgleich der erhöhten Leistungsanforderungen, etc.), dem Pferdeanhänger für Fahrten auf Turniere beispielsweise, der Reitunterricht oder Beritt für das Pferd,  oder oder oder. Man muss sich nur einmal im Internet oder in den Katalogen der Pferdesporthäuser umschauen um einschätzen zu können, wie viel Geld man für die Pferde und den Reitsport wirklich investieren kann.

Was kostet ein Pferd – Das Fazit

Was die Kosten für ein Pferd angeht, so kann man kaum verbindliche Aussagen über die Höhe machen. Letztlich hängt es von der Grundeinstellung des Pferdebesitzers ab (Thema Versicherungen, Qualität der Ausrüstung, etc.), aber natürlich auch von der Gesundheit und Fitness des Pferdes und von den Anforderungen an die Unterbringung. Und nicht zuletzt – was oben nicht weiter thematisiert wurde – vom Ausbildungsstand des Pferdes. Wer sich ein sehr junges und noch gar nicht oder noch nicht ausreichend ausgebildetes Pferd kauft, der muss eventuell auch noch weitere Kosten für den Beritt oder Korrekturberitt mit einrechnen.

Die Antwort auf die Frage „Was kostet ein Pferd?“ ist nicht mit der Nennung des Anschaffungspreises gegeben. Wer sich also für ein eigenes Pferd entscheidet, der sollte finanzielle Reserven haben und nicht bereits mit dem Kauf des Pferdes die eigene finanzielle Grenze erreicht haben. Denn immer sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass man für dieses Lebewesen Verantwortung übernommen hat und dieser möglichst langfristig gerecht werden sollte.

Wunschzettel vom Pferd

7. Dezember 2015
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Wunschzettel eines Pferdes

Weihnachten steht vor der Tür, viele Wunschzettel sind geschrieben…aber was würden sich wohl unsere Pferde von uns wünschen?

Da immer noch viele Pferde in dunklen Innenboxen, ohne Fenster, ohne Paddock und teilweise sogar ohne jeglichen Weidegang leben wird wohl ihr Wunsch sein, dass sie in ein Zuhause mit mehr Licht und Luft umziehen dürften. Pferde möchten in pferdiger Gesellschaft zumindest einen Teil des Tages „Freizeit“ haben und auf einer Weide oder einem Auslauf stehen. Sich mit den Kollegen kabbeln, Mähne knabbern oder, besonders bei Wallachen sehr beliebt, lustige Hengstspielchen machen – das gehört zu einem erfüllten Pferdeleben sicherlich dazu.

Sofern aus welchen Gründen auch immer ein Weidegang nicht ermöglicht werden kann, so ist zumindest ein Fenster oder ein Boxenpaddock eine tolle Sache für die Pferde. So können sie die frische Luft genießen und ihre Umwelt beobachten. Und schon so mancher Pferdebesitzer und Reiter hat sich schon gewundert, wie ruhig das Pferd plötzlich wurde. Dies liegt daran, dass die Pferde sich mit vielen Dingen selbst auseinandersetzen können und dies nicht während der Arbeit an der Longe oder unter dem Sattel erst tun.

In vielen Ställen wird leider auch heutzutage in der Fütterung nicht auf die Bedürfnisse der Pferde geachtet. So ist es für die Pferde viel verträglicher, wenn sie erst eine Portion Heu oder Stroh fressen können und dann ihr Kraftfutter in Form von Hafer oder Müsli bekommen. Auch sollten Pferde keine Fresspausen von mehr als 4 h haben, da ihr Magen sonst zu viel Säure bildet, was wiederum bis hin zu Magengeschwüren führen kann. Pferde würden sich sicherlich wünschen, dass Ihnen Heu, Stroh oder im Sommer Weidegras mehr oder weniger rund um die Uhr zur Verfügung steht und sie nicht wie in vielen Ställen üblich bereits gegen 17:00 h oder 18:00 h abends die letzte Raufuttermahlzeit serviert bekommen, die dann oftmals für 12-14 h reichen muss.

Und wer einmal gesehen hat, in welcher Geschwindigkeit die Pferde ihr Heu wegmümmeln der weiß, so groß kann die Portion fast nicht sein, dass dabei keine überlangen Fresspausen entstehen. So würde sich eine spätere Fütterungzeit oder aber zumindest noch zusätzliches Stroh in der Box empfehlen, um die Pferde zufrieden und ausgeglichen zu machen. Denn auch übergroßer Hunger kann sich negativ auf das Nervenkostüm auswirken und erzeugt unnötigen Futterneid.

Viele Reiter denken sich nichts dabei, wenn das Pferd tagtäglich seine Runden in der Halle dreht. Sie wundern sich vielleicht, dass der Ehrgeiz und die Lauffreude nachlassen, haben aber oftmals keine Idee, woher das kommen kann. Dabei ist es eigentlich recht einfach, die Pferde bei der Arbeit bei Laune zu halten. Einerseits durch abwechslungsreiches Reiten, das die Pferde nicht nur körperlich, sondern auch geistig fordert und nicht eintöniges Rundendrehen ist. Zum anderen durch das Schaffen von zusätzlichen (Außen-)Reizen. So können viele Übungen auch im Gelände gemacht werden (Seitwärtsgänge, Rückwärtsrichten, Volten, etc.) und selbst die Nutzung eines Außenplatzes bei entsprechendem Wetter ist eine Trainingsauflockerung.

Und übrigens genießen auch Pferde mal einen Tag zum Seele baumeln lassen, entweder bei einem gemütlichen Spazierritt im Gelände oder einem freien Weidetag in der Woche, je nachdem, was das Trainingspensum eben zulässt. Denn selbst Profireiter im Sport wissen genau, dass und wann ihre Pferde eine Trainingspause benötigen, um zu neuer Energie zu finden. Deshalb gönnen die meisten Sportreiter beispielsweise nach großen Championaten den Pferden durchaus einige Wochen Erholungspause, in denen nur leichte Arbeit und viel Weidezeit ansteht. Viele Pferde würden sicherlich mehr Abwechslung in ihrem „Arbeitsalltag“ und eine schönere „Freizeitgestaltung“ auf den Wunschzettel schreiben.

Mit diesen Gedanken möchte ich alle Pferdebesitzer und Reitersleute dazu auffordern, mal darüber nachzudenken, welche geheimen Wünsche ihrer Pferde zu Weihnachten für die nächsten Jahre in Erfüllung gehen könnten…und ich glaube, irgendetwas findet sich da für jedes Pferd! Was meint ihr, wie könnte der Wunschzettel eurer Pferde aussehen?

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22. November 2015
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Möhren für Pferde – nur Leckerli oder mehr als das?

Wenn die Pferde im Winter kein Gras mehr auf der Weide haben, dann greifen viele Pferdebesitzer zu Karotten als Pferdefutter bzw. Saftfutter. Aber Achtung, die von den Pferden geliebte Knolle hat nicht nur Vorteile in der Pferdefütterung und sollte daher mit Bedacht gefüttert werden.

Möhren haben einen hohen Gehalt an Beta-Carotin, der Vorstufe zu Vitamin A. Allerdings muss zumindest eine geringe Menge Fett, bei Pferden am besten Leinöl, mitgefüttert werden, damit das Carotin bzw. Vitamin A vom Organismus überhaupt verwertet werden kann. Dann kann es sich u.a. positiv auf Nervensystem, Haut- und Schleimhäute, Eiweiß-Stoffwechsel, Knochenaufbau und Immunsystem auswirken kann.

Ein Mangel an Vitamin A kann bei Pferden möglicherweise Störungen im Hufhorn oder im Hautbild hervorrufen, bei Fohlen Probleme beim Knochenwachstum begünstigen. Deshalb sollte bei einer Fütterung der Pferde nur mit Heu und Hafer in der Winterzeit, in der die Pferde auf frisches Gras als Carotin-/Vitamin-A-Lieferant verzichten müssen, entweder ein Vitamin–A haltiges Mineralfutter oder aber täglich Möhren gefüttert werden.

Allerdings kann eine zu große Menge an Karotten bei Pferden zu Durchfall und/oder Kotwasser führen. Zudem gelten Möhren als Nitratspeicher. Das heißt, dass die Knolle das Nitrat in nitratreichen landwirtschaftlichen Böden bindet und deshalb teilweise als eine Art „Bodenreiniger“ eingesetzt wird. Das Nitrat wird dabei vor allem in den äußeren Schichten der Karotte eingelagert. Bei empfindlichen Pferden oder solchen, die viele Möhren als Pferdefutter erhalten sollen, empfiehlt es sich daher, dass man auf Biomöhren oder zumindest Lebensmittelmöhren und nicht auf Futtermöhren zurückgreift. Bei Bio- und Lebensmittelmöhren gibt es Schwellenwerte für Nitrat, die nicht überschritten werden dürfen, dies ist bei Futtermöhren nach meinem Wissen nicht der Fall.

Und noch ein wichtiger Hinweis für die Stutenbesitzer: Vitamin A kann die Rosse beeinflussen. Wer also viele Möhren an Stuten füttert muss damit rechnen, dass die Rosse verstärkt wird. Übrigens gilt dies als eine Art Geheimtipp unter Züchtern, die „rosseschwache“ Zuchtstuten haben.

Besitzer von futterempfindlichen Pferden sollten ebenfalls eher zurückhaltend bei der Verfütterung von Möhren als Saftfutter sein. Da die leckere Knolle recht zuckerhaltig ist, kann eine Überdosierung im Futter die Gefahr eine Reheerkrankung verstärken. Bei kolikempfindlichen Pferden können zu viele Möhren, vor allem wenn sie im Winter möglicherweise ungünstig gelagert wurden und leicht angefroren sind oder waren, die Kolikgefahr drastisch erhöhen. Wobei generell kein gefrorenes Obst oder Gemüse an Pferde verfüttert werden sollte, da ihr Verdauungsapparat nicht für solche kalten Futtermittel ausgerichtet ist.

Hartnäckig hält sich auch die Meinung, dass man anstelle von konservativer Entwurmung mit Wurmkuren auch einfach über einige Tage eine übermäßige Menge an Möhren dem Pferd als Futter geben kann. Ich würde davon eher abraten, sich auf diese Entwurmungsform zu verlassen. Möglicherweise spricht zwar der eher leicht in die Flucht zu schlagende Spulwurm darauf an, aber andere Arten werden sich wahrscheinlich von einem erhöhten Möhrenaufkommen nicht beeindrucken lassen.  Der körperliche Schaden und die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch mögliche Verwurmung wären dann sicherlich deutlich schlimmer als die möglichen Beeinträchtigungen durch eine sinnvoll dosierte Wurmkur. Aber das muss natürlich jeder Pferdebesitzer selbst für sein Tier entscheiden.

Möhren sollten übrigens entweder, das ist die beste Lösung, getrennt von Hafer und Müsli verfüttert werden oder für die Vermischung mit Kraftfutter zumindest in längliche Stücke geschnitten werden. Die Karotten in Scheiben zu schneiden ist zwar einfacher, erhöht aber die Gefahr der Schlundverstopfung, da Pferde runde Futtermittel nicht so gut kauen können.

Da Pferdefutter wie Müsli, Hafer oder Obst und Gemüse unterschiedlich intensiv gekaut werden müssen ist es allerdings besser, die einzelnen Futtermittel getrennt voneinander zu verfüttern. Also nicht einfach ein paar Möhren auf den Hafer oder das Müsli legen, sondern beispielsweise wenn die Pferde vom Auslauf in den Stall geholt werden erst eine kleine Portion Heu oder Stroh zum Knabbern hinlegen. Danach kann als „kleine Aufmerksamkeit“ die Möhrenportion gefüttert werden und erst mit wiederum zeitlichem Abstand das normale Kraftfutter. Wenn die Pferde zunächst Raufutter erhalten fressen sie das leckere Saftfutter nicht so hastig und so ist die Gefahr der gefährlichen Schlundverstopfung zusätzlich reduziert.

Was viele Pferdebesitzer nicht wissen: Pferde lieben auch anderes Obst und Gemüse! So finden viele Pferde Gefallen an Rote Beete, Bananen und sogar an exotischen Früchten und Zitrusfrüchten erfreut sich manches Pferd. Aber Vorsicht: Diese Sorten sollten nur in kleinen Mengen den Pferden verfüttert werden, da ihr Verdauungsapparat sehr sensibel auf diese eigentlich nicht pferdegerechte Nahrung reagieren kann. So sollte man möglichst nicht mehr als eine Banane täglich füttern und höchstens ein bis zwei Orangen oder andere Zitrusfrüchte. Und bei Steinobst unbedingt den Stein entfernen, da sich das Pferd sonst die Maulhöhle oder, wenn der Stein abgeschluckt wird, die Speiseröhre verletzen kann.

Was immer gilt, egal ob Karotten oder anderes Obst und Gemüse: Bitte nur in einwandfreiem Zustand füttern. Viele Sorten bilden, wenn sie anfangen kaum sichtbar zu verderben, von den Pferden zwar noch gefressen werden, schädliche Toxine bilden. Diese können beim Pferd zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Bei Karotten kann man zudem die Köpfe mit dem Grün abschneiden. Das Grün an sich ist zwar unschädlich, aber die Möhrenköpfe enthalten oft viel Blausäure, die nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Allerdings tritt eine schädliche Wirkung erst bei einer größeren Menge an Möhren als Pferdefutter auf. Wenn täglich nur eine kleinere Menge als Belohnungsfutter gefüttert wird braucht nichts abgeschnitten zu werden.

Abschließend kann man sagen, dass Möhren sowie anderes Obst und Gemüse eher als leckeres Zusatzfutter und „Betthupferl“ verabreicht werden sollten und nicht als hauptsächlicher Vitaminausgleich für saftiges Gras. Der im Winter höhere Bedarf an über das Futter zuzuführenden Vitaminen und Mineralien sollten besser über ein entsprechend dosierbares Mineralfutter zum Pferdefutter gegeben werden.

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8. November 2015
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Pferdeleckerli selber machen

Pferdeleckerli selber machen? Lohnt sich das?

Wenn Sie sich rein am Preis der Leckerli orientieren wahrscheinlich nicht. Aber einerseits macht es doch Spaß, dem Vierbeiner mal eine selbstgebackene Nascherei in den Stall mitbringen zu können und andererseits nehmen auch die Futtermittelallergiker bei den Pferden immer mehr zu. Bei selbstgemachten Leckerli kennen Sie die Zutatenliste und können auf die Vorlieben und Abneigungen oder auch Unverträglichkeiten Ihres Pferdes Rücksicht nehmen.

Was die meisten Pferde sehr lieben sind Apfelleckerli und Kräuterleckerli. Probieren Sie es doch mal mit einem der folgenden Rezepte aus und freuen Sie sich, wenn sich Ihr Pferd das Selbstgebackene später schmecken lässt. Und übrigens: Selbstgebackene Pferdeleckerli sind auch ein perfektes Mitbringsel für Pferde(-besitzer) zu Nikolaus oder an Weihnachten.

Apfelleckerli für Pferde (Rezept)

Zutaten (ca. 40 Leckerli): 100 g Mehl, 75 g grob gemahlene Haferflocken, 50 ml Ahornsirup, 1 großer Apfel, etwas Wasser

Zubereitung: Mehl, grob gemahlene Haferflocken und Ahornsirup zu einer glatten Masse ohne Klümpchen vermischen. Bei dem Apfel das Kerngehäuse entfernen und ihn in den Teig raspeln. Danach den Teig mit wenig Wasser geschmeidig machen.

Dann kleine Teigkugeln formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Hilfe eines Trinkglases aus den Kugeln flache Taler machen (einfach den Glasboden vorsichtig dazu auf die Kugel drücken).

In dem auf 180 Grad vorgeheizten Backofen die Leckerlitaler auf der mittleren Schiene ca. 10-15 Minuten backen.

Die gebackenen Leckerli vor dem füttern unbedingt noch ca. 5 Tage an der Luft aushärten lassen (dabei nach der Hälfte der Zeit einmal wenden).

Haltbarkeit: Nach dem Austrocknen ca. 4 Tage.

Kräuterleckerli für Pferde (Rezept)

Zutaten: 225 g Zuckerrübensirup, 200 g Mehl, 100 g Haferflocken, 100 g Kräutermüsli für Pferde

Zubereitung: Die Zutaten gut vermischen, ggf. etwas Wasser zufügen, um den Teig geschmeidiger zu machen. Aus dem Teig eine ca. fingerdicke lange Rolle formen und davon ca. 2 cm lange Stück abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

In dem auf 150 Grad vorgeheizten Backofen die Kräuterleckerli ca. 10 – 15 Minuten backen.

Die gebackenen Leckerli vor dem füttern unbedingt noch ca. 5 Tage an der Luft aushärten lassen (dabei nach der Hälfte der Zeit einmal wenden).

Haltbarkeit: Nach dem Austrocknen ca. 4 Tage

Den Pferden einen guten Appetit!

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18. Oktober 2015
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Wundheilung beim Pferd unterstützen – Die Tiefe der Wunde

Im Blogbeitrag „Wundheilung beim Pferd unterstützen – Die Lage der Wunde“ hatte ich schon einiges zum Thema Wundheilung beim Pferd geschrieben. Dabei ging es vor allem darum, warum die Lage der Wunde so entscheidend dafür ist, wie gut die Heilungstendenz ist. Dieser Blogbeitrag nun beschreibt, warum auch die Tiefe einer Wunde entscheidend dafür ist, ob man nur in den Stallschrank zur Pflegesalbe greifen kann, ob man überhaupt warten kann oder sofort tierärztliche Unterstützung für sein Pferd holen sollte.

Warum die Wundheilung beim Pferd auch von der Tiefe der Wunde abhängt

Tatsächlich ist die Wundtiefe der mit entscheidende Faktor dafür, wie gut und wie schnell eine Wunde bei Ihrem Pferd heilt. Dabei wird in drei Kategorien eingeteilt:

  • Oberflächliche Verletzungen (Abschürfungen, Scheuerstellen, etc.)
  • Hautverletzungen
  • Tiefe Verletzungen

Oberflächliche Verletzungen beim Pferd

Wenn Ihr Pferd nach dem Reiten Scheuerstellen hat, z. B. dort wo der Sattelgurt lag, wo die Gamaschen am Bein befestigt waren oder auch vom Zaumzeug, dann sind das oberflächliche Verletzungen. Genauso wie kleine Abschürfungen oder Scheuerstellen, die sich das Pferd selbst zuzieht wenn es Juckreiz hat, lästige Insekten loswerden will oder ähnliches.

Diese Stellen sind so oberflächlich, so dass die Pferdehaut noch nicht verletzt wurde, die Stelle nicht geblutet hat und höchstens leicht gerötet aber nicht richtig entzündet ist. Solche Scheuerstellen können Sie gut mit einer Pflegesalbe für Pferde versorgen. Regelmäßig aufgetragen pflegt sie die betroffenen Areale und sorgt dafür, dass sich die Haut schnell regeneriert und das Fell wieder nachwächst.

Hautverletzungen beim Pferd

Beim Überputzen finden Sie bei Ihrem Pferd eine Stelle, die leicht blutverkrustet ist, eine kleine Verletzung, die erst mal nicht weiter dramatisch aussehen mag. Trotzdem muss man sich bewusst machen, dass die Haut verletzt wurde, möglicherweise Bakterien in die Wunde gekommen sind und sich – so unscheinbar es erst aussehen mag – die Verletzung kurzfristig entzünden kann.

Je nach Größe der Verletzung würde ich bei meinem Pferd hier immer zunächst so verfahren wie bei der oberflächlichen Verletzung: ggf. reinigen, Pflegesalbe aufbringen oder erst einmal einfach in Ruhe lassen und abwarten. Schießlich hat sich die Haut ja erst mal selbst geholfen, das Blut hat eine kleine Kruste gebildet und es dringen vorerst keine Erreger aus der Umwelt mehr ein. Heilt alles ab, prima – hat man doch den Eindruck, es entzündet sich und eitert, dann ist sicher der Rat eines Therapeuten die richtige Wahl.

Bei größeren, möglicherweise klaffenden Wunden, auch wenn sie nicht sehr tief sind, ist die beste Wahl den Tierarzt zu holen. Dieser kann die Wunde nach der Reinigung entsprechend klammern oder nähen und sie heilt dann in der Regel schnell und unkompliziert ab. Dabei sollten Sie übrigens den Tierarzt schnellstmöglich nach der Verletzung hinzuziehen. Es gilt: Je frischer die Wunde und die Wundränder, desto besser die Heilungstendenz. Zu alte Wunden müssen vor dem klammern oder Nähen durch den Tierarzt sonst aufgefrischt werden (z. B. „künstlich“ manipuliert, so dass sie erneut bluten).

Tiefe Verletzungen beim Pferd

Schnelle tierärztliche Hilfe ist angesagt bei Verletzungen, bei denen nicht nur die Haut, sondern auch die tieferen Schichten (Muskeln, Sehnen, etc.) betroffen sind oder zumindest sein könnten. Sehr tiefe Wunden haben oft eine schlechtere Heilungstendenz. Meistens können Sie nicht genäht werden und müssen häufig eine Drainage zum Abfluss von Wundwasser und/oder Eiter aus der Wunde gelegt bekommen.

Sehr tiefe Wunden und Verletzungen haben bei Pferden zudem eine hohe Infektionsgefahr und sollten möglichst vor Umwelteinflüssen (Bakterien, etc.) durch Bandagen und Verbände geschützt werden. Um den Heilungsverlauf zu kontrollieren müssen diese Verbände alle ca. 2 Tage spätestens gewechselt werden, zu Beginn meistens sogar täglich.

Höchstwahrscheinlich wird der Tierarzt bei einer so tiefen Wunde wie hier beschrieben auch entsprechend Antibiotikum und andere Medikamente verabreichen, die eine Entzündungsproblematik eindämmen und gleichzeitig die Heilung fördern.

Wichtig: Bitte behalten Sie bei Ihrem Pferd immer den ausreichend wirksamen Tetanusschutz im Auge.

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27. September 2015
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Wundheilung beim Pferd unterstützen – Lage der Wunde

Pferde sind Bewegungstiere. Wenn sie in der Herde leben kommt es immer mal zu kleinen Rangeleien, es wird gespielt und auch mal wild über die Weide galoppiert. Selbst wenn die Pferde in der Box stehen kann es zu Abschürfungen oder gar tieferen Wunden durch Verletzungen kommen. Und so hat fast jeder Pferdebesitzer schon einmal eine mehr oder tiefe Verletzungswunde bei seinem Pferd behandeln (lassen) müssen. Entweder konnte man noch mit Bordmitteln arbeiten oder es war der Tierarzt nötig. Um diese Entscheidung zu treffen hilft es, die verschiedenen Wunden zu klassifizieren und die Heilungstendenz einschätzen zu können.

Los gehts mit dem ersten Teil der kleinen Blog-Reihe zum Thema Wundheilung beim Pferd unterstützuen.

Wo befindet sich die Wunde bei Ihrem Pferd und was heißt das für die Wundbehandlung?

Wichtig für die Einschätzung, wie gut eine Wunde heilen wird ist die Lage der Verletzung. Wunden an den Beinen können meistens sehr gut bandagiert und damit vor Infektionen geschützt werden. Säubern Sie die Wunde mit für Pferde geeigneter Wunddesinfektion und tragen Sie ggf. eine Pflegesalbe oder Heilsalbe auf.

Problematisch wird es in Gelenknähe. Erstens kann man hier nicht gut einen Verband anlegen und zweitens wird die Wunde durch die ständige Bewegung des Gelenkes nie wirklich zur Ruhe kommen. Durch die Bewegung im Gelenk kann es in der Folge, vor allem wenn kein Verband angelegt wird, zu sogenanntem wildem Fleisch kommen. Dieses erschwert die Heilung noch weiter, so dass spätestens dann meistens ein Tierarzt hinzugezogen werden muss.

Wunden im Weichteilbereich können sehr schwer oder, je nach Lage und Größe, gar nicht verbunden werden. Dadurch entsteht eine sehr hohe Infektionsgefahr. Im Sommer können Fliegen in der Wunde ihre Eier ablegen und auch allein wenn sich das Pferd in der Box hinlegt können Keime und Bakterien die Wunde infizieren. Solche Wunden können meistens gut geklammert oder genäht werden. Dafür müssen Sie allerdings noch „frische“ Wundränder haben. Bereits einige Stunden nach Verletzung ist dies schon nicht mehr der Fall und der gerufene Tierarzt muss daher die Wundränder meist künstlich noch einmal auffrischen. Ist die Wunde aber erst einmal fachmännisch versorgt heilen Weichteilverletzungen in der Regel recht problemlos ab.

Wunden am Kopf sind ebenfalls kritisch. Ein Verband ist schwer anzulegen und auch hier ist die Infektionsgefahr dadurch sehr hoch. Zudem kann es vor allem bei Kopfwunden im Heilungsverlauf, wenn die Haut anfängt zu jucken, immer wieder passieren, dass die Pferde sich hemmungslos scheuern und die Wunde wieder aufreißen. Auch hier ist der Rat eines Tierarztes fast immer die bessere Wahl im Vergleich zu einiger Wundversorgung. Zumindest wenn es um tiefere Wunden geht und nicht nur um reine Abschürfungen.

Fazit: Wenn Ihr Pferd eine oberflächliche Wunde an einer Stelle hat, die gut sauber gehalten und mit Verband geschützt werden kann müssen Sie meistens nicht sofort den Tierarzt holen. Beobachten Sie die Wunde gut, pflegen Sie sie mit wundheilungsfördernden Salben und halten Sie sie sauber. Achten Sie auf Infektionsanzeichen wie nässende Ränder, Eiter, Wärmeentwicklung im Wundbereich oder erhöhtes Schmerzempfinden bei Ihrem Pferd.

Bei gelenknahen Wunden am Bein, bei Wunden im Weichteilbereich und am Kopf, die über reine Abschürfungen hinausgehen, ist es meistens besser direkt den Tierarzt holen.

Generell gilt: Gehen Sie kein Risiko ein wenn sich Ihr Pferd eine Verletzung zugezogen hat. Lieber einmal mehr sich absichern als zu lange warten und die Infektion in Kauf nehmen. Nur wenn Sie sich ganz sicher sind, dass die Lage der Wunde eine eigene Behandlung zulässt, dann warten Sie ab.

Lesen Sie hier weiter, warum auch die Tiefe der Wunde entscheidend für das weitere Vorgehen und den Heillungsverlauf ist.

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6. September 2015
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Warum zu manchen Jahreszeiten so viele Pferde aus der Weide ausbrechen

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie oft man am Ende des Sommers, September oder Oktober, im Radio von freilaufenden Pferden hört? Und wie selten man diese Meldung in den Sommermonaten oder im Winter hört?

Warum Pferde überhaupt aus einer Weide ausbrechen

Ist es tatsächlich saisonale Unaufmerksamkeit der Halter, warum die Pferde in einigen Monaten öfter aus der Weide ausbrechen als zu anderen Jahreszeiten? Denn wie im Herbst, so ist auch im Frühjahr gefühlt die Ausbruchshäufigkeit höher als im Sommer und Winter.

Mein Eindruck – es hat nur teilweise mit möglicher mangelnder Absicherung der Weide zu tun. Denn gerade in diesen Jahreszeiten mit den häufigen Radiomeldungen stehen die Pferde oft auf völlig abgefressenen und kargen Weideflächen. Klar, dass dann das schon (oder noch) saftige Gras auf der anderen Seite des Zauns sehr verlockend ist für die Vierbeiner.

Erst wird unter dem Zaun durchgefressen. Und jetzt kommt ein vielleicht nicht ausreichend starker Strom auf dem Weidezaungerät, ein abgegammelter Weidepfosten und ähnliches ins Spiel. Denn sobald das als erstes erreichbare Grün gefuttert ist versuchen die Pferde natürlich, an noch mehr Gras außerhalb der Weide zu kommen. Sie drücken dabei, zuerst meistens aus Versehen, natürlich auch mal gegen einen Zaunpfosten oder die Litze. Dann merken Sie, dass dabei gar nicht so viel passiert (beim Strom) oder der Pfosten gar nicht so stabil ist und so wird mehr Kraft aufgewandt. Immer begierlicher drängen die Pferde dann nach dem saftigen Gras neben der Weidefläche – so lange, bis der Zaun aufgibt und die Pferde frei sind.

Wie man auch in den grasarmen Monaten den Ausbruch der Pferde verhindern kann

Die einfachste Möglichkeit wäre natürlich, die Pferde möglichst lange auf gut bewachsenen Weiden zu halten. Leider ist das natürlich je nach Anzahl der Pferde und verfügbarer Weidefläche nicht immer machbar. Und im Frühjahr braucht das Gras ohnehin erst Zeit, um überhaupt zu wachsen.

Oft hilft es schon, wenn man entweder die Weiden über die Sommermonate nicht zu karg werden lässt (häufigeres Umweiden der Pferde). Alternativ ist auch eine gute Möglichkeit der Weide Erholungsmöglichkeiten zu geben, so dass sie besser nachwachsen kann und die Grasnarbe nicht geschädigt wird, indem man den Pferden nie die gesamte Fläche zur Verfügung stellt.

Mit Hilfe einer Litze, die auch in den Stromkreis integriert werden sollte, bekommen die Pferde nach und nach immer neue Weide zugeteilt. So haben länger frisches Grün zu fressen und die vorderen Weideabschnitte können sich während die Pferde im hinteren Bereich noch viel Gras haben bereits wieder erholen.

Haben Sie diese Möglichkeiten nicht oder die Vegetationsphase ist abgeschlossen und es wächst nichts mehr nach, dann sollten Sie Ihren Pferden entweder auf der Weide oder im Stall ausreichend Raufutter anbieten. So wird der Hunger gestillt, das Kaubedürfnis erfüllt und das Gras dient mehr als Nascherei.

Natürlich werden die ganz gierigen Kandidaten trotzdem versuchen, an das Gras auf der anderen Seite des Weidezauns zu gelangen. Deshalb sollten Sie gerade in diesen „gefährlichen“ Monaten was den Ausbruch angeht die Weidezäune regelmäßig kontrollieren. Ist die Litze gut genug mit Strom versorgt? Sind die Weidezaunpfosten noch in Ordnung? Auch wenn es nie eine Garantie gibt können diese Maßnahmen meiner Meinung nach durchaus helfen, die Pferde sicher auf der Weide zu halten.

30. August 2015
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Buchrezension: Romo Schmidt – Pferde artgerecht halten

Pferde artgerecht halten“ von Romo Schmidt, erschienen im Müller-Rüschlikon-Verlag – dieses Buch habe ich aktuell für euch mal unter die Lupe genommen.

Auf 224 Seiten beleuchtet der Autor mit seiner über 40jährigen Erfahrung im Bereich Pferdehaltung die Möglichkeiten, wie man sein Pferd artgerecht halten kann. Dabei werden sowohl Einzelhaltungsformen (Paddockbox) als auch Gruppenhaltungsformen (Offenstall, Laufstall, Bewegungsstall) vorgestellt. Neben Hinweisen zur Vermeidung von haltungsbedingten Krankheiten bekommt der Leser, der gerne in Eigenregie seine Pferde halten möchte, wertvolle Tipps zum Thema Stallbau.

Auch wenn selbst heute noch in vielen Ställen bis zur Decke vergitterte Einzelboxen, teilweise ohne Paddock und sogar ohne Fenster, verfügbar sind – der Trend geht erfreulicherweise seit einigen Jahren pro Pferd in Richtung Gruppenhaltung oder zumindest Einzelhaltung mit mehr Auslauf als nur einer 3 x 3 m Gitterbox. Dabei müssen auch Sportpferde, denen man oft aus Angst vor Verletzungen lieber nur eine Einzelbox gibt mit wenig Bewegungsspielraum, nicht auf so wenig Platz leben. Sportpferde mit Einzel- oder Gruppenauslaufhaltung danken es ihren Reitern mit deutlich gesteigerter Motivation und einer ständigen Grundkondition durch ausreichend eigene Bewegungsanreize. Fragen Sie mal Ihre Sportreiterkollegen mit artgerechten Haltungsformen danach!

So greift Romo Schmidt auch zu Beginn seines Buches „Die Ansprüche des Pferdes“ auf. Wie wollen Pferde, wie möchten sie sich bewegen können, wie ist die artgerechteste Art der Nahrungsaufnahme für unsere Pferde. Und, eine tolle Idee des Autors wie ich finde: Entscheidungshilfen für Ein- und Umsteiger. In diesem Kapitel werden alle Für und Wieder Argumente beleuchtet, die Pferdehalter gegen den Umstieg von Einzel-Boxenhaltung auf eine freiere Haltungsform haben können. Im Focus stehen dabei natürlich auch die vielen Vorteile, die Pferd und Reiter mit einer modernen Haltungsform haben (Grundkondition, Immunsystem, körperliche Entwicklung, Rittigkeit, Nervenkostüm, etc.). Natürlich merkt man, dass der Autor pro der modernen Haltungsformen ist, was ich persönlich aber nicht schlimm finde.

Im darauffolgenden Kapitel geht es um die Voraussetzungen, möglichen organisatorischen Mehraufwand und die möglicherweise größere Verantwortung, die der Pferdehalter (wenn er in Eigenregie Pferde hält) bzw. der Stallbetreiber durch geänderte Haltungsformen haben kann. So zum Beispiel dadurch, dass die Zusammensetzung der Gruppe, um unerwünschten Stress und Verletzungen zu vermeiden, natürlich möglichst harmonisch zusammengesetzt sein sollte. Auch sollte man bedenken, dass nicht jedes Pferd für Gruppenhaltung geeignet sein kann. Entweder ist es zu ängstlich, um sich entspannt in Gruppenauslaufhaltung bewegen zu können oder zu sehr Draufgänger, so dass die gesamte Gruppe darunter leidet. Fazit ist aber, dass es für jedes Pferd mindestens eine Alternative zu 24 Stunden Gitterboxhaltung gibt.

Für alle, die bei der Auswahl des richtigen Stalls noch unsicher sind finden sich im Buch Checklisten für Pensionsverträge und Haltergemeinschaften.

Ein großes Kapitel ist natürlich den einzelnen Haltungsformen gewidmet. So werden auf über 50 Seiten mögliche Einzelhaltungssysteme gezeigt, aber auch Haltungsformen wie Paddockbox, Laufbox, Kombi-Laufbox und verschiedene Offenstall und Gruppenhaltungssysteme inkl. Bewegungsstall und Weidehaltung werden ausführlich besprochen. So hat der Pferdehalter, der die Haltungsform für sein Pferd ändern möchte alle Möglichkeiten vergleichbar nebeneinander, mit Pluspunkten aber auch Einschränkungen, um die beste Unterbringungsform für sein Pferd zu finden.

Über 70 Seiten widmen sich dem Thema „Was braucht mein Pferd in einem offenen Haltungssytem, um zufrieden, gesund und ausgeglichen leben zu können?“. Genauer gesagt geht es um die Gestaltung, Planung und Ausführung solcher Haltungsformen. Das ist natürlich vor allem für Stallbetreiber oder Haltungsgemeinschaften, die selbst den Stall bauen, interessant. Als Pferdehalter im Pensionsstall hat man meist wenig Gestaltungsmöglichkeiten – wohl aber sicherlich die Möglichkeit, den Stallbetreiber auf mögliche Veränderungen und Verbesserungen für die Pferde anzusprechen.

Die richtigen Argumente liefert dazu der Autor mit diesem Kapitel, in dem es beispielsweise um Fress- und Tränkeeinrichtungen, Windschutz, Einstreu, Einzäunung, Bodenbeläge und Wälzplätze und vieles mehr geht. Und: Auch zu den vermeintlichen Probleme wie beispielsweise verschwitzte Pferde im Offenstall im Winter oder jahreszeitlich bedingte Hufprobleme, etc. werden Tipps gegeben. Und auch die Sportpferde und das Thema „unverträgliche Pferde“ und Hengste wird besprochen.

Das letzte und ebenfalls sehr ausführliche Kapitel widmet sich dem Thema „Konzepte für eine harmonische Gruppenhaltung, Organisation und Umsetzung“. Wie stelle ich die Gruppe so zusammen, dass alle Pferde zu ihrem Recht kommen, das Verletzungsrisiko minimiert wird und auch ältere Pferde mit nicht mehr ganz so schnellen Reaktionszeiten eine Chance haben. Was mache ich, wenn neue Pferde eingegliedert werden (Stichworte „Erstes Zusammentreffen“ und wie schaffe ich es, dass die Eingliederung möglichst stressfrei für alle beteiligten Pferde vonstatten geht).

Sehr interessant ist auch der Abschnitt zum Thema „Zusammenhang zwischen Haltungsformen und Verhaltensstörungen“. Zitiert wird dabei aus einer in 2014 durchgeführten Studie, die an insgesamt 926 Pferden in 26 Ställen durchgeführt wurde. Da laut dieser Studie festgestellt wurde, dass bei den verhaltensauffälligen Pferden tatsächlich 90,5 % der Pferde aus Einzelhaltung ohne Paddock stammen und nur 18,7 % aus Einzelhaltung mit Gruppenauslauf sieht man schon, wie wichtig die Haltungsform ist.

Fazit: Natürlich wird es immer Pferde geben, die absolut nicht in solchen offenen Haltungssystemen zurecht kommen. Sei es, weil sie durch frühere Erlebnisse so traumatisiert und ängstlich oder aggressiv geworden sind oder weil sie durch vergangene Aufzucht- und Haltungsfehler so schlecht sozialisiert sind, dass ein Zusammenleben in einer Herde harmonisch nicht möglich ist. Aber für die große Mehrheit der Pferde gibt es mit allem Für und Wider die Chance auf „Schöner Wohnen“ und welche Haltungsform für das einzelne Pferd am besten passt, das können Sie als Pferdebesitzer mit Hilfe dieses Buches sehr gut herausfinden.

Deshalb von mir eine klare Kaufempfehlung für das reich bebilderte Buch, das im deutschen Buchhandel zum Preis von 29,90 EUR zu erhalten ist (ISBN 978-3-275-02046-1).

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24. August 2015
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Sportpferdefütterung – Vorbereitung auf die Wintersaison

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, der Herbst steht langsam aber sicher in den Startlöchern. Das Ende des Sommers heißt für viele Wettkampfpferde auch das Ende der grünen Saison. Hallenturniere stehen an oder, je nach Disziplin, eine längere Phase mit ausschließlichen Trainingseinheiten aber keinen Wettkämpfen. Wie unterstützen Sie nun am besten Ihr Pferd während der grünen Saison, aber auch während der Hallensaison.

Was während der grünen Saison wichtig ist

Während der Sommermonate müssen die Pferde kontinuierlich fit gehalten werden. Fit heißt für Sportpferde, dass sie auf hohem Niveau körperliche Leistung bringen – oft Woche für Woche an einem anderen Turnierort. Viele Reisen, Stress, der Körper muss sich mit den unterschiedlichsten Reizen auseinandersetzen.

Manche Sportpferde sind daher während der Saison appetitlos. Ausgerechnet dann, wenn sie so nötig Energie für Hochleistung benötigen. Mit einem guten Vitamin B Präparat wie beispielsweise Shy Feeder B Vitamin B Sirup für Pferde von Foran Equine Products können Sportpferde wieder mehr Appetit bekommen. Zudem ist Vitamin B in Reiterkreisen dafür bekannt, dass es sich beruhigend auf das gestresste Nervensystem der Pferde auswirken kann.

Neben der Fütterung von viel Energie für viel Leistung ist es auch wichtig, die Pferde ausreichend hydriert zu halten. Nach schweißtreibender Leistung sollte Ihr Pferd daher Elektrolyte als Zusatzfutter erhalten, entweder in Form von Pulver (vermischt mit Trinkwasser) oder als Booster in Form einer Paste, die Sie direkt ins Maul geben können.

Vorbereitung auf die Hallensaison

Nach der Sommersaison sind die meisten Pferde fit und gut bemuskelt. Die großen Außenplätze der Turnierorte haben sie zu kraftvollen Sprintern und Atlethen gemacht. Um diese Kondition zu halten ist ein ausgewogenes, auf Sportpferde und ihren höheren Nährstoffbedarf abgestimmtes Mineralfutter jetzt sinnvoll. Mit dem flüssigen Mineralfutter Chevinal Plus geben Sie Ihrem Pferd alles das, was es zur Erhaltung seiner Top-Kondition benötigt. Und dank des guten Geschmacks ist es auch für mäkelige oder gestresste Pferde bestens geeignet. Chevinal Plus ist natürlich auch ein sehr guter Lieferant für alle nötigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente für Ihr Sportpferd in den Sommermonaten.

Im Winter sind Elektrolyte meist nicht so sehr nötig wie in den warmen Monaten. Um aber im Falle des Falles gut versorgt zu sein, packen Sie sich am besten einige Injektoren ReFuel Gel Elektrolytbooster in den Pferdetransporter. So sind Sie für alle Fälle gerüstet.

Ausflug nach New Market

19. Juli 2015
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Pferderennen in England – Nicht nur der Pferde wegen ein Erlebnis

Viele meiner Kunden im Shop sind Fahrer oder Jockeys, die aktiv im Rennsport sind. So war für mich schon immer klar, dass ich unbedingt einmal so ein traditionelles englisches Pferderennen live erleben möchte. Vor einigen Tagen war es dann soweit und ich hatte die Gelegenheit, bei einem Renntag in New Market dabei zu sein. Als Zuschauerin versteht sich, nicht als Teilnehmerin. Und so haben mich nicht nur die Galopprennen an sich, sondern auch das „Drumherum“ eines solchen Renntages sehr fasziniert. Angefangen vom Parkplatzpicknik, dem Styling der Damen inklusive sehr sehenswerter Hutkreationen und natürlich auch das schicke Ambiente der Rennbahn. Aber der Reihe nach erzählt…

Auf zum Rennen nach New Market

So heißt es für viele britische Pferderennsportfans wenn wieder einmal Renntage an der bekannten Rennbahn in New Market anstehen. Aber es ist nun nicht so, dass man einfach hinfährt, aufs Gelände geht, die Rennen schaut und wieder geht – nein, der ganze Tag wird als Event zelebriert.

Mit dem Styling zu Hause geht es los. Aber auch bei der Ankunft auf dem großen Parkplatz (einer Wiese) geht es weiter. Traditionell gehört ein Picknick zum Besuch eines Renntages. Picknick auf dem Parkplatz hört sich zugegebenermaßen erst mal wenig stilvoll an. Aber wenn man sieht, mit wie viel Liebe zum Detail da hantiert wird: Pavillons werden aufgebaut, Stühle und Tische aufgestellt, Tischdecken und Porzellan dürfen ebensowenig fehlen wie viele liebevoll zubereitete Picknickgerichte und der Sekt mit einer Erdbeere im Glas.

Mein Tipp: Um das alles wirklich genießen zu können sollte man also mindestens zwei Stunden vor dem ersten Rennen bereits vor Ort sein und die tolle Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Auf zum Renngelände

Nachdem man sich die Leckereien beim Picknick hat schmecken lassen geht’s nun also aufs Gelände der Rennbahn. Neben diversen Möglichkeiten, sich mit Getränken und Snacks einzudecken kann man dann meist schon die Pferde des ersten Rennens im Führring erleben. Toll fand ich, dass man wirklich sehr nah rankommt und nicht nur mit einem Fernglas bewaffnet etwas erkennen kann.

Nun gilt es also sich zu überlegen, sofern man wetten möchte, auf welches Pferd man am besten setzen soll. Der Pferdeführer hat am Arm eine kleine Tafel, auf der die Startnummer und das Rennen genannt sind. Wetten kann man nun entweder an kleineren Buden – hier gilt nur ein Mindesteinsatz von 2 Pfund, dafür sind die Gewinne auch nicht garantiert, sondern richten sich danach, wie viel auf die jeweiligen Pferde gewettet wird. Bei den Wettbuden auf dem eigentlich Renngelände direkt an der Bahn gibt es zwar garantierte Gewinne, dafür ist hier der Mindesteinsatz auch 10 Pfund.

Nachdem die Pferde aus dem Führring entlassen sind geht’s für sie mit Jockey zum Aufwärmen auf die Strecke. Meist im Galopp – mehr oder weniger gemäßigt, je nach Temperament des Pferdes – geht es entgegen der eigentlichen Rennrichtung zu den Startboxen. Der Zuschauer kann für einen kurzen Moment direkt neben der Strecke die Pferde vorbeigaloppieren sehen, danach gilt es die Anzeigetafel im Blick zu behalten.

Auf die Plätze – fertig – los

Sind alle Pferde in den Startboxen wird das Rennen gestartet, die Boxen öffnen sich und Pferde und Jockeys geben ihr Bestes, um möglichst gut ins Rennen zu kommen. Bei vielen Pferden spürt man richtig den Ehrgeiz, den sie selbst haben. Der Jockey muss hier gar nicht übermäßig aktiv werden, das Pferd versucht von sich aus nach vorne zu kommen, was natürlich für mich als Beobachter schöner anzusehen war als das teilweise verzweifelte Bemühen anderer Jockeys, mittels Peitschenaufmunterung, doch noch weiter vorne zu landen. Aber, da muss man sich nichts vormachen, Pferderennen ist ein knallhartes Business – mit reiner Liebe zum Pferd kommt man dabei in den meisten Fällen leider nicht sehr weit.

Das Spektakel drumherum

An dem Tag, an dem ich in New Market sein konnte, fanden insgesamt über den Tag verteilt acht Rennen statt. Aber selbst für mich als begeisterte Pferdefrau war teilweise das Spektakel am Rande spannender als die Rennen selbst. Man muss gesehen haben, welche tolle Kleider, Schuhe und vor allem Hüte viele Damen an so einem Tag ausführen. Vielfach extra dafür gekauft mutmaße ich, vor allem da es der sogenannte „Ladies-Day“ in New Market ist. An diesem Tag wurde dann auch vor dem letzten Rennen des Tages die am besten gestylte Dame mit dem schönsten Outfit gekürt. Wie objektiv das nun wirklich ist kann ich nicht beurteilen aber alle Damen in der Endrunde dieser Wahl sahen wirklich toll aus. Und die Gewinne für die Siegerin lassen sich auch sehen: Viele Gutscheine in den Bereichen Mode / Kosmetik / Wellness – teilweise im Wert von einigen hundert Pfund, ein Urlaubswochenende, ein stylischer Mietwagen für ein Wochenende…es lohnt sich wohl, sich auf dieses Event vorzubereiten wie man sieht!

Mein Fazit: Es war ein toller erlebnisreicher Tag und wer als rennsportbegeisterter Pferdemensch einmal die Gelegenheit hat an so einem Renntag in New Market oder auch beispielsweise Ascot teilzunehmen, der sollte die Kosten nicht scheuen und sich dieses Erlebnis unbedingt gönnen. Es lohnt sich – und das wie gesagt nicht nur der Pferde wegen!

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13. Juli 2015
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Das 1 x 1 der Sportpferdefütterung – Wie viel Energie braucht ein Sportpferd?

Sportpferde müssen Leistung bringen, viel Leistung. Im Training und vor allem auch im Wettkampf. Kennen Sie den Moment, wo Ihr Pferd plötzlich keine Luft mehr zu haben scheint wenn es in die letzte Runde beim Turnier geht? Oder wenn beim Ausdauertraining im Gelände die finale Galopptour ansteht? Dann kann es sein, dass Ihr Rennpferd, Vielseitigkeits- oder Endurancepferd, ihr Spring- oder Dressurferd in seiner Ration zu wenig Energie hat. Aber wie viel Energie braucht so ein Sportpferd eigentlich, um optimale Leistung bringen zu können?

Wovon hängt der Energiebedarf Ihres Pferdes ab?

Neben schlechtem Trainingszustand oder gesundheitlichen Problemen ist ein Energiedefizit die häufigste Ursache, wenn Ihr Pferd seine erwartete Leistung nicht bringt. Die für seine Top-Leistung erforderliche Energiemenge hängt ab von:

  • Pferdetyp
  • sportlicher Nutzung (Rennsport, Springreiten, Dressurreiten, Vielseitigkeit, etc.)
  • Trainingszustand und allgemeine Kondition
  • Trainings-/Wettkampfanforderungen und nicht zuletzt
  • der Qualität des Reiters oder Fahrers.

Ja, Sie haben richtig gelesen, auch das Können des Reiters oder Fahrers ist ausschlaggebend dafür, wie viel Energie Ihr Pferd in seiner Ration benötigt. Denn ein unausbalancierter Reiter oder ein unkonzentrierter Fahrer beispielsweise kostet das Pferd zusätzliche Energie, da es sich selbst unter so einem Reiter immer wieder neu ausbalancieren muss bzw. die Fehler des Fahrers im Gelände mit ausgleichen muss. Und diese Energie fehlt am Ende für die beste Leistung im Training oder Wettkampf.

Wie füttere ich meinem Pferd die nötige Energie?

Unterscheiden Sie bei Ihrem Pferd zwischen Ausdauerleistung und kurzfristiger Höchstleistung, wie sie beispielsweise Rennpferde bringen müssen.

Bei Ausdauertraining (= aerobe Arbeitsleistung) oder entsprechenden Ausdauer-Wettkämpfen arbeiten die Pferde in einem sogenannten niedrigen Energielevel. Dabei kann die Muskulatur über einen recht langen Zeitraum und mit Hilfe von Sauerstoff Glucose in Energie umwandeln.

Für kurzfristige Höchstleistung (=anaerob) geht der Muskulatur für diese Umwandlung schnell der nötige Sauerstoff aus, die Glucose muss ohne Einsatz von mehr Sauerstoff aber trotzdem umgewandelt werden.

Leistung auf höchstem Niveau und mit maximaler Anstrengung kann deshalb auch nur für eine begrenzte und kurze Zeit von Ihrem Pferd geleistet werden. In der Muskulatur wird dabei sehr schnell Milchsäure gebildet. Der gefürchtete Muskelkater droht Ihrem Pferd wenn es zu lange anaerob Leistung bringen muss.

Bei geforderter Ausdauerleistung ermüdet Ihr Pferd genau dann, wenn es nicht mehr genügend Energie hat oder sein Körper zu viel schwitzt, also praktisch überhitzt ist. Bei kurzfristiger Höchstleistung ist der Grund für die Ermüdung in der sich bildenden Milchsäure in der Muskulatur zu finden. Aber: durch die richtige Fütterung können Sie Ihrem Pferd helfen, den Glucosegehalt in der Muskulatur zu stabilisieren und auch das Schwitzen zu reduzieren.

Füttern Sie Ihrem Sportpferd für die nötige sportliche Energie:

Verwenden Sie als Kraftfutter am besten spezielle Sportpferdemischungen oder mischen Sie Ihr Getreide analog zu solchen Mischungen. Denn zu viel Stärke und zu viel konzentrierte Kohlenhydrate können zu Problemen wie Magengeschwüren oder Kreuzverschlag führen.

Zudem sollten Sie – zumindest bei Pferden, die mehr als 3 kg konzentriertes Energiefutter täglich benötigen – die einzelnen Futterrationen auf maximal 2,5 kg, besser weniger, beschränken. Also lieber öfter kleinere Mahlzeiten als nur 2 große. So ist eine gleichbleibende Energiezufuhr gewährleistet und gleichzeitig der empfindliche Magen-Darm-Trakt Ihres Pferdes geschont.

Füttern Sie Ihrem Pferd Leinöl als zusätzliche Energiequelle. Schon bei ca. 60 ml täglich erhält Ihr Pferd mehr Power aus dem Futtertrog, ohne dass Sie die Getreideration erhöhen müssen.

Hochaufgeschlossenes Eiweiß können Sie als Zusatzfutter Ihrem Pferd bereits einige Tage vor einem Wettbewerb und noch einmal einige Tage nach dem Wettbewerb füttern. So ist Ihr Vierbeiner bestens für die Anstrengung gerüstet und wird sich danach auch gut regenerieren können.

Füttern Sie nach dem Wettkampf, vor allem bei sehr hoher Leistungsanforderung, sehr schwülem oder heißem Wetter und auch bei stressigen Turnierreisen Elektrolyte. Elektrolytsalze helfen Ihrem Pferd die durch Schweiß verlorenen Mineralien schnell und wirkungsvoll zu ersetzen.

Und: Elektrolyte regen Ihr Pferd zum vermehrten Trinken an, so dass der Wasserhaushalt im Körper schnell wieder reguliert wird. Damit können Sie bei Ihrem Pferd Kreislaufproblemen, aber auch dem gefürchteten Kreuzverschlag und Muskelkater effektiv vorbeugen, die Muskulatur kann sich besser erholen, ihr Pferd ist schneller wieder einsatzbereit, voller Energie und Tatendrang.

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24. Juni 2015
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Das 1 x 1 der Sportpferdefütterung – Das Raufutter

Pferde sind doch Pferde – sollte man meinen. Ist ja auch (irgendwie) so…trotzdem haben Sportpferde oft andere Bedürfnisse als Freizeitpferde, Pferdesenioren oder Jungpferde. Heute möchte ich daher im folgenden Artikel einmal speziell auf die Besonderheiten bei der Fütterung von Sportpferden, noch genauer auf das Thema Raufutter für Sportpferde, eingehen.

Auch Sportpferde brauchen (viel) Raufutter

Der Hauptbestandteil des täglichen Pferdemenüs sollte Raufutter sein. Für die Menge gibt es eine Faustregel: 1,5 % des Körpergewichts des Pferdes – heißt bei einem 500 kg Pferd sollten es schon um die 7,5 kg Heu täglich sein. Muss Ihr Pferd abnehmen können Sie kurzfristig auf 1 % Raufutter im Verhältnis zum Pferdegewicht reduzieren. Das wären für dann für dasselbe Pferd nur noch 5 kg Heu. Das sollte aber die Ausnahme bleiben. Denn je weniger Raufutter Ihr Pferd erhält, desto höher ist die Gefahr von Verdauunsgproblemen bis hin zu Magengeschwüren.

Übrigens: Jedes Kg Heu kann bis zu 8 kg Wasser und Elektrolyte im Magen-Darm-Trakt speichern. Und gerade Ihr Sportpferd benötigt einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt wenn bei Wettbewerben oder anspruchsvollem Training der Schweiß in Strömen fließt.

Raufutter für Sportpferde am Wettkampftag

Der Wettkampftag, vor allem bei Vielseitigkeits- und Rennpferden, stellt Sie als Besitzer vor besondere Herausforderungen. Das Pferd soll auf der Strecke möglichst wenig „Futtergewicht“ mit sich schleppen müssen, braucht aber auch Kraft und einen Wasserspeicher im Organismus, um die Anstrengung zu meistern.

Was heißt das nun für Sie als Futtermeister? Lange Zeit ging man davon aus, dass es sinnvoll ist, den Pferden ca. 3 bis 5 Stunden vor einem Wettbewerb kein Heu zu füttern. Das sollte das „Futtergewicht“ im Magen-Darm-Trakt reduzieren und damit positive Auswirkungen auf den Kreislauf, die Herztätigkeit, haben.

Allerdings gibt es neueren Erkenntnissen zu Folge keine wirklichen Vorteile dieses Futterentzugs. Pferde, die bis kurz vor dem Rennen noch mit kleinen Heurationen gefüttert wurden haben nicht schlechter abgeschnitten als die, die auf Diät waren. Zum Wohl des Pferdes füttern Sie daher ruhig noch kleine Heumengen auch in den letzten Stunden vor dem Rennen. Denn ein angenehm sattes Pferd ist ein zufriedes und leistungsbereites Pferd!

Und wie füttert man Sportpferde nach dem Wettbewerb?

Sportpferde haben oft einen straffen Terminkalender was die Turniere, Rennen und Wettbewerbe angeht. Daher ist nach der Veranstaltung auch direkt schon vor der nächsten Veranstaltung für viele dieser Pferde.

Was heißt das für Ihr Pferd? Es muss sich möglichst schnell regenerieren können, um den nächsten Anforderungen gewachsen zu sein und wieder vorne mit dabei zu sein beim Turnier. Helfen Sie Ihrem Pferd in der Regenerationsphase, indem Sie ihm zwei Stunden im Anschluss an die Anstrengung Heu füttern. Denn das Raufutter braucht Ihr Pferd, um seine Glycogenspeicher in der Leber und in den Muskeln aufzufüllen. Auch Elektrolyte – als Pulver vermischt mit Trinkwasser oder als Elektrolytbooster direkt ins Pferdemaul – unterstützen die schnelle Regeneration Ihres Sportpferdes und macht es schnell wieder fit und leistungsbereit.

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9. Juni 2015
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Warum beschlagene Pferde das Verletzungsrisiko in einer Herde unnötig erhöhen

Offenstallhaltung oder ganzjährige Weidehaltung ist für Pferde eine tolle Sache. Gefährlich wird es aber, wenn einige Pferde in der Gruppe Hufeisen an den Hinterbeinen haben. Das konnte ich während meiner Praktikumszeit in einer Pferdeklinik hautnah miterleben. Mein Fazit danach: An den Hinterhufen beschlagene Pferde haben seither meiner Meinung nach in der Herde nichts zu suchen!

Die besondere Gefahr durch Hufeisen in Gruppenauslaufhaltung

Pferdehufe sind von Natur aus hart. Noch härter werden sie, wenn die Pferde Eisen tragen. Auch wenn schon bei Schlägereien unter Barhufpferden schwerste Verletzungen auftreten können – bei beschlagenen Pferden ist das Ausmaß der Verletzung erfahrungsgemäß deutlich höher. Angefangen bei oft deutlicherer Schwellung der Weichteilbereiche reißt auch die Haut nach Eisenkontakt leichter auf als bei einem Schlag mit einem Huf ohne Beschlag. Vor allem steigt die Gefahr von Knochenbrüchen deutlich an.

Das gilt nicht nur in der Zeit, in der ein neues Pferd in eine bestehende Gruppe integriert oder eine neue Gruppe gebildet wird. In dieser Zeit ist natürlich mehr Unruhe in einer Gruppe, als zu anderen Zeiten. Aber: Pferde können immer mal die Hinterbeine fliegen lassen und sich mit Hufeisen dann wie beschrieben umso deutlicher verletzen.

Ganz gefährlich wird es, wenn an den Eisen Stollen oder sogenannte Vidiastifte angebracht sind. Sie sollen das beschlagene Pferd davor bewahren, dass es rutscht. Aber diese kleinen Metallstifte bohren sich bei einem Schlag, mag er noch so wenig Kraft haben, unerbittlich ins Fleisch oder sogar bis in die Knochen des anderen Pferdes. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem unheilbaren Trümmerbruch.

Also gar keine Herdenhaltung für Pferde mit Beschlag?

Im Grunde lautet die Antwort „Ja“. Andererseits sind Sozialkontakte und Herdenhaltung für Pferde wichtig. Sie stärken die Psyche, sorgen für das nötige Selbstbewusstsein und halten die Pferde fit.

Was also können Sie als Pferdebesitzer tun, wenn Ihr Pferd beschlagen ist?

Zunächst muss unterschieden werden, ob Ihr Pferd vorne oder hinten Hufeisen braucht. Vorne beschlagen ist deutlich unkritischer als hinten. Pferde können zwar auch nach vorne ausschlagen, die wirklich schweren Verletzungen passieren in der Regel aber durch Auskeilen mit den Hinterbeinen. Ein Beschlag an den Vorderhufen kann daher meiner Meinung nach auch in Gruppenauslaufhaltung toleriert werden.

Ihr Pferd hat hinten Eisen? Oft sind Pferde über Jahre beschlagen. Weder der Hufschmied noch Sie als Besitzer denken vielleicht wirklich darüber nach, ob das Pferd diesen Beschlag tatsächlich (noch) braucht. Oder ob es Alternativen gibt.

Wenn Sie ein Pferd haben, das sehr empfindlich an der Hufsohle ist – denken Sie doch einmal über Hufschuhe nach. Moderne Hufschuhe können auch bei sportlicher Leistung wie Springen, Dressur, Vielseitigkeit oder Fahren eingesetzt werden. Sie können aber auch beispielsweise nur bei längeren Geländeritten oder Reiten auf steinigem Boden die Hufsohle Ihres Pferdes schützen.

Wenn Pferde aus gesundheitlichen Gründen Eisen benötigen, z. B. bei Spat, sieht die Sache schon kritischer aus. Obwohl selbst bei diesen Pferden der Beschlag nach der akuten Phase nicht immer lebenslang nötig ist. Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Tierarzt oder Hufschmied, was er von einer Testphase ohne Eisen hält – zugunsten von Gruppenhaltung mit viel gleichmäßiger gesunder Bewegung und einer ohne Eisen verbesserten Hufdurchblutung.

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3. Juni 2015
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So sieht sie aus, die Traumwohnung fürs Pferd

Ein Stallwechsel mit dem eigenen Pferd ist oft ein Erlebnis. Denn jedes Pferd hat spezielle Bedürfnisse, das kenne ich von meiner Stute. Doch natürlich gibt es grundsätzliche Kriterien für Wohlbefinden, Gesundheit und ein ausgeglichenes Temperament.

Traumwohnung gesucht – was würde wohl in einer von Pferden verfassten Anzeige stehen?

Die Box: Je größer, desto besser!

Die Größe der Box sollte mindestens den von der Deutschen reiterlichen Vereinigung empfohlenen 3,5 m x 3,5 m für ein Großpferd entsprechen. Ja, es gibt sogar eine genaue Formel zur Berechnung der Mindestgröße: Doppelte Widerristhöhe im Quadrat.

Aber abgesehen von aller Theorie ist es gut, bei der Auswahl der Pferdebox nach dem Motto „Je größer, desto besser“ vorzugehen. Pferde leiden, wenn sie sich in der Box nicht wohlfühlen, sich nicht ausreichend bewegen oder hinlegen können. Entweder sie werden aggressiv, wie ich einmal bei meiner eigenen Stute erlebt habe, oder aber sie geben auf, werden traurig und verlieren die Lebenslust.

Nicht zu vergessen: Je mehr Bewegung, desto besser für die Gesundheit von Knochen, Sehnen, Gelenken und Muskeln.

Täglicher Auslauf ist nicht nur für die Psyche wichtig

Auf der Suche nach einem geeigneten Stall für mein Pferd bekommen die Stallbetreiber von mir immer sehr schnell eine Frage gestellt: Haben die Pferde das ganze Jahr über Auslaufhaltung?

Tägliche Weidehaltung, ganztägig oder zumindest über viele Stunden am Tag, stärken die Psyche, das Selbstvertrauen eines Pferdes. Auch die Beweglichkeit wird gefördert.

Weide- beziehungsweise Auslaufhaltung fördert zudem die Gesundheit. Beim Toben mit den Pferdekollegen wird die Lunge ordentlich durchgepustet, die Durchblutung verbessert und die gesamte Muskulatur gelockert. Die Hufe werden belastbarer dank der unterschiedlichen Anforderungen am Boden. Darum sind Pferde mit Auslaufhaltung trittsicherer als reine Boxenpferde.

Aber Auslaufhaltung fördert nicht nur Psyche und Gesundheit. Sie sorgt bei Ihrem Pferd auch für eine ausgeglichene Stimmung. Bei meiner Stute merke ich da schon einen deutlichen Unterschied im Umgang, wenn sie aufgrund von extremen Witterungsverhältnissen mal tatsächlich nur ein paar Stunden auf der Weide war und nicht wie üblich den ganzen Tag. Wie viel Übermut und überschüssige Energie mag dann erst ein reines Boxenpferd an der Hand oder unter dem Sattel haben?

Genügend Luft, Licht und die Stalltemperatur

Wenn ich in einen Stall komme, in dem im Winter an den Wänden das Kondenswasser läuft, ich kaum die Hand vor Augen erkennen kann – geschweige denn die Pferde -, weiß ich sofort: Da sollte mein Pferd besser nicht wohnen!

Frische Luft – offene Fenster und Paddocktüren, eine Entlüftung über den Dachfirst, offene Stalltüren wann immer es geht, ohne dass dabei unangenehme Zugluft entsteht – all das ist wichtig für die Gesundheit. Das dadurch entstehende natürliche „Reizklima“ im nicht künstlich warm gehaltenen Kaltstall stärkt Atemwege und Immunsystem.

Gleiches gilt für Tageslicht, das sich, wie man an der jahreszeitlichen Rossetätigkeit der Stuten schön beobachten kann, auf den Hormonspiegel der Pferde auswirkt.

Vom allgemeinen Wohlbefinden in einem schön hellen und gut belüfteten Stall brauchen wir gar nicht zu reden. Da Pferde ein völlig anderes Temperaturempfinden als Menschen haben brauchen Sie sich auch keine Sorgen machen, dass Ihr Pferd bei Minusgraden im Stall friert, wenn ständig Tag der offenen Tür herrscht.

Auf gute Nachbarschaft – Warum Sozialkontakte für Pferde wichtig sind

Wirkliche Freundschaften unter Pferden sind nicht selten. Zudem haben sie einen festen Sozialverband, ihre Herde, in der sie sich sicher fühlen können, in der sie mit anderen Pferden Fellchen kraulen, dösen und entspannen können oder auch toben und spielen. Dabei bauen sie leicht und spielerisch überschüssige Energie vor der Arbeit unter dem Sattel ab.

Gerade für Jungpferde sind Sozialkontakte für eine gesunde Entwicklung nötig. Fohlen und Jungpferde sollten gleichaltrige Pferde zum Spielen und Toben in ihrer Herde finden. Das ist mindestens genauso wichtig wie die Mutterstute oder die Pferde-„Tanten“ und Pferde-„Onkels“, die die Kleinen wie nebenbei in richtigen Pferde-Sozialverhalten miterziehen.

Das „Auskämpfen“ der Rangordnung gehört bei der Herdenhaltung allerdings auch dazu. Aber beobachten Sie mal eine Pferdeherde, die sich gerade erst neu findet oder in die ein neues Pferd integriert wird. Da wird mit sehr subtilen Waffen gekämpft. Ein Ohren anlegen, ein Nüstern verziehen, ein Drohgesicht – all das ersetzt bei sozialverträglichen Pferden die scharfen Waffen, die Hufe. Aber um so ein Selbstbewusstsein aufbauen zu können ist Herdenhaltung mit ausreichenden Sozialkontakten für Pferde von Fohlen an wirklich unverzichtbar.

Darum: Ein neuer Stall für Ihr Pferd sollte täglichen ganzjährigen Auslauf in einer harmonischen Pferdegruppe mit ausreichend großen gepflegten Weiden bieten. Damit Ihr Pferd sich auch im Stall wohlfühlt, sind halbhohe Boxenwände, ein verträglicher Boxennachbar und wenig Wechsel im Pferdebestand weitere Pluspunkte. Meine Stute beispielsweise, die ihren Traumstall was das angeht bereits gefunden hat, dankt es mir mit viel Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden.

Schöner Wohnen fürs Pferd mit der richtigen Einstreu

Die Art der Einstreu, ob Stroh oder Späne, ist gar nicht so entscheidend. Aber achten Sie darauf, dass in der Pferdebox immer ausreichend viel Einstreu liegt. So können Sie sicher sein, dass in den „Pinkelecken“ eine genügend saugfähige Unterlage ist und Ihr Pferd nicht plötzlich in seinem eigenen Urin steht.

Außerdem: Wie man sich bettet so liegt man. Das gilt auch für Pferde. Die Einstreu sollte daher immer so hoch sein, dass nicht bei der geringsten Bewegung der Untergrund zu sehen ist. Lieber ein bisschen mehr einstreuen!

Tägliches gründliches Ausmisten sollte selbstverständlich sein – ist es aber leider nicht. Ich weiß noch genau wie meine Stute plötzlich massive Hustenprobleme bekam in einem Stall, in dem nur alle paar Wochen per Tieflader die gesamte Einstreu entfernt wurde. Tägliches Misten hieß hier: Überstreuen mit frischem Stroh. Neben der Hustenbehandlung habe ich in Absprache mit dem Stallbetreiber meine Box täglich gründlich gemistet und siehe da, die extremen Hustenattacken kamen nicht mehr wieder.

Natürlich kann Husten auch andere Ursachen haben. Bewiesenermaßen hat der durch zu viel Urin in der Einstreu entstehende Ammoniak auf jeden Fall negative Auswirkungen auf die Atemwege und kann damit eben auch zu Husten führen.

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Unterkunft für Ihr Pferd?

Dann schauen Sie sich die in Frage kommenden Ställe doch mal anhand der oben genannten Punkte an. Und ich drücke Ihnen und Ihrem Pferd die Daumen, dass die Traumwohnung dabei sein wird!

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20. Mai 2015
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So verstehen Sie die Geheimsprache der Futtermitteletiketten richtig

Zusammensetzung? Analyse? Zusatzstoffe? Alles das und noch vieles mehr finden Sie auf den Futtermitteletiketten von Pferdezusatzfutter. Und manchmal liest es sich fast wie eine geheime Sprache. Aber wenn Sie die Ration Ihres Pferdes berechnen wollen, damit es alle Nährstoffe bekommt, die es braucht, damit es fit und gesund bleibt, dann sollten Sie einige Begriffe genauer anschauen.

Was also hat es auf sich mit den oft kryptisch anmutenden Worten auf sich? Und warum sollten Sie auch die Fütterungsanleitung und die Lagerungshinweise beachten?

Die Standardangaben auf Futtermitteletiketten

Zumindest wenn Sie ein Zusatzfutter das erste Mal kaufen oder bestellen möchten Sie sicher gerne wissen, wer eigentlich der Hersteller ist und wer Ihr Verkäufer ist. Meist in einer Ecke oder am unteren Ende des Etiketts finden Sie dazu auch

  • Name, Adresse und Registrierungsnummer des Herstellers
  • Chargen-Nummer
  • Haltbarkeitsdatum
  • Netto-Inhalt des Futterzusatzes
  • Kontaktdaten des Importeurs oder Händlers

Was versteht man unter „Zusammensetzung“?

Mit der Zusammensetzung ist bei Pferdezusatzfutter die genaue Angabe der Inhaltsstoffe bzw. der Futtermittel bei Mischfutter gemeint, die das Produkt enthält. Die Reihenfolge ist dabei vom Gewicht abhängig. Der Inhaltsstoff, der zuerst aufgeführt wird, ist mengenmäßig am meisten enthalten.

Was ist die Analyse oder Analythische Zusammensetzung?

Wer die genaue Ration und Futterzusammenstellung seines Pferdes berechnen möchte, der muss auf jeden Fall hier einen Blick riskieren. In der Analyse finden Sie die prozentuale Angabe für

  • Rohprotein,
  • Rohfaser,
  • Rohfette bzw. -öle,
  • Rohasche,
  • Feuchtigkeit.

Zusätzlich können hier auch die Anteile von

  • Calcium,
  • Phosphor,
  • Magnesium oder sogar der
  • Energiegehalt

des Zusatzfutters aufgelistet sein. Mindestens bei Mineralfutter machen die meisten Hersteller das. Aber auch bei anderem Zusatzfutter für Pferde finden sich häufig diese zusätzlichen Angaben als Service für Sie als Kunden.

Und was findet man unter dem Punkt Zusatzstoffe?

Zusatzstoffe – das hört sich irgendwie immer nach gefährlich und ungesund an. Ist es aber nicht denn hier finden sich zunächst alle im Zusatzfutter enthaltenen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren.

Zusätzlich, sofern verwendet, ist hier auch die Liste der Konservierungsmittel und aller weiteren Zusätze aufgelistet, die das Futter entweder in der Nährstoffdichte unterstützen, für eine ausreichend lange Haltbarkeit sorgen oder innerhalb der Herstellung technisch nötig sind. Dabei ist jeder Hersteller bemüht, gerade die Konservierungsstoffe, aber auch die technischen Hilfsstoffe nur so viel wie nötig einzusetzen.

Wenn Sie Zusatzfutter für Ihr Pferd suchen und Produkte vergleichen möchten, dann ist die Analyse wahrscheinlich die interessanteste Rubrik auf dem Etikett für Sie. Denn hier finden Sie die genauen Anteile der wichtigen Nährstoffe. Dabei sollten Sie übrigens nicht nur die Vielfalt der Zusatzstoffe bzw. Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren betrachten. Auch die prozentualen Anteile, in denen sie in dem jeweiligen Pferdezusatzfutter enthalten sind, sind entscheidend für die Qualität des Zusatzfutters.

Produktbeschreibung – Lesen Sie hier auch immer zuerst?

In der Produktbeschreibung erhalten Sie alle wichtigen Informationen rund um das spezielle Zusatzfutter. Für welche Tierart wurde es entwickelt? Was ist das besondere an genau diesem Zusatzfutter für Pferde? Wo genau soll es mein Pferd unterstützen?

Wussten Sie, dass die meisten Futterzusätze als „Zusatzfutter“ deklariert werden? Denn Zusatzfutter sind alle diejenigen Futterzusätze, die einen hohen Gehalt an einem oder mehreren speziellen Nährstoffen haben. Dabei sind Zusatzfutter nicht als ausschließliches Futter für die tägliche gesunde Ernährung Ihres Pferdes ausreichend.

Ganz wichtig: Die Fütterungsempfehlung

Bestimmt haben Sie schon einmal den Satz „Ach, das Zusatzfutter hat auch nichts gebracht!“ gehört oder sogar selbst gesagt? Leider kann nicht jedes Zusatzfutter die Erwartungen erfüllen, die Sie als Pferdebesitzer haben. Manchmal liegt das tatsächlich an Ihrem individuellen Pferd, das vielleicht das Produkt nicht so gut verwerten kann wie die meisten anderen Pferde.

Aber: Manchmal liegt es auch schlicht daran, dass die Fütterungsempfehlung nicht eingehalten wurde. Nehmen wir als Beispiel ein Mineralfutter. Hier finden Sie genau die Menge für das entsprechende Pferdegewicht, bei dem mit einer ansonsten ausgewogenen Fütterung Ihr Pferd optimal versorgt ist.

Nun möchte ein Pferdebesitzer ein bißchen sparen, füttert also weniger und denkt, das wird wohl auch ausreichen. Genau das sollten Sie aber besser nicht machen. Die Zusatzfutter werden im Labor analysiert und anhand dessen werden die empfohlenen Dosierungen berechnet. Um Ihr Pferd leistungsfähig, gesund und fit zu halten sollten Sie daher die angegebenen Mengen unbedingt füttern.

Genauso schädlich wie eine Unterschreitung der Menge ist übrigens auch eine Erhöhung der angegebenen Dosierung. Die meisten Nährstoffe haben zwar eine relativ hohe Toleranz, es gibt aber auch einige (z. B. Selen, Vitamin A, Vitamin D), die bei Überversorgung durchaus das Wohlbefinden Ihres Pferdes deutlich beeinträchtigen können.

In der Fütterungsempfehlung finden Sie also die empfohlene Menge des Zusatzfutters, das täglich einmal oder mehrfach gefüttert werden sollte. Auch wenn Sie, bei Pulver z. B., das Produkt mit Wasser vermischen sollten oder erst quellen lassen sollten, finden Sie diese Hinweise in der Fütterungsanleitung.

Warum auch die Lagerungshinweise wichtig sind

Vor Frost schützen.“ „Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.“ „Deckel nach Gebrauch sofort wieder schließen.“ Alles das sind Hinweise, die Sie bei den Lagerungshinweisen finden. Damit das Produkt in seiner Qualität nicht leidet und Ihr Pferd auch wirklich davon profitiert, sollten Sie die Hinweise sehr genau einhalten.

Und, haben Sie schon nachgeschaut, was auf den Etiketten Ihrer Zusatzfutterprodukte im Stall steht? Oftmals finden sich übrigens noch viel mehr lesenswerte Informationen rund um das Produkt damit sie noch einfacher entscheiden können, ob genau dieses Zusatzfutter für Ihr Pferd das richtige ist.

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Zusatzfutter für Ihr ambitioniert gerittenes Freizeitpferd, Sportpferd, Fahrpferd oder Zuchthengst bzw. Zuchtstute? Dann stöbern Sie doch mal im Pferd & Futter Onlineshop in der Kategorie Pferdezusatzfutter. Hier finden Sie hochwertige Futterzusätze für Ihr Pferd. Online bestellt, schnell und versandkostenfrei verschickt an deutsche Lieferadressen.

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15. Mai 2015
nach pferdundfutter
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Grasschnitt für Pferde – Diese goldenen Regeln sollten Sie unbedingt beachten

Grasschnitt ist ideal, um Pferde langsam an frisches Grün im Frühjahr zu gewöhnen. Leider kann auch die gut gemeinte vorsichtige Anfütterung mit Schnittgras Ihrem Pferd gefährlich werden. Aber: Grasschnitt kann für die ersten Tage oder Wochen zu Beginn der Weidesaison eine gute Alternative zum Grasen an der Hand beispielsweise sein wenn Sie u. a. die folgenden Punkte beachten:

Warum nicht jeder Grasschnitt für Pferde geeignet ist

Wenn Sie gerade zu Hause den Rasen gemäht haben denken Sie vielleicht kurz darüber nach, ob Sie Ihrem Pferd nicht die gesammelten Halme mitbringen könnten. Aber: Rasenmäherschnitt ist sehr gefährlich für Pferde. Das kurze und sehr komprimierte Schnittgras des Rasenmähers kauen Pferde nicht ausreichend lange, schlucken es zu früh, es „verklumpt“. Das kann zu Schlundverstopfung und Kolik führen.

Für Pferde geeigneter Grasschnitt ist entweder mit den entsprechenden großen Landmaschinen oder aber per Hand mit der Sense geschnitten. So erhält Ihr Pferd frisches Grün mit ausreichend langer Halmlänge.

Auch wichtig: Bitte füttern Sie nur Schnittgras von Flächen, die als Pferdeweide oder als Mähweide vorgesehen sind. Denn leider können viele Pferdekliniken ein Lied davon singen, dass Pferde Vergiftungen oder Kolik bekommen, nachdem sie Schnittgras erhalten haben. Viele Flächen sind im Frühjahr gedüngt oder mit Unkrautvernichter besprüht. Auch Giftpflanzen können auf „Wildwiesen“ wachsen und Ihr Pferd krank machen.

Grasschnitt an Pferde füttern

Schnittgras zu füttern ist aufwändig, das mal vorweg. Denn frisch geschnittenes Gras auf einem großen Haufen gelagert erwärmt sich unglaublich schnell und fängt an zu gären. Dieses Gras noch zu verfüttern kann lebensbedrohliche Folgen haben. Vergorenes Gras kann zu schweren Koliken bei Ihrem Pferd führen.

Beachten Sie die folgenden fünf goldenen Regeln, wenn Sie Grasschnitt an Ihre Pferde füttern möchten:

  • Lagern Sie das Gras kühl und keinesfalls in der Sonne
  • Breiten Sie das Gras aus, je weniger „Haufenbildung“, desto besser
  • Lockern Sie das Gras regelmäßig alle paar Stunden mit einer Forke auf
  • Füttern Sie nur Schnittgras, das maximal einen halben Tag gelegen hat
  • Prüfen Sie vor dem Füttern immer, ob nicht doch schon ein Gärprozess stattfindet.

Halten Sie diese wichtigen Regeln ein, dann kann Ihr Pferd den frischen Grasschnitt genießen, langsam angeweidet werden und dabei gesund bleiben. Und auch für Pferde mit krankheitsbedingter Boxenruhe oder in der Rehaphase nach einer überstandenen Kolik kann Schnittgras eine tolle Alternative zur fehlenden Weide sein.

Pferdetränke

13. Mai 2015
nach pferdundfutter
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Quick-Tipp: Pferdetränke auf der Weide sauber halten – So gehts wirklich!

Sie bringen morgens die Pferde auf die Weide und fragen sich schon von weitem, was da denn im Tränkebecken liegt? Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Ganze als Rest eines Maiskolbens oder im Extremfall als Grillfleisch? Dann waren mal wieder Rabenvögel am Werk. Die weichen sich nämlich zu gerne ihre Nahrung ein, bevor sie sie verspeisen.

Auch wenn es nervt, bitte die Tränke unbedingt immer sauber halten. Die Reste entfernen und mit viel klarem Wasser nachspülen und das Tränkebecken säubern. Denn Pferde sind was Wasser angeht Sauberkeitsfanatiker. Sie trinken lieber gar nichts, als dass sie eine unsaubere Tränke nutzen.

Aber: Wassermangel kann für Ihr Pferd gefährlich werden. Abhängig vom Wetter bzw. den herrschenden Temperaturen trinken Pferde im Schnitt 30 – 60 l Wasser täglich. Trinken Sie zu wenig kann das zu Kreislaufproblemen oder Koliken führen. Deshalb sollten sie mindestens einmal täglich die Weidetränken kontrollieren und wenn nötig säubern.

Sie sind genervt vom täglichen sauber machen? Dann nutzen Sie doch einen oder mehrere meiner ultimativen Tipps, die garantiert gefiederten Gesellen den Spaß verderben.

Tipp1: Tränkebecken leeren

Wenn Sie das letzte Pferd von der Weide holen leeren Sie von Hand das Tränkebecken. Pferde trinken nie alles bis auf den letzten Schluck aus. Aber genau die letzte Pfütze animiert die Vögel, Nahrungsreste einzuweichen. Deshalb heißt es Wasser raus = unattraktiv für Vögel.

Tipp2: Tränkebecken leeren und Wasser abdrehen

Diesen Tipp können Sie nur natürlich nur anwenden, wenn die Tränkesysteme von Stall und Weide getrennt sind. Auch die Weiden untereinander sollten getrennt zu schalten sein, damit nicht Pferde, die noch auf der Weide sind, plötzlich kein Wasser mehr haben.

Sie fragen sich, was das zusätzliche Abstellen des Wassers bringen soll? Einige der Vögel sind tatsächlich so schlau, dass sie mit den mitgebrachten Nahrungsresten die Tränkenzunge bedienen können. Selbst wenn Sie also wie in Tipp 1 beschrieben die Tränke leeren hilft das am Ende nichts, weil die Vögel sie wieder füllen. Deshalb Wasser abdrehen = keine Flüssigkeit, in der die Vögel etwas einweichen können.

Tipp3: Zugang zur Tränke einschränken

Holen Sie sich Mörtelkübel oder ähnliche größere Eimer aus dem Baumarkt. Diese können Sie über allen unbenutzten Tränken so befestigen, dass die Vögel keinen Zugriff mehr haben. Übrigens schützt dieser Trick zusätzlich davor, dass die Vögel das Tränkebecken mit einer Toilette verwechseln. Und Sie sparen sich damit, dass Sie jeden Tag daran denken müssen, das Wasser zur Weidezeit wieder aufzudrehen.

Pferde auf der Weide

8. Mai 2015
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Was ist besser für mein Pferd? Fressbremse oder beschränkter Weidegang?

Frühjahr – endlich Weidezeit! Gehören Sie zu den Pferdehaltern, die sehnsüchtig auf den Beginn der Weidezeit für ihre Pferde warten? Oder gehören Sie zu denen, die dann schon eine Menge Herausforderungen auf sich zukommen sehen? Denn so schön die Weide für die Pferde auch ist, so artgerecht und wichtig sie für Entspannung und Wohlbefinden ist, so gefährlich für ihre Gesundheit kann sie auch sein.

Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen sind bei Pferden immer mehr auf dem Vormarsch. Deshalb ist das frische Gras im Frühjahr leider nicht für alle von ihnen bekömmlich. Neben Kolik und Sommerekzem drohen auch Hufrehe oder andere Stoffwechselerkrankungen bzw. ungesundes Übergewicht die schönste Zeit des Jahres für die Pferde zu trüben. Manche Pferdehalter setzen auf nur stundenweise Weidegang, andere verwenden Maulkörbe bzw. eine Fressbremse. Beides hat Vor- und Nachteile, wie Sie in der folgenden Übersicht sehen können:

Vorteile der Fressbremse sind:

  • Die Pferde können mindestens meist ganztägig hne Probleme auf die Weide. Durch die eingeschränkte Fressmöglichkeit können sie nur relativ wenig Gras aufnehmen in dieser Zeit. Die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch zu viel Gras ist nicht sehr groß.
  • Pferde, die weniger Gras fressen dürfen, können problemlos auch mit Herdenkollegen auf die Weide gehen, die mehr fressen dürfen. Der Herdenverband bleibt stabil und für den Stallbetreiber oder für Sie als Selbstversorger der Aufwand der Weidehaltung überschaubar.

Nachteile der Fressbremse sind:

  • Die meisten Selbsttränken können nicht mit Maulkorb bedient werden. Sie müssen daher immer dafür sorgen, dass beispielsweise über mit Wasser gefüllte Wannen Trinkwasser zur Verfügung steht.
  • Viele Pferde scheuern sich die empfindliche Nüsternpartie auf wenn sie täglich über mehrere Stunden eine Fressbremse tragen.
  • Es gibt immer Kandidaten, die wahre Entfesslungskünstler zu sein scheinen. Sie streifen sich einfach den Maulkorb ab, egal wie gut Sie glauben, ihn am Kopf befestigt zu haben. Das Problem dabei: Wenn Sie nicht ständig jemanden vor Ort haben, der kontrolliert, ob das Pferd noch die Fressbremse trägt, kann Ihr Pferd plötzlich unkontrolliert sehr viel Gras aufnehmen und krank werden.
  • Wenn das Gras auf der Weide zu kurz ist kann das Pferd kaum noch wirklich fressen, da es durch die begrenzten Öffnungen das kurze Gras nicht mehr richtig abrupfen kann.

Nachteile der begrenzten Weidezeit sind:

  • Wenn nicht alle Pferde einer Gruppe die gleiche Weidezeit bekommen sollen müssen Sie viel Aufwand treiben, um allen gerecht zu werden. Dürfen die einen noch draußen bleiben, müssen die anderen aufs Sandpaddock oder in den Stall. Zudem kann je nach Pferdegruppe dadurch unnötige Unruhe entstehen.
  • Gerade wenn die Pferde begrenzte Weidezeit kennen neigen sie oft dazu, in der kurzen Zeit, die sie auf der Weide haben, alles aufholen zu wollen. Da wird ohne Unterbrechung mit vollen Backen gekaut als ob es kein Morgen gäbe. Im Vergleich zu Pferden mit unbegrenzter Weidezeit nehmen sie dadurch oft in kürzerer Zeit sogar mehr Gras auf als die mit längerem Weideaufenthalt und es drohen Magenüberladung oder Kolik durch Überfressen.

Sie sehen, es gibt für alle Varianten Vor- und Nachteile. Ein klares Pro oder Contra für eine Möglichkeit gibt es eigentlich nicht. Letzlich müssen Sie als Pferdehalter oder Stallbetreiber entscheiden, was die praktikabelste Variante für alle ist – für Mensch und Pferd.

Das hängt ganz individuell von den Pferdegruppen, aber auch von den zeitlichen Möglichkeiten, die Sie für möglichen höheren Aufwand haben, ab. Am idealsten ist es immer, wenn Pferde, die ähnliche Bedürfnisse haben, zusammen auf die Weide gehen können. So können

  • zu Übergewicht neigende Ponygruppen,
  • Gruppen mit stoffwechselempfindlichen Pferden und
  • Pferde, die unbeschränkt grasen können

am besten in einer Gruppe zusammengefasst werden im Gegensatz zur „bunten Mischung“. Vielleicht ist das auch für Sie eine gute Möglichkeit, die Weidezeit für Ihr Pferd optimal zu gestalten – und vielleicht sogar ohne eine Fressbremse?

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7. Mai 2015
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5 Dinge, die Sie über Hufrehe wissen müssen

Pass bloß auf, dass dein Pferd nicht mal Hufrehe bekommt – so oft, wie das auf der Weide ist!“ Haben Sie diesen Satz vielleicht schon mal von einem Stallkollegen gesagt bekommen? Oder haben Sie selbst jemand den Hinweis gegeben?

Die Warnung ist berechtigt. Doch wussten Sie, dass Hufrehe nicht nur auf der Weide droht?

Aber mal von vorne:

Was ist eigentlich Hufrehe?

Hufrehe ist eine Stoffwechselerkrankung. Ausgelöst werden kann sie durch Fütterungsfehler, aber auch durch falsche Belastung des Pferdes, Medikamentenunverträglichkeiten oder Vergiftungen. Bei Zuchtstuten kann sie durch problematische Fohlengeburten entstehen.

Im Frühjahr und Herbst werden übrigens die meisten Rehe-Erkrankungen durch Fruktan im Gras ausgelöst. Dann, wenn das Gras viel Energie ins Wachstum steckt. Dadurch lagert sich sehr viel Fruktan in den Grasspitzen ein, das den Stoffwechsel durcheinander bringt.

Warum ist Hufrehe so gefährlich für Pferde?

Hufrehe ist ein Entzündungsprozess im Huf. Durch die dabei entstehende Schwellung kommt es zu starken Schmerzen und Veränderungen in der Hufstruktur. Schon nach einigen Tagen kann eine unbehandelte Hufrehe die knöcherne Aufhängung des Hufbeins schädigen. Das kann zu einer Hufbeinsenkung führen, und wenn die nicht erkannt wird, kann es zur Hufbeinrotation kommen. Hier dreht sich das Hufbein während es sich weiter in die Sohle absenkt. Im schlimmsten Fall kommt es zum Hufbeindurchbruch, dem sogenannten „Ausschuhen“. Das heißt, die Hornkapsel fällt komplett zusammen, das Pferd kann den Huf nicht mehr belasten und muss erlöst werden.

Die Hufrehe ist also eine ernstzunehmende Bedrohung. Je nachdem, wie schwer die Reheerkrankung Ihres Pferdes war, kann es danach nicht mehr voll belastet werden. Das heißt, dass Ihr Pferd durch eine entsprechende Behandlung zwar ein schmerzfreies, lebenswertes Leben führen kann, sportliche Belastung aber nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.  Denn eine Hufbeinsenkung oder –rotation kann leider nie mehr rückgängig gemacht werden. Und eine Belastung als Sportpferd oder Freizeitpferd mit ambitioniertem Trainingspensum ist damit in den meisten Fällen nicht mehr möglich.

Zudem problematisch ist die Tatsache, dass ein einmal durch Hufreheerkrankung entgleister Stoffwechsel schwer auf Kurs zu halten ist. Die Gefahr, dass Ihr Pferd an Hufrehe erkrankt, ist damit viel höher, als bei einer möglichen Ersterkrankung. Deshalb muss bei Pferden, die bereits eine Hufreheerkrankung durchgemacht haben, lebenslang auf das richtige Management geachtet werden. Punkte wie die Gestaltung einer ausgewogenen Futterration, kontrollierter Weidegang und angemessene Bewegung sind für alle Pferde wichtig. Für ein Pferd mit einer überstandenen Rehe aber lebenswichtig, um einer Neuerkrankung vorzubeugen.

Bei der Hufrehe geht es zwar nicht um Sekunden, wohl aber um Stunden. Je früher Sie verdächtige Syptome erkennen und je früher Sie Ihren Tierarzt holen, desto früher kann die Therapie eingeleitet werden. Ist Ihr Pferd noch im Anfangsstadium lässt sich eine Hufreheerkrankung relativ einfach aufhalten: Kühlende Umschläge und durchblutungsfördernde Medikamente gegen die Entzündung, eine Futterumstellung und Haltung auf weichen Böden reichen oft dann noch aus. Der Erfolg der Therapie hängt nachweislich damit zusammen, wie schnell sie eingeleitet wird.

Auf der Weide: Wie schütze ich mein Pferd vor der Gefahr von Hufrehe?

Generell gilt „Vorsorge ist besser als Nachsorge“, und da können Sie ganz viel tun:

  • Steigern Sie den Weidegang Ihres Pferdes im Frühjahr bei gefährdeten oder vorerkrankten Pferden am besten im 5-Minuten-Takt. Das hört sich aufwändig an, zugegeben. Aber gerade die Phase des Anweidens ist kritisch. Der empfindliche Pferdedarm muss sich an die neue Nahrung in Form von Gras nach dem Winter erst gewöhnen. Helfen Sie Ihrem Pferd dabei, diese Phase gesund zu überstehen, indem Sie die Weidezeit langsam steigern und dabei Symptome wie Durchfall oder Kotwasser im Auge behalten. Beide zeigen Ihnen an, dass Sie die Weidezeit in dem Moment noch nicht weiter steigern sollten.
  • Sie können das Pferd mit einer Fressbremse ausstatten. Der Maulkorb lässt stetiges Zupfen und Fressen von Gras zu, ohne dass das Pferd zu viel aufnehmen kann. Vor allem bei Gruppenauslauf kann der Maulkorb helfen, einer Herde mit unterschiedlichen Bedürfnissen den gemeinsamen Aufenthalt auf der Weide zu ermöglichen.
  • Stellen Sie Pferde nie hungrig auf die Weide. Füttern Sie am besten zuerst etwas Heu im Stall, bevor es auf die Wiese geht. So ist der erste Hunger bereits gestillt und die Pferde sind weniger gierig aufs frische Grün. Zudem verhilft ganzjähriges füttern von Heu zu einer stabilen Darmflora und damit auch wieder zu einer Verminderung des Risikos einer Futterrehe.
  • Entgegen der viel verbreiteten Meinung, Rehepferde sollten auf abgegraste Weiden gestellt werden, ist das nicht ideal. Je kürzer das Gras, das die Pferde zusätzlich im Weidegang noch weiter kürzen, desto mehr Stress haben die Halme. Stress heißt für Gräser, dass sie mehr Fruktan in die Spitzen einlagern. Deshalb gilt: Je kürzer das Gras, desto höher die Gefahr der Hufrehe. Ideal ist für Pferde übrigens das Gras nach der Blütezeit.
  • Übrigens: Besonders vorsichtig sein heißt es im Frühjahr und Herbst, wenn auf kalte frostige Nächte sonnige warme Tage folgen. In dieser Zeit lagert sich besonders viel Fruktan in den Gräsern ein. Deshalb in diesen Jahreszeiten die Pferde besser erst am späteren Vormittag auf die Weide entlassen.
  • Passen Sie auf jeden Fall bei Weidepferden immer die gesamte Futterration an. Denn auch im Getreide und im Raufutter stecken Fruktane. Als Faustregel gilt: Pro Stunde Weidegang mit nicht zu kurzer Weide können 0,5 kg Raufutter und ca. 250 – 300 g Getreide reduziert werden.

Was sind erste Anzeichen für Hufrehe?

Hufrehe hat leider oft keine ganz eindeutigen Anzeichen. Denn viele der Symptome könnten auch auf eine andere Erkrankung der Hufe oder Gliedmaßen hindeuten. So können erste Vorboten einer beginnenden Hufrehe sein

  • warme Hufe,
  • Pulsation (fühlbarer Puls am Fesselgelenk),
  • steifer, fühliger, zögernder Gang (das Pferd läuft sich dabei auch nicht ein),
  • häufiges Liegen,
  • Entlasten von Gliedmaßen,
  • Lahmheit.

Rehe tritt übrigens meistens an den Vorderhufen auf. Trotzdem sollten Sie auftretenden Symptomen auch an den Hinterhufen an eine Hufrehe denken.

Was tun, wenn es doch passiert ist und mein Pferd Hufrehe bekommen hat?

Selbst mit dem besten Management kann es passieren, dass ein Pferd an Hufrehe erkrankt. Bitte betrachten Sie Hufrehe immer als einen Notfall. Holen Sie daher besser sofort bei einem ersten Verdacht einmal unnötig den Tierarzt, als dass sie eine beginnende Hufrehe bei Ihrem Pferd verschleppen.

Je früher die Therapie eingeleitet wird, desto höher sind die Heilungschancen für Ihr Pferd. Zumal Pferde, die bereits eine Hufrehe hinter sich haben, immer ein höheres Risiko in sich tragen, als Pferde, die nur grundsätzlich aufgrund von Rasse oder auffälligem Stoffwechsel gefährdet sind.

Mentales Training für Reiter

4. Mai 2015
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Buchrezension: Mental-Training für Reiter von Antje Heimsoeth

Mental-Training für Reiter“ ist ein im Februar 2015 in der 2. Auflage erschienenes Sachbuch aus dem Müller Rüschlikon Verlag. Da ich mentales Training im Sport, speziell auch im Reitsport, sehr spannend finde, habe ich mir das Buch von Antje Heimsoeth, der Gründerin und Leiterin der SportNLPAcademy® und vielen Jahren Erfahrung im Bereich Mental-Coaching für Sportler, mal genauer angeschaut.

Schon die Umschlagseite regt, wie letzlich das gesamte Buch, zum Nachdenken an. Was sind meine Stärken? Was kann ich besonders gut und was sind meine positiven Eigenschaften? Denn meistens, sind wir mal ehrlich, denkt man öfter daran, was man nicht so gut kann, wie daran, was man sehr gut kann. Und genau da fängt Mentaltraining an. Klar wird: Nur wer sich auf seine Stärken konzentriert, der wird auch gesetzte Ziele erreichen können. Jegliche Konzentration auf das, was man nicht so gut kann, demotiviert und schwächt.

In Kapitel eins gibt es zunächst einen Überblick darüber, was mentales Training ist und was es für mich als Reiter tun kann. Wie kann es mir beim Erreichen sportlicher Erfolge helfen und warum ist beispielsweise auch mein Umfeld dabei wichtig. Der Leser wird zudem in die Grundlagen von NLP eingeführt (eine gute Definition zu NLP im Allgemeinen gibt’s bei Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Neuro-Linguistisches_Programmieren).

Weiter geht’s mit Kapitel zwei – die Werte- und Wunschanalyse in Kombination mit der Feststellung, wo der aktuelle Standort bei diesen Werten und Wünschen bei jedem Leser gerade ist. Dafür bekommt er den sogenannten Sportmentaltrainingszyklus an die Hand – und wieder viel Gelegenheit zur Selbstreflektion und zum Nachdenken. Im Sportmentalzyklus wird im Buch von Antje Heimsoeth in vier Phasen gearbeitet:

  • Orientierungsphase (Bestandsausnahme, Werte bestimmen),
  • Stärken stärken (Selbstvertrauen stärken, eigene Weiterentwicklung fördern),
  • Mentale Blockaden und Engpässe erkennen und lösen,
  • Erfolgskontrolle durchführen (War ich erfolgreich mit dem, was ich getan habe? Wie wird Erfolg überhaupt definiert?).

In Kapitel drei wird es dann richtig spannend: Was sind eigentlich meine Ziele?! Es muss dabei zwischen ergebnisorientierten und handlungsorientierten Zielen unterschieden werden. Und, wussten Sie dass es auch Vermeidungsziele gibt und wie schädlich die wiederum für Erfolg sind? Dieses Kapitel ist wiederum toll gegliedert, der Leser wird gut an die Hand genommen auf dem Weg zur Festlegung seiner Ziele. Und zwar völlig egal, ob er Freizeitreiter oder Sportreiter ist. Zahlreiche praktische und sehr gut erklärte Übungen helfen dabei, den Zielfindungsprozess erfolgreich abzuschließen und gesetzte Ziele auch regelmäßig wieder zu prüfen.

Kapitel vier dreht sich um die Kraft der Visualisierung. Warum ist es eigentlich so wichtig, dass ich mein Ziel klar, tatsächlich bildlich, vor Augen habe? Warum kann ich mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht bekommen, wenn ich schon genau vor mir sehe, wie alles abläuft und warum kann es mir helfen, wenn ich mir dabei auch negative Erlebnisse vorstelle?

Mit Kapitel fünf geht’s ans Eingemachte – Turniere und reiterlicher Erfolg. Ähnlich wie Kapitel drei ist auch dieser Abschnitt ein toller Leitfaden für den Leser mit sportlichen Ambitionen. Wie bereite ich mich am besten auf die Saison vor und was muss ich tun, um meine Ziele auch innerhalb der Saison mit der Unterstützung von Mentaltraining erreichen zu können.Unterschieden wird zwischen emotionaler und körperlicher Vorbereitung. Zwar müssen sowohl Geist als auch Körper auf den Punkt fit sein wenn es zum Start geht, aber beide Aspekte sollten unterschiedlich betrachtet und „trainiert“ werden, damit der Start auch zum Erfolg führt.

Im sechsten und letzten Kapitel geht es um das große, oft nicht ausgesprochene Thema…die Angst. Denn sind wir mal ehrlich: Fast jeder Turnierreiter, wenn er nicht gerade die Routine eines Profis hat, hat Angst davor, zu versagen auf einem Turnier. Angst, sich zu blamieren, vielleicht vom Pferd zu fallen, die Hindernisreihenfolge oder die Dressuraufgabe zu vergessen, einfach nicht das zu erreichen, was man sich wünscht und – hier kommt dann auch der mentale Druck ins Spiel – nicht das zu erreichen, was man sich selbst wünscht, was andere vielleicht erwarten oder hoffen.

Auch hier gibt das Buch von Autorin Antje Heimsoeth wertvolle Tipps und Übungen an die Hand. So kann jeder Reiter das für sich passende Programm auswählen, wie z. B. Atemtechniken, mit „inneren Bildern“ arbeiten (sogenannet Kraftbilder), NLP oder Autogenes Training und vieles mehr. Und es wird auch darauf eingegangen, welche Strategien nicht funktionieren, wenn man innere Ängste abbauen möchte und was man tun kann, wenn man wieder in seine alten Muster verfällt.

Für mich ist dieses Buch ein toller Ratgeber rund ums Thema mentales Training. Und übrigens nicht nur für Reiter oder Sportler. Denn auch im Alltag kann jedem von uns Visualisierung, Zielsetzung und Standortbestimmung dabei helfen, seine Wünsche zu verwirklichen. Von daher „Daumen hoch“ und klare Kaufempfehlung von mir!

Antje Heimsoeth
Mental-Training für Reiter
176 Seiten, 121 Abbildungen,
Format 170 x 240 mm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-275-01640-2
€ 19,95

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18. April 2015
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Zusatzfutter für Pferde ist wie das Salz in der Suppe

Zusatzfutter für Pferde das Salz in der Suppe? Bestimmt fragen Sie sich jetzt, wie ich DAS wohl gemeint haben könnte. Ganz einfach: Zusatzfutter wird nur in mehr oder weniger kleinen Mengen zu Getreide oder anderem Kraftfutter dazu gegeben. Eben ganz wie das Salz zur Suppe.

Zusatzfutter für Pferde als Gewürz betrachtet

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein neues Gericht kochen. Das Rezept haben Sie sich aus dem Internet ausgesucht und mit all den exotischen Gewürzen dabei liest sich das Ganze wirklich interessant. Sie stehen nun also am Herd, das Essen ist fast fertig und soll den letzten Pfiff mit den Gewürzen bekommen. Was würden Sie tun? Ganz sicher würden Sie unbekannte Gewürze erst einmal in kleinsten Dosierungen dem Gericht zumischen, probieren wie es schmeckt und dann entweder noch mehr würzen oder es so belassen wie es ist. Und: Je öfter Sie später das Gericht nachkochen, desto wahrscheinlich werden Sie sich an den zunächst unbekannten Geschmack der neuen Gewürze gewöhnen und deshalb auch immer großzügiger damit würzen.

Und genau so müssen Sie sich das Füttern von Pferdezusatzfutter vorstellen. Das Pferd kennt seine übliche Ration genau. Da Pferde auch nicht ständige Futterwechsel haben sollen kennt Ihr Vierbeiner den Geschmack der Mischung im Trog sogar sehr genau. Und dann plötzlich, sind da 50 oder 100 g eines Pulvers, ungewohnter Pellets oder einer seltsam schmeckenden Flüssigkeit mit dabei. Und da die meisten Pferde misstrausiche Fresser sind, wird das Futter im schlechtesten Fall sofort ganz verweigert oder es wird zumindest sehr mäkelig gefressen.

Um Ihrem Pferd den Einstieg in eine neue Geschmacksrichtung bei seinem Futter zu erleichtern sollten Sie also besser wie oben bei der Geschichte mit dem neuen Gewürz im Rezept vorgehen. Wenn Ihr Pferd bekanntermaßen zu den misstrauischen Essern gehört, dann bewegen Sie sich im unteren Grammbereich was das erste Zumischen von neuem Zusatzfutter angeht. Erhöhen Sie die Menge langsam und auch immer erst dann, wenn Ihr Pferd sein Kraftfutter wieder spontan mit Appetit frisst. Das machen Sie so lange, bis Sie die vom Hersteller genannte tägliche Menge für den Futterzusatz erreicht haben.

Ihr Pferd sagt selbst bei kleinsten Mengen des Zusatzfutters „nein“? Dann versüßen Sie ihm die Ration die ersten Tage mit etwas Möhrensaft, Apfelsaft oder -mus oder dem geschmacksintensiven, bei Pferden aber beliebten Leinöl. Das machen Sie so lange, wie Sie die Zusatzfuttermenge (langsam) erhöhen. Sind Sie bei der vorgegebenen Menge angekommen schleichen Sie den süßen oder öligen Zusatz langsam aus bis er nicht mehr nötig ist.

Probieren Sie es aus! Sie werden sehen, mit diesen kleinen Tricks ist es gar nicht so schwierig, Pferde von ungewohntem neuen Futter oder Zusatzfutter zu überzeugen. Meistens dauert diese Gewöhnungsphase auch kaum länger als drei bis fünf Tage, so dass noch genug Zeit und Futtermenge für die eigentlich nötige Dosierung bleibt.

Haben Sie auch Erfahrungen mit Ihrem Pferd und neuem Futter oder Pferdezusatzfutter? Wie haben Sie Ihr Pferd überzeugt?

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17. April 2015
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Mach mal Pause – nicht jedes Pferdezusatzfutter muss dauerhaft gefüttert werden

Viel hilft viel? Nicht immer…denn nicht jedes Pferdezusatzfutter muss dauerhaft gefüttert werden. Im Gegenteil, bei manchem Zusatzfutter ist es sogar wichtig und richtig, immer mal eine Pause zu machen. Das gilt vor allem bei den sogenannten Problemlösern, wie sie beispielsweise als Unterstützung einer tierärztlichen Therapie sinnvoll sein können.

Warum Pause bei speziellem Pferdezusatzfutter machen?

Damit man sieht, ob das Pferd bzw. der Organismus wieder selbstständig die vorhandene Problematik reguliert oder ob immer noch Unterstützung benötigt wird.

Ein Beispiel?
Nehmen wir mal Kräutersirup für Pferde. Genauer gesagt Pferde, die bei Husten eine Therapieunterstützung mit dem Futter bekommen sollen. Der Sirup sollte möglichst nur über einen mehr oder weniger kurzen Zeitraum gefüttert werden. Meist liegt dieser bei ca. 2 Wochen bis hin zu 2 Monaten. Der längere Zeitraum betrifft hauptsächlich die chronischen Huster, der kürzere einen Husten während Fellwechsel, Stallwechsel oder aufgrund von Qualitätsproblemen beim Futter.

Füttert man den Kräutersirup sehr lange, kann eine gewisse Gewöhnung an Kräuter im Körper stattfinden. Will man dann gezielt Kräuter zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen reagiert Ihr Pferd höchstwahrscheinlich aufgrund der vorherigen Gewöhnung nicht mehr so sensibel auf diese Zufütterung. Deshalb machen Sie besser die meist schon herstellerseitig, vom Therapeuten oder Futtermittelberater empfohlene Pause. Denn weniger ist bei speziellem Pferdezusatzfutter tatsächlich oft mehr.

Noch ein Beispiel?
Biotin…Bei Pferden, die Probleme mit der Stabilität der Hufe haben kann eine Kur mit Biotin die Hornqualität stark verbessern. Auch hier sollte Pause gemacht werden, aber frühestens nach 9 – 12 Monaten. Denn bei Pferdezusatzfutter wie Biotin ist es wichtig, dass sich die Strukturen – in diesem Fall das Horn – einmal runderneuern können. Danach sollten alle nötigen Nährstoffe im Körper ausreichend aufgefüllt sein. Das Pferd kann also wieder eigenständig gutes Horn nachschieben am Huf, das Zusatzfutter kann entfallen. Macht man die Pause allerdings zu früh kann es sein, dass noch nicht alle Nährstoffspeicher genügend aufgefüllt sind. Merkt man in den ersten Wochen nach dem Absetzen von Biotin & Co., dass die Hufqualität wieder schlechter wird, dann sollte man die Kur noch über eine gewisse Zeit weiter fortsetzen.

Pause machen ist fast immer der richtige Weg bei Pferdezusatzfutter wenn es als Problemlöser eingesetzt wird. Denn letzlich soll dieser Problemlöser nur solange eingesetzt werden, wir das Problem auch besteht. Und ihr Pferd zeigt Ihnen fast immer an, ob der Zeitpunkt für die Pause richtig war oder nicht.

Finden Sie im Pferd & Futter Onlineshop den passenden Problemlöser beim Pferdezusatzfutter für Ihren Vierbeiner. Ich berate Sie gerne bei der richtigen Auswahl und dem Fütterungsmanagement.

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16. April 2015
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Meine 3 Praxis-Tipps rund um die Langhaarpflege beim Pferd

Fast jede Pferdebesitzerin träumt davon, dass ihr Pferd eine lange Wallemähne hat – so wie die Pferdchen eines bekannten Spielzeugherstellers. Die Herren im Reitsport sind dagegen meist eher praktisch veranlagt: Kurze Mähne = mit wenig Aufwand zu pflegen. Na, erkennen Sie einige Stallkolleginnen und –kollegen wieder?

Egal wie die Pferdemähne oder der Schweif Ihres Pferdes aussieht, gute Pflege zahlt sich immer aus. Dabei spielt sowohl die Häufigkeit der Pflegemaßnahmen eine Rolle, als auch das „wie gepflegt wird“ und die verwendeten Produkte. Also auf zur Liste meiner drei Praxis-Tipps rund um die Schweif- und Mähnenpflege beim Pferd:

(1) Häufigkeit – Wie oft sollte Schweif oder Mähne gepflegt werden

Beim Durchkämmen der Pferdehaare geht leider meist das ein oder andere Haar im Schopf oder Schweif verloren. Eine gewisse kleine Menge an ausfallendem Langhaar ist auch bei Pferden normal. Pflegt man zu selten reißt man schnell zu viele gesunde Haare mit aus.  Tägliches Kämmen oder Bürsten, es muss nicht immer mit zusätzlichem Pflegespray sein – hilft dabei, ein Verkletten der Pferdehaare zu vermeiden. So lassen sie sich leichter durchkämmen und es gehen auch wirklich nur die kaputten Haare raus. 

(2) Bürste oder Finger – Ist Schweif verlesen wirklich nötig?

Bei sehr langem Mähnenhaar oder Pferdehaar mit leichten Locken, wie es Haflinger und Kaltblüter öfter mal haben, können die Haare oft besser mit den Fingern entwirrt werden. Macht man das täglich ist es schonend für das Pferdehaar und trotzdem schnell gemacht.

Eine spezielle Mähnenbürste ist für längere, glatte Schweif- und Mähnenhaare gut geeignet. Wählen Sie am besten eine, die [bei Lösdau nach Bestseller schauen]. Alternativ bei kurzer und glatter Mähne ist auch ein Kamm eine gute Wahl. Ideal ist einer mit breiten Zinken. Für den Schweif bietet sich aber generell eher eine Bürste als ein Kamm an.

(3) Mähnenspray und Pferdeshampoo – Was pflegt Wallemähne und Kurzhaarfrisur am besten?

Waschen Sie den Schweif und die Mähne während der Sommermonate regelmäßig mit speziellem Pferdeshampoo. Achten Sie auf die Zusammensetzung. Enthält ein Pferdeshampoo z. B. Seidenproteine, lassen sich die Pferdehaare nach dem Waschen deutlich besser kämmen und entwirren.

Verwenden Sie am besten auch nur speziell für Pferde entwickeltes Shampoo. Natürlich kann man die Haare auch mit Shampoo aus der Humankosmetik waschen und sauber bekommen. Aber Pferdehaar hat nachgewiesenermaßen andere Bedürfnisse als Menschenhaar und profitiert von der auf Schweif- und Mähnenhaar ausgerichteten optimalen Zusammensetzung.

Ein ideales Schweif- und Mähnenspray sorgt dafür, dass das Langhaar gut durchzukämmen ist, verleiht dem Pferdehaar seidigen Glanz, pflegt es  und wirkt am besten noch leicht schmutzabweisend. Pflegende Inhaltsstoffe wie Weizenkeime oder Kokosfett pflegen das Pferdehaar und verhindern, dass sich Staub- und Schmutzpartikel kurz nach der Pflege wieder am Haar anlagern.

Aber wie so oft im Leben ist beim Schweif und Mähnenspray weniger oft mehr. Deshalb müssen Sie nicht täglich sprühen, sondern einmal die Woche oder bei kurzem Mähnenhaar auch alle zwei Wochen reicht normalerweise völlig aus.

Und hier noch ein kleiner Extratipp: Verbinden Sie doch die Pflege des Langhaars mit einer kleinen Massagerunde für Ihr Pferd. So gibt’s Entspannung fürs Pferd noch obendrauf und die meisten Pferde genießen eine solche Wellnessphase auch sichtlich.

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14. April 2015
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Sind Elektrolyte für Pferde Doping?

Sind Elektrolyte für Pferde Doping?

Haben Sie sich diese Frage als Sportreiter auch schon gestellt? Vor allem dann, wenn Ihr Pferd mal wieder viel geschwitzt hat in der Wettkampfvorbereitung oder auf dem Turnier und sie ihm Elektrolyte geben wollten? Gerade durch den Schweiß verliert Ihr Pferd wichtige Mineralsalze, kann schlapp und kraftlos werden, die Energie für die Entscheidungsrunde fehlt dann schnell einmal.

Aber hier kommt die gute Nachricht:

Elektrolyte sind für Pferde kein Doping!

Elektrolyte sind Salze, die den Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Füttern Sie daher auch nicht vorbeugend Ihrem Pferd Elektrolyte, sondern erst nach der Anstrengung. Zum einen wird Ihr Pferd sonst durstig – Elektrolyte regen das Durstgefühl beim Pferd an -, zum anderen sollten Sie erst abwarten, wie viel Ihr Pferd wirklich geschwitzt hat, um dann die Mineralverluste bedarfsgerecht mit Elektrolytpulver oder einem Elektrolytbooster aufzufüllen.

Wussten Sie, dass auch nervöse Pferde von regelmäßiger Elektrolytfütterung profitieren können?

Nervöse Pferde verspannen sich schnell, schwitzen dadurch vermehrt und verlieren so wie ihre Sportpferdekollegen zu viel Mineralsalze. Deshalb können bei einem nervösen Pferd Elektrolyte die Fütterung von speziellem Zusatzfutter für nervöse Pferde zusätzlich unterstützen. Da Elektrolyte wie bereits erwähnt kein Doping für Pferde sind können sie auch einem Sportpferd mit Neigung zu Nervosität und Schreckhaftigkeit während Training und Saison gefüttert werden.

Auch interessant:

Auch Stuten, die eine schweißtreibende und kräftezehrende Fohlengeburt hinter sich haben können von Elektrolyten profitieren.

Verabreichen Sie je nach Bedarf für 1-3 Tage der Mutterstute Elektrolyte, damit sie schnell wieder zu Kräften kommt und für ihr Fohlen da sein kann.

Ich empfehle Ihnen für Ihr Pferd Equilyte G Elektrolytpulver und ReFuel Gel Elektrolytbooster  zum Ausgleich von Mineralverlust nach schweißtreibender Tätigkeit und für eine schnelle Regeneration. Erhältlich versandkostenfrei und ohne Mindestbestelltwert im Pferd & Futter Onlineshop, ihrem Spezialshop für Pferdezusatzfutter und Produkte zur Pferdepflege.

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13. April 2015
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Kurztipp des Tages: Pflegemanagement bei Sommerekzem jetzt schon beginnen

Ihr Pferd hat Sommerekzem? Dann sollten Sie bereits jetzt, bevor Kriebelmücken & Co. so richtig loslegen, mit dem passenden Pflegemanagement beginnen. Kontrollieren Sie täglich

  • die Bauchnaht,
  • die Ohren,
  • den Schweifansatz und
  • den Mähnenkamm

auf Juckreiz oder Scheuerstellen.

Noch besser: Pflegen Sie 2-3 mal wöchentlich bereits jetzt die für Sommerekzem gefährdeten Körperstellen am Pferd mit einer milden Lotion. So bleibt die Haut geschmeidig und wiederstandsfähig gegen äußere Einflüsse, die Gefahr von kleinen Entzündungen und Juckreiz durch zu trockene Haut wird gemindert.

Produkte zur Pferdepflege im Sommer wie beispielsweise Horse Fly Insect Repellent oder Sani Creme Lotion bei Scheuerstellen können Sie online versandkostenfrei bei www.pferdundfutter.de bestellen. Gerne berate ich Sie dabei, das richtige Produkt für Ihr Pferd zu finden.

Alte Pferde

22. März 2015
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Alte Pferde – Altersgerechte Haltung, Pflege und Bewegung (Buchrezension)

Alte Pferde – Altersgerechte Haltung, Pflege und Bewegung“ ist ein 2015 in der 2. Auflage erschienenes Sachbuch aus dem Müller Rüschlikon Verlag. Die beiden Autorinnen, Sabine Heüveldop (freie Journalistin und Fotografin) und Annette Hackbarth (freie Journalistin und Autorin), möchten mit diesem Buch den Besitzern alter Pferde helfen, ihre Pferde möglichst lange auch im Alter vital und fit zu erhalten.

Im ersten Kapitel gehen die beiden erst einmal der Frage auf den Grund, wann ein Pferd alt ist. Neben der Altersformel (Pferdejahre = Menschenjahre) gibt es Wissenswertes über die häufigsten (teilweise altersbedingten) Erkrankungen der Pferde und Zusatzinformationen wie beispielsweise die, dass das älteste Pferd ein stolzes Alter von 62 Jahren erreichte.

In Kapitel zwei geht es um die Veränderungen, die der Alterungsprozeß beim Pferd mit sich bringt. Sei es am Gebiss, an den Knochen oder auch beim Fellwechsel. Aber auch psychologische Dinge wie der Rang in der Herde werden beleuchtet.

In Kapitel drei dreht sich alles um mögliche Erkrankungen: „Spezifische Probleme und Therapiemöglichkeiten“. Neben Zahnproblemen, Darm- oder Nierenproblemen gehen die beiden Autorinnen auch auf die oft erst im Alter zum Tragen kommenden Wohlstandserkrankungen wie Cushing (ECS) oder auch Metabolisches Syndrom (EMS) und Hufrehe. Des Weiteren kommen auch altersbedingte Augenerkrankungen, Chronische Atemwegserkrankungen und Arthrose/Spat zur Sprache. Natürlich sind viele dieser gesundheitlichen Problematiken nicht allein bei alten Pferden zu finden, tauchen dort aber statistisch gesehen häufiger auf als bei jüngeren Pferden.

Kapitel vier ist dem nicht unwichtigen Punkt „Gesundheit schützen, Heilung unterstützen“ gewidmet. Den Anfang macht das Thema Ernährung. Neben Fütterungstipps und Rationsbeispielen wird auch auf nötige Futterhygiene hingewiesen. Weiter geht es mit Stichworten wie „Immunabwehr“, „Parasitenprophylaxe“, „Hufpflege“ und dem Erhalt einer gesunden Rückenmuskulatur. Besonders gefreut hat mich, dass auch das wichtige Thema Naturheilkunde zur Gesunderhaltung alter Pferde in diesem Buch einen Platz gefunden hat. Ausführlich beleuchtet werden Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie und Bachblüten.

Neben Fütterung und medizinischer Versorgung gibt das Buch auch Tipps, wie eine altersgerechte Haltung und Beschäftigung mit beispielsweise Pylonenarbeit für Pferdesenioren aussehen kann. Stichworte wie „artgerecht“ und „individuell“ sind hier zu nennen. Und wer plant, seinem Pferd den Altersruhesitz in der Gesellschaft im Offen- oder Bewegungsstall zu ermöglichen, der findet hilfreche Tipps und Fragestellungen auf dem Weg zur geeigneten Unterkunft.

Zu guter Letzt, auch wenn es ein trauriges Kapitel ist, die Auseinandersetzung mit dem Abschied vom geliebten Pferd. Die beiden Autorinnen zeigen wie der Weg zu einer pferdegerechten Euthanasie aussehen kann, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wie das Pferd erlöst werden kann und soll.

Alle Kapitel des Buches „Alte Pferde“ sind mit zahlreichen Fotos, Informationsboxen und Praxistipps passend zur jeweiligen Thematik aufgelockert. Wie dem Anhang zu entnehmen ist wurde von Sabine Heüveldop und Annette Hackbarth sehr viel Wert auf fachliche Beratung und Unterstützung durch zahlreiche Pferdeexperten und Tierärzte gelegt. Und genau das macht das Buch zu einem wie ich finde wirklich umfassenden Ratgeber für alle, die mit alten Pferden zu tun haben.

Sabine Heüveldop / annette Hackbarth
Alte Pferde – Altersgerechte Haltung, Pflege und Bewegung

176 Seiten
Format 170 x 240 mm, gebunden
2. überarbeitete Auflage
ISBN: 978-3-275-01564-1
€ (D) 19,95

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20. März 2015
nach pferdundfutter
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Pferdezusatzfutter und Pferdefutter zur Beruhigung

Kauen beruhigt…so sagen viele Pferdetrainer jedenfalls. Das bezieht sich allerdings mehr darauf, dass ein Pferd mit einem kleinen Leckerli oft in einer als schrecklich empfundenen Situation abgelenkt werden kann und wieder auf den Reiter oder Pferdeführer konzentriert ist. Aber gibt es auch spezielles Pferdefutter oder Pferdezusatzfutter zur Beruhigung?

Pferdezusatzfutter zur Beruhigung

Fragen Sie mal die „alten“ Pferdezüchter nach Beruhigungsfutter für Pferde. Bestimmt werden Sie Stichworte wie „Vitamin B“ und „Magnesium“ oder auch „Tryptophan“ zu hören bekommen! Denn bestimmte Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente sind allgemein bekannt dafür, einen positiven Einfluss auf das Nervenkostüm der Pferde zu haben.

Das weiß auch beispielsweise der irischer Zusatzfutterhersteller Foran Equine Products. Deshalb vereint sein Produkt Nutri Calm alle drei dieser wichtigen Stoffe. Nutri Calm enthält sowohl Magnesium, als auch Tryptophan als auch Vitamin B und hat dank des leichten Kirschgeschmacks auch eine hohe Akzeptanz bei den Pferden.

Pferde, die nervös und aufgeregt sind neigen dazu, den Appetit zu verlieren. Mit einem flüssigen Pferdezusatzfutter wie Nutri Calm haben Sie hier klare Vorteile. Füttern Sie notfalls per Maulspritze die nötige Ration direkt ins Pferdemaul. Da Nutri Calm ein hoch konzetrierter Sirup ist reden wir auch nur über 25 – 30 ml pro Ration. Und: Das in einem Pferdezusatzfutter für nervöse Pferde enthaltene Vitamin B kann auch den verloren gegangenen Appetit Ihres nervösen Pferdes wieder verbessern.

Wichtig zu wissen: Pferdezusatzfutter für nervöse Pferde wirkt nicht wie ein Sedativum von Tierarzt. Das soll es auch gar nicht. Es soll vielmehr die sensiblen Pferde wieder konzentrierter und entspannter machen, ohne, dass sie ihre Leistungsfähigkeit verlieren. Und: Magnesium, Vitamin B und Tryptophan können nur dort den Gemütszustand Ihres Pferdes positiv beeinflussen, wenn vorher eine Mangelsituation da war. Deshalb vereint man idealerweise bei Pferden, die keine über ein Blutbild festgestellte Mangelsituation haben, am besten ein Kombinationsprodukt, um möglichst viele mögliche Problemstellungen abzudecken.

Pferdefutter zur Beruhigung

Pferdefutter als Kraftfutter dient der grundsätzlichen Ernährung. Eine spezielle Ausrichtung auf das Nervenkostüm ist daher eher selten zu finden. Bei reiner Getreidefütterung sollten Sie auch immer ein passendes Mineralfutter dazu füttern, um die Ration ausgewogen zu machen und den Nährstoffbedarf Ihres Pferdes zu decken.

Pferdemüsli ist meist bereits mineralisiert und enthält alle für die Vitalität Ihres Pferdes nötigen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente. Allerdings auch nur dann, wenn Sie die vom Hersteller vorgegebenen Mengen an Ihr Pferd füttern. Füttern Sie weniger Müsli, kann es zu einer Unterversorgung kommen und in der Folge je nach Mangelsituation auch zu Nervosität und Übersensibilität. Füttern Sie zu viel Müsli kann eine Überversorgung entstehen, die vor allem bei Selen, aber auch bei anderen Vitaminen (z. B. Vitamin A und D) oder Spurenelelemten (z. B. Selen) problematisch werden kann.

Deshalb mein Tipp: Füttern Sie entweder nur Getreide + ausgewogenes Mineralfutter + nach Bedarf spezielles Pferdezusatzfutter für nervöse Pferde oder füttern Sie ausgewogenes mineralisiertes Pferdemüsli + nach Bedarf Zusatzfutter mit Vitamin B, Magnesium und/oder Tryptophan.

Sie möchten Ihr Pferd auf anspruchsvolle Trainingseinheiten, erste Turnierstarts oder Ausritte vorbereiten? Ihr Pferd neigt dazu, schnell abgelenkt zu sein, nervös und schreckhaft zu reagieren.Sie möchten Ihr Pferd mit der Fütterung dabei unterstützen, gelassener und konzentrierter zu werden? Dann sind Sie bei Pferd & Futter richtig! In der Rubrik „Pferdezusatzfutter für nervöse Pferde“ finden Sie

Nutri Calm mit Magnesium, Vitamin B und Tryptophan als flüssiges Zusatzfutter,

Nutri Calm Gel mit Magnesium, Vitamin B und Tryptophan für schnelle Wirksamkeit als Futterpaste,

Shy Feeder B als Vitamin B Sirup

Ich berate Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Produktes für Ihr Pferd!

Pferd & Futter Onlineshop

18. März 2015
nach pferdundfutter
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So kann man sein Pferd an Mähnenspray gewöhnen

Ein Pferd an Mähnenspray gewöhnen, oder besser gesagt an das beim Aufsprühen entstehende Zischgeräusch, ist mit etwas Geduld eigentlich (fast) immer möglich. Dafür muss man sich zunächst in die Lage der Pferde versetzen und verstehen lernen, warum Pferde überhaupt auf Mähnenspray oder Sprühflaschen ängstlich reagieren können.

Pferde sind Fluchttiere. Als Fluchttiere sind sie aufmerksam gegenüber allem, was sie nicht einordnen können. Eine schnelle Entscheidung über Flucht oder ruhig bleiben entschied bei ihren Vorfahren in freier Wildbahn oft über Leben und Tod. Und diese Flucht-Gene stecken auch in unseren heutigen Pferden. Und das lässt sie bei allem, was sie nicht kennen, als sicher oder unsicher einschätzen können, nervös werden. So eben auch das leise Zischgeräusch beim Aufsprühen von Mähnenspray, Fliegenspray oder anderen Pflegeprodukten aus Sprühflaschen.

So gewöhnt man ein Pferd an Mähnenspray – Praxistipps

  • So banal es sich anhört: Verwenden Sie für die Übungseinheiten nur Wasser und nicht das eigentliche Pflegeprodukt. Nicht nur weil sie damit sonst zu verschwenderisch umgehen würden, sondern auch weil ein Übermaß an Pflegemitteln auch zu Allergien oder unerwünschten Hautproblemen führen kann. Und Übungseinheiten braucht es meist viele, bis das Pferd beim Aufsprühen des Pflegemittels ruhig und gelassen steht.
  • Üben Sie nur dann, wenn Sie selbst ruhig, entspannt und ausgeglichen sind und Sie Ihrem Pferd auch die Zeit und Geduld geben können, die es braucht. Nichts ist schlimmer als „noch eben schnell“ die Übungen zu machen, hektisch zu sein, genervt zu sein – Ihr Pferd spürt das mit seinen feinen inneren Antennen und ist folglich allein deshalb schon aufgeregt. Dann kann es nämlich weder das Sprühgeräusch, noch Ihr Verhalten einschätzen. Lieber einmal weniger geübt als die Übungserfolge der Vergangenheit durch Hektik und Stress wieder kaputt zu machen.
  • Beginnen Sie mit dem Sprühen nicht in Kopfnähe und auch nicht hinter dem Pferd. Wählen Sie einen Bereich, z. B. Im Bereich der Röhrbeine seitlich, der für Sie sicher ist bezüglich der Verletzungsgefahr bei unerwünschten Reaktionen des Pferdes, für das Pferd gut einsehbar und einschätzbar ist, also im Blickbereich des Pferdes liegt.
  • Suchen Sie sich Hilfe. Fragen Sie einen Stallkollegen, ob er während der Übungen das Pferd halten kann, vielleicht auch beruhigend auf es einwirken kann. Keinesfalls sollte das Pferd beim Üben angebunden stehen. Wenn es nervös wird und sich in den Anbinder wirft kann das sonst schwere Verletzungen verursachen.
  • Ist Pferd ist schon nervös wenn es nur die Flasche sieht? Es ahnt schon, dass gleich das unangenehme Geräusch kommt? Dann fangen Sie nicht direkt mit Sprühen, sondern noch kleiner an. Streichen Sie den Körper Ihres Pferdes mit der Flasche langsam ab und loben Ihr Pferd, wenn es dabei ruhig bleibt. Erst wenn die Flasche an sich keine Angst mehr auslöst fangen Sie mit dem eigentlichen Sprühen an.
  • Fangen Sie mit kurzen Übungseinheiten an und loben Sie viel, sobald Ihr Pferd ruhiger wird. Für das Pferd sind die Übungen Stress und sie sind anstrengend. Geben Sie Ihrem Pferd die Zeit das Geübte zu verarbeiten und aus postiven Erfahrungen zu lernen. Deshalb hören Sie auch immer dann auf, wenn die Übung gut geklappt hat. Wenn das irgendwann nach der ersten Übung ist, dann ist es perfekt!
Pferdekrankheiten

13. März 2015
nach pferdundfutter
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Buchrezension „Wohlstandskrankheiten unserer Pferde“

Wohlstandskrankheiten unserer Pferde“ ist ein Ende Januar 2015 erschienenes Sachbuch aus dem Müller Rüschlikon Verlag. Da ich als Onlineshopbetreiber im Bereich Zusatzfutter für Pferde vermehrt auch Anfragen von Pferdebesitzern bekomme, deren Pferde zu dick sind, unter Cushing oder Hufrehe leiden oder Probleme mit dem Stoffwechsel haben, habe ich mir das Buch einmal näher angeschaut.

Sehr sympathisch der Einstieg ins Buch mit einer Widmung an das Pferd „Marie“, die (Zitat:)“…uns gelehrt hat, nicht aufzugeben“. Die beiden Autorinnen Heike Bussang (Tierärztin mit eigener Praxis und angeschlossenem Hufrehe-Rehazentrum in Mittelhessen) sowie Birgit van Damsen (freie Autorin und Fotojournalistin) lassen eine Einleitung folgen, die bereits auf den verhängnisvollen Kreislauf aufzeigt von „Mein Pferd ist ein bisschen zu dick.“ über „Mein Pferd hat deutlich Übergewicht.“ bis hin zu EMS und weiteren der sogenannten Wohlstandserkrankungen unserer Pferde.

Kapitel 1 beschäftigt sich mit dem wichtigen Thema „Vorbeugen ist die beste Therapie“. Der Leser erfährt warum Pferde überhaupt zu dick werden können, warum eine Überversorgung mit Kohlenhydraten schneller passieren kann als man denkt und welche Pferde zu den Risikogruppen gehören.

Denn angefangen von süßen Früchten als Naschwerk kann auch falsches Weidegras und Heu (Stichwort Hochzuckergräser) problematisch werden. Auf die Faktoren Fruktan und Melasse wird eingegangen und anhand von Fallbeispielen wird dokumentiert, wie Überversorgung in der Fütterung, aber auch falsche Einschätzung des Energiebedarfs und -verbrauchs durch Bewegung ein Pferd übergewichtig und damit krankheitsgefährdet machen.

Des Weiteren informiert das mit vielen Infografiken und Fotos gestaltete Buch darüber, wie ein Pferd gesund abspecken kann. Denn auch bei Pferden sind extreme Hunger- und Fastenkuren nicht zielführend.

In Kapitel 2 wird das Equine Metablische Syndrom (kurz EMS) ausgiebig beleuchtet. Auch hier unterstützen informative Grafiken und Fotos das Verständnis dafür, warum der Blutzuckerspiegel überhaupt gestört werden kann und wie ein Übermaß an Futter zunächst einen gestörten Stoffwechsel und am Ende EMS auslösen kann. Symptome werden beleuchtet, Diagnosemöglichkeiten vorgestellt und auch mögliche Therapien werden genannt.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich in der gleichen anschaulichen Weise mit der Erkrankung Equine Cusing Desease (kurz ECD). In Kapitel vier finden sich alle wichtigen Informationen zum Thema Diabetes mellitus beim Pferd.

Sehr interessant fand ich besonders auch Kapitel 5 „Die sechs Typen der Wohlstandskrankheiten“. Tierärztin Heike Bussang zeigt hier mit ihrer langjährigen Erfahrung in den Bereichen EMS, ECD und Diabetes die sechs verschiedenen Pferdetypen auf, die für diese Erkrankungen gefährdet sind.

Den Abschluss bildet das ausführliche Kapitel „Hormonell bedingte Hufrehe“ bevor es nach einer kurzen Danksagung noch den Bewertungsbogen „Body Condition Score“ zur Bestimmung von Übergewicht bei Pferden zu finden gibt und weitere Infografiken wie beispielsweise den Vergleich des Energiestoffwechsels beim gesunden und beim kranken Pferd.

Alles in allem ist dieses sehr gut verständlich geschriebene Buch ein absolutes Muss für alle Pferdebesitzer, die ihre Pferde vor den bekannten Wohlstandserkrankungen schützen wollen oder bestroffenen Pferden Unterstützung geben wollen!

Heike Bussang / Birgit van Damsen
Wohlstandskrankheiten unserer Pferde

Diabetes, Metabolisches Syndrom,
Cushing, Prävention, Diagnose, Therapie

184 Seiten, 164 Farb-Abbildungen, 15 Zeichnungen
Format 170 x 240 mm, gebunden
2. überarbeitete Auflage
ISBN 978-3-275-01857-4
€ (D) 24,90 / sFr 34,90 / € (A) 25,60

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11. Februar 2015
nach pferdundfutter
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Hilfe, mein Pferd hat empfindliche Haut!

Ihr Pferd hat empfindliche Haut, die schnell rissig wird, schuppig ist und juckt? Oder reagiert Ihr Pferd schnell allergisch auf bestimmte Pflegeprodukte weil seine Haut so sensibel ist? Beides kann für Sie als Pferdebesitzer problematisch sein. Im ersten Fall kann im Lauf der Zeit die Neigung zu Ekzem sogar stärker werden, bei rissiger Haut finden Bakterien schneller ihre Eintrittspforte und können Entzündungen auslösen, in der Fesselbeuge kann bei rissiger Haut Mauke entstehen.

Symptome, die bei Ihrem Pferd auf eine sehr empfindliche Haut und Neigung zu allergischen Hautreaktionen hinweisen können, sind:

  • Starker Juckreiz vor allem am Mähnenkamm, Schweif, Bauchnaht aber auch an anderen Stellen des Körpers;
  • Haarlose Stellen (Fell geht entweder einfach aus oder wird weggescheuert);
  • Krustige, schuppige, trockene Haut;
  • verdickte Hautstellen.

Problematisch ist dabei immer, die Ursache herauszufinden? Verträgt Ihr Pferd ein Futter oder Zusatzfutter nicht? Reagiert die Haut auf ein bestimmtes Pflegemittel oder auf Umweltreize wie Insekten oder auch Holzschutzmittel?

Mein Tipp: Ist die allergische Reaktion sehr spontan und akut sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden. Möglicherweise muss Ihr Pferd zunächst Cortison oder ähnliche Medikamente bekommen, um die Allergie zum abklingen zu bringen, eine weitere Verschlechterung zu vermeiden. Danach sollten Sie zunächst alle als Auslöser der Reaktion in Frage kommenden Produkte für einen Zeitraum von ca. zwei bis vier Wochen komplett weglassen.

Verwenden Sie nach dieser Zeit die Fütterung oder die Pflegeprodukte nach und nach mit einigem zeitlichen Abstand voneinander und beobachten Sie, ob Ihr Pferd Hautreaktionen zeigt. Keinesfalls sollten alle Produkte sofort wieder gleichzeitig eingesetzt werden, da sonst der Verursacher nur schwer festzustellen sein dürfte.

Pflegemaßnahmen für Pferde mit empfindlicher Haut

Wenn Sie wissen, Ihr Pferd hat empfindliche Haut, dann sollten sie weder zu viel pflegen, noch zu wenig. Finden Sie das Mittelmaß, bei dem es Ihrem Pferd gut geht, seine Haut geschmeidig ist und nicht gereizt, trocken oder schuppig. Achten Sie auf erste Anzeichen einer Hautreaktion, wie z. B. vermehrtes Scheuern und Kratzen oder kleine Pusteln.

Verwenden Sie nur Pflegemittel, die speziell für Pferde entwickelt wurden. Gerade für Pferde mit sensibler Haut ist es wichtig, dass die Inhaltsstoffe genau auf die Bedürfnisse der Pferdehaut, und nicht etwa der Menschenhaut, abgestimmt sind. Verwenden Sie sepezielles Pferdeshampoo mit rückfettenden und pflegenden Inhaltsstoffen, die – wenn nötig – für das tägliche Waschen geeignet sind.

Pflegen Sie die empfindliche Haut in der Fesselbeuge mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen, die die Haut nicht rissig und spröde werden lassen, auch wenn sie viel Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Verwenden Sie Fell- und Mähnenspray sparsam und nicht unbedingt an jedem Pflegetag. Meist sind die Inhaltsstoffe so konzipiert, dass auch die 1-2 mal wöchentliche Anwendung ausreicht, das Langhaar geschmeidig und gut kämmbar zu halten.

Achten sie auf Scheuerstellen an den Beinen (von Gamaschen oder Bandagen) und in der Sattellage oder am Kopf, wo die Trense oder das Halfter liegen. Verwenden Sie für kleine Abschürfungen eine milde Pflegesalbe, die die Haut bei der Regeneration unterstützt.

Sie suchen passende Produkte für Ihr hautsensibles Pferd? Pferd & Futter bietet Ihnen Produkte zur Hautpflege fürs Pferd, Produkte speziell geeignet für die Pferdepflege im Sommer aber auch für Muskeln, Sehnen und Gelenke. Und das Beste: Im Pferd & Futter Onlineshop erhalten Sie Ihre Produkte versandkostenfrei, ohne Mindestbestellwert. So können Sie nach und nach die Produkte testen und erweitern.

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30. Januar 2015
nach pferdundfutter
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Zusatzfutter für Pferde zum zunehmen – Meine 4 Favoriten

Nachdem es vor einiger Zeit einen Blogbeitrag über zu dicke Pferde gab („Hilfe mein Pferd ist zu dick“), möchte ich Ihnen heute meine  vier Favoriten beim Zusatzfutter für Pferde zum zunehmen nennen. Nicht nur im Fellwechsel nehmen viele Pferde ab, da sie mehr Energie (für den Fellwechsel unter anderem) verbrauchen, als die gewohnte Ration liefert. Auch einige andere Gründe können zu einem, teilweise für die Besitzer unerklärlichen, Gewichtsverlust beim Pferd führen.

Favorit 1: Leinöl als Zusatzfutter für Pferde zum zunehmen

Leinöl, das ist Fett in Reinkultur und damit Kalorien pur. Leinöl ist damit perfekt geeignet, um Pferde ohne Erhöhung der Kraftfutterration mit mehr Energie zu versorgen. Schon 50 – 60 ml täglich können reichen, dass Pferde wieder mehr Power unter dem Sattel zeigen. Zudem kann Leinöl bei Pferden für einen schönen Fellglanz sorgen.

Favorit 2: Pferdezusatzfutter mit Flohsamen

Der Darm als eines der größten Organe beim Pferd nimmt eine wichtige Rolle für den Organismus ein. Das, was im Darm nicht richtig verdaut wird, das kann an Nährstoffen auch nicht dort ankommen, wo es nötig ist. Hier kann vor allem bei Pferden, die viel auf sandigen Ausläufen oder abgefressenen Weiden gehalten werden, der mit dem Futter aufgenommene Sand ein Problem werden. Der Sand behindert die gesunden Verdauungsvorgänge, kann zu Koliken führen und am Ende zu unerklärlichem Gewichtsverlust.

Eine Kur mit Flohsamen kann Ihrem Pferd helfen, eine gesunde Verdauung zu behalten und unerwünschte Sandablagerungen einfach aus dem Darm herauszutransportieren.

Favorit 3: Zusatzfutter mit Bierhefe

Auch mein vierter Favorit geht in die Richtung des Verdauungsapparates. Wenn die Darmflora nicht mehr 100 % intakt ist, gestresst durch nötige Wurmkuren oder Antibiotikagaben, dann kann sie auch das Futter nicht mehr so gut aufschlüsseln, wie es nötig wäre. Die Nährstoffe können nicht richtig verwertet werden, das Pferd kann Mangelerscheinungen bekommen und trotz erhöhter Futtermenge abnehmen.

Zusatzfutter mit Bierhefe beispielsweise und eine kleine Menge Flohsamen unterstützen den Darm bei seiner Arbeit und sorgen für ein gutes Darmmileu. Durch das Pferdefutter zugeführte Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und andere Nährstoffe können wieder optimal verwertet werden, das Pferd kann sein Gewicht halten oder sogar zunehmen.

Favorit 4: Zusatzfutter für nervöse Pferde ist auch für Pferde zum zunehmen geeignet

Ein nervöses, agiles Pferd verbraucht mehr Energie als ein ruhigeres Pferd. Nicht zuletzt deshalb bekommen Südpferde (z. B. Vollblüter, Quarterhorse) im Vergleich zu den ruhigeren gesetzteren Rassen der Nordpferde (Haflinger, Fjord, Isländer, etc.) meist deutlich größere Futtermengen und sind oft trotzdem schlanker.

Wenn ein Pferd nun entweder besonders sensibel auf Außenreize reagiert, sich überfordert fühlt bei Lektionen im Training oder auf Turnieren, wenn Stuten und Hengste Probleme mit überschießenden Hormonen haben, dann kann das alles zu Gewichtsverlust führen. Das richtige Zusatzfutter für diese Pferde zum zunehmen ist dann eines, das wieder zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen kann. Solche Zusatzfutter sind z. B. Nutri Calm (Foran Equine Products) oder auch Shy Feeder B (Foran Equine Products).

Fazit: Der Gewichtsverlust kann beim Pferd viele Ursachen haben. Neben purem Kaloriendefizit kann ein Pferd auch aufgrund von Verdauungsprobleme oder Nervosität und Hypersensiblität abnehmen. Beobachten Sie also Ihr Pferd genau und versuchen Sie den Grund herauszufinden, warum das Pferd abnimmt und erhöhen Sie nicht einfach nur die Ration.

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15. Januar 2015
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Welches Zusatzfutter für Pferde im Fellwechsel?

Noch ist es Winter, aber die Tage werden schon spürbar länger. Und damit beginnen viele Pferde mit dem Fellwechsel. Noch sind es nur wenige einzelne Haare, die beim Putzen auf den Boden fallen. Aber in nur wenigen Wochen werden es schon deutlich mehr werden. Wichtig ist dann vor allem das regelmäßige Überputzen der Pferde, um ihnen so den Fellwechsel zu erleichtern. Aber gibt es eigentlich auch spezielles Zusatzfutter für Pferde im Fellwechsel?

Brauchen Pferde ein Zusatzfutter im Fellwechsel?

Diese Frage lässt sich noch relativ leicht beantworten. Viele Pferde sind müde und schlapp während des Fellwechsels. Das tägliche Training oder Turniere strengen sie mehr an als sonst, die letzten Energiereserven fehlen.

Manche Pferde nehmen im Fellwechsel ab, obwohl sie dieselbe Menge an Futter bekommen wie sonst. Die Energie und die Kalorien werden bei diesen Pferden für das abhaaren benötigt und fehlt dann an anderer Stelle. Auch stumpfes Fell kann darauf hindeuten, dass Nährstoffe in höherer Dosierung erforderlich sein könnten, als im übrigen Jahr.

Übrigens ist der Fellwechsel im Frühjahr für die meisten Pferde deutlich anstrengender als der im Herbst und hängt entgegen der weit verbreiteten Meinung auch nicht von der Temperatur, sondern von der Tageslänge ab.

Aber zurück zur eigentlichen Frage: Nicht alle Pferde benötigen automatisch ein Zusatzfutter während des Fellwechsels. Aber viele Pferde tun sich leichter, wenn entweder das Grundfutter erhöht wird oder eben spezielle Nährstoffe oder mehr Energie über ein Zusatzfutter gefüttert werden. So bleibt das Pferd trotz Fellwechsel leistungsbereiter und fitter, hält sein Gewicht und behält seinen Fellglanz. Je älter das Pferd ist, je dicker sein Pelz im Winter ist und je mehr das Pferd gefordert wird, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es ein Zusatzfutter oder eine Rationserhöhung benötigt.

Welches Zusatzfutter ist während des Fellwechsels sinnvoll?

Zunächst geht es meistens darum, dass das Pferd seine Energie behält und sein Gewicht stabil bleibt. Hierfür eignet sich neben einer Erhöhung der Grundfutterration Leinöl als Zusatzfutter. Täglich 50 – 60 ml zum Kraftfutter, gibt mehr Fett, mehr Kalorien und mehr Energie, ohne dass das Pferd dabei spinnig werden sollte.

Pferde, die zu Atemwegsproblematiken neigen können im Fellwechsel verstärkt zu Husten neigen. Sofern die tierärztliche Diagnose keine Erkrankung erbringt kann ein Zusatzfutter wie Over Horse Bronchi Equus die Atemwegs stärken.

Aber egal welches Pferdezusatzfutter Sie für Ihr Pferd wählen oder ob sie überhaupt darauf zurückgreifen, wichtig ist auch, dem Pferd eine kleine Schonzeit zu geben. Fordern Sie wenn möglich etwas weniger von Ihrem Vierbeiner, geben Sie ihm Zeit, den Fellwechsel zu bewältigen und planen Sie in diesen Wochen vielleicht lieber mal einen Ausritt in freier Natur ein anstelle des üblichen schweißtreibenden Trainings in der Halle.

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7. Januar 2015
nach pferdundfutter
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Bestes Zusatzfutter für Pferde

Bestes Zusatzfutter für Pferde – Gibt es so etwas eigentlich?

Bestes Zusatzfutter für Pferde“, den Titel habe ich extra mal so provokant gewählt. Denn oft bekomme ich in E-Mails oder auch am Telefon oder auf Messen eine bestimmte Frage gestellt: Die nach dem besten Zusatzfutter für Pferde.

Aber leider gibt es darauf keine Standardantwort. Warum? DAS beste Zusatzfutter für Pferde gibt es einfach nicht. Jedes Pferd ist anders. Was das eine verträgt, kann dem anderen Bauchschmerzen bereiten. Was bei dem einen eine tolle Wirkung zeigt, das kann beim anderen zu gar keiner Veränderung führen.

Was macht ein Zusatzfutter zum besten Futter?

Auch wenn es DAS beste Futter nicht gibt, so gibt es doch einige Punkte, die so ein Futter für den Pferdebesitzer, oder besser für sein Pferd, ausmachen können.

Mögliche Kriterien für die Beurteilung von Pferdezusatzfutter

  • Geruch – Riecht das Futter angenehm, natürlich oder riecht es muffig?
  • Geschmack – Ja, man kann so ein Futter auch ruhig mal selbst probieren…wobei der menschliche Geschmackssinn oft deutlich von dem eines Pferdes abweichen kann. Hier sollte also besser das Pferd den abschließenden Geschmackstest machen.
  • Konsistenz – Hier spielt die Vorliebe des Pferdes einerseits eine Rolle, andererseits die Möglichkeiten der Vermischung mit anderen Futter oder gar die Gabe als „Alleinfutter“. Pellets, guter Geschmack vorausgesetzt, können auch ohne zusätzliches Futter und ggf. direkt aus der Hand gefüttert werden. Pulver muss immer mit anderen Futter vermischt und angefeuchtet verfüttert werden. Flüssige Zusätze werden von vielen Pferden pur aus dem Trog geschleckt und falls nicht, so lassen sich flüssige Zusatzfutter auch sehr gut mit anderem Kraftfutter vermischen.
  • Akzeptanz – Hier kommt nun spätestens das Pferd als Futtertester in Aktion. Die Akzeptanz eines Zusatzfutter ist erwiesenermaßen entscheidend dafür, ob Sie das Futter weiterhin kaufen werden oder nicht. Denn was hilft das beste Zusatzfutter wenn das Pferd es nicht anrührt oder nur unter größten Problemen aufnimmt. Aber die gute Nachricht ist: Die meisten Hersteller achten ohnehin auf einen aus Pferdesicht guten Geschmack und wenn es doch mal nicht so hinhaut, dann kann man viele Pferde mit Leinöl, Apfelmus, Karottensaft oder ähnlichem in der ersten Fütterungsphase überlisten und so langsam an den ungewohnten Geschmack gewöhnen.
  • Nutzen – Zeigt das Pferd wenn es ein bestimmtes Zusatzfutter bekommt beispielsweise mehr Bewegunsgfreude, neigt es weniger zu Ekzem und Juckreiz, nimmt es nicht weiter ab bzw. eher zu wenn es vorher zu dünn war, verschwindet die Neigung zu Kotwasser und Durchfall oder fütterungsbedingtem Husten, lobt der Hufschmied das Hufhorn und halten die Eisen besser, hat das Pferd ein glänzendes Fell und seine Leistungsbereitschaft hat sich verbessert?

Fast jedes Zusatzfutter hat eine ganz spezielle Ausrichtung. Etwas soll „besser laufen“ beim Pferd, eine Problematik soll verbessert werden, das Pferd soll fit und gesund sein und bleiben. Daran wird der Erfolg der Zufütterung nach mehr oder weniger langer Zeit gemessen und hier entscheidet sich meist auch, ob es das beste Zusatzfutter für dieses Pferd ist oder nicht.

Zusammenfassend heißt das also, es gibt kein allgemeingültiges bestes Zusatzfutter für Pferde. Sehr wohl gibt es aber das individuell beste Zusatzfutter für ein individuelles Pferd. Nämlich das, was ihm schmeckt, was es verträgt und mit dem es fit, aktiv und leistungsbereit ist und bleibt. Und wenn Sie dieses Pferdezusatzfutter gefunden haben, dann bleiben Sie am besten auch dabei. Denn Pferde lieben ohnehin keine Abwechslung im Trogt und jede Futterumstellung, sei es auch nur beim Zusatzfutter, bedeutet Stress für Magen und Darm.

Zusatzfutter für Pferde in großer Auswahl finden sie bei Pferd & Futter, Ihrem Spezialshop für Pferdezusatzfutter und Produkte für die Pferdepflege.

Bodenarbeit und Führtraining

1. Dezember 2014
nach pferdundfutter
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Buchrezension: „Bodenarbeit und Führtraining“ von Britta Reiland

Bodenarbeit und Führtraining“ ist ein im Verlag Müller Rüschlikon im Oktober 2014 erschienenes Taschenbuch (ISBN Nr. 9-783275-020058) von der Autorin Britta Reiland. Als Besitzerin einer Quarterstute hat mich Bodenarbeit und Führtraining schon immer interessiert. Denn in der Westernreitszene wird bekanntlich viel in diesen Disziplinen gearbeitet und so war es auch in den ersten Jahren mit meiner eigenen Stute der Fall.

Zurück zum Buch…Bevor es mit dem eigentlich Lesestoff losgeht finde ich auf der ersten Umschlagseite einen ausführlichen Fragebogen, den sogennanten Vorher- nacher-Check wie die Autorin das nennt. Mit Hilfe dieses Fragebogens kann ich herausfinden, welches die geeigneten Anfangsübungen für mein Pferd und mich sind, also quasi eine Art Bestandsaufnahme, was schon klappt und was noch nicht so gut läuft. Tolle Idee, die einen direkt zum loslegen motiviert finde ich.

Besonders praktisch bei der Auswertung des Fragebogens: In den Übungen, die über das ganze Buch verteilt sind, ist der Aufbau der Stangen oder von anderen Bodenhindernissen immer nahezu identisch, nur müssen Pferde, die A – so wie meine Stute – als Ergebnis der Auswertung hatten, einen individuellen Weg gehen und Pferde, die B oder C als Ergebnis hatten, einen jeweils anderen. Prima wenn man zu mehreren Leuten üben möchte, denn so kommt jeder auf seine Kosten und kann sein Pferd individuell trainieren, ohne dass immer der Parcours umgebaut werden muss.

Wer im Buch nicht sofort mit dem Übungsteil loslegen möchte, der wird zunächst an den Umgang mit dem Pferd herangeführt, von der Autorin als „Alltagsübungen“ bezeichnet. Hier geht’s mehr um Fairness, Aufmerksamkeit dem Pferd gegenüber und der Ursachenforschung, warum manche Pferde gar nicht anders können, als ständig eigene Interessen zu verfolgen. Nämlich dann, wenn ihr Reiter oder Besitzer auch nicht bei der Sache ist, nebenbei telefoniert und nicht hinschaut. Höflichkeit im Umgang mit dem Pferd ist da das Stichwort und dass man als Reiter oder Besitzer auch seinen Teil dafür tun muss, dass die Beziehung zum Pferd eine enge und vertrauensvolle ist.

Die Übungsteile sind in Führübungen und Arbeit mit Bodenelementen aufgeteilt. Und immer wird genau erklärt, warum man die Übungen machen sollte, was die Erfolge sein können wenn man fleißig übt, wie die Trainingseinheiten aufgebaut sein sollten und wie oft man üben sollte, damit das Pferd die Lust am Üben nicht verliert und, vor allem bei ungeübten oder jungen Pferden, nicht überfordert wird. Denn ob man es glaubt oder nicht: Bodenarbeit und Führtraining, wenn es richtig gemacht ist, strengt Pferde an und leistet sie geistig aus. Bei einigen Vierbeinern kann man da geradezu sehen, wie der Kopf raucht nach einigen Übungen.

Ein für mich absolut empfehlenswertes Buch für alle, die mit ihrem Pferd durch Führ- und Bodenarbeit entweder ein verstärktes Vertrauuensverhältnis aufbauen wollen, deren Pferde vielleicht etwas Nachhilfe in der Aufmerksamkeit oder in der Motivation benötigen oder auch für Besitzer von Jungpferden, die ihre Pferde zu aufmerksamen und gelösten Pferden erziehen möchten. Denn für jede Herausforderung gibt es neben der Bestandsaufnahme ausführliche Hilfestellung, welche Übungen besonders geeignet sind und was man darüber hinaus tun kann, um sich und seinem Pferd bestimmte Aufgaben zu erleichtern.

Klare Kaufempfehlung meinerseits für dieses Buch und hier noch mal alle nötigen Daten auf einen Blick für die, die es sich kaufen möchten:

ISBN: 978-3-275-02005-8
Einband: broschiert
Seitenzahl: 144
Abbildungen: 145 Farbbilder & 41 Zeichnungen
Format: 170mm x 240mm
Preis: 19.95 € / 27.90 CHF

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28. November 2014
nach pferdundfutter
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Strahlfäule Kompakt – Definition, Symptome, Ursachen und Behandlung

Strahlfäule

  • wird von Bakterien ausgelöst
  • ist nicht ansteckend
  • ist meistens langwierig in der Behandlung
  • ohne Ursachenbeseitigung ist die Behandlung meist erfolglos
  • kann an allen vier Hufen auftreten
  • kann je nach Schweregrad bis zu Lahmheit führen

Symptome für Strahlfäule sind

  • schmieriger stinkender Belag am Strahl
  • dunkle Verfärbungen am Strahl
  • Pferd wird empfindlich beim Hufe auskratzen, wenn der Kratzer an der Strahlfurche entlang fährt
  • Pferde beginnen beim Hufe auskratzen die Hufe im Schmerz wegzuziehen
  • es bilden sich Taschen und Furchen im Strahl
  • der Strahl wird unnatürlich weich

Die Ursache für Strahlfäule kann sein

  • hygienische Defizite wie schlecht gemistete Pferdebox, zu kleine Weiden, schlecht abgesammelte Weiden und zu selten ausgekratzte und ungepflegte Pferdehufe
  • enge und kleine Hufe, in denen der Dreck lange kleben bleibt
  • schlechte Hufbearbeitung, zu seltene Hufbearbeitung durch Hufschmied/In oder Hufpfleger/In
  • mangelnde Bewegung und dadurch schlecht durchblutete Hufe

Die Behandlung von Strahlfäule

  • sollte regelmäßig erfolgen
  • muss über einen längeren Zeitraum, möglichst bis die Strahlfäule komplett abgeklungen ist
  • kann nur erfolgreich sein, wenn die Ursache weitmöglichst beseitigt ist
  • sollte möglichst schnell behandelt werden, bevor der Schaden am Strahl zu groß ist
  • kann mit Hausmitteln erfolgen
  • kann mit Hilfe handelsüblicher Produkte gegen Strahlfäule erfolgen
  • sollte nicht mit scharfen und den Huf schädigenden bzw. austrocknenden Mitteln erfolgen

Sie möchten nicht nur Stichpunkte haben, sondern ausführlicher nachlesen? Dann empfehle ich Ihnen den kostenlosen pferdundfutter.de-Ratgeber Strahlfäule A-Z (pdf-Datei).

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27. November 2014
nach pferdundfutter
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Hausmittel gegen Strahlfäule vs Produkte aus dem Handel

Die Behandlung von Strahlfäule ist oft langwieriger als der Pferdebesitzer es sich anfangs vorgestellt hat. Das kann einerseits daran liegen, dass die Ursachen der Strahlfäule nicht beseitigt sind, aber auch daran, dass nicht jedes Pferd auf jedes Mittel gleich gut reagiert.

Abzuraten ist meiner Erfahrung nach von scharfen Mitteln wie Jodoformäther und Kupfersulfat. Die Strahlfäule scheint zwar schnell im Griff, dafür wird das Hufhorn stark strapaziert und ausgetrocknet durch die Anwendung von solch starken Mitteln. Die Folge: Der Huf ist nicht mehr so wiederstandsfähig, die Gefahr der Einnistung neuer Bakterien droht.

Auf der Suche nach alternativen Ansätzen bei der Behandlung von Strahlfäule kann man entweder auf Hausmittel oder auf fertige Produkte im Handel zurückgreifen.

Hausmittel gegen Strahlfäule

Fragte man früher Pferdebesitzer, was sie gegen Strahlfäule machen, dann hat man oft als Antwort „Hufteer“ bekommen. Das galt lange als bewährte Methode, ist bei genauerer Betrachtung aber völlig falsch. Denn durch das Aufbringen von Hufteer auf der Sohle kann der Huf nicht mehr atmen und fängt erst recht an, zu gammeln. Und, was viel schlimmer ist: Die für die Strahlfäule verantwortlichen Bakterien können sich in dem sauerstoffarmen Klima unter dem Hufteer prima weiter vermehren. Mein Rat daher: Finger weg von Hufteer!

Teebaumöl kann gegen Strahlfäule funktionieren. Teebaumöl ist traditionell dafür bekannt, desinfizierend, leicht austrocknend und bakterienbekämpfend zu wirken. Damit das Teebaumöl ausreichend Zeit hat, an den betroffenen Stellen einzuwirken, sollte es am besten mit einer Art Tamponade in die Strahlfurche und/oder die Risse angewandt werden. Diese Tamponade muss zwei Mal täglich angewandt werden, um eine möglichst gleichmäßige Wirkung zu erzielen.

Auch Ringelblumenessenz oder ein starker Ringelblumentee kann bei Strahlfäule zum Einsatz kommen. Allerdings nur dann, wenn die Strahlfäule bereits am abklingen ist. Ringelblume wird in der Homöopathie zur Unterstützung der Gewebsregeneration eingesetzt. Auch bei Ringelblumenesenz oder -tee ist die Anwendung als Tamponade zu empfehlen, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Zahnpasta kann bei sehr leichten Formen von Strahlfäule erfolgversprechend sein. Denn Zahnpasta wirkt nachweislich leicht austrocknend, was ihr auch einen guten Ruf im Kampf gegen Pickel beispielsweise eingebracht hat. Und Zahnpasta hat leicht antibakteriell wirkende Inhaltsstoffe. Zur Behandlung einer starken Strahlfäule reicht die Wirksamkeit von Zahnpasta aber leider bei weitem nicht aus.

Strahlfäule Spray und Strahlfäule Gel – Produkte aus dem Handel

Meist erfolgreicher als Hausmittel im Kampf gegen Strahlfäule sind Produkte aus dem Handel. Sie kosten zwar etwas mehr Geld, sind aber so lange getestet worden, bevor sie in den Kauf kamen, an vielen vielen Strahlfäulepatienten – die Chance, dass auch Ihr Pferd von den Inhaltsstoffen profitiert und seine Strahlfäule austherapieren kann ist daher höher, als bei der Anwendung von überlieferten Hausmitteln. Aber auch hier gilt: Jedes Pferd ist ein Individuum, jede Strahlfäule hat einen anderen Auslöser gehabt und jedes Pferd hat andere Haltungsbedingungen. Was bei dem einen hilft, kann bei dem anderen Pferd nicht so gute Ergebnisse bringen.

Zudem enthalten die einschlägigen Sprays und Gele in der Regel zusätzliche Mineralien, die den Huf zwar soweit wie nötig (aus-)trocknen, ihn aber gleichzeitig geschmeidig und wiederstandsfähig halten. Denn auch das ist wichtig: Nicht nur die schnelle Bekämpfung der Strahlfäule sollte an erster Stelle stehen, sondern auch der Erhalt der Wiederstandsfähigkeit des Hufes, damit nicht sofort eine Neuinfektion erfolgt.

Wer sich noch weiter über das Thema Strahlfäule informieren will, der findet weitere Tipps im kostenlosen pferdundfutter.de-Ratgeber Strahlfäule A-Z (pdf-Datei zum Download).

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25. November 2014
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Strahlfäule behandeln und Ursachen beseitigen

Strahlfäule wird durch Bakterien ausgelöst. Deshalb ist Strahlfäule im Grunde ein Hygieneproblem. Versucht man lediglich mit Pflegemaßnahmen, die Fäule zum Abklingen zu bringen, dann ist das normalerweise zum Scheitern verurteilt. Denn Strahlfäule behandeln heißt nicht nur, die Hufe zu pflegen, sondern auch den Auslöser der Strahlfäule zu finden und zu beseitigen.

Strahlfäule behandeln – die Ursache beseitigen

Vor allem dann, wenn Sie bei Ihrem Pferd schon länger an einer Strahlfäule therapieren, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:

  • Steht Ihr Pferd in einer unsauber gemisteten Box (uringetränkte Einstreu, die nicht täglich entfernt wird, etc.)?
  • Steht Ihr Pferd auf matschigen Weiden, die von Urin und Kot durchtränkt sind?
  • Säubern Sie täglich die Hufsohle des Pferdes und kontrollieren den Huf auf Risse, Strahltaschen und Furchen? Schneiden Sie Taschen und Furchen frei, so dass sich kein Dreck darin sammeln kann?
  • Werden die Hufe Ihres Pferdes regelmäßig von einen Hufschmied oder Hufpfleger sachgemäß bearbeitet?
  • Hat Ihr Pferd sehr enge und kleine Hufe? Diese neigen leichter zu Strahlfäule, da sich Dreck darin leichter festsetzen kann. Enge und kleine Hufe müssen daher regelmäßig und möglichst oft ausgekratzt werden.

Wenn Sie eine oder mehrere der oben gestellten Fragen mit „ja“ beantwortet haben, dann könnte das die Ursache dafür sein, dass trotz aller Pflege bisher die Strahlfäule nicht verschwunden ist. Versuchen Sie, diese Ursache in den Griff zu bekommen. Misten sie noch penibler, sammeln Sie Weiden täglich ab und bieten Sie den Pferden genug Platz, dass der Boden nicht von Urin geradezu getränkt wird. Verbessern Sie die Hufpflege und Hufbearbeitung und legen Sie so die Grundsteine, zur Beseitigung einer bestehenden Strahlfäule bzw. zur Verhinderung von Strahlfäule.

Strahlfäule behandeln – Maßnahmen direkt am Pferdehuf

Neben der Ursachenbekämpfung muss natürlich auch die bereits bestehende Strahlfäule direkt am Huf bekämpft werden. Früher hat man hierfür gerne „scharfe“ Mittel wie beispielsweise Jodoformäther benutzt. Heute greift man lieber zu alternativen Mitteln. Diese enthalten neben den bakterienbekämpfenden Inhaltsstoffen auch Nährstoffe, die den Huf geschmeidig und wiederstandsfähig halten. Denn durch Mittel wie Jodoformäther kann bei mehrfacher Nutzung der Huf stark austrocknen, spröde und rissig werden.

Bevor aber ein Mittel gegen Strahlfäule am Huf angewandt wird, sollten Sie Ihren Hufschmied oder Hufpfleger holen. Er muss Taschen und Furchen am Strahl freischneiden, damit der Dreck sich dort nicht mehr einnisten kann, sondern direkt herausfällt.

Danach können Sie geeignete Mittel gegen Strahlfäule anwenden. Damit diese genügend Einwirkzeit am Huf bekommen kann ggf. das Mittel auf eine Zellette aufgetragen werden und das ganze als Tamponade am Huf angebracht werden. Eventuell kann auch ein Hufverband zur Fixierung sinnvoll sein. Wenden Sie die Mittel entsprechend den Herstellerangaben, regelmäßig und am gesäuberten Huf so lange an, bis der Huf sich komplett erholt hat.

Sie möchten noch mehr über das Thema Strahlfäule lesen? Dann holen Sie sich den kostenlosen pdf-Download pferdundfutter.de-Ratgeber Strahlfäule A-Z.

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24. November 2014
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Gewusst wie: Strahlfäule Anzeichen richtig deuten

Strahlfäule ist meist langwierig und pflegeintensiv. Zumindest dann, wenn sie zu lange unerkannt bleibt. Daher ist es wichtig, dass Pferdebesitzer und Reiter die ersten Anzeichen von Strahlfäule erkennen und richtig reagieren.

Strahlfäule Anzeichen können sein:

  • Beim Auskratzen der Hufe steigt einem ein Fäulnisgeruch in die Nase
  • Das Horn rund um den Strahl scheint schmierig und weich zu sein
  • Dunkles weiches Horn im Strahlbereich
  • Der Hufstrahl weist Furchen und Taschen auf, die bei Berührung auffällig weich, teilweise schmerzempfindlich sind
  • Ein schmiedefrommes Pferd fängt plötzlich an, die Hufe nicht mehr geben zu wollen oder sie beim Auskratzen wegzuziehen wenn man mit dem Hufauskratzer am Strahl entlang fährt.

Strahlfäule Anzeichen entdeckt – Jetzt besteht Handlungsbedarf

Sie haben erste Anzeichen einer beginnenden Strahlfäule bei Ihrem Pferd entdeckt? Sie wurden vom Hufschmied angesprochen, dass er bei Ihrem Pferd Strahlfäule erkannt hat? Dann gilt es rasch zu handeln, um einen langwierigen Pflegeprozess und einer – bei starker Strahlfäule durchaus möglichen – Lahmheit vorzubeugen. Was tun also?

Grundsätzlich ist Strahlfäule ein Hygieneproblem. Nicht regelmäßig gesäuberte Hufe, schlecht gemistete Boxen, matschige und von Urin und Kot durchtränkte Ausläufe gelten als Hauptauslöser. Und egal welche Pflegemaßnahmen Sie ergreifen gilt es, den Auslöser abzuschaffen. Denn sonst werden Sie die Strahlfäule bei Ihrem Pferd wahrscheinlich nie komplett zum verschwinden bringen.

Ansonsten müssen Sie bis zum völligen Abklingen der Strahlfäule ein strenges Pflegemanagement für die Hufe einhalten. Tägliches Auskratzen der Hufe ist Pflicht, das sollte es ohnehin sein, jetzt aber um so mehr. Lassen Sie vom Hufschmied Taschen und Furchen freischneiden, dass sich kein Dreck und damit keine Bakterien dort einnisten kann. Versuchen Sie, abgesehen von der Reinigung der Hufsohle und des Strahlbereichs, den Huf so trocken wie möglich zu halten, da die für Strahlfäule verantwortlichen Bakterien feuchte warme Umgebung lieben.

Unterstützen Sie Strahlfäule den Heilungsprozess der Hufe mit passendem Strahlfäule Spray oder Gel gegen Strahlfäule. Diese Produkte erhalten einerseits die natürliche Feuchtigkeit im Huf, machen ihn nicht spröde aber halten ihn hygienisch und trocken genug, dass Bakterien keine Chance mehr haben.

Sie wollen mehr zum Thema Strahlfäule lesen? Dann holen Sie sich doch einfach den kostenlosen pferdundfutter.de-Ratgeber Strahlfäule A-Z als pdf-Download.

 

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21. November 2014
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Ist Kühlgel fürs Pferd dopingfrei?

Kühlgel wird beim Pferd nach anstrengendem Training oder nach harten Wettkämpfen meist im Bereich der Sehnen am Bein angewandt. Es hilft, die strapazierten Strukturen zu regenerieren. Durch die anstrengende Arbeit entstandene Hitze und ggf. Schwellungen im Gewebe können reduziert werden. Und so erfreut sich Kühlgel vor allem im Winter, wenn nicht per Wasserschlauch die Beine gekühlt werden können, wachsender Beliebtheit.

Wussten Sie, dass Kühlgel auch Schwellungen von Insektenstichen reduzieren kann? Einfach möglichst direkt nach dem Stich auftragen und das Pferd wird die Kühlung als angenehm empfinden während das Gewebe sich regenerieren kann.

Gerade für Turnierreiter ist die schnelle Regeneration der Pferde nach Wettbewerben oder hartem Training wichtig. Aber eine Frage steht dabei oft im Raum: Gibt es bei der Anwendung von Kühlgel für Pferde eine Wartezeit, was die Starts bei Wettbewerben angeht?

Ist Kühlgel fürs Pferd dopingfrei?

In den meisten Kühlgels ist Eukalyptusextrakt oder auch Menthol enthalten. Damit wird der Kühlungseffekt des Gels verstärkt und die Dauer der Kühlung bestmöglichst maximiert. Um den besten Effekt zu erzielen sollte das Gel auch direkt nach der Anstrengung aufgetragen werden.

Was nun, wenn ein Pferd auf einem mehrtägigen Turnier startet oder mehrere Wettkämpfe in kurzer Zeit absolvieren soll?

Sowohl Eukalyptus als auch Menthol stehen auf der Dopingliste der FN. Bei internationalen Starts kann die Sache anders aussehen. Hier empfiehlt es sich gegebenenfalls einen vor Ort anwesenden Veterinär zu befragen. Für Starts bei FN-Turnieren sollten Sie bei der Anwendung von Kühlgel bei Ihrem Pferd eine Wartezeit von ca. 48 – 60 Stunden einkalkulieren, um auf der sicheren Seite zu sein und damit ist Kühlgel fürs Pferd nicht dopingfrei einzustufen.

So sehr sich nun mancher Sportreiter ärgern wird, das Ganze hat ja auch einen Sinn. Denn die Richtlinien sollen verhindern, dass ein Pferd mit Schmerzen im Wettkampf gefordert wird oder aber überfordert wird. Es spricht nichts dagegen, seinem Pferd in der Regeneration – sei es nach Verletzungen oder eben nach einer Anstrengung – möglichst viel Hilfestellungen zu geben. Dazu zählt auch die Anwendung von Kühlgel.

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10. November 2014
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Rossige Stuten oder wie geht man richtig mit der Zicke um

Sie reiten eine Stute? Dann können Sie vielleicht ein Lied davon singen, wenn die Pferdedame mal wieder rossig ist und zickig wird. Zwar werden nicht alle Stuten so richtig zickig, aber so kleinere Einschränkungen im Umgang muss man meist doch feststellen.

Viele Stuten sind während der Rossephase sehr kitzelig und fangen an, nach der Hand zu treten wenn der Bauch geputzt wird. Auch das Treten nach dem Reiterbein bzw. dem treibenden Schenkel gehört bei einigen Stuten zum Standardprogramm während der Rossigkeit.

Getoppt wird das Ganze noch durch meist lautstarkes Quietschen sobald auch nur ein Wallach oder Hengst in der Nähe ist. Oder noch besser: Die Stute bietet sich sogar unter dem Sattel noch dem Pferdeherrn an und ignoriert ihren Reiter gänzlich. Viele Stuten sind während der Rosse sehr unkonzentriert und nehmen vermehrt Umweltreize war. Das kann am Ende auch in einer vermehrten Schreckhaftigkeit enden.

Als Freizeitreiter können Sie diese mehr oder weniger kleinen Herausforderungen im Umgang mit Ihrer rossigen Stute vielleicht noch tolerieren. Als Sportreiter sieht das schon ganz anders aus. Da Stuten in der Regel alle ca. drei Wochen rossig werden und die Rosse selbst im besten Fall nur 2-3, im schlechteren Fall bis zu knapp 2 Wochen dauern kann. Und: Pferdedamen können schon im Alter von ca. 1,5 Jahren das erste Mal rossig werden. Sie kennen auch in diesem Fall keine Alterserscheinungen und haben ihren regelmäßigen Zyklus bis ans Lebensende. Und damit ist das Problem rossige Stuten und zickige Reaktionen leider nichts, was man so wirklich aussitzen kann.

Zu allem Überfluss haben Stuten was die Rosse angeht auch keine Winterpause. Zwar ist die Rosse meist in den Wintermonaten nicht so ausgeprägt, ganz fehlt sie aber nie. Die Hauptrossezeiten liegen allerdings im zeitigen Frühjahr und im Herbst. In dieser Zeit ist das entsprechende Verhalten der Stute besonders intensiv. Nicht zuletzt liegt in dieser Zeit auch die Hauptbesamungszeit auf den Deckstationen.

Rossige Stuten und wie Sie damit umgehen können

Versuchen Sie nicht, das Rosseverhalten der Stute „mit Gewalt“ zu verändern. Entweder, Sie können damit leben und sich bei der Leistungsabforderung entsprechend anpassen oder Sie testen, ob Ihre Stute mit einem passenden Zusatzfutter konzentrierter und rittiger wird.

Zusatzfutter, die die Rossesymptome bei der Stute minimieren können, enthalten meist Zutaten wie

  • Mönchspfeffer
  • Hopfen
  • Kamille
  • Melisse
  • Engelwurz

Manchmal hilft es auch schon – wenn es nur ums Reiten und weniger um den Umgang geht – ein Zusatzfutter für nervöse Pferde zu füttern. So kann die Neigung, sich von allen Außenreizen ablenken zu lassen gemindert werden, die Stuten können sich besser konzentrieren und die Rittigkeit und Leistung wird dadurch verbessert.

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4. November 2014
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Hat mein Pferd Hautpilz? Symptome richtig erkennen!

Wenn in einem Stall ein Pferd Hautpilz entwickelt, dann ist meist Alarm angesagt. Viele Besitzer haben Angst, dass auch das eigene Pferd sich am Hautpilz anstecken könnte und beobachten ihren Vierbeiner daher ganz genau. Aber woran erkennt man eigentlich einen Hautpilz beim Pferd?

Hat mein Pferd Hautpilz? Wie Sie erste Symptome richtig deuten…

Viele der genannten Symptome können auch auf völlig andere Problematiken hindeuten. Erst die Häufung von mehreren Auffälligkeiten erhärtet den Verdacht. Um bei Verdacht auf Hautpilz beim Pferd ganz sicher zu gehen sollte man vom Tierarzt ein Hautgeschabsel zum Labor schicken lassen.

Diese Symptome können auf einen Hautpilz bei Ihrem Pferd hindeuten:

  • Sie finden an verschiedenen Körperstellen gehäuft kleine juckende Schwellungen. Bei vielen Pferden fängt ein Hautpilz am Kopf an. Bei anderen in der Sattellage oder an den Beinen. Letzteres kann auf ein grundsätzliches Hygieneproblem im Umgang mit Pferdedecken oder Bandagen und Gamaschen hindeuten. Denn gerade über diese Utensilien sowie über Putzzeut kann sich ein Hautpilz sehr schnell verbreiten.
  • Wenn Sie Ihr Pferd an den erhabenen Stellen, die ähnlich wie Insektenstiche zunächst erscheinen können, kratzen, gehen die Haare dort aus. Meist entsteht dabei eine mehr oder weniger große und nahezu kreisrunde haarlose Stelle.
  • Ihr Pferd zeigt an den betroffenen Stellen starken Juckreiz, es bilden sich Krusten, schuppige oder nässende Stellen wenn das Fell herausgeht. Nässende kleine Wunden deuten auf eine bereits stattfindende sogenannte Sekundärinfektion hin. Der Pilz hat die Haut geschädigt, Bakterien können eindringen und Hautentzündungen und eitrige Stellen verursachen.
    Fehlender Juckreiz deutet nicht zwangsläufig darauf hin, dass der Symptomatik kein Hautpilz zu Grunde liegt.
  • Die auffälligen Stellen scheinen sich zu vermehren bzw. im Umfang größer, und das innerhalb kurzer Zeit.

Hautpilz beim Pferd – was tun?

Haben Sie nun die genannten Symptome bei Ihrem Pferd bemerkt, so sollten Sie rasch handeln. Denn ein Hauptilz verbreitet sich in der Regel am betroffenen Pferd relativ schnell und kann auch sehr ansteckend für die anderen Pferde im Stall sein. Dies hängt aber u. a. auch davon ab, wie gut die körpereigene Immunabwehr der Pferde ist.

Wenn, beispielsweise durch den Tierarzt, die Diagnose „Hautpilz“ gestellt wurde oder sich der eigene Verdacht durch Beobachtungen immer mehr erhärtet, dann sollten Sie einige Regeln befolgen, um eine weitere Ausbreitung bei Ihrem eigenen Pferd, aber auch bei fremden Pferden zu vermeiden. Lesen Sie hierzu bei „Hautpilz beim Pferd – was tun“ weiter.

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27. Oktober 2014
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Biotin für Pferde bei Haarausfall

Wenn Sie den Schweif oder die Mähne bei Ihrem Pferd durchkämmen, dann gehen immer mehr Haare raus? Und das, obwohl eigentlich das Langhaar gut kämmbar ist? Dann könnte ein Biotinmangel dahinterstecken, denn Biotin ist maßgeblich im Körper verantwortlich für gesundes Haar, Fell und Hufhorn.

Warum die Zufütterung von Biotin für Pferde bei Haarausfall wichtig sein kann

Biotin wird vielfach heute noch als Vitamin H bezeichnet. H wie Haare und Haut. Da die Hufe als sogenannten Hautanhangsgebilde ebenfalls zum Hautkomplex gehören ist Biotin auch für widerstandsfähiges Hufhorn sehr wichtig.

Einen Biotinmangel können Sie bei Ihrem Pferd vermuten wenn

  • vermehrt Haare von Schweif und Mähne ausfallen,
  • die Haarfarbe sich verändert (kann auch ein Hinweis auf Kupfermangel sein)
  • die Haarqualität schlechter wird (stumpf, brüchig)

Biotin ist in recht hoher Menge im Hafer oder auch in Hefe enthalten. Doch ein Pferd, das tatsächlich einen Biotinmangel ausgebildet hat, kann in der Regel nicht so viel biotinhaltige Futtermittel fressen, wie es zum Ausgleich des Mangels bräuchte. Deshalb ist bei nachgewiesenem Biotinmangel eine Zufütterung nötig. Da Biotin auch bei Überdosierung in der Regel keine Nebenwirkungen entwickelt können Sie auch bei Verdacht auf Biotinmangel, eben bei dem genannten Haarausfall an Schweif und Mähne Ihres Pferdes, auf ein biotinhaltiges Zusatzfutter zurückgreifen.

Voraussetzung dafür, dass zugefüttertes Biotin auch da ankommt, wo es hin soll, ist eine gut funktionierende Darmflora. Denn nur wenn genügend gute aktive Bakterien im Darm vorhanden sind, werden die Nährstoffe richtig aufgeschlüsselt und können vom Körper verwertet werden. Heißt: Wenn Ihr Pferd gerade eine nötige Therapie mit Antibiotika oder Cortison oder anderen stärkeren Medikamenten hinter sich hat, mit einer starken chemischen Wurmkur entwurmt wurde oder häufig Durchfall oder Kotwasser hat – dann sollten Sie gegebenenfalls zunächst die Darmflora mobilisieren, bevor Sie mit einer Biotinkur starten.

Biotin als Zusatzfutter für Pferde – Und was noch?

Ein Zusatzfutter mit Schwerpunkt Biotin sollte auch immer zusätzliches Zink enthalten. Denn gerade wenn Pferde viel Getreide in den Trog bekommen kann schnell ein Zinkmangel entstehen. Die in Getreide enthaltene Phytinsäure kann die Aufnahme von Zink, das so wichtig für die Keratinbildung ist, blockieren.

Gut ist, wenn das Zusatzfutter mit Biotin auch Methionin enthält. Methionin ist ein sogenannter Synergist mit Biotin, verstärkt also die Aufnahme im Körper.

Eine Kur mit Biotin sollte erfahrungsgemäß mindestens über den Zeitraum von 3 Monaten durchgeführt werden. Für beste Ergebnisse und je nach Mangelsituation und kann sogar eine Fütterung zwischen sechs Monaten und einem Jahr sinnvoll sein. Gerade wenn es nicht nur um Haarausfall, sondern auch um stärkeres Hufhorn geht kann eine sehr lange Fütterungsdauer notwendig werden..

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24. Oktober 2014
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Kommentare deaktiviert für Hautpilz beim Pferd – Was tun?

Hautpilz beim Pferd – Was tun?

Herbst und Winter sind in vielen Ställen die Zeit, in der Pferde mit Hautpilz zu kämpfen haben. Oft in Kopfnähe beginnend breitet sich so mancher Hautpilz schnell über das ganze Pferd aus.

Kleine Krusten, Schorf, schuppige Haut und ausfallendes Fell an abgegrenzten Stellen sind erste Alarmzeichen. Wird der Pilz nicht bekämpft können daraus aufgrund von sekundären Infektionen schnell nässende Wunden werden. Zumal in den meisten Fällen Hautpilz beim Pferd mehr oder weniger starken Juckreiz auslösen kann, das Pferd sich vermehrt scheuert und die schon strapazierte Haut irgendwann aufgibt.

Natürlich muss nicht jede Kruste und jede haarlose Stelle ein Hautpilz sein. Deshalb sollte bei Verdacht beim Tierarzt ein entsprechender Labortest gemacht werden.

Hautpilz beim Pferd – was tun?

Ist der Hautpilz diagnostiziert gilt es neben der eigentlich Therapie des Pferdes auch eine Ansteckung von anderen Pferden zu vermeiden. Deshalb sollten alle Putzuntensilien, Decken, Gamaschen – einfach alles, das mit dem Pferd in Berührung kommt – täglich desinfiziert, gewaschen bzw. getauscht werden.

Das gilt auch für die eigene Stallkleidung. Denn jeder neue Kontakt mit dem Erreger, der sich auch in den Textilien und im Putzzeug einnistet, kann eine Neuinfektion des eigenen Pferdes oder eine Ansteckung der anderen Pferde im Stall bewirken.

Wenn möglich sollten waschbare Pferdesachen in der Waschmaschine bei möglichst hohen Temperaturen gewaschen werden. Auch das zusätzliche Einweichen in Obstessig zur Abtötung des Erregers hat sich schon vielfach bewährt.

Was kann ich meinem Pferd Gutes tun?

Neben der tierärztlichen Therapie zur Eindämmung des Pilzes kann beispielsweise die Stärkung des Immunsystems das Pferd im Kampf gegen den Hautpilz unterstützen. Denn erfahrungsgemäß werden von Hautpilz meist Pferde mit einer eher schwachen Immunabwehr betroffen. Produkte mit Echinacea sind hierfür traditionell bestens geeignet.

Da ein funktionierendes Immunsystem auf eine gute Darmflora angewiesen ist es sinnvoll, auch den Darm zu unterstützen. Führen Sie bei Ihrem Pferd hierfür am besten eine Futterkur mit einem Ergänzungsfutter mit Inhaltsstoffen wie (Bier-)Hefe und Probiotika durch.

Aber nicht nur von innen, auch von außen kann man das Pferd bei der Eindämmung der Pilzerkrankung unterstützen. Hier gilt es die Hautfunktion, die natürliche Barriere gegen Pilzerreger und Bakterien zu verstärken. Ideal geeignet sind Produkte mit Silberkolloid oder Kupferkolloid. Zusätzlich können mit Teebaumöl vorhandene Erreger bekämpft werden. Zusätzlich sollten Anti-Pilz-Produkte pflegende Inhaltsstoffe haben, damit die strapazierte Haut sich möglichst schnell erholen kann.

Pflegeprodukte für gestresste und sensible Pferdehaut finden Sie natürlich auch im Pferd & Futter Onlineshop.

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17. Oktober 2014
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Flohsamen fürs Pferd – wie lange füttern?

Flohsamen für Pferde?

Eine Kur mit Flohsamen ist immer dann sinnvoll, wenn Ihr Pferd viel auf sandigen Ausläufen steht. Denn Pferde neigen dazu, auch wenn eigentlich kein Futter am Boden zu finden ist, mit dem Maul auf Entdeckungstour zu gehen. Schließlich könnte sich unter dem einen Sandkorn links hinten in der Paddockecke ja doch noch irgendetwas essbares verbergen.

Auch für Pferde, die auf kargen Weideflächen gehalten werden ist eine regelmäßige Flohsamenkur empfehlenswert. Durch das Zupfen an den sehr kurzen Grashalmen gelangt fast immer zu viel Sand oder Erdbestandteile in den Magen-Darm-Trakt des Pferdes.

Untersuchungen zu Folge kann in schlechten Fällen bis zu 10 kg Sand über Jahre hinweg im Verdauungstrakt eines Pferdes abgelagert werden. Und selbst bei einem so großen und langen Darm wie dem des Pferdes ist jedem Pferdebesitzer klar: Das muss irgendwann zu einem ernsthaften Verdauungsproblem oder einer Kolik führen.

Flohsamen fürs Pferd – wie lange füttern damit es Wirkung zeigt?

Eine Frage, die mir als Betreiberin des Onlineshops Pferd & Futter immer wieder gestellt wird: Wie lange soll ich die Kur denn durchführen?

Mein Rat: Damit die Flohsamen möglichst viel Sand aus dem Darmtrakt herausbefördern können sollten Flohsamen mindestens über den Zeitraum einer Woche gefüttert werden. Bei gefährdeten oder empfindlichen Pferden können Sie diese Kur regelmäßig einmal im Monat wiederholen. So vermeiden Sie zu große Ablagerungen von Sand und Bodenpartikeln, die Verdauungstätigkeit sollte sich stabilisieren.

Wichtig ist es, den Pferden im Zeitraum der Zufütterung von Flohsamen ständigen Zugang zu frischem Trinkwasser zu ermöglichen. Da die Flohsamen dem Darm für die Bindung der Partikel viel Flüssigkeit entziehen müssen kann es sonst zu Kreislaufproblemen oder Verstopfungen kommen.

War die Fütterung von Flohsamen bei meinem Pferd ein Erfolg?

Den Erfolg der Fütterung von Flohsamen bei Ihrem Pferd können Sie ganz einfach selbst kontrollieren.

Machen Sie den folgenden Test am besten einmal zu Beginn der Flohsamenkur und dann noch einmal im Anschluss: Nehmen Sie einige Pferdeäpfel ohne Bemischung von Sand und Schmutzpartikeln. Geben Sie diese in eine große Glasschüssel und gießen Sie Wasser über die Pferdäpfel. Warten Sie einige Zeit, bis sich der Kot in Einzelteile zersetzt hat. Am Boden der Schüssel setzt sich der in den Pferdeäpfeln enthaltene Sand ab.

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13. Oktober 2014
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Buchrezension: „Diagnose Hufrehe“ von Dr. Konstanze Rasch

Diagnose Hufrehe“, ein im September 2014 erschienenes Sachbuch (gebundene Ausgabe ISBN Nr. 978-3-275-01752-2), geschrieben von Dr. Konstanze Rasch, aus dem Müller Rüschlikon Verlag, habe ich mir für meine heutige Buchrezension mal genauer angeschaut.

Auf 238 Seiten bekommt der interessierte Pferdebesitzer informative und nützliche Ratschläge, aber auch eine Form von Rundumblick über die Hufreheerkrankung. Die Autorin, Dr. Konstanze Rasch, ist Präsidentin der DHG (Deutsche Hufothopädische Gesellschaft e.V.), als auch Ausbildungsleiterin an der Lehranstalt für Huforthopädie der DHG – eine absolute Fachfrau also.

Los geht es zunächst mit dem Vorwort „Hufrehe – Eine Frage der Zeit“ das aufzeigen soll, wie sehr im Falle des Hufreheverdachts die Zeit maßgeblich für die mögliche Heilung sein kann.

Danach geht Autorin Dr. Konstanze Rasch direkt auf Anatomie des Pferdehufs und darauf, was bei Hufrehe im Huf eigentlich passiert, ein. Schön finde ich, wie viele hochwertige farbige Grafiken und Fotos den Text unterstützen, so dass man sich alles besser bildlich vorstellen kann. Hier steht das Buch meiner Meinung nach einem tierärztlichen Fachbuch in Nichts nach!

Nach dem Hintergrundwissen in Anatomie beleuchtet Dr. Rasch die möglichen Ursachen, die zu einer Rehe führen können. Sie geht dabei naturgemäß auf Fütterungsfehler ein (Stichworte u. a. „Fast-Food für Pferde“ und natürlich auch „Lösen Fruktane Hufrehe aus“). Aber auch die heutigen Wohlstandserkrankungen wie EMS und ECS und der Zusammenhang mit der Entstehung einer Reheerkrankung beim Pferd werden ausführlich beleuchtet. Daneben sind Faktoren wie Stellungsfehler, Übergewicht oder zu wenig Bewegung im Fokus. Insgesamt wie ich finde ein toller Überblick über mögliche Risikofaktoren, die unsere Pferde entweder naturgemäß bzw. genetisch mitbringen oder die wir als Mensch in der Pferdehaltung verursachen können. Und viele Stichworte, die zum Nachdenken über den eigenen Vierbeiner, seine Fütterung und Haltungsbedingungen anregen können.

Mit dem Kapitel „Erste Hilfe“ wird Pferdebesitzern, deren Pferde an akuter oder chronischer Hufrehe leiden, ein kleiner Leitfaden an die Hand gegeben, was zum Wohl des Pferdes getan werden kann. Dabei soll nicht der Tierarzt ersetzt werden. Vielmehr soll der Besitzer verstehen lernen, welche Maßnahmen der Tierarzt ergreifen wird und welche Chancen sein Pferd auf vollständige oder teilweise Genesung hat.

Und zum guten Abschluss eines fachlich hervorragend aufgebauten Buches, das zum leichteren Verständnis für den Leser Text an allen Stellen mit informativen Fotos, Bildern und Grafiken unterstützt, geht Dr. Konstanze Rasch darauf ein, worauf der Pferdehalter und -besitzer nach überstandener Rehe bei seinem Vierbeiner zu achten hat. Dabei wird unterschieden zwischen Pferden, die vollständig gesund geworden sind und denen, die mehr oder weniger bleibende Schäden zurückbehalten haben.

Abgerundet wird der Ratgeber rund um das Thema Hufrehe beim Pferd durch

  • 13 Fallbeispiele, die deutlich machen, wie schwierig die Erkrankung zu behandeln ist und wie sehr man bei der Therapieform differenzieren sollte,
  • einen Anhang im Stil von FAQ von Pferdebesitzern rund ums Thema Rehe,
  • einen praktischen Fragebogen „Ist mein Pferd hufrehegefährdet?“ und
  • Hilfestellung zur Fotodokumentation der Pferdehufe bei einer Reheerkrankung für den besseren Überblick des Therapieverlaufs.

Ergänzend findet der Leser ganz am Ende des Buchs ein nützliches kleines „Lexikon“ (Nomenklatur) rund um Begriffe im Zusammenhang mit der Reheerkrankung sowie nützliche Adressen zum Thema Huf und Hufgesundheit.

Das Buch von Dr. Konstanze Rasch „Diagnose Hufrehe“ ist für mich ein absolut empfehlenswertes Buch. Wer sich für die Erkrankung interessiert, sei es auf eher sachlicher und informativer Basis oder auf Basis des Pferdebesitzers mit betroffenem Pferd – jeder findet hier übersichtlich gestaltet und verständlich geschrieben alles Wissenswerte rund um dieses Thema. Mein Fazit: Klare Kaufempfehlung!

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2. Oktober 2014
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Flohsamen fürs Pferd können helfen Sandkolik zu vermeiden

Flohsamen fürs Pferd? Viele kennen Flohsamen sicherlich aus dem Humanbereich. Dort werden sie vielfach zur Erhöhung der Ballaststoffe in der täglichen Ernährung eingesetzt. Aber auch zur Optimierung der Verdauung sind sie eine wertvolle Unterstützung. Was können Flohsamen beim Pferd bewirken?

Flohsamen – Hintergrundinformationen

Flohsamen binden, vor allem in den Schalen, enorme Mengen an Wasser. Deshalb werden in maschinellem Verfahren die Spelzen von den Samen getrennt und als eigenständiges zusätzliches Produkt angeboten. Gemahlene Flohsamen können übrigens am meisten Flüssigkeit speichern.

Die in Flohsamen und Schalen enthaltenen Ballaststoffe bilden Schleimstoffe, die die Verdauung verbessern können. Diese Schleimstoffe können Sand binden, der sich bei zu sandigen Weideflächen oder bei Heufütterung auf Sandböden im Darm ablagern kann. Und diese Sandablagerungen sind durchaus nicht ungefährlich und können beim Pferd zu Koliken führen.

Empfehlenswert ist es daher, je nach Haltungsbedingungen des Pferdes, 1 -2 mal jährlich eine Kur mit Flohsamenschalen oder Flohsamen durchzuführen. Denn wussten Sie, dass in extremen Fällen bei Anlagerungen über Jahre hinweg über 10 kg Sand im Darm eines Pferdes sein können?

Wie füttert man Flohsamenschalen an Pferde?

Flohsamen können Sie entweder pur, als Samen und/oder Schalen, oder auch als Mash (Flohsamen-Müsli) füttern. Bereiten Sie die Flohsamen-Mahlzeit anhand der jeweiligen Herstellerangaben zu und vermengen Sie die fertige Mischung danach einfach mit dem gewohnten Kraftfutter.

Flohsamen für Pferde – Die richtige Dosierung finden

Ob Sie die richtige Dosis an Flohsamen(-schalen) bzw. (wo nötig) Wasser zum Quellen verwendet haben zeigt Ihnen Ihr Pferd:

  • Zu trockene Pferdeäpfel = zu wenig Wasser zugegeben
  • Neigung zu Kotwasser/Durchfall – zu viel Flohsamen(-schalen)

Pferde sollten während einer Kur mit Flohsamenprodukten ständig Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Sonst kann es zu Verstopfungen oder gar Verstopfungskolik kommen, wenn die Flohsamen dem Darm zu viel Wasser entziehen.

Wann ist eine Kur mit Flohsamen für Ihr Pferd sinnvoll?

Zur Regulierung von Auffälligkeiten wie vermehrtem Durchfall und/oder Kotwasser können Sie kurweise Flohsamen einsetzen. Und auch bei Stehtagen oder auf längeren Reisen mit zu wenig Bewegungspensum können Flohsamenschalen die Verdauung Ihres Pferdes unterstützen.

Die Hauptanwendung im Pferdebereich liegt aber im Bereich der schon angesprochenen Sandablagerungen im Pferdedarm. Prüfen Sie doch einmal selbst, ob und wenn ja, wie viel Sand im Darm Ihres Pferdes ist. Dafür sammeln sie einige Pferdeäpfel (ohne anhaftende Ablagerungen von Sand, Erde, Stroh, etc.) ein und geben diese in eine große Glasschüssel. Geben Sie etwas Wasser dazu und warten Sie ab, bis sich der Kot in Einzelteile zersetzt und schauen Sie, wie viel Sand sich am Boden des Gefässes absetzt.

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12. September 2014
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Gestresste Pferde – Ernährungsplan fürs Pferd mit Magengeschwür

Pferde haben Stress – manche mehr, als der Besitzer es für möglich halten würde. Denn Pferde sind sensibel, sie sind Fluchttiere und alles was außerhalb ihrer Routine ist kann zu Stress und in der Folge zu einem Magengeschwür führen.

Ihr Pferd hat die Diagnose Magengeschwür oder Magenschleimhautreizung bekommen? Lesen Sie hier, wie Sie die Fütterung für Ihr Pferd möglichst optimal gestalten und wie ein Ernährungsplan für ein Pferd mit Magengeschwür aussehen kann.

Häufigkeit der Mahlzeiten, Futtermenge und Fresspausen

Pferde sind Dauerfresser. Dabei machen sie von alleine Fresspausen. Beobachten Sie Ihre Pferde einmal auf der Weide oder mit Heu ad lib im Stall. Es wird gefuttert, dann wird geruht und verdaut über eine kurze Zeit, dann wird wieder gefuttert. Und genau auf diesen Rhythmus ist der Pferdemagen von Natur aus eingerichtet.

Praxistipp: Füttern Sie wenn möglich Heu und Stroh zur freien Verfügung oder geben Sie Ihren Pferden freien Zugang zu einer Weide. Sollten Sie eines der Pferde haben, die tatsächlich nie genug bekommen oder abnehmen müssen verwenden Sie engmaschige Heunetze für rationierte Portionen. So ist Ihr Pferd trotz eingeschränkter Ration lange beschäftigt.

Fresspausen sollten bei Pferden übrigens nie länger als vier Stunden andauern. Denn schon nach vier Stunden fasten fängt beim Pferd die Magensäure an sehr agressiv auf die Magenschleimhaut einzuwirken. Die Folge können Magenschleimhautentzündung bis hin zu Magengeschüren sein.

Pferde mit immer freiem Zugang zu Heu, Stroh oder Weidegras sorgen hier allein für sich. Bei Pferden, denen Raufutter zugeteilt wird, muss der Mensch dafür sorgen, dass die Pausen zwischen Mahlzeiten nicht zu lange werden. Hier ist meist vor allem die Nacht eine Herausforderung. Füttern Sie daher abends die größte Portion und diese möglichst spät.

Übrigens: Auch längere Fahrten im Hänger sollten nie ohne Heusack angetreten werden. Aber viele Pferde verweigern Heu während des Fahrens. Versuchen Sie dann eine leckere Zwischenmahlzeit aus Äpfeln, Birnen oder Möhren für Ihren Vierbeiner einzuplanen. Denn so nimmt das Pferd erstens Futter und zweitens auch noch etwas Flüssigkeit auf.

Anteil Raufutter vs. Kraftfutter

Pferde sollten, sofern Sie nicht im Hochleistungssport eingesetzt werden, möglichst mehr Raufutter als Kraftfutter erhalten. Die in Heu und Stroh und in geringen Mengen im Gras enthaltenen Fasern sind wichtig für eine gut funktionierende Verdauung.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der pH Wert im Magen einige Stunden nach der Fütterung von Getreide im Vergleich zur Fütterung von Heu ungünstiger ist. Begründet ist dies darin, dass die Pferde beim Kauen Speichel produzieren, der wichtig ist für eine gute Verdauung im Magen-Darmbereich. Beim Kauen von Heu entsteht deutlich mehr Speichel, da das Pferd erstens länger und zweitens intensiver kaut. Wieder ein Pluspunkt für eine eher raufutterlastige Fütterung.

Und: Die Aufnahme von 1 kg Raufutter im Vergleich zu 1 kg Kraftfutter macht einen enormen Zeitunterschied. Beobachten Sie doch einmal selbst, wie schnell Ihr Pferd den Trog mit seinem Müsli oder dem Getreide geleert hat und wie lange es gemütlich kauend an einem Kilo Heu hat. Für den Dauerfresser Pferd ist daher Raufutter wichtiger als Kraftfutter.

Ander Sportpferde: Hier kann sich aufgrund der vermehrten Belastung durchaus das Verhältnis etwas verschieben, um genug Energie ins Pferd zu bekommen. Aber bitte geben Sie Ihrem Pferd ausreichend Zeit den Mageninhalt zu verdauen bevor Sie reiten. 30 Minuten sollten es möglichst schon sein, je länger desto besser.

Mahlzeitenplan für ein Pferd mit Magengeschwür

Ihr Pferd hatte ein Magengeschwür oder befindet sich noch in der Therapiephase? Hier finden Sie übersichtlich die gennanten Punkte als Checkliste für einen Mahlzeitenplan für ein Pferd mit Magenproblemen:

  • Reduzieren Sie die Kraftfuttermenge auf maximal 0,3 kg/100 kg Lebendgewicht pro Fütterung. Wenn Ihr Pferd aufgrund von sportlicher Belastung viel Kraftfutter benötigt verteilen Sie die Menge auf entsprechend viele tägliche kleine Mahlzeiten.
  • Füttern Sie Raufutter vor Kraftfutter. Heißhunger wird so vermieden, die Pferde kauen Getreide besser und speicheln es besser ein. Je mehr Speichel, desto besser die Verdauung.
  • Füttern Sie täglich ausreichend Raufutter in mehreren Portionen oder wenn möglich zur freien Verfügung. Als Durchschnittswert nimmt man ca. 1,5 kg/Tag/100 kg Lebengewicht beim Pferd. Aber natürlich ist jedes Pferd anders und wenn Sie einen schwerfuttrigen Kandidaten haben, dann darf es gerne auch mehr sein. Weniger als 1 kg/Tag/100 kg Lebendgewicht sollten es aber selbst bei leichtfuttrigen Pferden oder Pferden auf Diät nicht sein.
  • Füttern Sie täglich 5-7 Mahlzeiten (Kraftfutter, Raufutter). Kleine Portionen und viele Portionen täglich sind für Pferde am argerechtesten und bekömmlichsten. Das ist zwar mehr Aufwand, dient aber der Gesundheit Ihres Pferdes. Vielleicht können Sie sich mit den Fütterungszeiten mit Stallkollegen/Innen absprechend, so dass der persönliche Aufwand etwas geringer wird.
  • Vermeiden Sie Futterpausen von mehr als 4 Stunden. Füttern Sie abends die letzte Portion Raufutter möglichst spät und geben Sie hier die größte Menge Raufutter für den Tag.
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2. September 2014
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Alte Pferde füttern leicht gemacht

Alte Pferde gesund halten mit der richtigen Fütterung ist gar nicht so schwierig. Wie immer beim Pferd gelten zwei Grundsätze. Einerseits „Das Auge des Futtermeisters füttert mit“ und „Never change a winning team“. Soll heißen: Beobachten Sie Ihr Pferd! Sieht es fit und munter aus, die Augen glänzen mit dem Fell um die Wette, Ihr Pferd ist nicht rippig und zeigt einen guten Appetit und viel Lebensfreude – dann füttern Sie in der gewohnten Weise weiter, egal wie alt Ihr Pferd ist.

Fütterungsgrundlagen, um alte Pferde gesund zu halten

Raufutter ist ein entscheidender Faktor in der Pferdefütterung. Dies gilt um so mehr für alte Pferde. Sie sollten qualitativ gutes Heu oder Heulage zur freien Verfügung erhalten. Und: Achten Sie darauf, wenn Ihr altes Pferd in einer Gruppe gehalten wird, dass es ausreichend Zeit für seine Mahlzeiten hat. Denn alte Pferde fressen in der Regel langsamer und mit mehr Pausen als jüngere Pferde.

Alte Pferde füttern, so dass sie möglichst lange vital bleiben, das ist gar nicht so schwer. Aber da ältere Pferde, um ihr Gewicht zu halten, oft auch mehr Raufutter benötigen wird es in Gruppenauslaufhaltung manchmal aufwändig. Ausnahme: Das alte Pferd läuft in einer Gruppe ebenfalls langsam fressender oder schwerfuttriger Pferde. Bei letzteren wird meist auch die „Heu ad lib“-Methode gewählt und so haben die alten Pferde genügend Chancen, zu ihren Futterrechten zu kommen.

Ihr Pferd geht auf die Weide? Perfekt! Auch Gras gehört natürlich zu den wichtigen Grundfuttermitteln für Ihr altes Pferd. Um den Darm zu schonen und die Darmtätigkeit zu fördern sollten Sie trotzdem ganzjährig, auch während der Weidesaison, Heu und/oder Stroh anbieten. So werden abrupte Futterwechsel vermieden und der höhere Rohfaseranteil in Heu und Stroh gegenüber Gras unterstützt die gesunde Darmtätigkeit des alten Pferdes.

Hafer als Pferdefutter für alte Pferde

Ein Streitpunkt unter Experten ist seit langem die Frage, ob alte Pferde ganzen oder gequetschten Hafer bekommen sollen. Je nachdem wo man nachliest kann man die unterschiedlichsten Meinungen finden.

Ich finde, solange das alte Pferd keine Zahnprobleme hat, ordentlich kaut und einspeichelt, nicht zu viele noch intakte Haferkörner im Kot zu finden sind und vor allem, solange das Gewicht Ihres alten Pferdes zu seiner Statur passt: Füttern Sie beruhigt den Hafer im ganzen Korn. Denn Pferdezähne müssen etwas zu tun haben, damit sie gleichmäßig abgenützt werden.

Für Pferde mit Gebissproblemen sollten Sie auf Quetschhafer ausweichen. Bei Zahnproblemen sind auch Heucobs als Ergänzung oder sogar Ersatz für Heu und Stroh empfehlenswert. Und wenn Ihr Pferd zu sehr abnimmt, ergänzen Sie seine Ration mit Leinöl oder Zuckerrübenschnitzeln.

Rübenschnitzel sollten Sie nicht in zu großer Menge verfüttern. Sie können die Nieren belasten bzw. enthalten naturgemäß viel Zucker. Zucker kann den Stoffwechsel beeinträchtigen, der vor allem bei alten Pferden ohnehin oft nicht mehr so gut funktioniert, wie in jungen Jahren.

Wer mag, der kann seinem Pferd auch Mash kochen – ich bevorzuge hier das selbst gekochte vor dem gekauften. Viele Pferde übrigens auch, da man in das selbstgekochte Mash noch weitere leckere Zutaten mischen kann und es sicherlich natürlich schmeckt, als Instantmash. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Eine dauerhafte Mashfütterung kann dem Pferd einen Phosphorüberschuss einbringen und damit die Gesundheit beeinträchtigen.

Mineralfutter für alte Pferde

Wenn Sie kein Fertigfutter geben, das schon Vitamine und Mineralien enthält, sollten Sie Ihrem alten Pferd unbedingt ein hochwertiges Mineralfutter in den Trog geben. Solange das Pferd keine offensichtlichen Versorgungsdefizite zeigt (stumpfes Fell, brüchige Hufe, schlechte Verdauung bzw. Neigung zu Durchfall) ist ein für erwachsene Pferde geeignetes vollwertiges Mineralfutter ausreichend. Dann benötigt Ihr Pferd nicht unbedingt ein spezielles Senior-Mineral.

Wenn Sie aufgrund von Blutbildern wissen oder aufgrund der allgemeinen Verfassung des Pferdes einen Mangel vermuten, kann ein Mineralfutter für alte Pferde sinnvoll sein. Dieses enthält naturgemäß die Nährstoffe, die alte Pferde verstärkt benötigen, in höherer Dosierung als andere Mineralfuttermittel.

Alte Pferde haben oft spezielle Bedürfnisse an die Fütterung. Besonders die optimale Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen ist für die Fitness der älteren Pferde wichtig. Auch die Verdauung von einem alten Pferd ist oft nicht mehr so gut, wie sie es bei jüngeren Pferden ist. Aber nur eine gute Darmflora kann dafür sorgen, dass die gefütterten Nährstoffe auch tatsächlich dort im Körper ankommen, wo sie benötigt werden.

Ab einem Alter von ca. 15 Jahren haben viele Pferde einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Nährstoffmangel zeigt sich dabei selten spontan, sondern nach und nach. Anzeichen einer mangelnden Versorgung mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spuren­elementen oder auch einer altersbedingt ungünstigen Darmflora können u.a. sein:

  • Bröckelnde, schlecht wachsende Hufe,
  • Neigung zu Infekten,
  • Neigung zu Kotwasser und/oder Durchfall,
  • Stumpfes glanzloses Fell und vermehrt Probleme im Fellwechsel.

Bei der Auswahl von Mineralfutter für alte Pferde ist es wichtig, auf die richtige Zusammensetzung zu achten. Alte Pferde benötigen meist vor allem die Vitamine A, D und E in höherer Konzentration. Auch Zinkmangel oder Selenmangel treten beim älteren Pferd häufiger auf als beim jungen Pferd.

Pferd & Futter empfiehlt für Ihr altes Pferd als ausgewogenes flüssiges Mineralfutter Chevinal Plus. In diesem Zusatzfutter sind alle wichtigen Nährstoffe in einer optimalen Kombination vereint, um Ihr altes Pferd in seiner Vitalität zu unterstützen.

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18. August 2014
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Alte Pferde gesund halten – Die Haltungsbedingungen

Statistiken zeigen, dass ein Großteil der Pferde heute nur noch ein durchschnittliches Alter von 8 Jahren erreicht. Die Gründe sind vielfältig. Neben sportlicher intensiver Nutzung der Pferde, die zudem immer früher eingeritten werden, sind auch Haltungs- und Fütterungsthemen zu nennen.

Sie haben ein altes Pferd? Dann habe ich hier für Sie einige Tipps, wie Sie alte Pferde gesund halten können, so dass die Senioren möglichst viel Lebensfreude und Wohlbefinden haben.

Alte Pferde gesund halten – Die richtige Haltung ist wichtig

Wenn Pferde alt werden, dann sind sie oft nicht mehr so reaktionsschnell wie in jungen Jahren. Und sie benötigen mehr Zeit, um zu ruhen. Auch wenn alte Pferde sich oft nicht mehr so häufig hinlegen wie jüngere Pferde, die nötige Auszeit brauchen sie allemal.

Ideale Haltungsbedingungen für ein altes Pferd können sein

  • Offenstall in einer Gruppe gleichaltriger ruhiger Pferde.
  • Paddockbox mit immer offenem Paddock an die Box und täglichem Weidegang.

Alte Pferde brauchen bei Herdenhaltung eine ruhige Gruppe, in der kein Pferd sehr dominant gegenüber dem Senior auftritt. Denn zu viel Stress schadet der Gesundheit. Und gerade alte Pferde sind oft stressanfälliger als ihre jüngeren Artgenossen.

Bei Weidehaltung sollten Sie darauf achten, dass ein Unterstand oder große Bäume auf der Weide sind. So können sich die Pferde auch bei schlechteren Witterungsbedingungen oder im Sommer bei großer Hitze unterstellen.

Alte Pferde als „Erzieher“ für die jungen Pferde. Das ist eine prima Idee, setzt aber einen rüstigen Rentner voraus und nicht zu freche Jungpferde. Und es sollte nicht nur ein altes Pferd in der Gruppe sein, so dass sich die Pferdesenioren nicht überfordert fühlen.

Wichtig ist auf jeden Fall die Möglichkeit zur freien Bewegung. Und natürlich steht auch gemütlichen Spaziergängen oder Bodenarbeit bei einem alten Pferd nichts entgegen. Bei einem ruhigen Schrittausritt können Sie Ihr altes Pferd gut als Handpferd mitnehmen, wenn Ihr Reitpferd und das alte Pferd sich kennen und mögen. Denn mit der nötigen Forderung ohne Überforderung kann man alte Pferde gesund halten und Ihnen das Gefühl geben, noch etwas wert zu sein.

Sie überlegen, Ihr altes Pferd auf einen Gnadenbrothof zu stellen? Es gibt viele gut geführte Gnadenhöfe für alte Pferde, man muss aber genau hinsehen, um die schwarzen Schafe rechtzeitig zu erkennen. Meiner Meinung nach besser ist es, und auch für das alte Pferde schöner, wenn das Pferd zu Hause in gewohnter Stallumgebung sein Gnadenbrot verbringen darf. In der seit Jahren gewohnten Herde hat es meist seine nötige Ruhe, fühlt sich sicher und gut aufgehoben. Die Bezugsperson ist meist häufiger anwesend, als wenn das Pferd auf einem Gnadenbrothof steht. Auch das kann das Wohlbefinden des alten Pferdes erhalten und sogar steigern.

Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist doch kaum etwas schöneres, als die Beziehung von Mensch zu älterem und altem Pferd! Diese Vertrautheit zu spüren wiegt all das auf, was an Mehrarbeit durch das Alter beim Pferd entstehen kann.

Übrigens: Wenn Sie Ihr altes Pferd auch mit passendem Zusatzfutter unterstützen möchten, dann schauen Sie doch mal im Onlineshop von Pferd & Futter vorbei.

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12. August 2014
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Mauke durch Grasmilben vorbeugen und lindern

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Bremsenzeit ist fast vorbei und schon droht den Pferden die nächste „Insektenplage“: Grasmilben! Gerade Pferde mit weißem Fell in der Fesselbeuge neigen dann zu kleinen schmerzhaften Entzündungen, oft mit Krusten oder sogar Mauke durch Grasmilben ist nicht zu unterschätzen. Reagiert man zu spät kann sie teilweise bis zum Fesselgelenk streuen und sogar zu Lahmheiten führen.

Warum Mauke entstehen kann?

Um Mauke, ausgelöst durch äußere Umstände, vorzubeugen ist es wichtig, das eigene Schutzschild der Haut möglichst intakt zu halten. Häufiges abspritzen der Beine kann zu trockener und rissiger Haut führen. Denn vor allem in der Fesselbeuge ist die Pferdehaut sehr dünn und sensibel.

Führen oder Reiten auf sandigem Untergrund kann die Haut zusätzlich schädigen. Der Sand wirkt auf die Haut fast wie ein Schmirgelpapier. Durch Nässe oder andere Einflüsse vorgeschädigte Haut kann dann spröde und dünn werden. Die Schutzbarriere gegen Bakterien ist geschwächt und Mauke kann entstehen. Vor allem dann, wenn das Pferd häufig auf matschigen Ausläufen steht oder die Boxen unzureichend gemistet sind. Mauke ist nachweislich nicht nur auf äußere Einflüsse zurückzuführen, sondern auch auf Fütterungsfehler oder Stoffwechselprobleme. Trotzdem sollte man auf eine gewisse Hygiene rund um die Pferdehaltung bedacht sein, um einer Mauke vorzubeugen.

Die Besonderheit: Mauke durch Grasmilben

Grasmilben – sie sind kaum sichtbare kleine Insekten, deren Stiche aber beim Pferd große Probleme bereiten können. Interessant ist dabei, dass nicht die ausgewachsenen Tiere stechen, sondern die Larven der Grasmilbe. Vor allem im Spätsommer zeigen sich nach solchen Stichen maukeartige kleine entzündliche Stellen, meist in den Fesselbeugen der Pferde. Dabei haben in der Regel Pferde mit weißem Fell an den Beinen die größten Probleme.

Durch die Stiche der Grasmilbe werden im Normalfall keine Krankheiten übertragen. Aber sie lösen starken Juckreiz aus. Die Tiere kratzen sich, scheuern sich, beißen die juckenden Quaddeln auf – die Haut entzündet sich. Der Juckreiz vom Stich der Grasmilbe kann übrigens bis zu drei Wochen andauern.

Was kann man vorbeugend tun?

Am einfachsten ist es, die Fesselbeuge der Pferde mit Vasline einzureiben. Dadurch können die Grasmilben nicht mehr so leicht stechen. Zudem wird die Haut geschmeidig gehalten.

Mit Vaseline kann man übrigens auch sehr gut die Krusten auf bestehenden Stichen und entzündlichen Stellen in der Fesselbeuge der Pferde ablösen. Gut eincremen und kurz abwarten, bis die Krusten leicht aufgeweicht sind. Danach nur leicht ablösbare Krusten ablösen. Danach folgt das Pflegemanagement für Mauke.

Das richtige Pflegemanagement für Ihr Pferd mit Mauke

Wenn Ihr Pferd trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erste Anzeichen für Mauke entwickelt, sollten Sie schnell handeln. Das richtige Pflegemanagement und die Zeit sind entscheidend.

Sie haben bereits wie oben beschrieben die losen Krusten abgelöst? Dann ist jetzt eine gute Hautpflege fürs Pferd gefragt. Pferd & Futter empfiehlt Over Horse Sani Creme. Dieses ist ideal für die Pflege strapazierter und irritierter Haut, wie es bei Mauke der Fall ist. Der praktische Spender sorgt für sparsame aber auch hygienische Anwendung, was gerade bei Mauke und bei kleinen Entzündungen der Haut sehr wichtig ist.

Sani Creme erhalten Sie bei Pferd & Futter versandkostenfrei im Onlineshop.

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22. Juli 2014
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Hilfe, mein Pferd hat Muskelkater! Was tun?

Nicht nur Menschen, auch Pferde können Muskelkater bekommen. Nämlich dann, wenn sie im Training überfordert wurden, wenn der Ausritt doch anstrengender war als geplant oder sogar nach intensiven Rangstreitereien, die mit Rennen, Steigen und Buckeln einhergehen, merken Pferde die Anstrengung deutlich. Was tun, wenn das Pferd Muskelkater hat, sich nicht bewegen mag, steif und verkrampft wirkt? Hier kommen meine drei Tipps, wie Ihr Pferd sich möglichst schnell wieder wohlfühlt:

Mein Pferd hat Muskelkater, was tun? TIPP 1

Keinesfalls sollte das Pferd Boxenruhe bekommen. Wer rastet, der rostet (noch mehr). Leichte dosierte Bewegung ist das Stichwort. Das kann entweder ein Weidetag sein, in ruhiger Pferdegesellschaft, einfach zum entspannen der verkrampften Muskeln und zur Lockerung der gesamten Muskulatur.

Auch ein zusätzlicher entspannter Spaziergang kann einem Pferd bei Muskelkater helfen, schneller wieder locker zu werden.

Mein Pferd hat Muskelkater, was tun? TIPP 2

Gönnen Sie Ihrem Pferd eine Massage. Wenn möglich natürlich am besten von einem Pferde-Physiotherapeuten. Aber auch selbst kann man duch lockeres Ausstreichen der Muskeln und mit wenig Druck ausgeführte kreisende Bewegungen der Fingerspitzen die verspannte Muskulatur lockern und entspannen.

Achten Sie dabei genau auf Ihr Pferd! Wie verhält es sich? Genießt es die Massage, schließt vielleicht sogar die Augen und wirkt völlig relaxed? Dann machen Sie alles richtig. Denn wenn das Pferd Abwehrbewegungen (Schweif schlagen, Kopf schlagen, ausweichen mit dem Körper oder wegdrücken des Körpers) zeigt, dann bringen Sie wahrscheinlich zu viel Druck auf die verhärtete Muskulatur.

Mein Pferd hat Muskelkater, was tun? TIPP 3

Unterstützen Sie Ihr Pferd mit der richtigen Fütterung. Pferde, die zu Muskelkater neigen profitieren von speziellem Zusatzfutter, das die Folge von zu viel hartem Training lindern hilft. Zusatzfutter mit Natriumzitrat kann Muskelkater lindern. Wenn Ihr Pferd generell zu Muskelkater und Verspannungen neigt eignen sich diese Zusatzfutter auch zur dauerhaften Fütterung. Viele Sportreiter und Rennpferdetrainer setzen deshalb bespielsweise Neutrolac von Foran Equine Products (IRL) für Ihre Pferde ein, die beständig Leistung auf sehr hohem Niveau erbringen müssen, lockere Muskulatur brauchen und beweglich bleiben müssen.

Hier gibt es noch mehr Infos zum Thema: Muskelkater beim Pferd – Symptome und was man dagegen tun kann

Gratis Ebook Pferde Mineralfutter

8. Juli 2014
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pferdundfutter.de Ratgeber Mineralfutter für Pferde (Juli 2014)

pferdundfutter.de Ratgeber Mineralfutter für Pferde als Gratis Ebook jetzt erhältlich

Braucht mein Pferd überhaupt Mineralfutter? Welches Vitamin, Mineral oder Spurenelement bewirkt eigentlich was im Körper von Pferden? Sollte man das Mineralfutter nach der Rasse aussuchen oder nach den Haltungsbedingungen?

Der pferdundfutter.de Ratgeber Mineralfutter für Pferde von Simone Autenrieth greift diese und viele weitere Fragen auf. Leicht verständlich erklärt für alle Pferdebesitzer, vom Reitanfänger zum Sportreiter, vom Neu-Pferdebesitzer zum langjährigen Pferdenarr. Alle kommen auf Ihre Kosten und finden Antworten rund ums Thema Mineralfutter.

Der Ratgeber ist als kostenloses E-Book zum Download im Pferd & Futter Onlineshop erhältlich. Die rund 40 Seiten kompaktes Wissen sind als pdf-Datei oder für den E-Book-Reader als ePUB Datei erhältlich. Interessierte Pferdebesitzer finden ihn in der Shopkategorie „Pferdewissen E-Books Gratis“.

„Dass Mineralfutter für Pferde ein wichtiges Zusatzfutter ist, das wird schnell einmal vergessen.“ sagt Simone Autenrieth, Betreiberin des Onlineshops Pferd & Futter und Autorin des Ratgebers. „Bei vielen Vitaminen oder Mineralstoffen heißt es aber vorsichtig zu sein. Ein zu viel oder zu wenig kann sich auf Fitness und Vitalität der Pferde auswirken. Allein deshalb sollte man die Basics über Mineralfutter als Pferdehalter kennen.“

Das Thema „Mineralfutter als Problemlöser beim Pferd“ findet in diesem E-Book ebenfalls einen Platz. Denn längst ist Mineralfutter nicht mehr nur Vitamin-Mineral-Spurenelement-Spender, sondern viel mehr. Je nach zusätzlichen Inhaltsstoffen kann Mineralfutter verdauungsfördernd wirken, den Hautstoffwechsel optimieren oder die sportliche Fitness unterstützen.

Mineralfuttermittel enthalten teilweise Kräuter, die vor allem für Hustenpferde ideal sind. Je nach Zusammensetzung des Futterzusatzes können nervöse Pferde davon profitieren oder triebige Pferde fleißiger werden. Mineralfutter – ein großes Thema Futtermittelbranche, dem oftmals nicht die ihm zustehende Bedeutung beigemessen wird. Das soll mit diesem Mineralfutter-Ratgeber nun anders werden.

Der Pferd & Futter Onlineshop ist seit November 2007 online und bietet hochwertige Produkte aus den Segmenten Pferdezusatzfutter und Pferdepflege. Neuigkeiten aus dem Unternehmen und aus der Pferdeszene lesen Pferdefreunde in den Unternehmens-Blogs sowie auf den Social Media Kanälen Facebook, Google+ und Twitter.

Kontaktdaten: Simone Autenrieth, Kamper Rolle 12, 26169 Friesoythe, www.pferdundfutter.de Tel: 04497-9266749,E-Mail autenrieth@pferdundfutter.de

Verfügbares Pressematerial: Leseprobe, Buchcover (Bild) – bitte bei Bedarf Materialien entsprechend anfordern.

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3. Juli 2014
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Symptome und mögliche Ursachen für Magengeschwüre beim Pferd

Ihr Pferd hat unerklärliche Koliken? Sie trainieren ihr Pferd gleichmäßig und ausgewogen, trotzdem hat es unerklärliche Leistungseinbrüche? Oft frisst es nicht gut, scheint apathisch oder appetitlos und hat keinen Glanz im Fell? Diese Dinge und einige mehr müssen zwar nicht, können aber auf ein Magengeschwür hindeuten. Denn weit mehr Pferde als man glaubt sind ihrem täglichen Stress nicht gewachsen und entwickeln eine Magenschleimhautentzündung oder ein Magengeschwür.

Findet man bei seinem Pferd Symptome für ein Magengeschwür, so kann man dem Verdacht entweder über eine Gastroskopie (Magenspiegelung, wird in der Klinik durchgeführt) oder, als erste und günstigere Maßnahme, mit einem Blutbild nachgehen.

Was kann bei Pferden ein Magengeschwür auslösen?

Stress

Wie auch beim Menschen steht bei Magengeschwüren an erster Stelle der Verdächtigen wenn es um die Suche der Auslöser geht: Stress. Und Studien haben belegt, dass auch Freizeitpferde, die vermeintlich ein ruhigeres Leben als beispielsweise Sportpferde führen, Stress haben.

Für viele Pferde ist es Stress, wenn ein Artgenosse fehlt – sei es auch nur für einige Stunden, schlimmer noch aufgrund eines Stallwechsels.

Aber auch der Ritt ins Gelände kann für Pferde Stress bedeuten. Viele Reiter gehen allein mit ihrem Pferd in die Natur. Viele Pferde, vor allem unsichere Pferde mit unsicheren Reitern, fühlen sich dann allein gelassen, überfordert mit all den Schrecken, die so ein Geländeritt (aus Sicht des Pferdes) mit sich bringen kann. Denn Pferde haben eine Art fotografisches Gedächtnis. Ein Stein, der gestern hier und morgen einige Zentimeter weiter liegt kann Gefahr bedeuten. Und löst Stress aus.

Auch das tägliche Training kann Stress bedeuten. Dann, wenn der Reiter das Pferd überfordert beispielsweise. Überforderung, jeder kennt das von sich selbst, verursacht „Magengrummeln“, „Übelkeit“ Und lang anhaltender Stress kann in der Folge zu Entzündungen im Magen und zu Magengeschwüren führen.

Fütterung

Die Fütterung ist ein weiteres großes Thema, wenn es um die Entstehung von einem Magengeschwür beim Pferd geht. Zu hastiges Futtern wenn erst Kraftfutter, dann Raufutter gefüttert wird, kann ein Auslöser sein. Zu wenig Raufutter im Verhältnis zu sehr viel Kraftfutter ein weiterer.

Problematisch sind zudem zu lange Fresspausen. Denn der Pferdemagen, anders als der menschliche übrigens, fängt an zu viel Säure zu produzieren, verdaut sich praktisch selbst, wenn die Pausen zwischen den Fütterungen zu groß sind. Als maximal vertretbare komplett futterfreie Zeit wird bei Pferden ein Zeitraum von ca. vier Stunden angesehen.

Symptome beim Pferd für ein Magengeschwür

Pferde und Fohlen haben teilweise unterschiedliche Anzeichen für ein mögliches Magengeschwür.

Symptome für ein Magengeschwür beim Pferd:

  • Appetitlosigkeit
  • stumpfes Fell
  • wiederkehrende Koliken (oft in zeitlicher Verbindung zu Fütterungszeiten)
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Leistungseinbrüche
  • Verhaltensauffälligkeiten (z. B. Leerkauen, Knirschen mit den Zähnen, unerklärliche Unruhe, Flehmen, Lecken an metallischen Gegenständen, etc.)
  • schlechter Geruch aus dem Maul (kann auch auf Zahnprobleme hindeuten)

Symptome für ein Magengeschwür beim Fohlen:

  • Appetitlosigkeit (Saugfohlen unterbrechen beispielsweise dann häufig das Trinken bei der Mutter zu früh)
  • unerklärlicher Durchfall
  • wiederkehrende Koliken
  • schlechter Allgemeinzustand (aufgeblähter Bauch, Neigung zu Fieber, stumpfes Fell, etc.)
  • Verhaltensauffälligkeiten (z. B. Starke Speichelbildung, Ruhen in Rückenlage, Zähneknirschen, unerklärliche Unruhe)
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25. Juni 2014
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Sommerekzem – Meine 5 besten Tipps zu Haltung, Pflege und Fütterung

Sommerekzem ist für Pferde sehr belastend. Der ständige Juckreiz macht die Pferde fast irre, sie scheuern sich, teilweise bis Blut fließt. Aber wenn man nur einige Dinge beachtet, kann man das Leben für einen Ekzemer sehr erleichtern.

Tipp1: Weidezeiten

Ein Pferd mit Sommerekzem sollte möglichst nicht in den frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung auf der Weide sein. Dies sind die Hauptflugzeiten der Kriebelmücken bzw. Gnitze, die dem Sommerekzemer das Leben schwer machen können.

Tipp2: Ekzemerdecke

Auch wenn man viel über Fütterung, Pflege und Fliegensprays erreichen kann: Eine sehr gute Unterstützung für alle Pferde mit Ekzem sind Fliegendecken oder Ekzemerdecken. Sie schützen das Pferd vor den Stichen der Insekten, so dass die Pferde problemlos im Herdenverband mit Nicht-Ekzemern zu allen Tageszeiten auf der Weide gehalten werden können. Setzen Sie unterstützend an den nicht bedeckten Körperstellen ein Fliegenspray ein.

Tipp 3: Haltungsbedingungen

Für Pferde mit Sommerekzem gilt es Weideflächen und Paddockboxen in unmittelbarer Nähe zu stehenden Gewässern und/oder dem Misthaufen zu vermeiden. Beides zieht kleine Stechinsekten in Massen an.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch das täglich Absammeln von Pferdeäpfeln von Paddocks und Weideflächen.

Tipp 4: Hautpflege für Ekzemer

Pferdehaut ist empfindlicher als man denkt. Sie ist täglich so vielen Einflüssen von Witterung, Einstreu, Weideböden und Paddockflächen beim Wälzen und Ruhen und vielem mehr ausgesetzt. Die Insektenstiche im Sommer sind da oft nur das Tüpfelchen auf dem „i“.

Pferdehaut will gepflegt werden, nicht nur die von einem Pferd mit Ekzem. Denn noch besser ist es, durch entsprechende Pflege ein Ekzem weitestgehend zu verhindern oder sehr zu lindern. Dafür gilt es, die Haut geschmeidig und damit möglichst widerstandsfähig zu halten. Mit entsprechender Ekzemerlotion wie beispielsweise Sani Creme wird der Haut die nötige Feuchtigkeit zugeführt, die Juckreiz lindert oder gar nicht erst aufkommen lässt.

Pferde sollten, wenn es nicht unbedingt nötig ist, nicht täglich mit Shampoo abgewaschen werden. Wenn man die Pferde shamponiert, dann ist ein rückfettendes Pferdeshampoo Pflicht. Denn Pferdehaut reagiert anders als Menschenhaut und benötigt spezielle Pflegestoffe, damit sie nicht austrocknet.

Bei allen Pflegeprodukten für Ekzemer gilt: Möglichst natürliche Zusammensetzungen wählen.

Tipp 5: Fütterung für Ekzemer

Eine gute Waffe gegen Sommerekzem ist ein aktiver Stoffwechsel. Viele Ekzemer mit Stoffwechselproblemen haben vor allem dann Hautprobleme, wenn die Ration zu viel Eiweiß enthält. Das passiert während der Weidezeit schneller als man denkt.

Begünstigt werden kann Ekzem durch Mangel oder Überversorgung bestimmter Vitamine. So kann ein Überfluss an Vitamin A zu Hautproblemen führen. Aber auch ein Mangel an Vitamin B kann Ekzeme auslösen. Bei Pferden mit Ekzem und Sommerekzem sollte immer auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink, Kupfer und Selen geachtet werden.

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20. Juni 2014
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Biotin und mehr – Zusatzfutter für Pferdehufe

Den Spruch „Ohne Huf kein Pferd“ kennt wohl jeder Pferdebesitzer und Reiter. Und er existiert nicht umsonst. Pferdehufe sind täglichen großen Belastungen ausgesetzt. Einerseits durch die vielen unterschiedlichen Oberflächen, die sie bewältigen müssen. Andererseits durch Reitergewicht und Training. Denn legt man mit dem Pferd einen flotten Galopp hin, dann werden die Pferdehufe dabei ordentlich mit Gewicht belastet.

Zusatzfutter für Pferdehufe – Ist das wirklich nötig?

Manch ein Pferdebesitzer mag sich die Frage stellen, ob Zusatzfutter, ob nun für die Hufe oder sonstige Problemstellungen, wirklich nötig ist. Die Meinung, dass Zusatzfutter für Pferde nur eine „Erfindung der Industrie“ sind, ist nicht so selten unter Pferdebesitzern. Schließlich haben Pferde früher auch nur Getreide und Weidegras, Heu und Stroh bekommen und hatten belastbare Hufe mit guter Hornqualität.

Das ist natürlich richtig. Aber: Früher war die Qualität der Gräser häufig besser als sie es heute ist. Die Böden sind heute oftmals ausgelaugt, zu viel Dünger, zu viel Bewirtschaftungsmaßnahmen und zu wenig Ruhezeiten lassen das Gras und damit das Heu weniger gehaltvoll werden. Wichtige Nährstoffe können fehlen. Das kann sich dann an Problemen mit der Qualität des Hufhorns, schlechtem Hufwachstum und vielem mehr zeigen.

Die Pferdefütterung ist, neben beispielsweise Haltungsbedingungen und Bewegungspensum, einer der Grundpfeiler für stabile belastbare Pferdehufe. Zunächst natürlich über das Grundfutter. Heu, Stroh, Heulage oder Silage in guter Qaulität sowie ein hochwertiges Kraftfutter schaffen die richtige Basis. Trotzdem benötigen viele Pferde ein Zusatzfutter für Pferdehufe, wenn die Hornqualität nicht optimal ist, die Pferde fühlig werden oder die Hufeisen nicht gut halten.

Übrigens sind die Pferdehufe, wie auch die Fingernägel beim Menschen, ein guter Indikator dafür, wie die Nährstoffversorgung im Körper aussieht. Viele Menschen kennen Rillen oder weiße Flecken in den Nägeln, Verformungen oder brüchige Nägel. Und so wie beim Menschen kann sich auch bei Pferden ein Mangel an bestimmten Stoffen in der schlechten Hornqualität der Hufe äußern.

Welche Nährstoffe gehören in ein empfehlenswertes Zusatzfutter für die Hufe?

Ein gutes Zusatzfutter für Pferdehufe enthält auf jeden Fall Biotin. Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin. Es kann vom Pferd in begrenzter Menge im Darm selbst hergestellt werden. Bei Pferden mit offensichtlichen Hufproblemen reicht diese selbst produzierte Menge an Biotin aber nicht aus.

Manchmal ist eine Störung der Darmflora beispielsweise schuld, wenn das Pferd nicht genügend Biotin herstellen kann. Da Biotin zudem nicht im Körper gespeichert wird ist spätestens dann, wenn die Hufe spröde und brüchig werden oder schlecht wachsen die Zufütterung nötig.

Biotin, auch als Vitamin H bezeichnet, ist natürlicherweise viel in Futtermitteln wie Bierhefe und Sonnenblumenkernen enthalten. Neben seinen positiven Auswirkungen auf das Hufhorn ist Biotin auch für den Fett-, Protein- und Kohlehydratstoffwechsel maßgeblich.

Methionin ist eine schwefelhaltige und nicht-essentielle Aminosäure und sollte in einem guten Hufzusatzfutter nicht fehlen. Methionin kann vom Organismus nicht selbst hergestellt werden, sondern muss dem Pferd über sein Futter zur Vergügung gestellt werden. Im Körper des Pferdes wird dann aus Methionin Cystein welches wiederum maßgeblich an der Karatinbildung für die Hufe beteiligt ist.

Neben Methionin sind vor allem Zink, Kupfer und Mangan maßgeblich für ein gesundes Hufwachstum mit guter Hornqualität.

Fazit: Da so viele verschiedene Nährstoffe sich auf Fell, Haut und Hornbeschaffenheit auswirken macht es Sinn, nicht nur einen der Nährstoffe, sondern eine wirksame Kombination daraus zu füttern. Und es ist wichtig, dass das Zusatzfutter für Pferdehufe nicht nur wenige Wochen, sondern mindestens vier, besser sogar 12 Monate gefüttert wird. So hat der Pferdehuf  ausreichend Zeit, vom Kronrandaus in verbesserter Qualität nachzuwachsen.

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17. Juni 2014
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Muskelaufbau beim Pferd

Muskelaufbau beim Pferd ist nicht nur für Sportreiter ein Thema. Es wird gefachsimpelt, wie der optimale Muskelaufbau bei Pferden aussieht, ob man zusätzliche Zusatzfutter für den Muskelaufbau bei Pferden einsetzen sollte oder wie das richtige Training für den sinnvollen Aufbau von Muskulatur beim Pferd auszusehen hat. Aber wie muss eigentlich der richtige Muskelaufbau für mein Pferd aussehen? Welche Muskeln werden wie gesteuert und wofür werden sie beim Pferd benötigt?

Muskelaufbau beim Pferd muss für jede Disziplin im Sport anders aussehen

Muskel heißt im lateinischen Fachbegriff „muskulus“, was so viel wie „das Mäuschen“ bedeutet. Woher das kommt? Schauen Sie sich einmal einen angespannten Muskel unter der Haut an. Sie werden erkennen, dass dieser fast wie eine kleine Maus aussieht.

Eine gut trainierte Muskulatur ist für jedes Reit- oder Rennpferd wichtig. Dabei benötigen die Pferde allerdings als Spezialisten in ihrer Sportart meistens eine bestimmte Muskulatur. Das heißt für den Reiter und Pferdetrainer, dass die Pferde auch ein speziell auf ihre Belastung abgestimmtes Muskelaufbautraining benötigen. Zudem entwickeln Spring- und Dressurpferde normalerweise mehr rote Muskelfasern im Vergleich zu weißen Muskelfasern innerhalb der Skelettmuskulatur. Rote Muskelfasern sind kräftiger als weiße, ermüden allerdings auch deutlich schneller und sind deshalb bei Ausdauersportlern (z. B. Distanzpferde, Rennpferde) weniger zu finden.

Definition der Muskelgruppen für die einzelnen Pferdesportarten

Unterschiedlich sind auch die Muskelgruppen, die für die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Sportpferde bevorzugt trainiert werden müssen. So benötigen beispielsweise Springpferde eine sehr gut bemuskelte Hinterhand für einen kraftvollen Galopp und um sich vor dem Sprung gut abdrücken zu können. Auch die Vorhand und der Rücken muss bei Springpferden eine gut ausgebildete Muskulatur aufweisen, damit die Pferde bei der Landung nach den Sprüngen gut ideal abfedern können.

Dressurpferde benötigen eher eine starke Bemuskelung in der Nierengegend und im Bereich der Kruppe. Nur so können die Pferde die schwierigen Dressurlektionen meistern, sich gut versammeln und genügend Last auf die Hinterhand aufnehmen.

Rennpferde und Distanzpferde hingegen benötigen eine wiederum völlig andere Muskulatur. Sie sind auf Ausdauer trainiert und ihr Anteil an weißen Muskelfasern ist im Vergleich zu Dressurpferden und Springpferden deutlich höher. Weiße Muskelfasern entwickeln zwar weniger Kraft, dafür ermüden sie kaum und genau diese Muskulatur ermöglicht den Rennpferden ihre Leistung auf der Bahn zu bringen.

Für alle Leistungspferde ist es wichtig, eine gut ausgeprägte sogenannte Tiefenmuskulatur zu haben. Vor allem die Muskulatur im vorderen Teil des Bauchs und der Brust ist eine Art Stützpfeiler für die Lunge, die bei Leistungspferden bekanntlich hohen Anforderungen entsprechen muss.

Was ist quergestreifte, was ist glatte Muskulatur beim Pferd?

Sportpferde stellen an ihre Muskulatur höchste Anforderungen. Besonders wichtig ist daher für sie ein Aufbau der sogenannten quergestreiften Muskulatur (Herzmuskulatur, Skelettmuskulatur) im Gegensatz zur glatten Muskulatur. Die quergestreifte Muskulatur wird auch als Antriebsmuskulatur bezeichnet.

Die sogenannte Skelettmuskulatur ist dabei für die Fortbewegung verantwortlich, für die Beweglichkeit des Körpers an sich. Quergestreifte Muskeln sind die Muskeln, die bewusst gesteuert werden können. Deshalb sind sie beim Muskelaufbau beim Pferd auch so wichtig.

Glatte Muskulatur wird über das vegetative Nervensystem gesteuert. Sie kann daher nicht bewusst gesteuert werden. Beispielsweise die Darmmuskulatur gehört zur glatten Muskulatur.

Sie wollen den Aufbau der Muskulatur bei Ihrem Pferd mit Zusatzfutter unterstützen? Pferdezusatzfutter für Muskelaufbau und Erhalt der erarbeiteten Muskulatur finden Sie in großer Auswahl im Pferd & Futter Onlineshop, Ihrem Spezialisten im Bereich Zusatzfutter für Pferde.

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10. Juni 2014
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Pferd & Futter Tipps: Pferdefütterung nach Kolik

Ihr Pferd hatte eine Kolik? Dann gehört zu einer der wichtigsten Reha-Maßnahmen die richtige Pferdefütterung nach Kolik. Die folgenden Tipps ersetzen nicht den Rat Ihres behandelnden Tierarztes, der Ihr Pferd und seine Bedürfnisse nach der überstandenen Kolik am besten kennt. Die folgenden Hinweise sollen vielmehr verdeutlichen, warum Ihr Tierarzt Ihnen zu der einen oder anderen Methode des Anfütterns raten wird.

Richtiges Anfüttern nach Kolik beim Pferd – Alles beginnt mit Heu

Heu ist die Basis der Fütterung für praktisch alle Pferde. Die enthaltene Rohfaser ist wichtig für eine ausgeglichene Darmtätigkeit und Heu erfüllt das Kaubedürfnis von Pferden besser als Kraftfutter. Deshalb ist auch Heu das Starterfutter nach einer Kolik.

Ist die akute Phase der Kolik nach tierärztlicher Einschätzung überstanden, das Pferd zeigt erste Anzeichen von wiederkehrendem Appetit? Dann darf es kleinste Portionen (max. 0,5 kg pro Portion sind empfehlenswert) von Heu bester Qualität vorgelegt bekommen. Achten Sie darauf, dass zwar gewisse Fresspausen entstehen, diese aber nicht länger andauern als maximal vier Stunden. So hat der Darm ausreichend zu tun, ist aber nicht überfordert.

Wenn die gesundheitlichen Fortschritte Ihres Pferdes andauern können Sie die Heumenge über die nächsten Stunden oder Tage (je nach Schwere der vorangegangenen Kolik) langsam steigern, bis sie bei der Idealmenge an Heu für Ihr Pferd angekommen sind.

Warum Stroh und Kraftfutter zunächst nicht gefüttert werden sollten

In den meisten Fällen ist Stroh nicht das Raufutter der Wahl zum Anfüttern des Pferdes nach einer Kolik. Allenfalls nach einer Kolik mit extremem Durchfall kann ein Tierarzt möglicherweise zu Stroh anstelle oder in Kombination mit Heu raten. Dann, wenn die Darmtätigkeit eher ausgebremst als angeregt werden sollte. Da bei der überwiegenden Anzahl von Koliken allerdings dieTendenz zu Verstopfung vorrangig ist, wird in der Regel von Stroh als erstes Raufutter während der Rehaphase eher abgeraten.

Kraftfutter in Form von Pferdemüsli oder Getreide ist relativ schwer verdaulich. Es belastet den Darm daher mehr als Heu und sollte erst in einer späteren Phase des Anfütterns nach der Kolik wieder zur Ration gehören. Zumal die meisten Pferde, egal ob mit oder ohne Operation, nach einer Kolik zunächst einige Tage nur wenig bis keine Arbeitsleistung erbringen sollten. Kraftfutter würde also Energie zur Verfügung stellen, die das Pferd in diesem Moment nicht unbedingt benötigt.

Die Ausnahme ist Mash. Es ist leicht verdaulich und daher ideal in den ersten Tagen nach überstandener Kolik. Vor allem für Pferde, die zum Gesund werden noch mehr Energie benötigen, als Ihnen Heu geben kann. Wie schon beim Heu gilt auch hier: Zur richtigen Pferdefütterung nach Kolik sollten Sie kleine Mengen in vielen Mahlzeiten über den Tag verteilen. Ideal sind sowohl bei Heu als auch bei Kraftfutter oder Mash 5 – 7 Mahlzeiten täglich in regelmäßigen Abständen.

Mineralfutter, Vitamine und Leinöl für Pferde nach überstandener Kolik

Nach einer Kolik kann die Mineralstoffversorgung beim Pferd gestört sein. Oftmals sind vor allem Vitamin B und Magnesium davon betroffen. Füttern Sie daher nach einer Kolik dem Pferd Mineralfutter von sehr guter Qualität.

Vitamin B und/oder Magnesium können Sie als Zusatzfutter verabreichen, wenn ein Mangel wahrscheinlich oder noch besser über das Blutbild nachgewiesen werden konnte. Magnesium unterstützt die Muskulatur, auch die Darmmuskulatur. Vitamin B wird normalerweise im Dickdarm des Pferdes produziert. Durch die bei der Kolik gestörte Darmflora kann es sein, dass kurzfristig die Vitamin B Eingeproduktion des Pferdes nicht ausreicht für seine Vitalität. Zumal Vitamin B für seine appetitanregenden Eigenschaften gerade bei Pferden in der Reha sehr beliebt ist bei Pferdeleuten.

Leinöl kann die Verdauung bei Ihrem Pferd fördern. Füttern sie max. 50 – 60 ml täglich (verteilt auf 2-3 Rationen) an ein Großpferd, um den Fettstoffwechsel nicht zu überfordern. Leinöl kann auch vor allem für Pferde nach einer Operation im Bereich des Dickdarms empfehlenswert sein. Diese Pferde benötigen in der Regel während der Rehaphase mehr Energie im Futter als andere Koliker. Mit Leinöl können Sie Ihrem Pferd diese Energie geben, ohne die Kraftfuttermenge erhöhen zu müssen.

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29. Mai 2014
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Bei Pferden mit Sommerekzem Vitamin B füttern

Sommerekzem kann viele Ursachen haben. Unter anderem wird auch ein Mangel an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen als Auslöser gesehen. Auch Vitamin B-Mangel wird im Zusammenhang mit Ekzem oft genannt. Kann also bei Pferden mit Sommerekzem Vitamin B füttern helfen?

Vitamin B Mangel beim Pferd – Allgemeine Symptome

  • Fressunlust
  • allgemeine Leistungsschwäche
  • schwaches Nervenkostüm
  • stumpfes glanzloses Fell
  • schlechte Futterverwertung
  • Hautveränderungen (u. a. Ekzem)

Da Vitamin B1 am Kohlehydratstoffwechsel, Vitamin B4 am Fettstoffwechsel und Vitamin B6 am Eiweißstoffwechsel beteiligt sind wird klar, wie wichtig Vitamin B in der Pferdefütterung ist. Für Sommerekzemer oder Pferde mit Hautproblemen kann vor allem ein Mangel an Vitamin B1 und B6 zur Herausforderung werden. Übrigens kann nur Vitamin B12 tatsächlich im Körper gespeichert werden. Alle anderen Vitamine des B-Komplexes müssen permanent über die Fütterung ergänzt werden.

Bei Sommerekzem Vitamin B füttern?

Vitamin B Mangel kann wie bereits erwähnt eine schlechtere Futterverwertung nach sich ziehen. Das bedeutet, dass die zugeführten Nährstoffe nicht optimal verwertet werden, weitere Mangelerscheinungen können drohen und die allgemeine Widerstandskraft des Pferdes kann gemindert werden. Die Folge kann Ekzem oder Sommerekzem sein.

Sie haben ein Pferd mit bekannter Neigung zu Sommerekzem? Dann unterstützen Sie Ihr Pferd mit der Zufütterung von konzentriertem Vitamin B in seiner problematischen Zeit. Diese liegt für Pferde mit Sommerekzem meist jährlich zwischen Februar und Oktober. Zwar fliegen im Februar im Allgemeinen noch keine Kriebelmücken, aber eine rechtzeitige Stabilisierung und Stärkung des Ekzem-Pferdes ist wichtig, damit es für die belastungsstärkere Zeit im Jahr optimal gerüstet ist. Aber natürlich ist für Ihr Ekzempferd auch ein Start während der Weidesaison zur Unterstützung der Hautfunktion durch Vermeidung von Vitamin B Mangel sinnvoll.

Wussten Sie, dass Vitamin B im Darm des Pferdes gebildet wird. Da bereits eine Wurmkur oder nicht 100 % einwandfreie Futtermittel und vieles mehr die Darmflora ins Ungleichgewicht bringen können, ist die ausreichende Versorgung aus eigener Herstellung beim Pferd nicht immer gewährleistet. Spätestens wenn die zuvor genannten Symptome bei Ihrem Pferd auftreten, sollten Sie an Vitamin B als Zusatzfuttermittel nachdenken und zusätzlich über eine Unterstützung der Darmflora, z. B. Über probiotische Futtermittel.

Was sonst noch wichtig ist für die Fütterung von Pferden mit Sommerekzem

Neben Vitamin B werden auch ein Mangel an Vitamin D und Biotin (= Vitamin H) als mögliche Auslöser für Sommerekzem in Betracht gezogen. Dazu kommen bei den Mineralien und Spurenelemente eine Unterversorgung mit Calcium, Selen, Zink und auch Kupfer.

Wichtig ist daher eine möglichst ausgewogene Fütterung des Pferdes mit Sommerekzem. Achten Sie beispielsweise in den Weidemonaten darauf, Futtermittel mit nicht zu hohem Gehalt an Vitamin A und D zu füttern. Die Überversorgung mit diesen beiden Vitaminen steht ebenfalls im Verdacht, Sommerekzem auslösen zu können bzw. Hautveränderungen auszulösen. Und beide Vitamine stehen dem Pferd bei Weidehaltung durch vermehrte Sonneneinstrahlung bzw. Weideaufenthalt im Sommer in den meisten Fällen ausreichend zur Verfügung.

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22. Mai 2014
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Kolik beim Pferd – Welche Kolikarten gibt es? Wie erkennt man sie?

Kolik beim Pferd – Sie ist im Grunde genommen keine Erkrankung für sich. Kolik beschreibt vielmehr die Symptomatik von Darmkrämpfen oder zumindest starken krampartigen Bauchschmerzen. Für den Pferdebesitzer entweder an extremer Unruhe oder aber auffälliger Apathie des Pferdes zu erkennen. Weitere Anzeichen einer Kolik können u. a. sein

  • auffälliges Scharren mit den Vorderhufen
  • Entlastungshaltung (Vorderbeine nach vorne gestreckt, Hinterbeine nach hinten – dient der Streckung der Bauchdecke zur Entlastung bei Krämpfen)
  • Schmerzgesicht
  • Schlagen nach dem Bauch
  • häufiges nach dem Bauch umschauen
  • Schmerzatmung (erhöhte Atemfrequenz)
  • blasse Schleimhäute
  • unruhiges Verhalten (sich hinlegen und wieder aufstehen im schnelleren Wechsel, im Kreis laufen) oder extreme Apathie
  • Rückenlage (Entlastung der Bauchdecke)
  • häufiges Flehmen oder Gähnen
  • kein Appetit, nicht mal auf ein Leckerli
  • Schwitzen
  • erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Puls

Welche Kolikarten gibt es beim Pferd?

Verstopfungskolik

Oft durch falsche Fütterung ausgelöst ist die Verstopfungskolik. Dabei kann es neben der Verstopfung bis zum Darmverschluss im Dickdarm kommen.

Im Vergleich zu den meisten anderen Koliken ist das Pferd bei einer Dickdarmkolik eher ruhig. Das führt auch dazu, dass eine Dickdarmkolik oft spät erkannt wird. Das Pferd wirkt unerklärlich müde, frisst weniger oder gar nicht. Mancher Pferdebesitzer bemerkt diese Kolikart erst dann, wenn tatsächlich kein Kot mehr transportiert wird.

Eine Dickdarmkolik kann im Verlauf zu Problemen mit dem Kreislauf führen. Die Pferde legen sich dann hin, sind dabei aber ruhiger als beispielsweise bei einer Gaskolik.

Gaskolik

Die Pferde wirken wie aufgeblasen im Bauchraum. Dieser Eindruck entsteht durch die Aufgasungen im Darm, meistens im Dickdarmabschnitt. Der Darm wird stark überdehnt. Das Pferd bekommt starke Schmerzen und wird sehr unruhig.

Als Auslöser für Gaskoliken stehen Fütterungsfehler im Vordergrund. Ungeeignetes oder stark verunreinigtes, verschimmeltes Futter können bei Pferden zu einer Gaskolik führen. Aber auch zu viel Obst, vor allem überreifes Obst, kann zu einer Aufgasung im Darm führen.

Krampfkolik

Bei einer Krampfkolik steht als Auslöser neben einem möglichen Fütterungsfehler (hier oft das Trinken von zu kaltem Wasser in großen Mengen) auch mentale oder körperliche Auslöser im Vordergrund. So kann eine Krampfkolik beim Pferd auch durch Stress, Überanstrengung und Überforderung oder sogar durch Wetterwechsel begünstigt und ausgelöst werden.

Die Krampfkolik gilt als sehr schmerzhaft. Während der Phasen der akuten Darmkrämpfe will sich das Pferd vermehrt wälzen, wirft sich rücksichtslos hin. Diese Phasen wechseln je nach Schwere der Kolik mehr oder weniger schnell mit ruhigen krampflosen Phasen, in denen das Pferd eher apathisch wirkt.

Darmverschlingung als Kolikauslöser beim Pferd

Bei einer Darmverschlingung ist eine Operation meist unumgänglich. Oftmals sterben Darmteile ab, die durch die Verschlingung nicht mehr ausreichend durchblutet sind. Diese Kolikform hat ihre Charakteristik in einem plötzlichen und sehr heftigen Beginn. Das Pferd ist wie rasend vor Schmerzen, wirft sich hin, will sich wälzen oder läuft einfach im Kreis.

Der Zustand des Pferdes verschlechtert sich meist schneller, als bei anderen Kolikformen. Deshalb muss die Entscheidung für oder gegen eine Kolikoperation in diesen Fällen sehr schnell getroffen werden.

Die Unterscheidung, ob es sich noch um eine Krampfkolik oder bereits um eine Verschlingung handelt kann vom Tierarzt mittels Untersuchung festgestellt werden. Aufgrund der Gefährlichkeit einer Darmverschlingung sollte man bei Krampfkoliken mit möglicher Verschlingung immer sofort einen Tierarzt holen.

Kolik beim Pferd durch Überfressen (Magenüberladung)

Manche Pferde sind wahre Fressmaschinen. Sie fressen bis nichts mehr da ist. Dabei wird der Magen sehr stark überdehnt, was die Schmerzen verursacht. Bei einer Magenüberladung muss der Tierarzt über eine sogenannte Magensonde den Magen entleeren.

Bei für eine Magenüberladung gefährdeten Pferden hilft nur radikale Einschränkung der Futtermengen. Verteilen Sie die tägliche Ration an Kraftfutter und Raufutter oder Weidegang dabei auf möglichst kleine Einheiten. So ist der Natur des Pferdes als Dauerfresser geholfen, es entstehen keine zu langen Fresspausen und die Gefahr der Magenüberladung sinkt.

Grundsätzlich gilt: Eine Kolik beim Pferd ist immer ein Notfall und gehört in die Hände von einem Tierarzt. Er kann über die Untersuchung vor Ort, entsprechende Schnellblutbilder und vieles mehr am besten einschätzen, wie das Pferd behandelt werden sollte.

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16. Mai 2014
nach pferdundfutter
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Pferdefütterung zur Vermeidung von Kolik beim Pferd

Die Pferdefütterung ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Vermeidung von Kolik beim Pferd geht. Meine 7 wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung einer fütterungsbedingtem Kolik:

Kolik beim Pferd durch zu schnelle Futterwechsel

Vermeiden Sie, das Futter zu rasch umzustellen.

  • Schnelles Anweiden im Frühjahr,
  • schnelle Umstellung von Weide auf Stall im Herbst,
  • ständiger Wechsel des Kraftfutters oder
  • Fütterung von Heu mit unterschiedlichem Schnittzeitpunkt in wechselnder Abfolge.

Alles das kann zu Stress im Verdauungsapparat des Pferdes führen und im schlimmsten Fall Kolik auslösen.

Pferde lieben keine Abwechslung im Futter. Wenn Sie ein Futtermittel umstellen möchten oder müssen, so empfiehlt sich eine schrittweise Umstellung: Mischen des ehemaligen Futters mit dem neuen Futter für ca. 4-5 Tage. Dabei die Anteile des neuen Futtermittels langsam erhöhen bis nur noch neues Futter gefüttert werden kann.

Kolik beim Pferd durch Wassermangel

Sorgen Sie für immer frisches Trinkwasser auf der Weide oder im Stall. Pferde trinken täglich viele Liter Wasser, sind aber oft heikel bei der Qualität. Frisches Trinkwasser ist ein Muss, zumal mehrere Tage abgestandes Wasser oder nicht gefiltertes Brunnenwasser oft krankmachende Keime und Verunreinigungen enthalten kann. Trinkt ein Pferd zu wenig Wasser, so kann dies zu Kreislaufproblemen und Kolik führen.

Kolik beim Pferd durch mangelnde Qualität der Futtermittel

Füttern Sie nur einwandfreies Futter. Achten Sie immer auf höchste Qualität bei allen Futtermitteln, entsorgen Sie lieber eine ganze Charge, als dass Sie eine Kolik oder Verdauungsprobleme bei Ihrem Pferd riskieren. Vor allem bei von Schimmelpilzen befallenem Futter ist Vorsicht geboten. Bei Silage, Heu und Stroh mit Schimmelbefall sollte möglichst der gesamte Raufutterballen entsorgt werden, mindestens aber großflächig im Umkreis der von Schimmel befallenen Stelle aussortiert werden. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende – Der Tierarzt im Falle einer Kolik wird meist teurer als das entsorgte Raufutter.

Kolik beim Pferd durch Fressen von Giftpflanzen

Kontrollieren Sie Ihre Weiden und das Raufutter regelmäßig auf Giftpflanzen. Auf den Weiden fällt dies meist leichter, im Heu sind einige Giftpflanzen nach der Trockung nicht mehr so leicht wieder zu erkennen. Auf jeden Fall sollten Sie als Pferdehalter die wichtigsten Giftpflanzen für Pferde kennen und erkennen können. Giftige Pflanzen können je nach Giftigkeit und aufgenommener Menge zu Kolik oder sogar zum Tod des Pferdes führen.

Kolik beim Pferd durch Fallobst auf Weiden

Nicht selten werden Pferde dem Tierarzt mit Kolik vorgestellt, die auf Weiden mit Obstbäumen stehen. In der Erntezeit bedienen sich die Pferde am Fallobst. Geschieht dies unkontrolliert, werden teilweise schon überreife Früchte aufgenommen, kann dies zu Fehlgärungen im Darm und damit zu Kolik führen.

Besser ist es, die Obstbäume in den entsprechenden Zeiten mit einem Stromband abzusperren, so dass die Pferde nur kontrolliert das leckere Obst vom Pferdehalter verfüttert bekommen.

Kolik beim Pferd durch Stress

Sorgen Sie für eine Fütterungsroutine bei Ihrem Pferd. Pferde liegen Routine in den Abläufen. Täglich extrem wechselhafte Futterzeiten gehören zu den Kolikauslösern da sie Stress auslösen können. Empfindliche Pferde können auf Stress mit Darmkrämpfen, sprich Koliken, reagieren.

Füttern Sie Ihre Pferde daher mehrmals täglich, so dass erst gar keine großen Fresspausen und Hungerattacken auftreten. Halten Sie sich einigermaßen an regelmäßige Futterzeiten und vermeiden Sie unnötigen Stress bei der Futterausgabe. Am besten ist es erst Heu und dann Kraftfutter zu füttern.

Mineralfutter Pferd

13. Mai 2014
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Mineralfutter für spanische Pferde

Spanische Pferde erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. So sind Andalusier und Lusitanos wahre Talente im Dressursport, leistungs- und ausdrucksstark.

Südländische Pferderassen sollten möglichst nahe an ihrer ursprünglichen Fütterung ernährt werden. Welche Fütterung und welches Mineralfutter für spanische Pferde ist dabei empfehlenswert?

Fütterungsgrundlagen für Spanische Pferderassen

Iberische Rassen sollten möglichst stärkearm gefüttert werden. Ihr Verdauungsapparat ist nicht auf eine übermäßige Getreidefütterung ausgelegt.

Zudem sollten Spanier mit möglichst eiweißarmem Grundfutter (Heu, Stroh, Gras) gefüttert werden. In ihrer Heimat ernähren sie sich von trockenem steppenartigem Gras oder Stroh. Die hierzulande üblichen üppigen Weiden in Verbindung mit eiweißreichem Gras und Heu können gesundheitliche Probleme (Neigung zu Ekzemen beispielsweise) verursachen.

Optimal ist es, bei der Fütterung von spanischen Pferden als Eiweißquelle auf hochwertige Kraftfutter (am besten stärkereduziertes Spezialmüsli oder Hafer) zurückzugreifen. Auf eine gute Verdaulichkeit sollte unbedingt geachtet werden, um den Verdauungstrakt des Pferdes nicht unnötig zu belasten.

Für ein Plus an Energie, oder bei leichtfuttrigen Iberern ein „Mehr“ an Kalorien, können Sie Ihrem spanischen Pferd Leinöl zum Futter geben. Als Kur im Fellwechsel oder für sportlich geforderte Pferde oder leichtfuttrige Pferde auch regelmäßig zur Ration.

Mineralfutter für spanische Pferde

Zur Unterstützung der Muskulatur beim spanischen Pferd sollte das Mineralfutter Vitamin E und Selen enthalten. Um die oftmals bei iberischen Pferden empfindliche Haut ideal zu versorgen, sind Mineralfutter mit Zink und Kupfer empfehlenswert.

Wie bei allen Pferden müssen auch in einem Mineralfutter für spanische Pferde alle essentiellen Aminosäuren (d. h. nicht vom Körper selbst herstellbaren Aminosäuren) enthalten sein.

Spanische Pferde: Spezielles Mineralfutter ein Muss?

Spanische Pferde sollten zwar möglichst nah an der ursprünglichen Fütterung gehalten werden, ein spezielles Mineralfutter müssen Sie Ihrem Spanier aber nicht unbedingt kaufen. Denn alle hochwertigen Mineralfutter enthalten normalerweise die auch für spanische Pferde wichtigen Vitamine und Mineralien in ausreichend hoher Dosierung.

Für die optimale Versorgung Ihres im Sport eingesetzten spanischen Pferdes, oder auch des freizeitmäßig gerittenen Spaniers wählen Sie ein Mineralfutter, das Vitamine, Spurenelemente und Mineralien in konzentrierter Form enthält. So müssen Sie trotz des erhöhten Nährstoffbedarfs meist nur eine kleine Ration täglich davon füttern. Pferd & Futter empfiehlt für Ihr spanisches Pferd im Sport Chevinal Plus als wohlschmeckendes, ausgewogenes flüssiges Mineralfutter.

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12. Mai 2014
nach pferdundfutter
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Zusatzfutter für Pferde zum Muskelaufbau

Muskelaufbau beim Pferd geht nicht ohne Training. Allein mit der Gabe von für den Muskelaufbau entwickeltem Futter kommt man in der Regel nicht weit. Ideal ist erfahrungsgemäß eine Kombination aus Training und einem Zusatzfutter für Pferde zum Muskelaufbau.

Zusatzfutter für Pferde für entspannte Muskulatur

 

Nur ein Muskel, der sich entspannen kann, der kann auch wachsen. Nicht nur Aufbautraining ist wichtig, sondern auch Lockerung, Dehnung und Entspannung. Und die richtigen Nährstoffe, die den Muskel dabei unterstützen, trotz Trainingseinheiten locker bleiben zu können.

Vitamin E als Zusatzfutter ist für Pferde ideal, die sich schnell mukulär verspannen. Der Muskel verhärtet immer mehr, wird schmerzhaft. Das Pferd versucht naturgemäß, der schmerzhaften Bewegung auszuweichen. Dabei nimmt es entweder eine falsche Haltung ein, um den schmerzenden Muskel zu schonen, oder es verweigert gleich ganz die Arbeit. Mit der täglichen ausreichenden Vitamin E Versorgung wird die Muskulatur dabei unterstützt, sich nach der Anstrengung zu regenerieren und locker zu bleiben.

Für Sportpferde mit täglichem anstrengendem Trainingspensum kann auch eine Kombination aus Vitamin E + Selen sinnvoll sein. Selen als Gegenpart zu Vitamin E erhält und unterstützt die Muskulatur beim Pferd optimal.

Zusatzfutter für Pferde zum Muskelaufbau

 

Pferdezusatzfutter, das den Muskelaufbau unterstützt, enthält meist das schon für die Muskelentspannung erwähnte Vitamin E, mit oder teilweise auch ohne Selen, und dazu Lysin.

Lysin, oder auch L-Lysin, ist eine essentielle Aminosäure. Der Pferdeorganismus kann sie nicht selbst herstellen und ist auf entsprechendes Futter oder Zusatzfutter angewiesen. Ohne die nötige Menge an Lysin kann beim Pferd kein Muskelaufbau erfolgen. Denn Lysin spielt wie praktisch alle Aminosäuren eine wichtige Rolle im Muskelstoffwechsel und -aufbau. Starke Muskelarbeit erfordert Lysin als Proteinbaustein. Ein Mangel an Lysin kann beim Pferd übrigens an Leistungseinbrüchen und mangelnder Konzentration auf den Reiter bemerkt werden. Ein lang anhaltender Lysinmangel kann beim Pferd zu einer vermehrten Neigung zu Infekten führen.

Zusatzfutter für Pferde mit Neigung zu Muskelkater

 

Ja, auch Pferde können Muskelkater bekommen. Muskelkater ist die umgangssprachliche Bezeichnung für kleinste Risse in der Muskulatur, die meist durch Überanstrengung im Training oder Wettkampf entstehen können. Der Muskel wird sauer, übersäuert, wird schmerzhaft. An Muskelkater sollte man dann denken, wenn das Pferd am Tag nach der anspruchsvollen Leistung klamm und steif geht, sich nicht bewegen mag und verspannt wirkt.

Spezielle Zusatzfutter, meist mit Inhaltsstoffen wie Natriumcitrat oder Natriumacetat, können dann die Muskulatur bei der Entsäuerung unterstützen.

Zusatzfutter für Pferde zum Muskelaufbau, Vitamin E für Pferde, Vitamin E+Selen als Pulver und auch Zusatzfutter für Pferde bei Muskelkater finden Sie in großer Auswahl im Pferd & Futter Onlineshop.

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8. Mai 2014
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Warum beim Pferd der CK Wert im Blutbild erhöht sein kann

Wofür steht der CK Wert im Blutbild beim Pferd

 

CK steht für Creatinkinase, welches ein muskelspezifisches Enzym ist. Immer dann, wenn Muskelzellen im Körper zerstört werden oder wurden, ist der CK Wert erhöht. Beim Menschen übrigens beispielsweise kann ein erhöhter CK Wert auf einen Herzinfarkt hindeuten. Beim Pferd deutet ein erhöhter ck Wert eher auf einen Kreuzverschlag, Muskelverletzungen, Muskelkater oder auch Stoffwechselprobleme hin. Was die Ursache im Einzelnen ist, das kann am besten der behandelnde Tierarzt beurteilen.

Oftmals kann übrigens schon eine extreme muskuläre Anspannung des Pferdes bei der Blutabnahme oder eine Trainingseinheit in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Blutabnahme den CK Wert unnötig verfälschen. Ein erhöhter Wert ist daher meist kein Grund zu übermäßiger Sorge. Zumindest dann, wenn das Pferd keine offensichtlichen muskulären Probleme zeigt oder unter Stoffwechselerkrankungen (PSSM) leidet.

Selbst eine zu lange Transportdauer der Blutprobe zum Labor kann einen CK Wert verfälschen. Und um den CK Wert tatsächlich beurteilen zu können, sollte auch immer der sogenannte LDH Wert beachtet werden. Ein erhöhter LDH Wert deutet auf einen Sauerstoffmangel (der auch nur kurzzeitig gewesen sein kann) in der Muskulatur hin. Ein erhöhter LDH Wert führt in der Regel ebenfalls zu einem erhöhten CK Wert im Blutbild des Pferdes.

Erhöhter CK Wert beim Pferd als Anzeichen einer Stoffwechselproblematik

 

Vor allem die Erkrankung PSSM (= Polysacharid Speicher Myopathie) ist in Verbindung mit dem CK Wert zu nennen. Dabei werden sogenannte Mehrfachzucker in den Muskel eingelagert. Das Pferd kann diese aufgrund seiner Stoffwechselstörung nicht richtig abbauen. In der Folge können die Muskelwerte bei diesen Pferden extrem schlecht werden. Die Pferde zeigen als mögliche körperliche Reaktion extremen Muskelkater, übermäßige Steifheit, starke Verspannungen bis hin zum Kreuzverschlag.

Ist der erhöhte CK Wert nachweislich auf PSSM zurückzuführen, sollte das betroffene Pferd möglichst stärkearm ernährt werden. Auf Getreidefütterung sollte genauso wie auf Melasse und Zucker verzichtet werden. Ideal zur Unterstützung von Pferden mit PSSM sind die Fütterung von Leinöl für die nötige Energie und Zusatzfutter, die die Muskulatur lockern sollen, wie Vitamin E und solche, die Pferde mit Neigung zu Muskelkater unterstützen (z. B. Foran Neutrolac).

Ideales Management für Pferde mit krankhaft erhöhtem ck Wert

 

Nach tierärztlicher Anweisung sollen Pferde mit krankhaft erhöhtem CK Wert meist keine Stehtage haben. Empfehlenswert ist kontinuierliches Training, ohne die Pferde dabei zu überfordern. Auch die freie körperliche Bewegung im Offenstall oder auf der Weide sind ratsam.

Der CK Wert sollte bei diesen Pferden regelmäßig kontrolliert werden, um den Therapieerfolg von Bewegungs-, Haltungs- und Fütterungsmanagement zu kontrollieren und ggf. zu optimieren.

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3. Mai 2014
nach pferdundfutter
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Richtige Pferdefütterung – Pferde fit und gesund halten

Anfrage zur Pferdefütterung einer Pferdebesitzerin zu ihrer Stute: Das Pferd pupst viel und schubbert sich vermehrt an Mähne und Schweif. Sie neigt zu Hautproblemen wie beispielsweise kleine Pickelchen und Krusten am Kopf und teilweise auch am restlichen Körper. Entfernt man die Krusten geht Fell mit heraus.

Auf Zeckenbisse reagiert das Pferd mit Entzündungen, teilweise eitrig.

Die Besitzerin hat das Gefühl, das Pferd ist schlapp und müde. Es wurde daraufhin ein großes Blutbild gemacht. Im Ergebnis sieht man dabei u. a. erhöhte Leberwerte.

Neben Kraftfutter bekommt das Pferd Mineralfutter, Heu satt und Karotten. Derzeit darf die Stute täglich 30 – 60 Minuten auf die Weide.

Richtige Pferdefütterung bei erhöhten Leberwerten

Aus der Ferne ist so ein komplexes gesundheitliches Geschehen, das nicht immer nur mit der Fütterung zusammenhängen muss, immer schwierig zu beurteilen. Deshalb ist es zunächst immer empfehlenswert, sich einen Rat des behandelnden Tierarztes, der auch das Blutbild erstellt hat, einzuholen.

Meiner Erfahrung nach können erhöhte Leberwerte leider viele Ursachen haben. Davon auch einige, die wir selbst wenig beeinflussen können. So beispielsweise für Pferde ungeeignete Pflanzen auf der Weide (Unkraut, Wildwuchs, etc.).

Auch ein zu hoher Eiweißanteil in der Pferdefütterung kann erhöhte Leberwerte begünstigen. Die Fütterung sollte daher regelmäßig auf den Gesamt-Eiweißgehalt (Grundfutter, Zusatzfuttermittel, Gras, Heu, Stroh, etc.) überprüft werden.

Wenn die Stute auf die Weide kommt kann pro Stunde grasen (auf einer Weide mit ordentlichem Bewuchs) ca. ein halbes Kilo Heu im Vergleich zur Winterration abgezogen werden.

Bei der Fütterung von Möhren sollten möglichst „Lebensmittel“Möhren und keine Futtermöhren verwendet werden. Der Nitratgehalt in Futtermöhren ist oftmals höher, als der in den für den menschlichen Verzehr erhältlichen Möhren. Zudem sollten die Enden, an denen das Grün herauswächst, abgeschnitten werden. In ihnen ist am meisten Nitrat enthalten. Dieses kann die Leber unnötig belasten.

Dass das Pferd schlapp und müde wirkt kann an den erhöhten Leberwerten liegen. Die Leber ist eines der großen Organe des Körpers. Wenn hier zu viel Arbeit verrichtet werden muss, eine Überbelastung entsteht, kann das den gesamten Organismus schwächen.

Richtige Pferdefütterung während der Weidezeit

Die Hautprobleme bzw. das Schubbern an der Mähne und am Schweif können von einem zu hohen Eiweißanteil in der Fütterung begünstigt werden. Alternativ kann ein zu hoher Anteil von beispielsweise Vitamin A (durch zusätzliches Vitamin A im Gras im Vergleich zur Pferdefütterung im Winter) Hautprobleme und Ekzeme verursachen.

In den Weidemonaten ist es daher ratsam, auf ein speziell auf diese Jahreszeit optimiertes Mineralfutter zu füttern. Standardmäßig enthalten diese für die Weidezeit geeigneten Mineralfutter für Pferde u. a. weniger Vitamin A und D.

Das Pupsen kann einerseits von zu viel „blähendem“ Futter bzw. Saftfutter (Gras, Möhren) kommen, andererseits eine grundsätzliche Störung der Darmflora sein. Eine spezielle Kotprobe auf „gute“ und „schlechte“ oder fehlende Bakterienkulturen kann hier Aufschluss geben.

Alternativ kann eine temporäre Reduzierung des Saftfutters zeigen, ob der Auslöser in der Pferdefütterung liegt oder eine grundsätzliche Störung der Darmflora vorliegt.

Zur Unterstützung der Darmflora beim Pferd sind Produkte mit Inhaltsstoffen wie Montmorillonit zur Bindung von Futtertoxinen und Pferdezusatzfutter mit spezieller Hefe empfehlenswert.

Zusatzfutter für Pferde, optimal geeignet zur Unterstützung der Verdauung beim Pferd, und Mineralfutter für Pferde erhalten Sie im Pferd & Futter Onlineshop.

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23. April 2014
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Sommerekzem beim Pferd und das richtige Management

Sommerekzem gilt als allergische Reaktion bei Pferden. Die Pferde reagieren hypersensibel auf die Stiche der kleinen Kriebelmücken und der in der Dämmerung fliegenden Gnitze. Das Immunsystem dieser Pferde ist hochreaktiv. Es versucht, die über den Stich in den Organismus eingedrungenen Fremdkörper (also das „Blutgerinnungsmittel“, das Insekten beim Stich einspritzen, damit das Blut flüssig und „saugbar“ bleibt) abzuwehren.

Wie es für viele allergischen Reaktionen typisch ist, passiert beim ersten Kontakt mit dem fremden Stoff noch nichts oder nur wenig. Ab dem zweiten Kontakt steigert sich die Abwehr immer mehr und es kann zu offensichtlichen Allergien, dem Sommerekzem beim Pferd, kommen.

Durch die Allergie scheuern sich Pferde mit Sommerekzem deutlich mehr als andere Pferde nach Mückenstichen. Und hier beginnt auch ihr Teufelskreis: Durch das vermehrte Scheuern wird die Haut immer mehr angegriffen, platzt teilweise richtiggehend auf und bietet damit eine Möglichkeit für Keime, Pilze und Bakterien aller Art, in den Organismus einzudringen. Die Folge davon sind unschöne, teilweise sogar eitrige Entzündungen, noch mehr Juckreiz und daraus folgend weitere Entzündungen.

Das richtige Management rund um Ihr Pferd mit Sommerekzem

Um diesen Kreislauf gar nicht erst aufkommen zu lassen ist es für die Besitzer der sogenannten Sommerekzemer wichtig, dass sie rechtzeitig ein wirksames Fliegenspray für Pferde und auch eine Ekzemerlotion wie Sani Creme für kleine Hautirritaionen von vermehrtem Scheuern einsetzen. Denn wenn die Pferde bereits anfangen, sich aufgrund von Insektenstichen zu scheuern, dann wird es immer schwieriger, diesen Lauf zu durchbrechen.

Zusätzlich sollten Sie versuchen, ein möglichst ideales Stall- und Weidemanagement für Ihr Pferd mit Sommerekzem zu organisieren. Das heißt, dass Sommerekzemer nach Möglichkeit nicht in der Dämmerung auf der Wiese sein sollten oder wenn, dann nur mittels einer Ekzemerdecke und zusätzlich Fliegenspray rundum geschützt vor den allergieauslösenden Stichen.

Besser ist es, die Pferde über Nacht auf die Weide zu bringen und sie in der Dämmerung in den Stall zu holen. Da Kriebelmücken und Gnitze das pralle Sonnenlicht scheuen können die Pferde auch tagsüber gut auf der Weide sein. Allerdings werden die kleinen Fliegen ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang bereits wach und so sollten Sie spätestens dann die Pferde, die die Nacht auf der Weide verbracht haben, wieder in den Stall holen.

Gleiches gilt für die Abendstunden. Hier sollten Sie die Pferde deutlich vor Sonnenuntergang, einer der Hauptflugzeiten dieser Insekten, in den Stall holen und auch erst bei völliger Dunkelheit wieder zur Weide bringen.

Versuchen Sie für Ihre Sommerekzemer-Pferde eine Weide und einen Stall zu finden, der nicht in unmittelbarer Nähe zu stehenden Gewässern liegt. Denn dort halten sich die kleinen stechenden Plagegeistern am liebsten auf und treten dann auch sehr gehäuft auf.

Auch der Misthaufen ist ein beliebter Aufenthaltsort für Stechinsekten aller Art. Deshalb empfiehlt es sich, Stall und Weide auch hiervon möglichst weit entfernt zu halten. Zusätzlich kann das möglichst tägliche absammeln der Pferdeäpfel auf den Weiden eine deutliche Verbesserung für Pferde mit Sommerekzem bringen. Fliegen und Mücken lieben frische Haufen und umschwirren dann auch gerne direkt noch das Pferd.

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17. April 2014
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Wenn beim Pferd Gelenke knacken

Muss sich der Pferdebesitzer Sorgen machen, wenn bei seinem Pferd die Gelenke knacken? Woher kommt dieses Knacken überhaupt? Ist es der Vorbote einer Arthrose beim Pferd?

Wenn beim Pferd die Gelenke knacken – Was Sie beobachten sollten

Grundsätzlich ist es natürlich nicht normal, dass beim Pferd die Gelenke bei Beginn einer Bewegung oder bei jedem Schritt knacken. Trotzdem ist es der Medizin zu Folge so, dass das Gelenkknacken, ohne dass das Pferd dabei Schmerzen empfindet, meistens kein großes gesundheitliches Problem darstellt. Wenn beim Pferd regelmäßig die Gelenke knacken sollte man darauf achten, ob das Pferd Schmerzempfinden zeigt – sei es durch ein „Schmerzgesicht“ oder auch durch Lahmheiten oder sichtbare Vermeidungshaltung. Sind Schmerzen erkennbar sollte auf jeden Fall ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Fazit: Grundsätzlich ist Gelenkknacken nicht unbedingt als Alarmsignal des Körpers zu werten. Zumindest dann nicht, wenn das Pferd keine Schmerzen zeigt.

Was kann knackende Gelenke beim Pferd auslösen?

Manchmal reicht es, wenn die Muskulatur nicht ausreichend ausgebildet ist, dass die Gelenke zu knacken anfangen. Verkürzte Muskeln oder ein Ungleichgewicht der Muskulatur (wenn nur bestimmte Muskelgruppen ausreichend trainiert sind) können zu Gelenkknacken mit Lahmheit und Schmerzen führen.

Fehlende Muskulatur oder falsch trainierte Muskulatur können das Gelenkspiel so beeinträchtigen, dass Knackgeräusche zu hören sind. Denn Gelenke benötigen ein gewisses Spiel, um reibungsfrei arbeiten zu können. So reicht häufig eine länger anhaltende falsche Belastung des Pferdes aus(auch durch anatomische Fehlstellung), dass die Gelenke zu knacken beginnen. Das Knacken entsteht übrigens häufig durch kleine „Gasbläschen“, die sich beim Bewegen der Gelenke aus der Gelenkschmiere lösen.

Erste Anzeichen eines solchen Ungleichgewichts in der Muskulatur können Muskelblockaden sein. Diese führen zu Schmerzen. Der Schmerz an sich kommt in diesem Fall beim Pferd nicht vom Knacken der Gelenke, sondern von der Muskelverspannung. Ein Physiotherapeut kann dem Pferd diesen Schmerz nehmen. Bei vielen Pferden ist danach auch das Gelenkknacken verschwunden. Nach einer solchen Behandlung sollten Pferde zunächst ein bis zwei Tage nur im Schritt bewegt werden, am besten auch ohne Reiter auf dem Rücken. So kann der Körper sich „neu einstellen“. Danach sollten die richtigen Muskelgruppen trainiert werden, um einen eventuellen Rückfall, vor allem bei anatomischen Problematiken, möglichst zu vermeiden.

Können knackende Gelenke beim Pferd auf eine beginnende Arthrose hindeuten?

Knackende Gelenke können nicht nur an den Gliedmaßen auftreten. Auch im Halswirbelbereich des Pferdes können manchmal Knackgeräusche wahrgenommen werden. Das Knacken kann auf eine Beschädigung oder Abnutzung eines Gelenkes hindeuten. Das ist generell von der Ursache abhängig. Handelt es sich, wie vorher beschrieben, um eine Folge von muskulären Problemen, so sind die Gelenke meist gesund.

Hat das Pferd Schmerzen und knackende Gelenke, so sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden. Seine Diagnose kann unter Umständen Arthrose sein. So beispielsweise wenn hinter den knackenden Gelenken ein Knorpelschaden steckt. Aber auch, wenn die Gelenke über längere Zeit nicht ausreichend geschmiert waren und zu viel Reibung auf den Knochen war. Nicht allein deshalb ist ausreichende tägliche Bewegung des Pferdes zur Erhaltung seiner Gesundheit und Fitness wichtig. Pferde sollten dazu nicht nur tägliche Bewegung unter dem Reiter oder an der Longe haben, sondern – nicht zuletzt für die Psyche, täglich ganzjährig mehrstündigen Weidegang und Haltungsbedingungen mit Bewegungsfreiheit erhalten.

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14. April 2014
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Zusatzfutter für Pferde – Welche Menge Leinöl verträgt ein Pferd?

Leinöl wird als Zusatzfutter für Pferde gerne zur Steigerung der Energie oder auch als „Fettmacher“ für zu schlanke Pferde eingesetzt. Leinöl kann sogar schon in geringer Menge bei der Gewöhnung des Pferdes an neues Futter gute Dienste leisten. Sein starker Eigengeschmack verdeckt Geruch und Geschmack neuer „Futterzutaten“ vor misstrauischen Pferden.

Auch zur Erhaltung der Fitness wird Leinöl für Pferde aufgrund seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 und 6) gerne eingesetzt. Und Leinöl kann durch den energetischen Wert einem Sportpferd ausreichend Kraft und Power geben, ohne dass es zu viel Kraftfutter erhalten muss. Da Leinöl eiweißärmer als viele Kraftfuttersorten ist, kann die Fütterung daher für stoffwechselempfindliche Pferde durchaus sinnvoll sein.

Zur besseren Verwertung fettlösliche Vitamine in Pferdefutter ist die Zufütterung von Öl ebenfalls sinnvoll. Den meisten Fertigfuttern (Fertigmüsli, Mienralfutter, etc.) ist allerdings bereits Öl in ausreichender Menge zugesetzt. Eine alleinige Zufütterung aufgrund der Verwertbarkeit von Vitaminen ist dann nicht unbedingt notwendig. Bei der Verfütterung von Möhren beispielsweise kann zusätzliches Leinöl zur besseren Verwertung des in Karotten enthaltenen Betacarotins sinnvoll sein.

Sind auch andere Öle als Zusatzfutter für Pferde geeignet?

Natürlich muss es nicht Leinöl sein, wenn das Pferd Öl bekommen soll. Leinöl ist jedoch bekannt für seine sehr gute Verdaulichkeit, für die schon genannten und in hohem Anteil in Leinöl enthaltenen hochwertigen Omega 3 und 6 Fettsäuren und auch für seine entzündungshemmende Wirkung.

Grundsätzlich können natürlich auch andere Öle an Pferde verfüttert werden. So sind beispielsweise auch Sonnenblumenöl oder Distelöl geeignet und preislich oft die bessere Alternative. Allerdings ist das Leinöl die hochwertigere Ölquelle für Pferde, schon allein aufgrund der im Vergleich besseren Bilanz an Omega-Fettsäuren. Zudem werden günstigere Supermarktöle teilweise mit schlecht verdaulichen Lösungsmitteln und durch Erhitzen hergestellt. Der genaue Blick auf die Deklaration und das Etikett lohnt sich also, wenn man Öl an seine Pferde verfüttern möchte.

Kaltgepresste Öle sind immer vorzuziehen. So sollten Pferdebesitzer besser ein kaltgepresstes günstigeres Öl kaufen, als ein Leinöl von billiger Qualität zu nehmen.

Zusatzfutter für Pferde: Welche Menge Leinöl fürs Pferd?

Der Bedarf oder vielmehr die verträgliche Menge an Leinöl als Zusatzfutter beim Pferd ist abhängig von der Leistung und vom Grundumsatz. Hat man ein leichtfuttriges Freizeitpferd so muss man viel mehr aufpassen mit der Ölmenge, als bei einem Sportpferd. Ein Pferd mit geringem Bedarf sollte täglich nicht mehr als ein bis zwei Esslöffel Öl zur Ration bekommen. Denn zu viel Öl kann zu viel Fett in der Ration bedeuten. Und damit für ein leichtfuttriges Pferd oder ein Pferd mit geringem Bewegungspensum eine schnelle deutliche und unerwünschte Gewichtszunahme.

Leistungspferde oder schwerfuttrige Pferde können deutlich mehr Öl erhalten. Aber auch sie sollten nicht mehr als einen halben Liter Öl täglich bekommen. Die Menge sollte zudem auf mehrere Fütterungen verteilt werden, um die Verdauung nicht zu überfordern.

Da Pferde während des Fellwechsels manchmal abnehmen, schlapp und müde sind, kann man in dieser Zeit Leinöl kurweise zufüttern. Die Pferde bekommen so ein Plus an Energie und einen schönen Fellglanz.

Ein zu viel an Leinöl oder anderem Öl im Pferdefutter kann Verdauungsprobleme auslösen. Tritt im Zusammenhang mit beginnender Ölfütterung Durchfall beim Pferd auf, so kann dies ein Zeichen auf einen zu hohen Anteil von Öl in der Ration sein.

Clicker Pferd

13. April 2014
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Pferde gymnastizieren mit dem Clicker von Viviane Theby (Rezension)

Pferde gymnastizieren mit dem Clicker“ ist ein aktuell im Müller Rüschlikon Verlag erschienenes 160 Seiten starkes Buch geschrieben von Viviane Theby.

Viviane Theby ist Tierärztin mit dem Spezialbereich Verhaltenstherapie. Sie ist eine der international führenden Clicker-Trainerinnen. Die Übungen sind vor allem auf die Gymnastizierung der Pferde zur Vorbereitung auf die Belastung durch den Reiter ausgerichtet. Viviane Theby ist eine Schülerin von Bob Bailey und eine der besten Trainerinnen auf dem Gebiet des Clickertrainings in ganz Europa. Umso mehr war ich gespannt auf dieses Buch von ihr.

Zum Einstieg bekommt der Leser auf den ersten Umschlagseiten die Geschichte des Clickerns oder besser der generellen Verhaltensstudien am Pferd erzählt. Diese gehen immerhin auf das Jahr 1898 zurück und sind somit gar nicht so neu, wie manche vielleicht glauben mögen.

Es folgen ein kurzes Vorwort von Viviane Theby – wie sie zum Clickertraining kam und was sie selbst daran begeistert, was ihre Ziele sind – und eine Einführung in die Biomechanik des Pferdes. Zu verstehen, „wie so ein Pferd überhaupt funktioniert“ ist wichtig, um später die Übungen sinnvoll gestalten zu können. Und um z. B. zu verstehen, warum ein Pferd keinen Schaden nimmt, wenn es zur Flucht den Kopf beim Rennen und Laufen hochnimmt, wohl aber, wenn es mit hohem Kopf und durchgedrücktem Rücken unter dem Reiter laufen muss.

Und dann geht es auch schon los mit dem praktischen Teil, der auf einem wie Viviane Theby es nennt „Lehrplan“ beruht (abgedruckt auf den letzten Seiten des Buches). In kleinen Schritten lernen Pferdebesitzer bzw. Reiter und Pferd das Clickertraining von Grund auf. Beginnend mit der Bodenarbeit geht es weiter mit aufbauender Longenarbeit bevor am Ende tatsächlich Reiten auf dem Lehrplan steht. Damit folgt das Clickertraining den Ausbildungsstufen eines jungen Pferdes. Wobei auch der Start ins Clickern mit einem älteren Pferd diesem Lehrplan unbedingt folgen sollte. Nur wenn die Grundlagen stimmen kann die Umsetzung bei anspruchsvolleren Übungen klappen.

Im Training steht im Vordergrund, dass die Pferde freiwillig und aus sich selbst heraus motiviert die Übungen mitmachen. Verstärkung von erwünschtem Verhalten durch Belohnung. Und nicht, wie leider oftmals praktiziert, unerwünschtes Verhalten durch Druck oder Strafe zu eliminieren versuchen.

Der Mensch muss lernen, die feinen Signale des Pferdes zu erkennen und zu verstehen und vor allem, angemessen darauf zu reagieren. Und: Jedes Pferd ist ein Individuum, weshalb nicht EIN Weg der richtige ist, sondern man sich auf sein Pferd einlassen muss auf dem Weg zum Ziel. Und diese verschiedenen Wege mit Target, Clicker und mit oder ohne Leckerchen werden von Vivane Theby so toll und ausführlich beschrieben, dass man vom Trainingsfieber gepackt wird. Es macht Spaß die einzelnen Übungsschritte mit dem eigenen Pferd nachzuvollziehen, die kleinen und großen Erfolge zu erleben und am Ende ein spürbar engeres Verhältnis zu seinem Pferd zu haben – egal ob bei der Bodenarbeit, im täglichen Umgang oder beim Reiten im Viereck oder Gelände.

Mit speziellen Übungen zum gymnastizieren der Pferde wird innerhalb des Lehrplans das Pferd auf das Reiten vorbereitet. Es werden die wichtigen Muskelgruppen einzeln angesprochen und trainiert, das Pferd wird locker, motiviert und leistungsbereit.

„Pferde gymnastizieren mit dem Clicker“ ist ein sehr empfehlenswertes tolles Buch von einer absoluten Fachfrau auf dem Gebiet des Clickertrainings. Es ist sowohl für Einsteiger ins Clickertraining geeignet, als auch für Pferdemenschen, die ihr Wissen rund ums Clickern mit Pferden vertiefen möchten. Es ist reich bebildert, so dass die beschriebenen Übungen gut nachvollzogen werden können.  Zudem begeistert mich der Aufbau des Buches, der Start mit einfachen Dingen bis hin zu Traversalen vom Boden aus. So ist ein erfolgreiches Training mit dem Pferd garantiert und man verliert nicht den Spaß, weil Pferd und Mensch überfordert werden.

Wer es kaufen möchte: Der im Format 17,4 cm x 24,1 cm erhältliche Ratgeber (Kartoniert/Brochiert) ist unter der ISBN Nr. 978-3-275-01967-0 im Buchhandel in Deutschland zum Preis von 19,95 EUR erhältlich.

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10. April 2014
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Mauke geht nicht weg – Praxistipps

Was versteht man unter Mauke beim Pferd?

Als Mauke wird eine Hautentzündung beim Pferd bezeichnet, die durch häufig durch Bakterien verursacht wird. In den meisten Fällen beginnt die Mauke in der Fesselbeuge des Pferdes. Bleibt sie unentdeckt kann sie sich bis über das Fesselgelenk hinweg ausbreiten und die empfindliche Pferdehaut immer mehr schädigen.

Pferde mit langem Fesselbehang sind häufiger betroffen als Pferde ohne Behang. Einerseits, da die Erkrankung unter den Haaren eher unentdeckt bleibt. Andererseits da die Haut in der Fesselbeuge unter feuchtem Behang in diesem Bereich schlecht abtrocknet. Da Bakterien feucht-warmes Klima lieben breitet sich die Hautentzündung meist umso schneller aus.

Warum Mauke entsteht

Mauke, das weiß man heute, ist nicht nur eine Problematik mit Bezug zu mangelnder Stallhygiene oder matschigen Ausläufen. Durchaus tritt Mauke auch bei Pferden in optimaler Haltung auf. Denn auch falsche Fütterung (oft zu viel Eiweiß in der Ration als Hauptauslöser) kann Mauke verursachen.

Auch zu häufiges Abspritzen der Pferdebeine kann Mauke begünstigen. Zumal wenn nicht rückfettende Shampoos bzw. kein spezielles Pferdeshampoo verwendet wird. Die Haut trocknet in der Folge immer mehr aus und es können sich die für Mauke typischen juckenden Pusteln und Quaddeln bilden.

Insgesamt ist und bleibt Mauke ein häufiges Problem der nassen Jahreszeit und damit der Hygiene auf der Weide oder im Auslauf. Die Pferdehaut ist in dieser Jahreszeit oft durch Ausritte auf mit Streusalz behandelten Wegen  vorgeschädigt. Die ständige Feuchtigkeit trocknet die ohnehin schon strapazierte Haut zusätzlich aus. Es entstehen Mikrorisse in der Hautoberfläche – ideale Eintrittspforten für Bakterien.

Wird Mauke nicht ausreichend schnell oder bis zum Abheilen behandelt, so kann sie chronisch werden. Sichtbar an Hautverdickungen und wiederkehrenden juckenden Pusteln im Bereich der Fesselbeuge des Pferdes.

Die Mauke geht nicht weg – Wie Mauke richtig behandeln

Mauke behandeln ist ein langwieriger Prozess. Je nach Schwere der Erkrankung kann die Therapie über Wochen gehen. Bricht man die Behandlung der Mauke zu früh ab ist der Rückfall fast schon vorprogrammiert. Ändert man, je nach Auslöser, nicht die Haltungsbedingungen oder die Futtermittel,  geht die Mauke nicht weg oder kommt immer wieder, wird chronisch.

Die Behandlung einer Mauke beginnt mit der täglich mindestens einmaligen Säuberung der betroffenen Region. Dafür werden die Krusten kurz eingeweicht, um dann möglichst hautschonend entfernt zu werden. Ist die Hautpartie gesäubert und abgetrocknet sollten Sie ein Desinfektionsmittel für Pferde aufsprühen. So beugen sie Hautentzündungen bestmöglich vor.

Auf die bereits ausgeheilten Stellen der Maukeerkrankung bzw. als Vorbeugung vor einer erneuten Mauke können Sie speziell rückfettende Pflegesalbe für Pferde nutzen. So wird die Haut im Fesselbereich möglichst geschmeidig und widerstandsfähig gehalten.

Hochwertige Pflegeprodukte für Pferde mit irritierte und strapazierte Pferdehaut erhalten Sie bei Pferd & Futter.

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8. April 2014
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Chronisch Obstruktive Bronchitis (COB) und Dämpfigkeit beim Pferd

Die Chronisch Obstruktive Bronchitis (COB) und die Dämpfigkeit sind Lungenerkrankung des Pferdes. Sie kann sich durch Husten und oder Atemnot äußern. Einige Pferde bilden zähen Schleim in den Bronchien, der sich nur mühsam abhusten lässt. Die Endstufe der COB beim Pferd ist das Lungenemphysem, welches bei Pferden allgemein als Dämpfigkeit bezeichnet wird. Pferde, die dämpfig sind oder auch allgemein unter Chronischer Bronchitis leiden, haben meistens eine geringe Belastbarkeit.

Warum aus einem Infekt beim Pferd eine COB oder gar Dämpfigkeit entstehen kann

Einen Husteninfekt erkennt man bei Pferden zunächst an einem feuchten und lockeren Husten. Oft tritt er zunächst nur unter Belastung auf, in schweren Fällen oder wenn der Husten schon länger andauert später auch in Ruhe. Wird dieser Infekt nicht tierärztlich behandelt kann er chronisch werden. Der Husten wird dabei zunächst deutlich trockener und quälender. Wird der Husten weiterhin nicht oder nicht ausreichend behandelt, so kann im Laufe von Wochen eine Chronisch obstruktive Bronchitis und später eine Dämpfigkeit bei diesen Pferden entstehen.

Symptome der COB beim Pferd können sein

  • Wiederkehrender Husten ohne dass das Pferd einen Infekt hat
  • Hustenerkrankung ohne Auftreten von Fieber
  • Hustenreiz wird u. a. durch Staub (Heustaub, staubige Luft in der Reithalle, etc.) ausgelöst oder verstärkt
  • der Husten ist meist eher ein Reizhusten, krampfartiger Husten und oft unproduktiv
  • Pferde mit beginnender COB sind oft noch voll belastbar. Erst im Lauf der Zeit nimmt die Lungenkapazität weiter ab, das Pferd wird schnell kurzatmig

Symptome von Dämpfigkeit beim Pferd können sein

  • Erschwerte und ungleichmäßige Atmung schon bei geringer Belastung (bei fortgeschrittener Erkrankung)
  • Wiederkehrender Husten ohne dass das Pferd einen Infekt hat und ohne Fieber
  • Sichtbare sogenannte Dampfrinne am Bauch. Sie liegt zwischen dem Bauchmuskel und dem Rippenbogen und entsteht durch die krampfhafte Ausatmung.
  • Erhöhte Atemfrequenz in Ruhe (oft sichtbar durch Flankenbewegung oder geblähte Nüstern)
  • Geringe Leistungsfähigkeit
  • Beim Abhören der Lunge hört man ein Pfeifen, Giemen oder Rasseln in der Atmung.

Warum falsches Eindecken von Pferden Husten provozieren kann

Das Eindecken von Pferden ist in Reiterkreisen sehr umstritten. Sofern man sein Pferd allerdings eindeckt im Herbst und Winter, sollte man keine halben Sachen machen. Heißt: Entweder, das Pferd wird eingedeckt oder es bleibt ohne Decke. Werden Pferde beispielsweise nur nachts eingedeckt und laufen tagsüber ohne Pferdedecke, so ist ihr Organismus manchmal überfordert da die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fehlen. Die Folge kann eine erhöhte Neigung zu Infekten bzw. Husten sein.

Wie helfe ich meinem Pferd mit COB oder Dämpfigkeit?

Die schlechte Nachricht vorweg: Weder Chronisch Obstruktive Bronchitis noch Dämpfigkeit sind bei Pferden nach heutigem medizinischem Wissen heilbar. Aber: Auch Pferde mit dieser Krankheit können ein schönes Leben führen.

Pferde mit leichter COB sollten regelmäßig bewegt werden. So wird die Lunge gut durchblutet, bleibt leistungsfähiger und die Pferde können den sich bildenden Schleim leichter abhusten. Dabei ist es wichtig, das Pferd zu fordern, es gleichzeitig aber nicht zu überfordern. Denn wird ein Pferd mit einer Lungenerkrankung überfordert, so können Lungenbläschen platzen, das Lungenvolumen kann sich nach und nach, bei länger andauernder Überforderung des Pferdes, verkleinern.

Pferde, die dämpfig sind und bereits in Ruhe unter sichtbarer Atemnot leiden können meist nur noch begrenzt gefordert werden. Auf jeden Fall sollten sie aber täglichen Weidegang und, wie übrigens auch die Pferde mit COB, täglich möglichst viel frische Luft haben. Innenboxen ohne Fenster und ohne Weidegang sind für diese Pferde absolut tabu.

Vermieden werden sollte zudem alles, was die Pferdelunge unnötig reizt: Staub beim Fegen der Stallgasse, staubige Einstreu, staubiges Futter und/oder staubige Reithallen und Reitplätze. Ist keine 100%ige Qualität möglich, so müssen die Staubpartikel durch besprühen mit Wasser gebunden werden.

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26. März 2014
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Pferde: Wie oft Mineralfutter füttern?

Bei Ergänzungsfutter und Zusatzfutter ist es oft besser, die gewünschte Dosierung auf mehrere Fütterungen täglich zu verteilen. Einige Nährstoffe in diesen Futterzusätzen haben eine Art Halbwertszeit. Sie unterstützen die Pferde am besten innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls, in dem der Organismus am effektivsten damit arbeiten kann.  Da auch Mineralfutter zu Ergänzungsfutter bzw. Zusatzfutter beim Pferd zählt stellt sich vielen Pferdehaltern die Frage, ob auch Mineralfutter auf mehrere Futtermahlzeiten verteilt werden sollte.

Wie oft Mineralfutter füttern – Tagesration

Die Tagesration an Mineralfutter kann ein Pferd problemlos mit einer Fütterung erhalten. Das gilt sowohl für Mineralpellets, als auch für Mineralfutter in flüssiger Form oder als Pulver. Auch Mineral-Bigs, eine Art großes „Pferdeleckerli“  mit allen wichtigen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen, kann auf eine einmalige Gabe täglich entsprechend der Dosierung begrenzt werden.

Der Vorteil der nur einmal täglichen Fütterung von Mineralfutter liegt klar auf der Hand. Pferde benötigen für Fitness und Vitalität Mineralfutter. Sofern sie kein mineralisiertes Kraftfutter erhalten, wird dieses Mineralfutter als Zusatzfutter gegeben. Aber viele Pferde bekommen nur einmal täglich Kraftfutter. Eine mehrmals tägliche Gabe von Mineralfutter wäre also eher unpraktisch für den Pferdebesitzer.

Gleiches gilt für Weidepferde oder Robustpferde, die teilweise ganz oder nahezu ohne Kraftfutter auskommen können. Auch sie sollten für die Fitness und Vitalität einen Mineralfutterzusatz erhalten. Hier haben sich vor allem die Mineralfutter in Big-Form oder als Mineralpellets bewährt, die einfach aus der Hand gefüttert werden können. Alternativ sind flüssige Mineralfutter praktisch. Sie können ebenfalls ohne weiteres Kraftfutter mit einer Maulspritze dem Pferd direkt ins Maul gegeben werden.

Fazit: Pferde benötigen als Ergänzung zu nicht mineralisiertem Kraftfutter oder bei Verzicht auf jegliches Kraftfutter ein zusätzliches Mineralfutter. Wie oft man Mineralfutter füttert, das heißt, auf wie viele Gaben täglich die Gesamtration an Mineralfutter verteilt wird, ist dabei nicht relevant. Für wen es im täglichen Ablauf besser passt, die Ration auf mehrere Fütterungen aufzuteilen, der kann dies tun. Genauso ist es aber möglich, den Mineralfutterzusatz einmal täglich zu füttern.

Hochwertige Mineralfutter für Pferde als flüssiges Mineralfutter erhalten Sie im Onlineshop bei Pferd & Futter.

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3. März 2014
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Welches Mineralfutter für Westernpferde

Viele Besitzer von Westernpferden schwören auf haferfreie Fütterung ihrer Vierbeiner. Die original Fütterung der Westernpferde besteht nach amerikanischem Vorbild aus einer Gerste-Mais-Mischung. Sie sollte mit einem passenden Mineralfutter für Westernpferde ergänzt werden. Vor allem deshalb, da Getreide einen Phosphorüberschuss in der Fütterung provoziert. Gleichzeitig ist bei der Getreidefütterung ohne Mineralfutter langfristig ein Calciummangel zu befürchten.

Mineralfutter für Westernpferde – Welche Nährstoffe sind besonders wichtig

Westernpferderassen wie Quarterhorse oder Painthorse sind grundsätzlich stärker bemuskelt als beispielsweise Pferde aus deutscher Zucht. Um Ihre Muskulatur leistungsfähig zu erhalten benötigen Sie daher ausreichend Vitamin E im Mineralfutter. Vitamin E und sein Gegenpart Selen unterstützen die Muskulatur des Pferdes und können die Zellwände vor Beschädigungen schützen.

Auch Magnesium sollten Westernpferde in ausreichender Dosierung erhalten. Magnesium hilft der Muskulatur zu entspannen und mindert die Gefahr von Muskelverkrampfungen. Magnesium wird auch ein positiver Effekt auf das Nervengewebe zugeschrieben. So kann ein Mangel auch zu allgemeiner Erregbarkeit führen. Erhöhter Magnesiumbedarf besteht bei Pferden vor allem in der Wachstumsphase. Zuchtstuten benötigen während der Laktation mehr Magnesium.

Einige Aminosäuren sind für Pferde essentiell. Sie müssen über die Fütterung zugeführt werden. Der Organismus der Pferde kann diese Aminosäuren nicht selbst produzieren. Hier stehen für die gut bemuskelten Westernpferde vor allem folgende Aminosäuren im Vordergrund:

  • Methionin
    Eiweißbaustein mit besonderer Bedeutung für die Verstoffwechselung von Eiweiß und damit für die Muskulatur
  • Lysin
    Eiweißbaustein mit Bedeutung für Sehnen, Knorpel, Bänder, Knochen und Muskulatur
  • Threonin
    Eiweißbaustein mit Bedeutung unter anderem für den Energiestoffwechsel und somit für die Leistungsfähigkeit der Muskulatur.

Diese Aminosäuren im Mineralfutter unterstützen ideal den Muskelstoffwechsel und – entsprechendes Training vorausgesetzt – können sie die Muskelleistung und die Rittigkeit Ihres Westernpferdes verbessern helfen. Die Regenerationsphase nach hartem Training oder Wettkampf kann verkürzt werden.

Mineralfutter für Westernpferde kann bei der Optimierung der Verdauung helfen

Leinöl hilft allen Pferden, auch Westernpferden, bei der Unterstützung der Verdauung. Den Glanz im Fell gibt es gratis dazu. Denn eine optimale Verdauung kann alle zugeführten Nährstoffe im Körper ideal verwerten. So profitieren auch Haut, Fell und Langhaar Ihrer Pferde davon.

Pferd & Futter empfiehlt für Westernpferde, die im Sport oder freizeitmäßig geritten werden Chevinal Plus flüssiges Mineralfutter.  Ausgewogene und konzentrierte Zusammensetzung und schmackhaft dazu.

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19. Februar 2014
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Mineralfutter für alte Pferde

Alte Pferde haben oft spezielle Bedürfnisse an die Fütterung. Besonders die optimale Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen ist für die Fitness der älteren Pferde wichtig. Auch die Verdauung von einem alten Pferd ist oft nicht mehr so gut, wie sie es bei jüngeren Pferden ist. Aber nur eine gute Darmflora kann dafür sorgen, dass die gefütterten Nährstoffe auch tatsächlich dort im Körper ankommen, wo sie benötigt werden.

Wann sind Pferde alt

Pferde sind meist im Alter von ca. fünf bis zwölf Jahren am leistungsfähigsten. Das ist die Zeit, in der Sportpferde regelmäßig auf Wettbewerben vorgestellt werden. Danach fängt die Leistungsfähigkeit langsam an zu bröckeln. Ab einem Alter von ca. 18 Jahren fängt ein Pferd an, alt zu werden. Das heißt nicht, dass es dann nicht mehr belastet werden darf. Im Gegenteil! Auch alte Pferde brauchen Bewegung und Abwechslung in Ihrem Alltag, um lange fit und gesund zu bleiben.

Alt heißt, dass ab einem Alter von 18 Jahren viele Pferde einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen haben. Einerseits, weil oft die Verdauung langsamer arbeitet, andererseits weil der Körper für die Vitalität mehr Nährstoffe verbrauchen muss, als noch in jüngeren Jahren. Dies ist ein schleichender Prozess. Nährstoffmangel zeigt sich daher auch selten spontan, sondern nach und nach. Anzeichen einer mangelnden Versorgung mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen oder auch einer alterbedingt ungünstigen Darmflora können u.a. sein:

  • Bröckelnde, schlecht wachsende Hufe
  • Neigung zu Infekten
  • Neigung zu Kotwasser und/oder Durchfall
  • Stumpfes glanzloses Fell und vermehrt Probleme im Fellwechsel

Welches Mineralfutter für alte Pferde

Bei der Auswahl des richtigen Mineralfutters für alte Pferde ist es wichtig, auf die richtige Zusammensetzung zu achten.

Alte Pferde benötigen für Ihre Fitness vor allem die Vitamine A, D und E in höherer Konzentration. Auch Zinkmangel oder Selenmangel treten beim älteren Pferd häufiger auf als beim jungen Pferd.

Wenn Ihr Pferd ein intaktes Gebiss hat, so spricht nichts gegen pelletiertes Mineralfutter. Hat Ihr Pferd aber bereits Probleme, sein Futter ordentlich zu kauen, so rate ich zu einem flüssigen Mineralfutter. Dies gilt auch bei extrem wählerischen Pferden. Denn ein flüssiges Mineralfutter können Sie ggf. auch zumindest zeitweise per Maulspritze dem Pferd verfüttern. Und die meisten Pferde schlecken den leckeren flüssigen Mineralcocktail ohnehin gerne pur aus dem Trog. Alternativ kann auch ein Mineralfutter in Pulverform gefüttert werden. Dieses sollten Sie immer leicht anfeuchten. So vermischt es sich besser mit dem Kraftfutter und kann nicht so schnell aussortiert werden.

Pferd & Futter empfiehlt als Mineralfutter für alte Pferde Chevinal Plus als ausgewogenes Mineralfutter. Dieses Mineralfutter hat eine ideale Zusammensetzung für einen erhöhten Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. Als flüssiges Mineralfutter lässt es sich auch leicht in aufgeweichtes Futter für alte Pferde mit schlechten Zähnen bzw. direkt ins Maul verabreichen.

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12. Februar 2014
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Erleichtern Sie Ihrem Pferd den Fellwechsel

Ihr Pferd steckt mitten im Fellwechsel? Wenn Ihr Pferd in dieser Zeit eher stumpfes und glanzloses Fell hat, wenn es eher müde als energiegeladen scheint, dann können Sie mit dem richtigen Zusatzfutter Ihr Pferd im Fellwechsel unterstützen. Auch mit der richtigen Pflege des Fells können Sie Ihrem Pferd in dieser Zeit Gutes tun.

Welche Zusatzfutter können Ihr Pferd im Fellwechsel wirkungsvoll unterstützen?

An erster Stelle steht als Zusatzfutter fürs Pferd im Fellwechsel natürlich Leinöl. Die zusätzliche Ölquelle im Futter kann mit Ihren Omega-Fettsäuren zu schönem Glanz im Fell verhelfen. Gleichzeitig dient sie als weitere Energiequelle für Ihr Pferd. So brauchen Sie die regelmäßige Menge an Kraftfutter nicht erhöhen. Ihr Pferd hat durch das Leinöl eine Portion Extra-Power im Training oder Wettkampf.

Auch Bierhefe wird traditionell als Zusatzfutter für Pferde im Fellwechsel eingesetzt. Die Hefe soll den Stoffwechsel aktiv halten und gleichzeitig die Nährstoffverwertung verbessern. Für Pferde, die während des Fellwechsels zu Müdigkeit und glanzlosem Fell neigen, ist eine vierwöchige Kur mit einem Zusatzfuttermittel mit Bierhefe empfehlenswert. Für Sportpferde sollte Bierhefe dagegen am besten ganzjährig auf dem Speiseplan stehen.

Pferdepflege im Fellwechsel

Im Fellwechsel liegen täglich viele Pferdehaare lose auf dem übrigen Fell auf. Sinnvoll ist es, wenn Sie diese Haare täglich abbürsten.  Dabei fördern die Massagebewegungen des Striegels die Durchblutung der Haut. Auch dies kann Ihrem Pferd den Fellwechsel erleichtern, da die alten Haare so leichter abgestoßen werden können. Und auch der Wuchs der neuen Haare wird mit der aktivierten Durchblutung gefördert.

Ihr Pferd neigt zu Juckreiz an der Schweifrübe während des Fellwechsels? Verwenden Sie eine pflegende Schweiflotion. Sie unterstützt die natürliche Feuchtigkeit der Haut und kann den Juckreiz lindern.

Damit die Pferde selbst mithelfen können, die losen Haare möglichst schnell abzuwerfen, lassen Sie die Vierbeiner am besten regelmäßig nach dem Reiten im Sand- oder Hallenboden wälzen. Wenn Sie Pferde haben, die ohne Decke auf die Weide gehen, dann erledigen die Tiere das auch gerne auf der Weide. Das Wälzen erhöht das Wohlgefühl, die losen Haare bleiben am Boden haften und Sie haben beim nächsten Mal etwas weniger Arbeit beim Ausbürsten des Fells.

Ausgewogenes Mineralfutter als Zusatzfutter erhalten Sie im Pferd & Futter Onlineshop. Gerne berate ich Sie bei der Auswahl des richtigen Produkts für Ihr Pferd.

Mineralfutter flüssig Pferd

5. Februar 2014
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Warum flüssiges Mineralfutter für Pferde Vorteile hat

Mineralfutter flüssig, als Pellets oder doch besser als Pulver? Im Handel gibt es alle drei Varianten. Doch flüssiges Mineralfutter hat einige Vorteile, auf die ich hier einmal genauer eingehen möchte.

Flüssiges Mineralfutter vermischt sich besser mit Kraftfutter

Kennen Sie die Herausforderung, Ihr Pferd am Aussortieren von Pellets und Pulver zu hindern? Die meisten Pferde sind sehr geschickt, ungewollte Mineralzusätze oder auch anderes Zusatzfutter nicht zu fressen. Die Reste an Pellets und Pulver liegen dann im Trog, das Kraftfutter ist gefuttert.

Jetzt kommt der Vorteil von flüssigem Mineralfutter ins Spiel. Flüssiges Mineralfutter können Pferde bei weitem nicht so gut aussortieren. Durch die bessere Vermischung mit dem Grundfutter haftet es an den Getreidekörnern. Das Pferd hat nur noch die Wahl, das Futter komplett zu verweigern oder eben das Futter samt Mineralfutter zu fressen. Und die meisten Pferde futtern dabei die ganze Ration oder zumindest den Großteil davon, auch mit dem ungeliebten Zusatz.

Flüssiges Mineralfutter kann direkt ins Pferdemaul gegeben werden

Ihr Pferd soll kein Kraftfutter fressen aber trotzdem sein Mineralfutter bekommen? Ihr Pferd ist so wählerisch, dass es wirklich alles aussortiert, was nicht pures Getreide ist? Nutzen Sie den Vorteil von flüssigem Mineralfutter für diese Pferde. Kaufen Sie sich eine Maulspritze und ziehen sie einfach die gewünschte Menge des flüssigen Futterzusatzes in der Spritze auf. Jetzt können Sie den Zusatz problemlos direkt ins Pferdemaul verabreichen. Ihr Pferd kann sein Kraftfutter ungestört genießen und hat alle nötigen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente bekommen.

Flüssiges Mineralfutter für Pferde als hochdosierter Sirup

Die meisten flüssigen Mineralfutter sind sehr konzentriert in der Zusammensetzung. Das heißt für Sie, dass die tägliche nötige Dosis oft niedriger ist als bei Pulver oder Pellets. Für Ihr Pferd heißt das, dass es nur eine recht geringe Menge eines „fremdartig“ schmeckenden Futtermittels akzeptieren muss. Anders oftmals bei Pellets oder Pulver. Wenn Ihr Pferd eine recht geringe Menge an Kraftfutter bekommt, so ist oft 1/3 oder gar die Hälfte anteilig Mineralfutter. Bei dieser Rechnung hat flüssiges Mineralfutter für Pferde häufig die deutlich bessere Bilanz.

Pferde an Ergänzungsfutter wie Mineralfutter gewöhnen

Pferde sind generell sehr misstrauisch gegenüber ungewohnten Zusätzen in ihrem Futter. Sie orientieren sich dabei meist am Geruch, aber auch am Geschmack des Futters. Geben Sie Ihrem Pferd immer die Chance, sich an neues Ergänzungsfutter langsam gewöhnen zu können. Füttern Sie daher nicht sofort die angegebene Dosis, sondern deutlich weniger. Je wählerischer Ihr Pferd ist, desto langsamer sollten sie vorgehen. Einem sehr misstrauischen Pferd können Sie die ersten Tage mit dem neuen Futterzusatz durch Möhrensaft oder zuckerfreiem Apfelmus versüßen. Die meisten Pferde haben sich nach 2-3 Tagen an das neue Futter gewöhnt und fressen es dann problemlos.

Mineralfutter für Pferde und natürlich auch flüssiges Mineralfutter für Pferde erhalten Sie im Pferd & Futter Onlineshop. Gerne berate ich Sie bei der Auswahl des richtigen Produktes für Ihr Pferd.

Pferd & Futter Onlineshop

21. Januar 2014
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Einfach praktisch: Ergänzungsfutter für Pferde online kaufen

Wenn Sie Ergänzungsfutter für Ihre Pferde kaufen, dann sind das meist nicht nur leichte 500 g Tütchen, die man sich unter den Arm klemmen kann. Damit das Pferd ausreichend und länger versorgt ist, fangen die Packungsgrößen meist bei 2,5 kg oder 2,5 Liter an und hören bei 10 kg oder auch mal 20 l auf. Beim Kauf der Ergänzungsfuttermittel im Ladengeschäft fängt dann die Schlepperei an. Dagegen ist der Kauf von Ergänzungsfutter für Pferde im Internt bequem. Die Ware wird Ihnen an Ihren Wunschort zugestellt.

Aber es spricht noch einiges mehr dafür, das Ergänzungsfutter für Ihr Pferd online zu kaufen!

Ergänzungsfutter für Pferde im Onlineshop – Große Auswahl garantiert

Geht man in ein Ladengeschäft, so hat man meist nur eine begrenzte Auswahl an Produkten und/oder Packungsgrößen. Ist das richtige Futtermittel nicht dabei, müssen Sie zum nächsten Laden gehen. Das Ganze kann je nach Produkt zeitaufwändig werden. Alternativ können Sie vorab per Telefon in den einzelnen Läden anfragen. Aber das ist zeitaufwändiger, als die gewünschten Produkte einfach online zu shoppen.

In vielen verschiedenen Onlineshops finden Sie als Kunde eine große Auswahl an Pferde-Ergänzungsfutter:

  • Übersichtlich sortiert in Kategorien für die einzelnen Anwendungsfälle,
  • mit ausführlicher Beschreibung und Auflistung der Inhaltsstoffe.
  • Ideal für den Vergleich des Zusatzfutters, um das genau passende Produkt für Ihr Pferd zu finden.

Ergänzungsfutter für Pferde bequem bis nach Hause geliefert

Wie bereits zu Anfang erwähnt, bekommen Sie das im im Onlineshop bestellte Zusatzfutter bis an die Haustür geliefert. Bequemer geht es nicht? Doch! Lassen Sie sich das Futter am besten direkt in den Stall liefern, wenn Ihr Stallbetreiber nichts dagegen hat. So ersparen Sie sich sogar noch den Transport zum Reitstall. Noch bequemer geht wirklich nicht!

Sie möchten hochwertiges Ergänzungsfutter für Pferde versandkostenfrei im Onlineshop bestellen? Dann schauen Sie doch mal bei Pferd & Futter rein! Hier gibt es beste Extras für die Fitness, Vitalität und die Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes. Besonders wenn Sie auf der Suche nach ausländischen Marken wie beispielsweise Foran Equine Products Ireland sind, werden Sie bei Pferd & Futter fündig. Kaufen Sie Produkte, die sich bereits vielfach im Pferdesport bewährt haben für die Pferde von ambitionierten Sport- und Freizeitreitern. Gönnen Sie Ihrem Pferd diese speziellen Ergänzungsfuttermittel und erfreuen Sie sich täglich an seinem Wohlbefinden und seiner Leistungsfreude.

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10. Januar 2014
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Welches Mineralfutter für Dressurpferde

Fütterung und Mineralfutter bei einem jungen Dressurpferd (Kundenanfrage)

Mein Pferd, 5jähriger Westfale (noch im Muskelaufbau) hauptsächlich Dressurpferd bekommt momentan morgens und abends jeweils eine mittlere Schippe Pellets und eine viertel Schippe Hafer sowie Möhren und zweimal 15 ml Leinöl. Heu gibt es reichlich dazu mindestens 3 Portionen.

Ich wollte wissen, ob ich dem Pferd jetzt besonders im Winter Mineralfutter zu füttern sollte. Mein Hintergrundgedanke ging auch in Richtung Fellwechsel, der bestimmt auch bald wieder los geht und um die Sicherstellung aller Mineralien.

Da ich ja schon Leinöl füttere, müsste ich im Bezug zum Fellwechsel nichts mehr dazu füttern oder? Sollte ich zusätzlich noch ein Mineralfutter geben? Das Pferd kommt momentan sogar noch auf eine Wiese, die im Frühjahr eingesät wurde.

Ich möchte auch nicht zu viel füttern. Wie viel sollte denn so ein Pferd wie meiner generell an Hafer bekommen – bei einer Größe von 1,65 (Gewicht kenne ich leider nicht, nach Internetschätzungen um die 580 kg) und ich glaube in Fachkreisen heißt es „leichte Arbeit“ ca. 5 mal pro Woche eine Stunde Dressurarbeit, Cavaletti, evt. Doppellonge.

Ich würde mich sehr über Ihre Meinung zu dem Kraftfutter sowie Leinöl/Mineralfutter freuen.

Meine Empfehlung zur Fütterung des Pferdes

Da die “Schippen” in den Ställen immer unterschiedliche Größen haben wäre hier eine genaue Mengenbestimmung durch Abwiegen des Futters wichtig (in g oder kg). Nur so kann man abschätzen, ob die Mineralfutterversorgung durch die Pellets (sofern diese überhaupt mineralisiert sind) ausreichend ist. Auch beim Heu verschätzt man sich leicht in der Menge. Am besten mal einige Tage abwiegen, um ein Gefühl für die tatsächlichen Portionen zu bekommen. Bei normalgewichtigen Pferden geht man von 1- 1,5 kg Heu pro 100 kg/Lebendgewicht als Grundmenge bei Heu aus.

Nehmen wir einmal an, Sie würden auf die Pellets verzichten. Dann sollten Sie zu Hafer immer ein Mineralfutter dazu geben. Denn die im Heu und Hafer enthaltenen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente reichen in der Regel nicht für die optimale Versorgung eines (Sport-)Pferdes aus. Aus meinem Sortiment möchte ich Ihnen für ihr junges Pferd im Aufbautraining Chevinal Plus als flüssiges Mineralfutter empfehlen. Beide Produkte enthalten die wichtigen Nährstoffe für die Erhaltung von Vitalität und Leistungsfähigkeit auch in Zeiten von erhöhten Anforderungen wie Aufbautraining, Turnierstress oder Fellwechsel.

Das Leinöl würde ich weiter füttern wenn Sie damit bisher gute Erfahrungen gemacht haben bei Ihrem Pferd. Besonders im Fellwechsel oder wenn Ihr Pferd einmal mehr Energie für seine Leistungsfähigkeit benötigt ist Leinöl eine tolle Futterunterstützung.

In Bezug auf die Pellets müssten Sie sehen, wie viel der Hersteller als Mindestmenge für die Fütterung vorgibt. Wenn Sie diese Menge erreichen, dann benötigen Sie (wie gesagt, vorausgesetzt die Pellets sind mineralisiert) kein weiteres Mineralfutter zugeben. Auch dann nicht, wenn Sie zusätzlich noch Hafer füttern.

Übrigens ist die Jahreszeit nicht maßgeblich für die generelle Entscheidung für pro oder contra Mineralfutter. Denn auch im Sommer benötigen vor allem Pferde, die auch Leistung bringen sollen, Mineralfutter, um Ihren (erhöhten Leistungs-)bedarf decken zu können.

Pauschal lässt sich die für das Pferd nötige Kraftfuttermenge immer sehr schwer sagen – letztlich ist jedes Pferd ein Individuum, Futtermengen hängen von vielen Faktoren ab und nicht umsonst heißt es ja “das Auge des Futtermeisters füttert mit”.

Als ca. Angabe für die Hafermenge würde ich anhand Ihrer Angaben zwischen 1 kg und 1,2 kg Hafer (+ Mineralfutter, ohne weiteres Kraftfutter wie Pellets etc.) angeben wollen. Damit sollten Sie eine gute Basis haben. Allerdings ist die Menge des Kraftfutters und des Heus immer von der aufgenommenen Grasmenge abhängig. Ich erwähne das deshalb weil sie sagten, dass Ihr Pferd derzeit noch auf eine wohl recht “gehaltvolle” Wiese gehen kann. Pauschal geht man von minus 250 g Hafer und minus 0,5 kg Heu pro Stunde auf der Wiese aus.

Sie suchen ein Mineralfutter für Ihr Pferd? Dann bietet Ihnen der Pferd & Futter Onlineshop eine reichhaltige Auswahl an komplettem Mineralfutter für Pferde sowie einzelne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

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31. Dezember 2013
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Pferde an Silvester beruhigen – Wie gehts wirklich?

Viele Pferdebesitzer fürchten sich regelmäßig vor dem Silvesterabend. Nicht, weil dann ein weiteres Jahr um ist. Nicht, weil sie im vergangenen Jahr nicht das erreicht haben, was sie wollten…Nein, sie haben Sorge um ihre Pferde in der Silvesternacht. Sie auch?

Ein Großteil der Pferde reagiert sehr sensibel auf die Knallerei an Silvester. Dabei sind es meist weniger die richtigen Knaller, die sich wie Schüsse aus Gewehren von Jägern anhören. Vielmehr machen den Pferden die Feuerwerkskörper Angst, die mit lautem Zischen ihre Funken versprühen. Diese Geräusche signalisiert Pferdeohren Gefahr. Viele Pferde werden dann nervös. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Pferde an Silvester beruhigen können.

Pferde an Silvester beruhigen – Praxistipps

Ab dem Verkaufsstart der Böller ist meist mit den ersten „Knallereien“ zu rechnen. Viele können es einfach nicht abwarten, bis endlich Silvester Mitternacht ist. Aber in der geringen Anzahl ist das für die meisten Pferde noch nicht dramatisch. Sie können sich mit Hilfe der einzelnen Knaller in den Tagen vor Silvester langsam an das große Feuerwerk gewöhnen. Sie reiten gerne aus und haben ein ängstliches Pferd? Verzichten Sie in diesen Tagen sicherheitshalber auf Ausritte.

An Silvester sollten Sie die Pferde frühzeitig in den Stall holen.  Wenn Sie keine Stallungen haben, überprüfen Sie auf jeden Fall gründlich den Weidezaun und das Stromgerät. Beides muss an so einem Tag bzw. in so einer Nacht unbedingt stabil sein und einwandfrei funktionieren. Dies ist zwar im Falle einer wirklichen Panik für die Herde leider erfahrungsgemäß keine wirkliche Hürde, schützt Sie aber vor Problemen mit der Versicherung im Falle des Falles.

Wenn Sie Ihre Pferde im Stall haben lassen Sie an diesem Abend Notlichter brennen. Zwar sehen Pferde auch in der Dunkelheit gut, aber die Notlichter mildern den Effekt der farbigen Lichtblitze der Silvesterknaller ab. So sind die Lichter am dunklen Himmel nicht ganz so grell und die Pferde bleiben erfahrungsgemäß ruhiger.

Lassen Sie ein Radio an. Die Musik dämmt die Geräuschkulisse der Böller und lässt die Pferde gelassener bleiben. Und natürlich sollte vor allem an diesem Abend und in der Nacht genügend Heu oder Stroh zum knabbern vorhanden sein, denn futtern beruhigt die Nerven.

Der Stallbetreiber, Sie oder andere Pferdebesitzer wohnen in der Nähe des Stalls? Dann treffen Sie sich doch kurz vor Mitternacht im Stall zu einem kleinen Silvesterumtrunk! So haben Sie die Pferde im Blick und können mit den Stallkameraden in das neue Jahr feiern.  Füttern Sie Ihren Pferden eine Möhrenportion als Mitternachtssnack. Auch hier gilt: Futtern beruhigt die Nerven!

Pferde an Silvester beruhigen hört nicht nach dem Feuerwerk auf

Es ist geschafft, alle haben es „überlebt“ und sind gut ins neue Jahr gestartet. Bevor Sie Ihre Pferde am Neujahrstag auf die Weide entlassen, sollten Sie die Weiden kontrollieren. Entfernen Sie die Reste der Feuerwerkskörper von der Wiese. Nicht selten sind Fehlzünder dabei, die dann plötzlich doch hochgehen und für schwere Verletzungen bei Mensch und Tier sorgen können. Deshalb auch beim Sammeln der Feuerwerksreste gut aufpassen.

Kontrollieren Sie die Weidezäune auf Beschädigungen. Erst wenn alles sicher ist, sollten die Pferde auf die Weiden entlassen werden.

Meist werden am Neujahrsabend noch übrig gebliebene Knaller gezündet. Ihre Pferde sind möglicherweise von der Silvesternacht noch etwas nervös. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie mit Ihrem Pferd einen Neujahrsritt unternehmen möchten.  In einer ruhigen Pferdegruppe sicherlich kein Problem, alleine mit einem eher sensiblen Pferd wäre es sicherlich besser, den Ritt zu verschieben.

Gönnen Sie Ihrem Pferd, das eine aufregende Nacht hinter sich hat, einen Wellnesstag. Ausgiebige Pferdepflege, ein Spaziergang mit einigen Pferdefreunden und ein schöner entspannter Tag auf der Weide sorgen für Ruhe und im Entspannung bei Ihrem Pferd.

Futter für nervöse Pferde – nicht nur in der Silvesternacht

Auch über die Fütterung können Sie Ihre ängstlichen Pferde unterstützen. Spezielles Zusatzfutter für nervöse Pferde mit Inhaltsstoffen wie L-Tryptophan, Magnesium oder Vitamin B kann nervöse Pferde unterstützen. Allerdings müssen die meisten dieser Futterzusätze bereits mindestens sieben Tage vorher als Kur gefüttert werden, damit sie an Silvester nervösen Pferden zu mehr innerer Ruhe verhelfen können.

Füttern Sie Ihrem Pferd für mehr Gelassenheit Shy Feeder B als Vitamin B Sirup für Pferde oder Nutri-Calm Sirup mit Vitamin B, Magnesium und Tryptophan für Pferde.

Im Gegensatz zu vielen anderen Futterzusätzen können Sie Nutri-Calm Gel erst ca. zwei Stunden vor Silvester verabreichen. Es wird als Maulspritze direkt ins Pferdemaul gegeben und enthält wie die flüssige Variante dieses Zusatzfutters Vitamin B, Magnesium und Tryptophan.

Futter für nervöse Pferde können Sie natürlich auch zu anderen Anlässen, in denen Ihr Pferd ängstlich reagiert, wirkungsvoll einsetzen.

Mineralfutter flüssig Pferd

4. Dezember 2013
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Welches Mineralfutter für Ponys

Kleine Pferde haben einen anderen Bedarf als große Pferde. Das ist beim Kraftfutter und Raufutter nicht anders als beim Mineralfutter. Gerade weil die kleinen Pferde so robust sind hört man häufig Sätze wie „Ach, für die Ponys reicht das!“. Es wird komplett auf Mineralfutter verzichtet. Das kann langfristig zu einem Nährstoffmangel führen. Denn geringerer Bedarf und leichtfuttrig bezieht sich nur auf die Energiedichte des Futters, nicht auf die Zufuhr von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen.

Die richtige Fütterung für Ponys

Ponys gehören zu den Robustpferden. Sie werden am besten über eine Fütterung mit Schwerpunkt auf dem Raufutter versorgt. Viel Heu und Stroh zur freien Verfügung, wenig energie- und stärkereiches Getreide oder Pferdemüsli. Denn Ponyrassen gehören naturgemäß zu den gefährdeten Rassen, wenn es um die Wohlstandskrankheiten geht. Sie sind statistisch am häufigsten von Stoffwechselerkrankungen (wie z. B. Rehe, Cushing, EMS, etc.) betroffen.

Zudem neigen Ponys zu Übergewicht. Das kann sich negativ auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken. Schließlich muss das Pony jedes Kilo zu viel und dazu noch das Reitergewicht tragen.

Eine Überversorgung mit Futter und Nährstoffen kann sich in Hautproblemen (z. B. Mauke oder Ekzemen) zeigen. Zu viele Nährstoffe überlasten den Organismus. Die Haut als das größte Organ reagiert.

Welches Mineralfutter für Ponys

Was für die Grundversorgung mit Raufutter und Kraftfutter gilt, das gilt auch für das Mineralfutter. Achten Sie auf die passende Zusammensetzung und die Einhaltung der Dosierungsvorschläge des Herstellers. Denn nicht nur das einzelne Futtermittel muss zur Ponyfütterung passen. Auch die Gesamtration muss auf Rasse, Leistung und Haltungsbedingungen angepasst werden.

Wichtig ist, dass das Mineralfutter fürs Pony nicht zu calciumlastig ist. Denn Calcium bekommen die Vierbeiner bereits über Heu und Stroh meist in ausreichender Menge. Das Calcium-Phosphor Verhältnis muss natürlich auch in der Ration der kleinen Pferde beachtet werden. Allerdings erhalten die wenigstens Ponys so viel Getreide, dass es zu ungünstigen Relationen kommt.

Für die Optimierung der Ration ist unbedingt ein gutes Mineralfutter nötig. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Ponys zu einem Mangel an Spurenelementen (z. B. Kupfer und Selen, aber auch Zink) neigen. Auch Vitamine sind je nach Raufutterqualität nicht immer in ausreichender Menge im Grundfutter enthalten. Zudem werden Ponys häufig auf Diät gefüttert. Das kann schnell zu einem Nährstoffdefizit führen.

Auch bei Sportponys oder Zuchtponys kann bei ausschließlicher Getreide- und Raufutterfütterung ein gravierender Nährstoffmangel zeigen. Sie bekommen ausreichend Futter, um den eigentlichen Bedarf zu decken. Durch die erhöhten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit haben Sie einen erhöhten Nährstoffbedarf im Vergleich zu ihren weniger aktiven Artgenossen. Zudem haben Sportpferde häufiger Stress auf Wettbewerben und Transporten. Auch Stress verbraucht mehr Nährstoffe, als die Grundfütterung liefern kann. Achten Sie deshalb besonders bei Ponys im Sport und in der Zucht auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Nur so kann Ihr Pony fit und leistungsbereit bleiben.

Füttern Sie Ihrem Sportpony oder ambitioniert gerittenen Freizeitpony Chevinal Plus als Mineralfutter. Lecker im Geschmack, so dass es auch ohne zusätzliches Kraftfutter gerne von Ponys angenommen wird.

 

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26. November 2013
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Richtiger und falscher Muskelaufbau beim Pferd

Erklärt: Muskulatur beim Pferd

Muskelaufbau beim Pferd, das ist eine Wissenschaft für sich. Denn ein Pferd besitzt ca. 250 Muskeln. Zum Vergleich: Beim Menschen sind es rund 650 Muskeln. Auch wenn das Pferd damit weniger als die Hälfte an Muskelsträngen hat, ist das Muskeltraining nicht wirklich einfacher.

Die sogenannte Skelettmuskulatur ist beim Pferd für die Beweglichkeit verantwortlich. Sie hat ihren Ansatz an den Knochen und zieht sich meist über ein oder sogar mehrere Gelenke hinweg. Daneben gibt es die Rumpfmuskulatur. Wie der Name schon vermuten lässt, setzt sie direkt am Rumpfskelett an. Für eine optimal funktionierende Muskulatur, die eine sportlich aktive Bewegung ermöglicht, müssen beide Muskelgruppen der Pferde ideal zusammenarbeiten. Der Muskelaufbau beim Pferd muss systematisch erfolgen.

Jeder der 250 Muskeln der Pferde besteht aus vielen Muskelfasern. Während der ersten Aufbauphase eines Jungpferdes werden immer noch neue Muskelfasern gebildet. Erst beim erwachsenen Pferd nimmt durch regelmäßiges Training nicht mehr die Anzahl der Muskelfasern, sondern der Durchmesser der einzelnen Muskelstränge zu. Mit dieser Umfangsvermehrung der Muskeln wird dann auch vermehrte Muskelkraft aufgebaut. Deshalb ist auch verständlich, dass junge Pferde nicht direkt auf Höchstleistung trainiert werden sollten. Sie müssen Zeit haben, die nötige Muskulatur zu bilden und zu verstärken.

Bereits im Aufbautraining  muss der Reiter darauf achten, genau die Muskelpartien zu stärken, die das Pferd in seiner Disziplin am meisten belastet. Denn damit kann er eine gute Basis dafür erarbeiten, dass sein Pferd möglichst lange gute Leistungen erbringt und körperlich belastbar bleibt. Nur ein Pferd, das die „richtige“ Muskulatur aufgebaut hat, kann sich (und vor allem das zusätzliche Reitergewicht) tragen und dabei trotzdem gesund bleiben.

Muskelaufbau beim Pferd – wie funktioniert das eigentlich?

Muskeln sind sehr gut durchblutet. Beim Pferd Muskulatur aufbauen ist viel Fleißarbeit, Trainings-Fleißarbeit. Nur ein Muskel, der arbeitet, kann auch wachsen. Wichtig ist, dass Sie im Training die Muskeln richtig belasten. Ein falsch belasteter Muskel wird schlechter durchblutet und bildet sich zurück.

Auch nach längere Verletzungs- oder Erholungspausen muss das Pferd Gelegenheit haben, sich langsam wieder an seine frühere Form heranzuarbeiten. Ein Aufbauplan mit langsamer Steigerung der Anforderungen ohne Überforderung ist das A und O.

Im Training sollten Sie Schwerpunkte setzen.  Und zwar genau in den Disziplinen, in denen das Pferd später auch seine besten Leistungen zeigen soll. So muss ein Teil des Trainings für ein Rennpferd oder Distanzpferd immer in „rennen“ bestehen, während das Training eines Springpferdes oder gar eines Dressurpferdes ganz anders aussieht. Nur so ist Ihr Pferd in der Lage, die für seine Disziplin nötige Muskulatur aufzubauen.

Neben dem richtigen Training sollten Sie für Ihr Pferd auch Trainingspausen einbauen. Nur wenn ein Muskel Zeit hat, sich immer wieder zu erholen und nicht jeden Tag gefordert ist, kann er wachsen. Deshalb sollten auch nicht jeden Tag dieselben Muskelgruppen trainiert werden, sondern es müssen immer wieder wechselnde Belastungsschwerpunkte im Training gewählt werden.

Unterstützen kann und sollte man dieses Aufbautraining mit speziellem Pferdefutter für den Muskelaufbau. Mit diesem Spezialfutter werden die wichtigen Muskelstränge mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Muskulatur wird in gesundem Maß aufbaut und die erarbeitete Muskulatur erhalten. Denn ein müder Muskel, der nicht auf die nötigen Nährstoffe für Wachstum und Stabilität zurückgreifen kann, der ist anfälliger für Verletzungen.

Auch eine längere Erholungsphase oder die Neigung zu Muskelkater nach dem Training kann auf ein mögliches Nährstoffdefizit hindeuten. Unterstützen Sie deshalb die Muskulatur mit dem richtigen Zusatzfutter und den richtigen Nährstoffen.

Wirksames Pferdefutter für den Muskelaufbau finden Sie im Pferd & Futter Onlineshop. Wählen Sie für den Muskelaufbau bei Ihrem Pferd Muscle Max. Für eine lockere leistungsfähige Muskulatur des Pferdes sorgt reines Vitamin E (ohne Selen oder Lysin). Zum Erhalt der Muskulatur tragen Zusatzfutter mit Selen wie VSL Pulver bei. Ihr Pferd neigt nach anstrengendem Training zu Muskelverspannungen und Muskelkater? Dann ist Neutrolac das Zusatzfutter der Wahl.

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21. November 2013
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Welches Zusatzfutter für triebige Pferde

Ihr Pferd hat zu wenig Vorwärtsdrang und bringt Sie damit zur Verzweiflung? Alles Treiben hilft nichts, das Pferd bleibt unmotiviert? Energiemangel im Futter kann einer der Gründe sein. Ein anderer Muskelkater aufgrund von Überforderung. Manchmal steckt hinter chronischer Unlust sogar eine Krankheit.

Bevor Sie über ein Zusatzfutter für Ihr Pferd nachdenken, sollten Sie die Haltungsbedingungen überprüfen. Manchmal kann beispielsweise reine Boxenhaltung ohne Weidegang für akute Unlust im Training sorgen.

Auch mögliche Erkrankungen des Pferdes sollten mit Hilfe eines Tierarztes ausgeschlossen werden. Dann sind Sie sicher, dass mit passendem Pferdezusatzfutter aus einem triebigen Pferd ein motiviertes und energiegeladenes werden kann.

Zusatzfutter für Pferde, die zu Muskelverkrampfungen neigen

Pferde können Muskelkater und Muskelverspannungen bekommen, wenn sie ein anspruchsvolles Training absolvieren. Vor allem dann, wenn möglicherweise der Trainingszustand noch nicht ganz erreicht ist. Vielleicht sogar unwissentlich eine leichte Überforderung des Pferdes stattfindet.

Muskelkater beim Pferd kann man erkennen an

  • Steifem Gang
  • Langer Einlaufphase zu Beginn des Trainings
  • Schmerzhaften Muskelverspannungen

Empfehlenswerte als Zusatzfutter für Pferde, die aufgrund von Verspannungen der Muskulatur triebig sind:

  • Vitamin E – reines Vitamin E als Zusatzfutter kann Pferden zu lockerer Muskulatur verhelfen. Vitamin E wirkt dabei als Antioxidant.
  • Vitamin E+Selen – die beiden Nährstoffe ergänzen sich perfekt zum Aufbau und Erhalt einer lockeren und leistungsfähigen Muskulatur
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18. November 2013
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Muskelaufbau beim Pferd durch Vitamin E effektiv unterstützen

Muskelaufbau beim Pferd ist nicht ohne angepasstes Training möglich. Muskelaufbau kann nicht ausschließlich über die Fütterung erreicht werden. Doch kann beispielsweise die schnelle Regeneration und der Muskelaufbau beim Pferd durch Vitamin E als Zusatzfutter unterstützt werden.

Aber für einen idealen Muskelaufbau sollten Pferde neben Vitamin E zusätzlich Magnesium und Mangan in ausreichender Menge in der Ration erhalten. Alle drei Nährstoffe zusammen können dem Pferd helfen, die Muskeln locker und leistungsfähig zu erhalten. Bei reinem Magnesium als Pferdezusatzfutter sollten Sie darauf achten, dass kein Calcium (z. B. als Trägerstoff in Form von Kreide) zugesetzt wurde. Calcium kann die Aufnahme von Magnesium im Körper blockieren, weshalb Sie ein Produkt auf reiner Magnesiumbasis bevorzugt füttern sollten.

Muskelaufbau beim Pferd – Vitamin E und Selen

Vitamin E wird häufig in Kombination mit Selen als Zusatzfutter für Pferde angeboten. Sie sind ideale Partner zum Schutz der Muskelzellen vor freien Sauerstoffradikalen. Allerdings muss bei Selen sehr vorsichtig agiert werden, da die toxische Grenze im Vergleich zur idealen Versorgung sehr eng ist.

Vitamin E hingegen wird bei Überdosierung normalerweise keine Nebenwirkungen entwickeln, sondern einfach vom Körper ungenutzt wieder ausgeschieden. Vitamin E ist wichtig für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur und es fördert den Muskelaufbau und die Lockerheit der Muskulatur.

Vitamin E für Pferde zum Muskelaufbau bzw. als Zusatzfutter

Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Deshalb sollte zu der Ration, die mit zusätzlichem Vitamin E angereichert wird, immer ein Schluck Öl mit in den Futtertrog gegeben werden. Sinnvoll ist eine Fütterung von entweder reinem Vitamin E oder sehr Vitamin E haltigem Zusatzfutter für

  • Sportpferde
  • Zuchtstuten
  • Deckhengste
  • Alte Pferde
  • Pferde mit bekannter Neigung zu Kreuzverschlag und Muskelverspannungen

Wussten Sie, dass Vitamin E auch zur Bekämpfung von Entzündungen im Körper (beispielsweise Hufrehe, Sehnenschäden oder auch muskuläre Entzündungen) und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden kann? Sogar der Herzmuskel und die Skelettmuskulatur profitieren von der Fütterung von Vitamin E. Ein Vitamin E Mangel kann wiederum zu Muskelverhärtungen und ungenügender Muskelentwicklung führen.

Reines Vitamin E ohne Selen für Ihr Pferd oder Vitamin E+Selen+Lysin erhalten Sie in hochwertiger Qualität auch im Pferd & Futter Onlineshop.

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11. November 2013
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Welches Mineralfutter für den Winter

Pferde brauchen ganzjährig Mineralfutter, wenn Sie auf Getreidebasis gefüttert werden. Füttert man ein Pferdemüsli, das bereits alle Vitamine und Mineralien enthält, so kann und sollte man auf zusätzliches Mineralfutter verzichten. Denn ein zu viel an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen kann genauso schädlich sein auf Dauer, wie eine Unterversorgung.

Im Winter, der sogenannten „dunklen Jahreszeit“, ist die tägliche Anzahl der Sonnenstunden im Vergleich zu den Sommermonaten sehr reduziert. So hatte der Winter 2012/2013 gerade mal rund 96 Sonnenstunden (im Sommer verzeichnet man im Schnitt zwischen 650 und 750 Sonnenstunden). Das bedeutet, dass der Köper nicht in dem Maß Vitamin A und D selbst produziert, wie er es im Sommer tut. Deshalb muss ein Mineralfutter für den Winter beim Pferd auch mehr dieser beiden Vitamine enthalten. Nicht zuletzt deshalb, weil auch im Gras grundsätzlich mehr fettlösliche Vitamine stecken (Vitamin A und D, aber auch K und E), als das im Heu der Fall ist.

Spezielles Mineralfutter im Winter für Freizeitpferde?

Freizeitpferde stehen im Vergleich zu vielen ihrer Pferdekollegen meistens im Sommer täglich für einige Stunden auf einer saftigen Weide. Deshalb muss an ein Freizeitpferd im Winter unter diesen Voraussetzungen kein spezielles Wintermineral gefüttert werden. Denn der Körper ist durchaus in der Lage, diese Vitamine in der Leber über einen gewissen Zeitraum zu speichern. So ist der Bedarf für Freizeitpferde mit viel Weidegang im Sommer normalerweise auch im Winter ausreichend abgedeckt.

Spezielles Mineralfutter im Winter für Sportpferde und Pferde in der Zucht?

Pferde mit erhöhten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit sind meist ohnehin auf Mineralfutter mit etwas erhöhtem Anteil an verschiedenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen angewiesen. Deshalb kann bei ihnen in der Regel auf ein spezielles Mineralfutter für die Bedürfnisse im Winter verzichtet werden. Zumal Sie durch kräftezehrende Trainings- und Wettkampfeinheiten, möglichen Stress auf Transporten oder bei wechselnden Wettkampforten ohnehin einen höheren Bedarf an vielen Mineralien, Spurenelementen und eben auch Vitaminen haben. Dieser muss zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der Sportpferde ohnehin ganzjährig berücksichtigt werden.

Auch Deckhengste und Zuchtstuten profitieren von einer eher ganzjährig und nicht nur auf den Winter entsprechend speziell für Leistungspferde optimierten Mineralfuttergabe. Auch sie benötigen normalerweise kein spezielles Mineralfutter im Winter. Denn auch ihr Organismus muss ganzjährig mehr leisten, als bei Pferden im Freizeitbereich. Zumal, wenn Stuten tragend oder gar laktierend sind muss ganzjährig auf das richtige Mineralfutter geachtet werden, damit keine Mangelerscheinungen bei Mutterstute oder Fohlen auftreten.

Warum schlechte Raufutterqualität durch spezielles Mineralfutter für den Winter ausgeglichen werden muss

Auch die Qualität von Heu, Heulage, Silage oder Stroh sind maßgeblich entscheidend dafür, ob man ein besonders für den Winter entwickeltes Mineralfutter für sein Pferd kaufen muss. Hat man beispielsweise Heu vom ersten Schnitt mit hohem Gräser- und Samenanteil in bester Qualität, so kann man meist auf die Umstellung des Mineralfutters verzichten. Die enthaltenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aus dem Raufutter decken dann normalerweise den Bedarf – zumindest beim Freizeitpferd mit nicht zu hoher Beanspruchung.

Fazit: Ob Ihr Pferd ein spezielles Mineralfutter für den Winter benötigt, hängt ab von

  • Seiner Arbeitsleistung,
  • der Qualität des Raufutters,
  • dem Schnittzeitpunkt des Raufutters und
  • der Haltungsform, in der Ihr Pferd überwiegend lebt (Weidegang oder Boxenhaltung mit wenig oder gar keinem Weidegang).

Im Pferd & Futter Onlineshop finden Sie Mineralfutter für Pferde in großer Auswahl sowohl für Sportpferde, als auch für Freizeitpferde.

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10. November 2013
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Wie viel Kupfer braucht ein Pferd?

Der Kupferbedarf beim Pferd

Der Bedarf an Kupfer ist beim Pferd abhängig von seinem Körpergewicht. So geht man bei einem Warmblut von einem durchschnittlichen Gewicht von 600 kg aus. Dieses Warmblut hat bei diesem Gewicht einen Kupferbedarf von 60 bis 90 mg täglich.

Ein Kupfermangel liegt vor, wenn bei einem Blutbild der Blutserumwert 110 µg/dl bzw. 16 µmol/l unterschreitet.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass der Kupferbedarf beim Pferd aus seiner Ernährung mit Getreide, Heu und Stroh gedeckt werden kann, ist dies oft nicht der Fall. Denn die Qualität der Futtermittel muss außerordentlich hoch sein, damit die benötigten Nährstoffgehalte an Spurenelementen gedeckt sind. Denn der Kupfermangel entsteht nicht nur durch zu wenig Kupfer im Futter, sondern auch durch Defizite bei mindestens einem anderen Spurenelement wie Zink, Mangan und/oder Selen.

Hat Ihr Pferd einen nachgewiesenen erhöhtem Bedarf an Kupfer, so wird die Zufütterung hochwertiger Kupferergänzungen als Zusatzfutter nötig. Je länger dieser erhöhte Bedarf bereits vorliegt, desto länger sollte die Futterkur durchgeführt werden. Die leeren Speicher füllen sich in der Regel nur relativ langsam wieder auf.

Wie hoch ist die Gefahr der Überdosierung von Kupfer bei Pferden?

Kupfer gehört ähnlich wie beispielsweise Selen zu den Nährstoffen, die man möglichst nicht überdosieren sollte. Bei einer Überdosierung von Kupfer beim Pferd können sich Nierenprobleme einstellen. Deshalb sollten Sie auch während der Fütterung von Zusatzfutter mit Kupfer keine weiteren stark kupferhaltigen Futtermittel zugeben. Auch die vom Hersteller oder Tierarzt vorgegebene Dosierung und Anwendungsdauer sollte nie überschritten werden.

Zusatzfutter zum Ausgleich von erhöhtem Bedarf an Kupfer in der Futterration erhalten Sie in flüssiger Form als Copper-Vit und als Futterpaste mit Depotwirkung als Copper-Max im Pferd & Futter Onlineshop.

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7. November 2013
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Kommentare deaktiviert für Kupfermangel – Wenn das Pferd Kupferbrille trägt

Kupfermangel – Wenn das Pferd Kupferbrille trägt

Eine sogenannte Kupferbrille tritt beim Pferd auf, wenn ein Mangel an Nährstoffen vorliegt. Bei einer Kupferbrille verliert die Haut rund um die Augen und/oder Nüstern die Pigmentierung. Abgesehen von der Kupferbrille kann sich ein Kupfermangel bei Pferden auch in Form von ausbleichendem Fell zeigen.

Man könnte anhand der Benennung nun darauf schließen, dass bei einer Kupferbrille dem Pferd auch wirklich nur Kupfer nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Aber dem ist nicht so. Mindestens ein Spurenelement (Zink, Selen, Mangan) müssen zusätzlich für die Mangelerscheinung verantwortlich sein, damit das äußere Erscheinungsbild der Kupferbrille sichtbar wird. Zudem ist eine Kupferbrille das Zeichen dafür, dass bereits über einen längeren Zeitraum akuter Nährstoffmangel von Kupfer und eben mindestens einem der weiteren Spurenelemente vorliegt.

Was lange dauert, bis es ersichtlich wird, das dauert leider auch lange, bis es wieder verschwindet. So ist ein Kupfermangel meist auch nicht in kürzester Zeit behoben, sondern man muss über einen längeren Zeitraum die fehlenden Nährstoffe zuführen, um das normale Level wieder zu erreichen. Denn wenn bereits eine Kupferbrille beim Pferd sichtbar ist, dann liegt nicht nur in der Haut, sondern ebenfalls in wichtigen Organen bzw. auch in Knochen, Gelenken oder auch den Muskeln ein Defizit an Nährstoffen und Spurenelementen vor.

Warum eine Kupferbrille und Kupfermangel beim Pferd entstehen kann

Ein Nährstoffmangel kann beim Pferd durch falsche Fütterung entstehen. Aber selbst wenn Sie Ihrem Pferd nur beste Qualität an Kraftfutter, Heu und Stroh füttern, die Weiden gepflegt sind, kann es zu einem Kupfermangel in Verbindung mit Mangel an verschiedenen anderen Spurenelementen kommen. Das Grünfutter und Getreide ist heute nicht mehr so ausgewogen wie es früher war. Das heißt für Pferdebesitzer, dass man möglichst regelmäßig in entsprechenden Blutbildern auch den Status von wichtigen Nährstoffen bestimmen lassen sollte.

Eine weitere Herausforderung in der heutigen Fütterung ist bei der Deckung der Mineralien, Vitamine und Spurenelemente, dass viele Pferde nicht mehr dieselbe Arbeitsleistung bringen müssen wie ihre Vorfahren vor vielen Jahren als Arbeitspferde dies tun mussten. Das leichtfuttrige Freizeitpferd beispielsweise bekommt so auch deutlich kleinere Rationen. Damit den Bedarf an Nährstoffen umfassend zu decken ist nicht immer einfach.

Übrigens kann auch ein zu hoher Calciumbedarf einen Kupfermangel bzw. die Entstehung einer Kupferbrille beim Pferd begünstigen. Calcium ist bekannt dafür, dass es im Körper die Aufnahme von Spurenelementen hemmen kann, wenn die Ration einen deutlichen Calcium-Überschuss aufweist.

Sie möchten einen erhöhten Bedarf an Kupfer bei Ihrem Pferd ausgleichen? Dann finden Sie bei Pferd & Futter als flüssiges Zusatzfuttermittel bei erhöhtem Bedarf von Kupfer bei Pferden und Copper-Max als Futterpaste bei erhöhtem Kupferbedarf bei Pferden.

Pferd & Futter Onlineshop

6. November 2013
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Hat Ihr Pferd Juckreiz im Fellwechsel oder zur Weidezeit?

Juckreiz ist lästig. Das geht nicht nur uns Menschen so, das geht auch den Pferden so. Und fast jeder Pferdebesitzer kennt  das sogenannte Juckgesicht seines Pferdes nur zu gut. Erwischt man beim Putzen und kraulen die richtigen Stellen, dann ziehen die Pferde eine lustige Schnute und pressen sich oft richtig gegen den Striegel oder die Hand.

Lästiger wird es, wenn die Pferde anfangen, sich an der Schweifrübe, am Mähnenansatz oder an der Bauchnaht zu scheuern. Denn manche Pferde werden dann ganz schön rabiat und scheuern sich beinahe wund. Und das sind übrigens nicht nur die Ekzemerpferde.

Wussten Sie, dass dünnes und schlecht wachsendes oder brüchiges Schweif- und Mähnenhaar mit strapazierter und gereizter Haut zusammen hängen können? Pferdehaare (Fell und Langhaar) gehören zu den sogenannten Hautanhangsgebilden. Neigt Ihr Pferd also zu entzündlicher Haut, so kann sich das negativ auf Fell und Langhaar auswirken.

Wundgescheuerte Haut als ideale Eintrittspforte für Bakterien

Je mehr Juckreiz, desto mehr scheuern sich die Pferde, desto höher ist anschließend an der ramponierten Haut die Gefahr von Entzündungen. Denn die ohnehin schon trockene und gereizte Haut wird durch das Scheuern geschädigt. Deshalb gilt wie so oft im Leben: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Soll heißen: Pflegen Sie die Pferdehaut schon lange bevor sie trocken, rissig und juckig wird.

Juckreiz während des Fellwechsels ist fast nicht zu vermeiden. Der Juckreiz wird in diesem Fall aber nicht durch zu trockene Haut ausgelöst, sondern durch die nachwachsenden und ausfallenden Haare.  Deshalb sollten Pferde während des Fellwechsels auch möglichst häufig übergeputzt werden. So werden während des Putzens wenigstens bereits die losen Haare entfernt.

Allerdings sollten Sie auch und gerade während eines Fellwechsels darauf achten, ob Ihr Pferd vermehrt am Schweifrübe und Mähne scheuert und gegebenenfalls schnell mit einer Schweiflotion oder einem passenden Hautpflegemittel für Pferde reagieren. Denn sonst kann es auch in diesem Fall schnell einmal zu unerwünschten Hautreizungen und Entzündungen der Pferdehaut kommen.

Juckreiz während der Weidemonate

Nicht nur im Fellwechsel, sondern auch im Frühjahr, Sommer und Herbst kann Juckreiz beim Pferd ein Thema werden. In manchen Fällen ist die Fütterung der Auslöser (zu viel Eiweiß beispielsweise), in anderen Fällen sind es die Insekten.

Natürlich muss der jeweilige Auslöser bestmöglich bekämpft werden; die Fütterung muss auf die Weidezeit angepasst werden und der passende Insektenschutz (Ekzemerdecke, Fliegendecke, Fliegenspray, etc.) muss gefunden werden. Trotzdem kann und sollte man auch in dieser Zeit die Pferdehaut mit einem passenden Pflegemittel versorgen. Ekzemerlotion gegen Juckreiz an der Schweifrübe und am Mähnenkamm können Sie dabei übrigens problemlos auch an der Bauchnaht und anderen Stellen verwenden.

Hochwertige Produkte für die Pflege Ihrer Pferde finden Sie bei Pferd & Futter, Ihrem Onlineshop für Pferdezusatzfutter und Pferdepflege.

4. November 2013
nach pferdundfutter
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Buchtipp für Pferdefreunde – Kenzie Dyslie und die Pferde

„Kenzie Dysli und die Pferde“ ist ein 192 Seiten starker Bildband mit vielen tollen, teilweise sehr persönlichen, Fotos von Kenzie Dyslie – fotografiert von der bekannten Pferdefotografin Gabriele Boiselle. Dazu begleitende Texte und Erzählungen rund um das Leben von Kenzie Dysli. Der Band ist erschienen 2013 im Müller Rüschlikon Verlag.

Schon der Einband ist ein Hingucker, Kenzie Dysli auf einem Rappen zeigt ein Element der Freiheitsdressur auf einer Sonnenblumenwiese. Toll! Auf den ersten Seiten stehen Worte wie „Vertrauen“, „Freiheit“, „Freude“ – Worte, die jeder Pferdebesitzer mit den Pferden verbindet.

In den einzelnen Textteilen sprechen neben Ihren Eltern auch viele Ihrer Kollegen aus der Pferdeszene über ihre Begegnungen und Eindrücke mit bzw. von Kenzie Dysli. Neben der Fotografin Gabriele Boiselle sind dies zum Manolo Olivia oder auch Linda Tellington Jones. So lernt man ganz verschiedene Facetten dieser interessanten Pferdefrau kennen.

Zur besseren Orientierung ist der Band in verschiedene Kapitel eingeteilt: Andalusien-Land der Pferde/Kenzies Heimat; Kindheit auf dem Pferderücken; Kenzie-Meine Pferde und meine Hunde; Zuhause in vielen Sätteln; Kenzie-Frei-ohne Sattel und Zaumzeug und Kenzie Goes Public. Neben einem Interview von Gabriele Boiselle darf natürlich auch das persönliche Schlusswort von Kenzie Dysli nicht fehlen.

Das Buch besticht durch seine tollen Pferdefotografien, allesamt sehr nahe dran an Kenzie Dysli und den Pferden. Sei es das Foto zu Beginn des Bildbandes mit Kenzie auf einem Strohballen flankiert von Mutterstute und Fohlen, verschiedene Impressionen der Hacienda oder auch tolle Fotos von Dysli auf und mit den Pferden am Meer – die mir persönlich am besten gefallen. Schon allein durch die faszinierenden Fotos ist dieses Buch meiner Meinung nach ein Muss und ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Pferdefreunde!

Besonders interessant fand ich auch die Schilderungen aus der Kindheit von Kenzie Dysli. Begleitet von tollen Fotos aus ihrer Kindheit erfährt man als Leser wie früh die kleine Dysli schon ihre Faszination für die Pferde entdeckte. Wie sie völlig angstfrei als kleines Mädchen bereits mit den großen Tieren umging. Aber als Tochter in einer von den Pferden geprägten Familie, bereits im Mutterbauch an die Schaukelbewegungen der Pferde durch die reitende Mutter gewöhnt – was sollte man erwarten! Schon immer war Kenzie Dysli intuitiv mit Pferden umgegangen. Noch heute macht das das Besondere an ihrer Arbeit mit diesen Tieren aus.

Für mich eines der interessantesten und faszinierendsten Kapitel: Kenzie Dysli über ihre Pferde. Die Pferde, die ihre Lehrmeister, oder wie sie es nennt „Kindermädchen auf vier Hufen“ waren. Die ihr, wie selbst sagt, das „Urvertrauen zu diesen wundervollen Tieren“ gegeben haben, die ihre „Seelenfreunde“ wurden oder die sie gefordert haben, so wie der Lusitano-Hengst Atila. Ich finde es toll, wie respektvoll und mit wie viel Begeisterung sie über ihre Pferde erzählt. Man spürt, dass es für sie nicht Arbeit, sondern Vergnügen ist, dieser tägliche Umgang mit ihren Pferden. Und natürlich sind auch in diesem Kapitel viele tolle Bilder von Kenzie Dysli mit ihren Pferden, über die sie so begeistert erzählt.

Für mich bekommt das Buch eine klare Kaufempfehlung. Ein tolles Buch von Pferdeleuten für Pferdefreunde gestaltet, bebildert und erzählt. Tolle Fotos in super Qualität, fesselnde Texte und spürbar viel Emotionalität im gesamten Bildband.
Wer es kaufen möchte: Der im Format 296 mm x 246 mm x 24 mm erhältliche Bildband (gebundene Ausgabe) ist unter der ISBN Nr. 978-3-275-01934-2 im Buchhandel in Deutschland zum Preis von 29,90 EUR erhältlich.

(Coverfoto: Müller-Rüschlikon-Verlag)